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22. Okt 2012

Vom Leben ohne Laptop…

Verfasst von

Schon vor meiner Abreise hatte ich irgendwie die Sorge, was ich denn machen soll, wenn mein Laptop hier in Japan kaputt geht… Tja, anscheinend hat er das gehört und sich entschieden, mich vor dieses Problem zu stellen, weshalb ich erst jetzt mal wieder einen blog schreibe, jedoch ohne Bilder, weil die Unirechner meine vielen Fotos nicht speichern wollen und ich sie somit nicht auf meine externe Festplatte ziehen kann…

Fangen wir erstmal mit dem erfreulichen Teil an. Am 12. Oktober haben meine Freunde eine Geburtstagsfeier für mich gegeben. Da Franzi sagte, es kämen nicht viele, rechnete ich mit 3 Mädels, letztendlich waren es jedoch ca. 11, die kamen, was mich freudig überraschte. Wir gingen in eine Izakaya, ich trank mal wieder nur Unalkoholisches (nicht beabsichtigt, aber das war lecker ^^), futterte ein bisschen und quatschte. =) Als Sahnehäubchen gab es noch eine Art Kuchen – der war vielleicht lecker! Reinster Zucker, aber geil! ^^ Und diese Sahne erst… am liebsten hätt ich den Teller abgeleckt, aber nein, das macht man nicht. 😉 Ich genoss den Abend sehr und hoffe, dass ich allen zu verstehen geben konnte, wie glücklich ich war, als ich sie, wenn auch etwas zu harsch – fiel mir leider erst im Nachhinein auf – bat, noch eine Umarmung abzuwarten. Ja, mit ein paar Mädels blieb ich noch eine Weile und quatschte. Beim Versuch ein gemütlicheres Plätzchen zu finden, blieben wir beim Hachiko, wo jedoch ein Mann bestimmte Körperteile an uns so anziehend fand, dass er sie anfassen musste… Das war uns allen natürlich furchtbar unangenehm, wir versuchten uns von ihm zu entfernen und ich verspürte zum ersten Mal Angst hier in Japan… die blieb dann auch noch den ganzen Abend bestehen. Am Samstag ging es dann mit meiner zukünftigen Gastfamilie und Teren zur Teezeremonie und nach Odaiba, wobei ersteres ziemlich enttäuschend war, jedoch die Fahrt nach Odaiba – per Schiff! – alles wieder wett machte. =) Es war ein schöner Tag, jedoch waren Teren und ich so verdammt kaputt, dass ich erstmal schlafen musste. Dann wollte ich meinen Laptop anmachen… nichts… nur das Lämpchen leuchtete auf und der Lüfter lief auf Hochtouren. Ich versuchte alles, was mir einfiel – Akku raus, an, aus, wieder an, Akku leer werden lassen, anschließen – es interessierte ihn nicht. Ich schrieb sämtliche Leute an, die Computerkenner kennen könnten und so kam es, dass ich am Montag nach Hiyoshi fuhr und Matias mal schauen ließ.

Am Sonntag ging es jedoch erst einmal endlich zum Fuji!!! Es war ein schöner Tag, sodass wir ihn schon vorher gut sehen konnten und generell war es mal schön, so viel Natur zu sehen. ^^ Meine Sitznachbarin war unglaublich nett, nur leider hat jemand meinen Zettel mit den Namen genommen, weil er dachte es wär seiner, sodass ich sie bei facebook nicht suchen kann… T.T Auf dem Fuji – naja, der 5. Station in etwas über 2000 Meter Höhe wurden fleißig Souvenirs geschoppt, Fotos gemacht und gequatscht. Dann ging es zum Restaurant, das Essen sah toll aus, war aber irgendwie nicht meins… Naja, mir kann ja nicht alles schmecken. ^^° Der Salat war toll höhö, nur leider wird man davon nicht wirklich satt. ^^ Dann ging es zum  Weintrauben futtern, die waren sehr lecker, es war bloß eklig, die Schalen übrig lassen zu müssen und in den Eimer zu schmeißen… baaah…. Aber danach war ich echt satt und schaffte meine Rebe auch nicht, bekam aber Hilfe von einem, der gerad eine neue abschneiden wollte. ^^ Danach ging es auch schon wieder heimwärts. Aufgrund der Müdigkeit war ich nicht sehr gesprächig und schlief viel, wachte kurzzeitig mal fürs Bingo auf – gewann mal wieder nichts trotz hoher Chance und schlief weiter.

