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19. Nov 2012

Erinnerungen

Verfasst von

Das Wochenende war geprägt durch Erinnerungen, aber ich fang erstmal beim Mittwoch an. Da beschloss mein Körper nämlich, so richtig krank zu werden. Am Dienstag hatte ich es schon erahnt, weil ich in der Vorlesung nur da saß und mich so gut wie gar nicht konzentrieren konnte, aber am Mittwoch fühlte ich mich, als wären sämtliche Verkehrsmittel Tokyos über mich drübergefahren. Ich ging trotzdem zur Uni, weil wir nur zwei Stunden Japanisch hatten und sagte meinem Tutor, dass ich krank bin und somit nicht zum Tutorium und zur Vorlesung kommen kann. Mehr oder weniger lustigerweise fiel die Vorlesung sowieso aus, weil auch mein Betreuungsprofessor krank war. Na gut, ich schleppte mich dann noch zur Post, um mal wieder Briefe nach Deutschland zu schicken und auf dem Rückweg kam ich an einer Übersicht mit den gestrigen (Di,13.11.) Verkehrsunfällen in der Gegend vorbei…  Von den Verkehrsunfällen hier wird im Fernsehen so gut wie nie berichtet, aber in letzter Zeit sterben so einige Menschen bzw. werden ermordert. Heftig war auch, dass an drei Tagen hintereinander Berichte über brennende Wohnungen kamen… beängstigend, dabei assoziiert man Japan ja eigentlich als sicher… Naja, wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich hier zumindest sicherer als in Deutschland. Ich kann nicht genau sagen warum, vielleicht, weil die Japaner sehr nett oder sehr abweisend sind, beides hält meiner Meinung nach davon ab mir etwas Böses antun zu wollen. ^///^ Ich hoffe zumindest nicht, irgendwann eines Besseren belehrt zu werden.

Ja, nachdem die Hals-tut-höllisch-weh-und-ist-trocken-Phase am Donnerstag morgen überstanden war, begann die Nase-läuft-wie-Wasserfall-Phase und ich beschloss am Freitag eine Kleenex-Packung (die Dinger, wo man Tücher einfach rausziehen kann) mitzunehmen, was sich als notwendig erwies, denn ich brauchte die gesamte Packung auf… V.V Nattalees Vortrag über Laos folgte nach dem Unterricht und war sehr interessant – weil sich keiner traute, fragte ich fein drauf los und so nach und nach kamen die anderen auch in Fragelaune. ^^ Dann ging es noch ein Geburtstagsgeschenk für Nattalee kaufen – da sie 20 geworden ist und man hier erst mit 20 Alkohol trinken darf, entschloss ich mich, für sie eine Flasche lecker aussehendes Momo (Pfirsich)-Getränk zu kaufen – ich hoffe, es schmeckt. ^^ Dazu fand ich noch Werthers Original und eine Kuchen-Geburtstagskarte, weil sie Backen so mag. =) Der Geburtstag war sehr schön. Weil wir so um die 12 waren und nicht im Gasuto reserviert hatten, mussten wir so 20 oder 30 Minuten warten, aber egal. Danach schafften wir die auf die Bahn Angewiesenen zum Bahnhof und dann wurde in der Kälte über verschiedenste Dinge gequaselt. Das meiste waren Beschwerden der an den Kultur- und Wirtschaftsklassen Teilnehmenden über diese Klassen, sie nehmen wirklich wahnsinnig viel Zeit in Anspruch und die Armen müssen andauernd irgendwas dafür schreiben… Um wieder etwas Wärme zu tanken gingen wir eine Weile, redeten dort weiter bis 23.15 Uhr und dann ging es heim ins kuschlige Bettchen.

