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16. Sep 2012

Unverhofft kommt oft

Verfasst von

Am Samstag (14.9.) wachte ich schon um 7 auf, weil ich wegen akuten Müdigkeitserscheinungen so früh ins Bett gegangen war. Ich schrieb den Blogeintrag und machte mich dann auf zu einer kleinen Stadterkundung mit ein paar Einkäufen. Da ich den kleinen Schleichweg, den ich mit den Japanern gegangen war, nicht fand, ging ich die Hauptstraße entlang und fand das Übliche sprich den Bahnhof und alles darum auch sofort.  Erst einmal ging ich in den Seria (100 Yen Shop) und kaufte Bürokram, einen niedlichen Waschschwamm und noch etwas Badzeugs. Dann schaute ich in dem Buchladen nach dem tollen von Florian im Tutorium vorgestellten Manga über eine Japanisch-Lehrerin und ihren Erfahrungen im Unterricht, aber da die Mangaabteilungen in Japan eh um einiges größer sind als in Deutschland und es ohne den Titel zu wissen, etwas schwer ist, das zu finden, gab ich schnell auf. Dann ging ich in den Tsutaya, wo es ebenfalls viele DVDs und CDs gibt – da da rentaru stand, gehe ich davon aus, dass man die leihen konnte? Das hab ich nicht recht verstanden, aber naja… Dann war es zwar erst gegen 11 Uhr, ich hatte jedoch schon Hunger und entschied mich für den Laden neben Ootoya, der bot nämlich Udon an. <3 Da ich den Automaten, an dem man sein Essen bestellt, gar nicht wahrnahm, preschte ich vor und suchte mir einen Platz… Nur blöd, dass dann mein Blick auf die zwei Herren fiel, die vor dem Automaten standen, ich überlegte, ob ich mein Zeug wieder mitnehme – den Platz sozusagen wieder freigebe -, letztendlich ließ ich es dort liegen und ging zum Automaten… Wäre bestimmt höflicher gewesen, aber beim nächsten Mal mach ich es ganz bestimmt! Da ich einen Mordshunger hatte – ich hatte ja am gestern nicht so viel essen können – bestellte ich mir ein teishoku (Menü) bestehend aus Kakeudon („dicke“ Nudel in Brühe) und Katsudon (Fleisch ähnlich wie Schnitzel auf Reis mit Sooße). Aus einem Automaten konnte man sich eiskaltes Wasser zapfen, es dampfte richtig beim Einschenken! Das Essen war köstlich und das Wasser war sehr erfrischend. Dann ging es wieder raus in die Hitze und zum Welpark, weil ich noch Bodylotion brauchte. Ich suchte mich dumm und dämlich, fand aber nichts und was so ähnlich klang wie bodikureemu oder bodimiruku kostete 2000 Yen aufwärts… nee, lieber nicht, ich weiß ja nicht, was für Kosten diesen Monat noch auf mich zukommen, deshalb sollte ich mich mal zusammenreißen… V.V Wieder im Wohnheim packte ich meine Errungenschaften aus und am PC fragte mich Markus, ob ich nicht Lust hätte heute Abend mit zu einem Koto und Shakuhachi-Konzert in Mejiro zu kommen. Da ich nichts vorhatte und froh über Gesellschaft war, sagte ich zu. Dann verschlief ich den Nachmittag, weil ich meinen Wecker nicht gehört hatte und sprang gegen 16.45 Uhr auf, weil ich nicht wusste, wie lang ich zum Bahnhof brauche, der Zug zumindest fuhr 17.23 Uhr – mit oder ohne mich! Ich schaffte es aber ganz bequem und weiß jetzt, dass ich wirklich 10 Minuten oder etwas weniger brauche. In Shinjuku stieg ich um in die Yamanote-Linie und vor dem Eingang warteten schon Markus und seine Gastmutter, sowie eine andere Frau.  Sie sagte, dass der Gastpapa noch das Auto geparkt hatte und wir gingen ihm entgegen. Der Gastpapa begrüßte mich auf Japanisch und Englisch. Ich glaube, bei mir muss erst irgend so ein Knoten platzen, damit ich mal vernünftige Sätze bilden kann. -.- Wir bogen in eine Seitenstraße ein und der Gastpapa erzählte uns, dass in dieser Gegend reiche Menschen leben. Dann kam uns eine Frau entgegen und führte uns zum Veranstaltungsort – einem traditionellen Haus in einem traditionellen Garten – leider war es meiner Kamera zu dunkel, um vernünftige Fotos von dieser tollen Gestaltung zu machen… -.- Ich genoss es zumindest, wieder auf Tatami laufen zu können und wir setzten uns nach der „Erlaubnis“ des Gastpapas auf Stühle, die eigentlich für Ältere oder körperlich Eingeschränkte da waren. Die anderen saßen auf hübschen Zabuton (Sitzkissen) . Die beiden Musiker hatten beide Kimono an und der Mann (Seikyou Kuroda) erklärte nach dem ersten Stück, dass sie eigentlich westliche Kleidung tragen, aber aufgrund des heutigen Spielortes traditionelle Kleidung gewählt haben. =) Er spielte Shakuhachi, für mich so etwas ähnliches wie eine Flöte, nur etwas dicker und länger , sie (Yuiko Terai) Koto, ein Instrument mit Saiten und so weißen Dingern (das sind natürlich keine „Dinger“, aber den korrekten Namen hab ich leider schon wieder vergessen -.-) zum Verstellen der Höhe . Diese Instrumente klangen wunderschön, ich persönlich mochte die tieferen Töne lieber, weil die Höheren manchmal ganz schön schrill klangen, aber es war trotzdem schön. ^^ Zwischen den Stücken erzählten sie immer ein bisschen, ich verstand nur leider nicht so viel, wie ich gern hätte, vor allem hätte ich gern mitgelacht, aber das konnte ich nur, als ich es verstanden hab, zum Beispiel bei der Kleidung. Yuiko sang auch zu einem Stück – das war vielleicht toll!!! Außerdem fiel mir auf, dass Seikyou seine Kimono-Ärmel als Taschen benutzte – in einem hatte er ein kleines Handtuch und in dem anderen einen Putzlappen für die Shakuhachi. XD Sie erklärten auch ihre Instrumente und Seikyou hatte drei verschiedene Shakuhachi mit, die andere Töne von sich geben konnten, zum Beispiel Töne verzerren. Auf der Koto konnte man auch klopfen, mit der flachen Hand auf die Saiten schlagen, ganz schnell hin und her streichen und vieles mehr. Auch eine kleine Umfrage wurden wir gebeten auszufüllen – ich vertauschte, warum auch immer, annaisuru (führen) mit setsumeisuru (erklären), aber ich hoffe, sie verstehen das Geschriebene trotzdem. ^^ Dann gingen wir wieder in Richtung Bahnhof, ich bezahlte die 2000 Yen an die Gastmutter, die die Kosten erstmal für uns übernommen hatte und dann fuhr ich wieder zurück. Ich wählte den sicheren, weil stark befahrenen Weg, kam jedoch nicht da raus, wo ich wollte. Zum Glück wusste ich trotzdem wo ich war und diesen Weg werde ich glaub ich jetzt immer nehmen. In einer Drogerie kaufte ich mir noch meine Bodymilk von Nivea und dann gings nach Hause, Tagebuch schreiben und ins Bett.

Über Julia Streubel

3 Kommentare

  1. Like sagt:

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