Ein weiterer erfreulicher Teil war der Kulturtreff im Goethe-Institut am 10.12., wo wir in kleiner Runde Knabberzeugs gefuttert und über Bücher geplaudert haben, meine Güte, die Zeit verging wie im Flug! Und natürlich kam ich in die Minirushhour – zumindest war es kuschlig voll, aber ich bekam ja noch Luft, deshalb war es wohl doch keine. ^^

Matias konnte meinem Laptop nicht mal irgendwelche Informationen entlocken, was denn mit ihm los sei, was ihn schlussfolgern ließ, dass es sich hierbei um ein schwerwiegenderes Problem handelte – zumindest konnten wir alle Daten retten, das war eigentlich am wichtigsten! Und der Abend war auch schön, sie haben wieder leckeres Essen gekocht. =3

Die Woche vom 15. bis 19. war ziemlich Vortragslastig… Dienstag und Freitag… V.V Naja, war ganz okay, denke ich, außerdem macht es mir viel mehr Spaß einen Vortrag auf Japanisch zu halten als auf Deutsch. ^^ Samstag trafen wir dann Nattalees Sempai To, weil er Informatik studiert. Jedoch ging es erstmal auf Jackensuche, weil es hier doch schon etwas kälter ist, als gedacht. ^^ Meine Traumjacken hingen bei Zara, jedoch lagen sie aufgrund des Laptop -Problems nicht im Budget und ich ging mit weinendem Herzen hinaus… To meinte, er denke, das mainboard sei tot… Wir gingen jedoch zu einem Elektrogeschäft und fragten dort nochmal… jedoch meinte der, ich müsse den Laptop zu Asus direkt schicken, die Reparatur sei äußerst schwierig und er könne Erfolg nicht garantieren. Also: Neukauf! … Am Abend schaute ich dann das Drama mit Gackt, allerdings regte ich mich die ganze Zeit über seine Haarfarbe und den Haarschnitt (schwarz, Locken – irgendwie ist er wohl der einzige Japaner, dem schwarze Haare nicht stehen!) auf, sodass ich vom Inhalt nicht viel mitbekam. Die darauffolgende Show mit Arashi wurde mir schnell zu blöd und ich lernte… Das ist wohl der einzige, aber große Vorteil im Leben ohne PC – man hat massig viel Zeit zum Lernen! Da morgen die Gesprächsprüfung und Donnerstag der Zwischentest („Halbzeittest“) stattfindet, sollte ich das wohl nutzen…

Am Sonntag ging ich einkaufen und wurde in Sachen Jacke und Schal fündig. Dann bekam ich einen Anruf von Shotaro, der frei hatte und mich fragte, ob ich Zeit hätte… Lernen… weggehen bei dem geilen Wetter?! Naja, die Entscheidung ist wohl klar. ^^ Wir fuhren nach kamakura und dann nach Enoshima – na gut, in die Nähe, wegen dem Sonnenuntergang. ^^ Ein wundervoller Tag, doch nun hat der Traum ein Ende und die Realität schlägt einem ins Gesicht…

Ja, das war meine kurze Kurzzusammenfassung (kurz kurz ist beabsichtig, weil hier soooo viel mehr passiert, aber ich kann ja nicht mal mein eigenes Tagebuch auf dem neuesten Stand halten, geschweigedenn das hier – tut mir Leid!) – ich lieb Japan nach wie vor, mein Laptop zeigt mir nur mal wieder, dass mich Technik hasst… das hätte er ruhig auf sanftere Art und Weise zeigen können… Naja, da kann man nichts machen…

 

Über Julia Streubel

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