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3. Mrz 2013

Die Deutsche und das Bier

Verfasst von

Ich hatte am Samstag Vormittag meine Schuhe zum Schuhdoktor nach Shinyurigaoka gebracht, in der Hoffnung er könne sie wieder heilen und ich könne sie eventuell sogar zur Party im Ageha anziehen. Mir war es richtig peinlich, ihm die Absätze zu zeigen, aber ich rede mir immer ein, er habe so etwas, wenn nicht gar schon Schlimmeres gesehen und reparieren können. ^^° Zum Glück hatte er Hoffnung, hat mir gesagt, er werde einen Teil des Absatzes abschneiden müssen, dies aber mit dem Trittdingens ausgleichen, dann bezahlte ich – es gab sogar noch Rabatt ^^ und ging mit Vorfreude auf Dienstag, wenn ich meine Schuhe abholen könne, noch etwas Shoppen, Mittag essen und wieder nach Hause. Am Dienstag (12.2.) fuhr ich dann also meine Babys abholen. Der Mann brauchte eine Weile, bis er sie fand – er war wohl neu im Geschäft und hatte noch keine wirkliche Orientierung. ^^° Dann traf ich mich noch mit Rikimaru zum Kaffee trinken und Deutsch sprechen, weil der Gute im Sommer wieder nach Deutschland reist und sich vorbereiten möchte. ^^

Am Mittwoch hatte ich natürlich wieder Japanisch-Unterricht und da wir gerade mitten in der Vorbereitung der Abschlusspräsentation (diesmaliges Thema: das Image Deutschland bei schon einmal in Deutschland gewesenen und noch nie in Deutschland gewesenen Japanern), was die Zeit ziemlich stressig machte. Am Nachmittag fand erst einmal ein Origami-Kurs statt und wir waren am Ende des Kurses alle so involviert und konzentriert, dass wir noch ewig hätten weiterfalten können, es hat richtig Spaß gemacht! Wir haben die Puppen für das Hinamatsuri und sich bewegende Münder gefaltet. ^^ Da dieser Kurs ca. zwei Stunden dauerte, hatte ich natürlich noch weniger Zeit für das erste Skript, dass am Donnerstag abgegeben werden sollte… und um meinen Schweinehund noch stärker werden zu lassen, fand am Abend noch ein Treffen mit Freunden vom Kulturtreff statt, ich haderte echt bis zur letzten Minute, ob ich nun da hinfahre oder nicht, weil ich ja eigentlich das Skript schreiben sollte, aber naja… Ablenkung gewinnt leider in letzter Zeit immer öfter. ^^° Der Abend war ganz wundervoll. ^^ Da das Bier in diesem Laden günstig war, tranken die meisten Bier – ich nicht. Da die Leutchen mich schon etwas besser kennen, wissen sie, dass ich kein großer Bierfan bin, aber immer wenn ich auf die Äußerungen von Japanern, dass ja in Deutschland alle Bier mögen, mit „Nein, ich nicht so wirklich“ antworte, krieg ich verdutzte Blicke zugeworfen. Alkoholische Getränke müssen bei mir eben fruchtig schmecken. Ich mag Alkoholgeschmack nicht und Bier schmeckt für mich nach Alkohol. ^^ Naja, 19 Uhr trafen wir uns und gegen 21 Uhr machte ich mich aus dem Staub, weil die Pflicht dann doch rief. ^^ Die Fahrt wurde genutzt, um für den morgigen Vokabeltest zu lernen, die Zeit zu hause für das Skript. ^^

Am Freitag (15.2.) ging es dann endlich wieder zur Grundschule. =) Die Kinderleins waren am Anfang – beim Mittagessen – mal wieder nur  mit Tuscheln beschäftigt und haben so gut wie nicht mit mir gesprochen, aber beim Spielepart gings dann los. ^^ Dann wurden nämlich die Erwachsenen getestet, in wie fern sie denn mit japanischen Kinderspielzeugen umgehen können. Erst ging es wieder zum mit Faden Figuren machen und ich dacht mir schon: och nöö, das kenn ich doch schon! Dann jedoch wurden die Stationen getauscht und ich kam zum Origami (Papierfalten). =) Dort zeigte mir ein Mädchen, wie man einen Kranich faltet, leider wurden wir nicht fertig, ich bekam jedoch auch das was die anderen Kinder gefaltet haben. =) Dann ging es zum zur koma-Station – eine Art Kreisel, auf den man einen Faden wickelt und ihn dann Richtung Boden wirft, in der Hoffnung, dass er sich dreht – er hat sich zum Glück bei mir gedreht und die Kinder sind halb ausgeflippt. ^^ Es ist aber echt nicht ganz einfach. Die letzte Station war kendama – ein Holzhammer, an dem eine Holzkugel befestigt ist. Man musste versuchen, die Holzkugel auf die ausgebeulten, immer kleiner werdenen Seiten des Hammer zu bekommen und zum Schluss auf den Stab, der da herausragte. Als ich auch das schaffte (war selber überrascht ^^) freuten sich die Kinder noch mehr. ^^ Zum Abschluss ging es noch in die Sporthalle, wo wir mit den Kindern zusammen einen kleinen Wettbewerb mitmachten. Einmal musste man eine lange Schlange bilden und einen Ball in der ersten Runde zwischen den Beinen durchgeben, und in der zweiten Runde über dem Kopf durchgeben – mein Team hat gewonnen. ^^ Dann ging es noch zum Seilspringen – zwei schwingen ein Seil und man rennt durch, mit einmal springen – da hab ich mich ein bisschen sehr dämlich angestellt, aber ich kann mich an Zeiten erinnern, wo ich das oft gespielt habe und auch konnte, ach ja die Jugend! =P Am Abend ging es noch zu meinen Franzosen ins Kokusai Kenshukan – sie hatten wunderbar leckere Bolognese  gekocht und zum Nachtisch gab es beim Film „The expandables 2“ leckeren Schokokuchen und meine Pfirsich-Haribos vom Laden in Shimokitazawa. ^^

Am Samstag ging es mit Masahiro nach Harajuku. Eigentlich wollten wir Süßigkeiten essen, jedoch entschieden wir uns, erst einmal etwas Herzhaftes zu suchen. Weil wir in den Omotesando Hills mindestens hätten 20 Minuten warten müssen, entschieden wir uns, in einem anderen Kaufhaus ein japanisches Restaurant auszuprobieren – zum Glück, denn ich hab noch nie so unglaublich leckeres Tofu gegessen!!!! *____* Ich habe auch Tintenfisch probiert… also immer essen würde ich es nicht, aber der Geschmack ist okay. ^^ Des weiteren gab es noch frittiertes Fleisch mit Salat und toller Soße, eine Art Eintopf, Wein und zum Schluss Tee. Die werden mich in diesem Restaurant öfter sehen. =P 

Über Julia Streubel

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