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8. Jan 2013

Ignoranz in Perfektion

Verfasst von

Nachdem ich also am 2. Januar ins Wohnheim zurück gekehrt bin, freute ich mich schon auf den darauffolgenden Tag, denn dann ging es zum All-you-can-mampf ins Sweets Paradise in Shibuya mit Matias und Freunden von ihm, ein paar bekannte Gesichter waren jedoch auch dabei. An dem Tag war ich mal wieder produktiv wie immer – nicht… – und konnte es kaum erwarten, loszufahren. 17.45 Uhr war Treffpunkt am Hachiko – wo sonst? ^^ – und weil ich noch etwas Zeit hatte, wuselte ich in den Läden herum, war aber zum Glück nichts dabei, was meinen Geldbeutel leichter machen könnte. Im Sweets Paradise kauft man sich an einem Automaten ein Ticket für 1480 Yen, mit dem kann man dann 1 1/2 Stunden so viel futtern, wie eben reinpasst. ^^ Salat, Spaghetti, Suppe, Reis und vor allem: KUUUUUCHEN!!! *___* Es war wirklich ein Paradies. ^^ Und ich finde für den Preis hat das auch alles ganz gut geschmeckt. ^^ Auch Getränke waren inklusive. Wir futterten und quatschten, zum Teil auch auf Englisch, da wir Austauschstudenten aus Nigeria, einen Franzosen und eine in Neuseeland aufgewachsene Chinesin am Tisch sitzen hatten. =) Die Zeit verging mal wieder schneller, als uns lieb war, jedoch waren wir auch schon ganz schön gesättigt. Dann trennte sich das Grüppchen in Nach Hause/Irgendwo anders-Hingeher und in in einen Pub/eine Bar-Geher, ich gehörte zu letzteren, man muss ja der Arbeit so lange davon laufen, wie nur irgendwie möglich. 😉 Es ging dann also in einen, wie ich fand, englisch angehauchten Pub (wobei ich das wohl nicht beurteilen kann, weil ich leider noch nicht in England war) und waren die Preise erstaunlich bezahlbar. Die meisten tranken Bierchen, ich probierte den Glühwein für 500 Yen und fand ihn echt lecker, auch wenn es nur aufgewärmter Wein mit Gewürzen drin war. ^^  So gegen 10 packte uns dann entweder das Pflichtbewusstsein oder die Müdigkeit und wir machten uns alle auf nach Hause. Natürlich war ich mal wieder die Einzige, die in meine Richtung musste… V.V

Am Freitag, den 4.1., ging es dann auf zu Nora, denn wir wollten mal ein bisschen die Umgebung, in der sie wohnt und die Dokkyou Universität erkunden und Indisch essen gehen. Weil ich mal wieder viel zu spät aufgestanden war, hetzte ich panisch hin und her, um mich schnell zum Bahnhof aufzumachen, merkte jedoch erst vor Kitasenju, dass ich eine Stunde zu früh dran war, denn statt 13 Uhr kam ich 12 Uhr an. Dank Handy konnte ich Nora jedoch vorwarnen. ^^ Wir gingen dann zum „Vie de France“, einem tooollen Bäcker, denn er hatte Zimtgebäck, dazu ein Café Latte und ich bin glücklich. ^^  Wir besuchten noch den Schrein in der Nähe, der sogar am Waschbecken eine Beschreibung hatte, wie man sich die Hände wäscht! Nami kam auch dazu und wir fuhren nach Matsubaradanchi, wo sich die Dokkyou befand. Wir konnten auf das Gelände und ein bisschen die Gebäude anschauen, das eine hatte eine Kuppel wie unser Reichstag. ^^ Reinkommen war einfach, rauskommen erwies sich als etwas schwieriger – Nora und ich kletterten ganz unartig über den Zaun und bemerkten erst danach, dass weiter vorne eine offene Tür gewesen wäre, denn eine Fahrradfahrerin fuhr gerade heraus. Nami wählte diesen Weg. ^^ Dann ging es sehr lecker Indisch essen. Mir gefiel die indische Einrichtung, die indische Musik und dass die Bediensteten ebenfalls Inder zu sein schienen. Da ich Angst hatte, Schwabbelfleisch vorgesetzt zu bekommen, nahm ich das vegetarische Lunch-Menü – 850 Yen für Salat, Hauptspeise, Dessert und Mangolassi, ich liebe dieses Restaurant! Und es war auch wirklich lecker. =) Gesättigt und glücklich erkundeten wir dann noch etwas die Gegend, gingen unter anderem über eine Promenade und entschieden dann, nach Lake Town, Nora zufolge das größte Einkaufszentrum Ost-Asiens, zu fahren. Die beiden erzählten, da gäbe es sogar diese „Fließbänder“ wie in Flughäfen, auf die man sich stellen kann. Dort fuhren wir also hin und wurden von den vielen Sale-Schildern magisch angezogen. Ich kaufte ein komplettes Set und im Schmuckgeschäft noch Schmuck dazu. Hübsche flache Schuhe gab es mal wieder nicht, nur in nem furchtbaren braun, aber das zieh ich nicht an. Irgendwie waren alle etwas müde, sodass wir den Heimweg antraten, meiner dauerte ja immerhin 1 1/2 Stunden, aber es lohnt sich doch immer wieder, etwas mit Nora zu unternehmen. ^^ <3