Auf Melanies Einladung kam ich am Samstag zum Kokusai Kenshukan, um mit ihr Zimt-Apfel-Brot zu backen (ich back oder koch alles wo Zimt drin ist!!!! =3) Das Rezept war schön einfach, das Abwaschen lästig und die Wartezeit wurde mit Filmegucken verbracht – Mulan – uuuuh BE A MAN! zum Glück liebten alle dieses Lied („Sei ein Mann“) und wir hörten es nochmal. Nach Mulan gab ich meine DVD-Box herum und wir entschieden uns Sex and the City zu gucken… nur blöd, dass der amerikanische Laptop meine deutsche DVD nicht akzeptieren wollte… T.T naja, dann wurde eben der Internetstream genutzt und ich war glücklich, dass so viele Mädels da waren (ausgenommen Yusuke, aber der schlief sowieso XD). Da fühlte ich mich gleich an die tollen Sex and the City-Abende (und Ablenkungsmanöver vom Lernen ^^) mit Nicole zurückerinnert. =) Das Brot schmeckte gaaaanz wundervoll und der Sex and the City-Tag wurde noch mehr versüßt. Hihi, wir schauten also drei Stunden lang, bis das normale Fernsehen angeschaltet wurde… zum Glück, ich hätt noch weiter geschaut und Christina sagte auch: „I just got into it“. ^^ Fein, lasst uns das wiederholen! 😉 Amber war von ihrer Shoppingtour in Shinjuku zurückgekehrt, zeigte mir die Ausbeute ihrer Lieblingsband und erzählte, dass sie das alles für viiiiiel günstiger im Closet Child bekommen hatte und dass sie viel von Gackt haben…. hmm, ihr wisst, wo ihr mich in naher Zukunft findet… =3 Dann ging es im strömenden Regen zurück zum Wohnheim, vorbei an einer Riesenpfütze, die mich eine Wand hochklettern und den Weg hinter ihr gehen ließ. ^^ Die Japaner zogen erst gar nicht in Erwägung, diese Wand hoch oder runter zu klettern und machten kehrt – naja, ich wollte eben schnell nach Hause und kannte auch keinen anderen Weg, außer einen viiiiiel zu langen, beschwerlich, bergauf und wieder ab. ^^

Am Sonntag dann laß ich ein paar Texte, schaute viele Anime im Fernsehen und fuhr dann nach Shinjuku, um mich mit Shota zu treffen – Karaoke und Abendessen stand auf der Agenda. =) Zum Glück fanden wir uns auch gleich und gingen dann zum Karaokekan – (kan = Halle). Der Eingangsbereich sah verdammt edel aus, doch der Schein trügte etwas, denn sie hatten noch Röhrenfernseher und die Badezimmer waren auch nicht die Neuesten. ^^ Naja, ist ja egal, solang die Mikros funktionieren und die Musikauswahl passt. ^^ Shota sang nur Englisch – der Arme. ^^° Naja, ich hätte nichts gegen Japanisch gehabt, ich sollte eh mal ein paar Lieder lernen, damit ich nicht immer nur englischen Kram wähle. Zwei Stunden plus Getränk 700 Yen – geeeenial! Ich will nochmal zu dieser Tageszeit dort singen gehen!

Auf der Suche  nach Essbarem kamen wir in den weihnachtlich beleuchteten Teil Shinjukus, was mich so ein bisschen Heimweh verspüren ließ – Weihnachten ohne die Familie, den Weihnachtsbaum, Essen bis zum Umfallen, Spaziergang vorbei an beleuchten Fenstern und Weihnachtsmarkt ist eben nicht so wirklich Weihnachten… ich hoffe, es wird trotzdem schön. Aber das ist auch so ein Ding, haaaaaaaaallo, wir schreiben den 19.11. und ganz Tokyo tut so, als wäre morgen der 24.12.! Das stört mich etwas, die Beleuchtung ist ja so halbwegs okay, aber dieser ganze Weihnachtskram, den man schon kaufen kann nervt mich selbst in Deutschland. Allerdings würde ich jetzt soooo unglaublich gern Dominosteine und diese Lebkuchenherzen essen… T.T Und gebrannte Mandeln… ich hoffe, ich find hier irgendwo einen Weihnachtsmarkt – egal wie teuer die Mandeln sind, ich werd sie kaufen! Wenigstens das… und dann nicht mal ein Laptop mit dem ich nach Hause telefonieren kann. Das macht mich wirklich traurig, aber ich bin zurzeit wieder von dem Gedanken weg, mir hier einen Laptop zu kaufen, weil ich ja meine DVDs darauf gucken möchte und so weiter…

Naja, ich komm vom Thema ab, wir gingen dann zumindest im Café Est! Est! essen und bewunderten die im Fernsehen gezeigten Bilder von Beleuchtungen in ganz Japan. Auf dem Weg nach draußen gingen wir noch in den Laden meiner Träume – gaaanz wundervolle, elegante Kleidung mit Schnörkeln in wundervollen Farben – nur die Preise waren nicht ganz so wundervoll… T.T Dann ging es noch weitere Beleuchtungen angucken  und wir kamen zu einer Maschine, in die man zu zweit „hinein gehen“, seine Hand auf eine Platte legen, die Hand des anderen halten und dann warten musste… über den Köpfen der beiden wurde dann eine bestimmte Farbe gezeigt, die was bedeutete, naja, humbug, aber irgendwie trotzdem niedlich. ^^

 

Über Julia Streubel

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