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14. Mrz 2013

Freiheit

Verfasst von

Am Montag (25.2.) kam dann wieder der Ernst des Lebens zum Vorschein, in Form der Japanisch-Endprüfung für den Winterkurs… Diesmal war ich mir beim Grammatik-Teil ziemlich unsicher, beim Leseteil machte ich mir von vorne herein keine großen Hoffnungen… nach dem schriftlichen Teil, folgte noch der mündliche Teil, bei dem wir diesmal ca. 5 Minuten über ein Erlebnis sprechen mussten – glücklich, traurig, wütend usw. Ich habe ein glückliches gewählt und über den Samstag in der tollen Schule für Patisserie und meinen darauffolgenden Nachmittag und Abend mit Nora gesprochen. ^^ Am Abend konnte ich dann  mit meinen Franzosen Amin,Marian und Alice den ersten Teil von The Expandables schauen und dabei Süßes naschen. =)

Am Dienstag kam dann etwas Trauerstimmung auf, denn nachdem wir unsere Prüfungsergebnisse zurückbekommen hatten, ging es nach Kichijoji, um mich dort mit Franzi, Shu und Nora zum Mittagessen in einer deutschen Bäckerei zu treffen – das war unser Abschiedstreffen, weil ich am Abend nicht dabei sein konnte. Während wir also unsere belegten Brötchen und tolle Süßigkeiten aßen, quatschten wir über Gott und die Welt – ich liebe das. ^^ So gegen 15 Uhr machten wir uns dann wieder auf und Nora, Shu und ich schauten noch nach Schuhen… Ich hab wieder welche gefunden, die Mama geschrien haben, aber sie haben schon beim Anziehen gedrückt und wir wissen ja alle, dass das kein gutes Zeichen ist, deswegen habe ich sie schweren Herzens da gelassen. Mit den beiden bin ich dann noch nach Shibuya und mit Nora noch ein bisschen durch die Straßen geschlendert, wir haben noch Abendbrot gegessen und dann sind wir zu dem Ort gegangen – Shibuya East – dort fand nämlich das Konzert statt, auf dem Acapella-Chöre aus dem ganzen Land unter anderem auch der Chor meines Chorleiters sang, auftraten. Ich verabschiedete mich also von Nora und ging hinein. Dann gab es mal wieder einen Moment, der mich wieder daran erinnerte, dass ich hier immer als Ausländer angesehen werde – vor dem Eingang zur Konzerthalle gab es einen Stand, wo man sich Getränkemarken kaufen musste, die Frau fragte mich irgendwas, ich verstand es aber nicht beim ersten Mal, weshalb ich sie bat, es zu wiederholen, was sie jedoch nicht tat, sie beantwortete sich die Frage lieber selbst… naja, was soll man denn dazu sagen… Ich ging dann noch etwas perplex hinein und holte mein Getränk, daraufhin suchte ich ein paar Mitglieder meines Zirkels, sie beachteten mich jedoch kaum… naja, das kenne ich ja schon. Das Konzert stellte sich als Wettbewerb heraus. Es traten ca. 8 Acapella-Chöre von Hokkaido bis Hiroshima auf, welche dann von einer Jury bewertet wurden – die Jury trat auch auf und mir wurde verdeutlicht, warum diese Menschen in der Jury saßen. ^^ In der Pause suchte ich die Toilette auf, mein Chorleiter kam jedoch zu mir und wir quatschten ein bisschen. =) Dann standen alle an, um eine CD der Jury-Band zu ergattern, ich stellte mich zwar auch an, sah aber keine Chance eine zu bekommen, aber wenigstens konnte ich mich mit Mitgliedern meines Zirkels unterhalten. Man merkt wirklich, dass man hier viel Arbeit reinstecken muss, damit man etwas zurückbekommt, mal sehen, ob ich in dem halben Jahr noch etwas zurückbekomme, ich würde es mir wünschen, ich hab sie echt alle gern. Ja, in der zweiten Runde sangen dann auch noch ein paar und dann war es auch schon Zeit die Sieger zu verkünden. Die Gruppe meines Chorleiters hat leider nicht gewonnen. Die Gewinner gaben eine Zugabe und weil ich das gerade anspreche, muss ich hier auch nochmal was anmerken. Erstens konnte ich bei der Siegerverkündung etwas sehr interessantes beobachten, und zwar, dass mein Chorleiter und ein anderes Mitglied an erster Stelle standen, weil sie jedoch etwas anfangen mussten zu weinen, wechselten sie mit den hinter ihnen Stehenden den Platz… In diesem Moment fand ich das ganz ungewöhnlich, wenn ich jetzt jedoch darüber nachdenke, kann ich mir das durchaus in Deutschland auch vorstellen. Hier gibt es sicherlich auch so einige, denen es unangenehm ist, wenn sie in der Öffentlichkeit weinen müssen. Ja… und dann bin ich mal wieder in ein Fettnäpfchen getreten, denn nach dem Ende der Zugabe der Sieger ist mir ein kleiner Begeisterungsruf rausgerutscht und die Augen sämtlicher Zirkelmitglieder war auf mich gerichtet… nach huch… aber Menno, die Sieger waren echt verdammt gut!!! ^^° Aber das zählt hier ja nicht. ^///^° Sie waren zum Glück nicht nachtragend. ^^ Ja, am Ende traf ich nochmal auf meinen Chorleiter und fragte mich die ganze Zeit, welche Worte denn nun angebracht waren, aber mit meinem otsukaresama (vielleicht so ähnlich, danke für die Anstrengung) und ach ihr wart so toll, hatte ich wohl alles richtig gemacht(ich hatte die Assistenten des internationalen Wohnheims danach befragt). ^^

