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14. Nov 2012

Bäume, Bäume, Bäume…

Verfasst von

Letzte Woche Freitag (9.11.12) hatten wir keinen Unterricht, weil es früh um 7.40 Uhr nach Odawara und Hakone ging.

Am Abend zuvor beschloss ich kurzfristig, mit Amy und An nach Shimokitazawa zu fahren. Da gibt es sooo tolle Sachen! Ich kaufte mir einen Rock, wir aßen in einem sehr geilen italienischen Restaurant und als Sahnetupferl gab es noch einen Starbucks-Caramel Macchiato… =3 Dann ging es noch nach Shinjuku, weil dort ein Matsuri (Schreinfest) stattfand und wir uns mit ein paar treffen wollten… jaja, Treffen in Shinjuku… mit Durchfragen klappte es dann allerdings ganz gut. Es war sehr lustig, An und ich entschlossen uns jedoch, nicht die letzte Bahn zu nehmen, sondern schon gegen 11 Uhr nach Hause zu fahren, weil wir morgen ja früh raus mussten.

Ja… ich war natürlich müde wie Säuchen, aber ich hielt mich davon ab im Zug zu schlafen, das hätte mich nur noch müder gemacht. Die Fahrt im Romance Car war verdammt angenehm und gemütlich, weil jeder einen Sitzplatz hatte und die Sitze sehr bequem waren… ich glaub, wir hätten alle am liebsten geschlafen, aber nur einige haben sich wirklich getraut. ^^ Nach dieser angenehmen Fahrt wurde es weniger angenehm, denn wir mussten uns in eine Bahn quetschen… ooooh wie hab ich es gehasst! Luft ist wirklich Mangelware in solchen Zügen! Umso fröhlicher waren wir, als wir dort rauskonnten, einige hatten mit Schwindelgefühl zu kämpfen, ich blieb damit fürs Erste verschont. Dann ging es zum kulturellen Teil und wir besuchten das Odawara-Schloss. Oben in der Souvenirabteilung sah ich zwei Omiyage, die mich sofort an zwei Freundinnen erinnerten, sodass ich sie kaufen musste. ^^ Mal sehen, was sie sagen hihi. Naja und eine Postkarte vom Odawara-Schloss mit Sakura-Bäumen davor musste mit, weil ich die mir im März nicht gekauft und es bereut hatte. Dann ging es nach Hakone… der erste Zug hat euch nicht gereicht, wollt ihr einen noch Volleren?! Bitte, steigt ein!!! gruuummel! Da der ganze Trip fast bis auf die letzte Minute durchgeplant war, mussten wir diesen Zug nehmen und dort drin konnte ich mein Schwindelgefühl nicht mehr unterdrücken… als es dann noch voller wurde, musste ich aufstehen (ich saß zuvor auf einer Treppe) und die um mich stehenden merkten, dass mir schwindlich war, sodass mir von allen Seiten zugefächert wurde und mir Plätze angeboten wurden… aber ich konnte den armen Omis ihren Platz doch nicht wegnehmen… Die waren alle sooooo lieb!!! Nach nach einer gefühlten Ewigkeit hatte der Höllenritt ein Ende und es ging dann in eine Seilbahn und die Aussicht war einfach großartig, zumal wir Glück mit dem Wetter hatten – freu. ^^ Mit der Seilbahn ging es nach Ouwakudani – wo wir uns wagten die in Schwefel „gekochten“ Eier zu essen – schmecken wie ganz Normale – zum Glück. ^^ Nach eifrigem Omiyagekauf und Lunch ging es dann weiter zu einem See – mit der Seilbahn und toller Aussicht – über diesen See schipperten wir mit einem „Piratenschiff“ – leider keine Black Pearl aber trotzdem cool, an Deck war es natürlich verdammt kalt und als ich die Suche nach meinem Fuji-san aufgegeben hatte, verkrümelte ich  mich in wärmere Gefilde. Mit Taxis ging es dann zum Seminarhaus und alle stürmten in den Onsen – ich wollte jedoch nicht, es war mir zu unangenehm. Zum Glück war ich mit meinem Schamgefühl nicht allein hihi. ^^° Dann gab es erstmal Abendessen – Karage (frittiertes Hühnchen) Reis und sowas – war ganz lecker und danach traute auch ich mich in den Onsen – hmm, das war entspannend und als noch eine Freundin dazukam war es zu zweit auch total in Ordnung. ^^ Dann gab es ein Seminar über die verschiedenen Bildungssysteme, wir wurden in Gruppen aufgeteilt und jeder konnte fragen, was ihn zu diesem Thema interessierte. Dann war Spieleabend angesagt – ich spielte eine Weile Tabu mit, dann rief Amy jedoch zum Yoga auf und das wollte ich unbedingt mal probieren – es war anstrengender als gedacht, hat aber Spaß gemacht. ^^ Dann gab es noch girls talk in Amys Zimmer – das war sooo toll, das würd ich gern öfter machen und dann wurden die Themen noch in unserem Zimmer weiter vertieft, bis wir uns gegen 12 Uhr entschieden, die Äuglein zu schließen.