Am Samstag stand dann das Neujahrstreffen im Haus meines Betreuungsprofessors mit seinen Studenten, meist vom Kanda-Campus, auf der Agenda. Zum Glück fuhr ich mit meinem Tutor dort hin – bis zum Bahnhof zu kommen, wäre ja kein Problem, aber den Weg zum Haus zu finden, war nicht ganz so einfach, wir verliefen uns am Anfang, trotz Navi. ^^ Es war sehr süß zu beobachten, als ein kleiner Junge seinem Papa „dame!“ (in etwa: das geht nicht!) sagte, als dieser die Straße noch bei rot überqueren wollte. ^^ Die beiden haben dann ein Wettrennen veranstaltet und der Kleine hat sich mächtig geärgert, als sein Papa ihn mal nicht gewinnen lassen hat – hihi, na mein Bruderherz, kommt dir das bekannt vor? 😉 Aber wer verliert schon gern. ^^ Wir wurden dann also begrüßt und nach und nach trudelten auch die restlichen Teilnehmer ein. Der Hund Cookie kleffte aufgeregt, wann immer die Tür aufging, aber noch konnten wir ihn nicht sehen, denn erstmal wurde gegessen und dazu Alkohol getrunken. Der Sekt war mir etwas zu bitter, aber der darauffolgende Wein war so süß wie Saft – perfekt! ^^ Es war eine ganz lustige Runde, bis dann das Thema „Was für eine Art Frau/Mann möchtet ihr heiraten?“ aufkam. 95% der Männer sagten, sie wollen eine „Yamato Nadeshiko“ (ich weiß, wikipedia ist keine gute Quelle, aber ich hab noch nichts anderes gefunden: http://de.wikipedia.org/wiki/Yamato_Nadeshiko), ich weiß nicht warum, aber leider habe ich das Gesagte der Jungs eher wenig verstanden, außer, dass alle wollten, dass sie einen makellosen Körper hat und den Haushalt schmeißt. Sogar mein Betreuungsprofessor (, der übrigens das Essen gekocht hat ^^) sagt, wenn sie jemanden brauchen, der den Haushalt schmeißt, können sie auch eine Haushaltshilfe anstellen. Die Meinung der Frauen spiegelten dann schon eher meine eigene wider, denn sie sagten, dass der Mann nicht denken soll, sie sei seine Mutter und mache alles für ihn. Ja, die Meinung der Männer hat mich etwas geschockt, aber was soll man machen… Die Tochter meines Betreuungsprofessors hat einen dreijährigen Sohn, der erst einmal richtig schüchtern war, aber schon nach kurzer Zeit richtig aufgeblüht ist und mit allen rumgespaßt hat – niedlich! ^^ Lebendiges Kerlchen. =) Als es dann auf den Schluss zuging, wurde mit ihm noch Mario auf der Wii gespielt, was auch sehr niedlich anzusehen war. =) Dann ging es so gegen 9 Uhr nach Hause und Verdrängungsarbeit leisten…

Was es zu verdrängen gibt? Eine Hausarbeit und die Vorbereitung auf den Placementtest nächste Woche. Aber inzwischen habe ich meine Motivation wiedererlangt und versuche meinen monströsen Rückstand irgendwie wieder aufzuholen… Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt  ne… ^^°

Über Julia Streubel

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