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8. Okt 2012

Ein bisschen Kultur…

Verfasst von

Wie schon im vorherigen Post angekündigt, ging es am Samstag zusammen mit Shotaro zum Toukyoukokuritsuhakubutsukan – dem Nationalmuseum Tokyo – in Ueno. Da an diesem Tag Austauschstudenten freien Eintritt hatten, musste ich nur meinen Ausweis zeigen und bekam ein grünes Bändchen – Shotaro musste bezahlen. ^///^° Das Gelände allein fand ich schon wunderschön, wir machten uns zumindest erst einmal auf den Weg zu den Schätzen des Horyuuji – dort waren sehr viele buddhistische Figuren ausgestellt und ich fragte mich bei jeder, wie die Leute es so früh schon fertig bringen konnten, so kunstvoll und detailliert zu arbeiten. Ich bin froh, wenn man erkennen kann, was ich da male… V.V Naja, da es einfach zu verlockend war, las ich gleich die englische Übersetzung – sonst würde das ganze ja doppelt so lange dauern. =P Dann gingen wir zum Honkan , dort konnte man dann viele archäologische Schätze vorfinden, Schriftrollen, Kimono, Samurai/Kriegerrüstungen, Schwerter. Mich konnten schon allein die Lampen begeistern, die sahen so schön aus! Wir fingen an mit der Jomon-Zeit, also 3000 v.Chr. beginnend – und erstmal sahen wir diese total berühmte Vase , Dogu (Lehmfiguren) und Dotaku (wie eine Glocke geformt). Zu den Dogu erzählte mir eine Freiwillige Helferin, dass Vermutungen angstellt wurden hinsichtlich fehlender Körperteile (Arme, Beine), und zwar, dass diese abgebrochen wurden, sobald das betroffene Körperteil krank war, um die Krankheit zu bekämpfen – klingt doch ganz plausibel oder? ^^  Man durfte auch hier wieder fotografieren – außer Gegenstände an denen das Bild mit dem durchgestrichenen Fotoapparat zu sehen war, das kam aber nicht sooo häufig vor. ^^ Es gab auch besonders wertvolle Gegenstände, an denen dann „Nationaler Schatz“ oder „Kulturell besonders wertvoll“ stand, sogar davon konnte man einige fotografieren. Als wir zu einigen Schriftstücken kamen, erzählte Shotaro, dass die in der Universitätsaufnahmeprüfung im Fach Japanisch drankommen und dass das super schwer sei – kann ich mir gut vorstellen, die haben schließlich schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. ^^  Auch einige wunderschöne Gemälde waren dabei – ich fotografierte natürlich alles, auf dem ich den Fujisan erspähen konnte. =) Besonders angetan haben es mir glaub ich die Kimono  und die Verzierungen an den Schwertern, obwohl diese Rüstungen auch total cool aussahen und der eine Helm war auch schön. =) Zwischendurch konnte man mal einen Blick nach draußen erspähen und in einen wunderwunderschönen Garten schauen. *___*  Obwohl wir bis kurz nach 2 in diesem Museum waren und ich eigentlich vor Hunger hätte nur noch kriechen können sollen, war das nicht der Fall… find ich toll! ^^ Wir gingen trotzdem erst einmal etwas essen – Soba und Takoyaki. Auf dem Weg dorthin durch den Uenopark waren 10000 (hab ich mitgehört, nachdem ein Interessierter eine Mitarbeiterin gefragt hat ^^) Grüße/Wünsche von Menschen aus aller Welt aufgehangen – na gut, das meiste auf Japanisch, aber es war trotzdem toll, dort untendurch zu laufen. Nachdem ich Shotaro gebeichtet hatte, dass ich den Tako (Oktopus) nicht wirklich mag, weil der wie Gummi ist, hat er ihn gegessen und ich bekam das leckere Bällchen drumherum. =) Dann gingen wir noch durch die Ameyoko – es gab Ananas *____* – und machten uns als nächstes auf nach Asakusa. Es wurde ein Bild vom Sky Tree gemacht und wir suchten erstmal einen starbucks auf, damit Shotaro sein Mangoeis-Dingens trinken konnte – war lecker und erfrischend. =) Natürlich konnten wir nicht nicht zum Sensoji gehen. 😉 Da beobachtete ich, dass die alle die Unterseite dieser großen Laterne anfassten… entweder das hat irgend eine Bewandnis oder die wollten einfach nur fühlen, was das für ein Material ist… keine Ahnung.  Dann kaufte Shotaro ein leckeres, aber heißes Leckerli – Teig und Anko drin  und wir gingen ein bisschen beten. =P Doch davor schauten wir uns noch per omikuji (Metallbehälter schütteln, bis ein Holzstäbchen herauskommt – gar nicht so einfach, wie es immer aussieht – dann die daraufstehende Nummer an den Schubladen suchen und das Zettelchen herausnehmen, steht in verschiedenem Japanisch aber auch in Englisch geschrieben ^^) unser Horoskop an – was für ein Mist! Das wurde gleich erstmal an die Stäbchenvorrichtung gehangen, damit es nicht in Erfüllung geht! -.-# Es waren mal wieder sehr viele Menschen da und ich sah sogar einen Hund – Golden Redriever – in ein Kleidchen gepresst, das sah vielleicht bescheuert aus… V.V

Dann ging es zurück nach Shinjuku, wo ich endlich mal wieder in den Kinokuniya hineinwollte, weil ich den ja beim letzten Mal nicht gefunden habe. Wir fuhren gleich erstmal in den letzten Stock zur „ausländische Bücher, Sprachenlern“-Abteilung und er zeigte mir die Deutsche. ^^ Neben Goethe und Co. gab es auch „wundervolle“ Werke von Kant und Nietzsche… Foltermethode… Naja, jedem das Seine. ^^ Als wir dann in die Französische kamen, fiel mein Blick zu Glück auf J.K. Rowlings neues Buch und ich bat Shotaro, mich doch bitte schnell zur Englischen zu bringen und da war es dann auch schon – sogar 10% reduziert, hihi. ^^ Dann holte ich mir noch den 2. Band von Nihonjin no shiranai nihongo (Das Japanisch, das Japaner nicht kennen) und wir gingen wieder hinaus. Nachdem wir einige Zeit an einer Ampel zugebracht hatten, weil ich überlegen sollte, was wir jetzt noch machen wollen, entschied ich mich, nach Hause zu fahren, denn am Dienstag und Mittwoch sind Tests, auf die man sich im besten Fall vorbereiten sollte… Ja, wir stiegen in Noborito aus, damit ich endlich mal weiß, wie ich da hinkomme und gingen noch Tsukemen und Gyoza essen. Ich dachte erst, ich schaff diese große Portion nicht, aber ich hatte mehr Hunger als ich dachte. =) Da es langsam zu regnen begann, brachte mich Shotaro im Eiltempo nach Hause, um dann selbst im Eiltempo nach Hause zu kommen, krank werden, wäre nicht so vorteilhaft. ^///^°

Über Julia Streubel

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