Am Mittwoch (27.2.) bekamen wir unsere Zeugnisse für den Kurs und die Abschiedsfeier fand statt. Also, wenn ich ehrlich bin, war ich diesmal nicht soo  traurig, wie beim Ende des Herbstkurses, weil ich mit den meisten der Teilnehmer nicht wirklich irgendetwas zu tun hatte und meine Franzosen bleiben mir ja noch erhalten – ungefähr so lang wie ich hier bin, weil sie ein Praktikum machen. ^^

Am Freitag (1.3.) traf ich mich dann mit Freunden vom Goethe-Institut in Roppongi. Wir hatten uns eigentlich eine Bar herausgesucht, nachdem wir sie endlich gefunden hatten, stellten wir jedoch fest, dass es sich dabei eher um einen Mini-Tanzsaal handelte und gingen in den Pub, den ich zuvor erspäht hatte – dort gab es eigentlich ausschließlich Ausländer, aber dieser Anblick ist kein Seltener in Roppongi. ^^ Wir tranken Cocktails und Bier und unterhielten uns – es ist so interessant, wenn Ältere am Tisch sitzen und dir über ihre ganzen Erfahrungen erzählen können – das motiviert mich so wahnsinnig. ^^ Mal sehen, wie weit ich es schaffen werde, aber ich werde alles geben – zwischendurch aber auch mal Pause, ne. 😉 Danach ging es noch mit Sadjad und Sabrina zum Karaoke nach Ikebukuro bis 5 Uhr morgens. ^^ Die Zeit verging wieder so schnell. T.T Natürlich schlief ich wie ein Stein und wachte so gegen 13 Uhr auf. ^^ Ab 16 Uhr ging es zum Bowlen mit Amin, Marian, Sai-san und Natthalee, sowie – uns völlig fremden Menschen! Wir waren erst etwas geschockt, weil wir nicht vorgewarnt worden waren, aber das machte nichts, denn die Leute waren supernett und es hat viel Spaß gemacht – nur mein Daumen tat mir nach zwei Stunden weh und bis der Schmerz sich verflüchtigte, dauerte es auch noch ca. 3 Tage. ^^° Bei den unbekannten Leuten handelte es sie um Mitglieder der UNESCO, mit denen wir auch noch zum All you can eat and drink gingen – für unschlagbare 1000 Yen!!! Das ist echt unschlagbar und wir fragen uns heute noch, wie sie diesen Rabatt für uns hinbekommen haben. ^^° Das Bowlen war sogar kostenlos. ^^ Ich gewann sogar einen Preis als Beste unter den ausländischen Teilnehmern und mit Geschenken eines Mitarbeiters bei Fujitsu wurden wir auch noch überschwemmt. ^^ Es war echt ein toller Nachmittag und Abend. =) 

Am Sonntag konnte ich dann endlich mal wieder lange mit Steffi skypen, das tat echt gut, aber ich merk echt, dass ich die gemeinsamen Conan-Tage mit ihr vermisse, oder im Bewaffel dich oder in der Mensa zusammen essen. Schon seltsam, aber ich bin im Land meiner Träume. =) Es sind nur noch 5 1/2 Monate, die sollte ich echt genießen und zum Japanisch lernen nutzen, damit ich wirklich Fortschritte mache, die sich sehen lassen können. 😉

 

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