Am Tag darauf gab es von 7 bis 8 Uhr Frühstück… 6.45 Uhr aufstehen… T.T Naja, dann erzählten die Jungs davon, wie sie Monsterspinnen töten mussten, um überhaupt ein Auge zumachen zu können – ich bin verdammt froh, dass ich das nicht erfahren habe, bevor ich einschlafen sollte, denn mit diesem Wissen wäre daraus nichts geworden. Das Frühstück war recht westlich mit Brötchen, Ei und Wurst, aber das war auch gut so. ^^ Ich hab ja oftmals nichts gegen japanisches Essen (es sei denn es ist zum Beispiel Fisch, sieht aber nicht aus wie Fisch…), aber westliche Abwechslung schadet meiner Meinung nach  nicht hehe. ^^

Dann ging es zum Checkpoint Hakone, dort wurde gezeigt, wie es früher hier aussah und wie die Leute gelebt haben, ihre Tiere gehalten haben und so, leider war ich viel zu aufgeregt, weil der Fuji zu sehen war, sodass ich schnell die mordsmäßigen Treppen hochkraxelte und Mr. Fuji bewunderte… hach, er ist sooo schön! Ich glaub, die anderen können meine Fuji-Besessenheit nicht ganz so nachvollziehen, aber was solls… ^^° Ich kann zum Beispiel die Angewohntheit der meisten hier nicht nachvollziehen, eine Freude am Knacken sämtlicher Gelenke zu haben… ich könnte jedes Mal austicken, wenn jemand das macht, aber da es hier fast jeder macht, ist mir das zu anstrengend… Dann lunchten wir ein bisschen vor uns hin und dann konnte jeder machen was er wollte. Ich schloss mich der großen Gruppe an, die zum Hakone Schrein gehen wollte, da die Wege diesmal nicht wie gewohnt asphaltiert waren, war es etwas schwierig zu laufen, aber es ging schon. ^^ Im Hakone-Schrein kaufte ich mir dann ein Omikuji für Glück und Erfolg in sämtlichen Lebenslagen und hoffe, dass es mir hilft, meine Wünsche zu erfüllen hihi. =) Dann ging es zu dem im Wasser stehenden Torii von wo aus wir die Landschaft und das tolle Wetter erneut bewundern konnten. Der Brunch ließ nicht lange auf sich warten und ich futterte mein Onigiri und Äpfel – oh mein Gott, Vitamine! Wobei sie geschält waren… stecken die meisten Vitamine nicht in der Schale oder kurz darunter oder so? Naja, keine Ahnung, zumindest war es lecker. ^^ Dann verabschiedeten wir uns von Jeff – dem Culture-Lehrer- und zogen in ein etwas teureres Café ein, weil wir unbedingt, die süßen Köstlichkeiten probieren mussten… ja, nach ca. 20 oder 30 Minuten warten, durften wir rein und da wir uns zu viert drei Köstlichkeiten teilten, ging es im Endeffekt mit dem Preis… Da die Rückfahrt nach Mukogaokayuen (zu) lange dauerte, entschlossen wir uns den Heimweg anzutreten – ich wär gern noch ins Petit Prince-Museum gegangen, aber dazu war ich eh zu müde.

Im Bus nach Odawara schlief ich dann und im Zug …. keine Ahnung, ich glaub ich war wach. Zumindest dauerte es geschlagene drei Stunden bis zum Endziel… danach war ich müde, aber es ging dann noch zur Clubnight mit Amy, An und ein paar anderen Jungs und Mädels… erst nach Shinjuku zu John, dem Angestellten in der Senshu – sehr lieber Kerl. ^^ Dann wieder zum Shinjuku-Bahnhof und von dort aus nach Roppongi… Wir trafen uns mit ein paar anderen am 7 eleven und suchten nach Clubs… Tja, find mal einen Club, wo TANZEN NICHT verboten ist… ja, ihr hört richtig! In so vielen Clubs war das Gesetz geändert und Tanzen verboten worden!!! So kam es, dass die, in denen man tanzen konnte natürlich total voll oder total teuer waren… Ich fühlte mich leider nicht so gut, sodass ich mich von den anderen abkapselte und in eine Karaokebar ging, um mich auszuruhen und ein paar Lieder zu singen – und lustigerweise traf ich Maru! Zufälle gibts ey… faszinierend. ^^ Naja, im Endeffekt bereute ich meinen Einzelgang, ich hätte nur eine Stunde dort verbringen und die andere Stunde bei den anderen im club verbringen sollen… naja, Chance vertan, ich hoffe, die nächste kommt! Wir nahmen den ersten Zug und bekamen sogar Sitzplätze. Um nicht einzuschlafen, hörte ich Musik, was sehr lustig ausgesehen haben muss, weil alle um mich herum schliefen, nur ich wippte mit dem Kopf. ^^ Um 7 war ich im Bett und wie lange ich schlief, sag ich lieber nicht, so lang hab ich zumindest noch nie geschlafen. ^^

 

Noch schnell Bezugnahme auf meinen Titel: Hakone und Odawara sind meiner Meinung nach durch wunderbare Landschaft geprägt – vor allem Hakone hat sehr viel Wald und dieser tolle See, hach es passt einfach alles. ^^ vor allem auf dem Weg zum Schrein sind wir durch einen Wald mit was weiß ich wie viel Jahre alten Bäumen geschlendert – ich glaub, das hätte meiner Mum sehr gefallen. Wenn man mal die Menschenmassen ignoriert, ist Hakone glaub ich ein großartiger Ort, um dem Großstadtleben mit seinen Hochhäusern und Abgasen mal zu entfliehen. Ich hab mich sehr wohl gefühlt. ^^

Über Julia Streubel

2 Kommentare

  1. Andre und Arite sagt:

    Haben bis jetzt deine Berichte mit Großem Interesse gelesen.ist sehr interessant. Genieße die Zeit, wir denken an dich.

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