RSS-Feed abonnieren

Passwort vergessen?

v Anmelden

14. Mrz 2013

Welcome to food paradise

Verfasst von

Am Dienstag, den 19.2. ging es mit ein paar Freunden vom Kulturtreff nach Mejiro in eine relativ günstige Karaokebar, sie war etwas alt, aber solang es bekannte Lieder gibt, ist die Inneneinrichtung ja eher nebensächlich. ^^ Zuvor traf ich mich mit meiner Tandempartnerin Midori in Mukogaokayuen im Gasto, wir aßen Mittag und sprachen wieder über verschiedenste Themen, wobei der deutsche Teil diesmal auf Englisch ablief, weil sie sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten musste und deshalb Englisch üben wollte. =)

Am Donnerstag fand dann die Abschlusspräsentation statt. Ich war an zweiter Stelle dran und hab mich nicht wirklich gut da vorne gefühlt… Das war irgendwie nicht mein Tag. =( Naja, da die Bewertung noch halbwegs im zufriedenstellenden Bereich ausgefallen ist, kann es so schlimm nicht gewesen sein. Danach aß ich zu Mittag und ging dann endlich wieder zu meiner Probe mit dem Acapella-Chor. Die Zeit mit ihnen vergeht immer so wahnsinnig schnell! Aber das zeigt mir, dass ich wirklich verdammt gern bei ihnen bin, denn wie ihr wisst, vergeht die schönste Zeit bekanntlich am schnellsten. ^^ Um 19 Uhr wurde dann noch mit Susi geskypt -es tat mal wieder gut, über alles mit einer Freundin quatschen zu können. =)

Freitag (22.2.) ging es dann mit meinen J4-Kursmitgliedern Sushi in unserem Kaiten-Sushi-Restaurant essen – ich hätte eigentlich erwartet, es sei voll, aber nichts dergleichen. Vielleicht mögen es Japaner auch eher Abends etwas mehr zu essen, bzw. haben erst dann die Zeit dazu. ^^ Da ich es nicht erwartet hätte, freute ich mich umso mehr, dass wir ohne Warteschlange gleich zu unserem Tischchen geführt wurden und losfuttern konnten. ^^

Am Freitag hatte ich von Natthalee (Laosianerin) erfahren, dass am Samstag ein Süßigkeitenfest in der Ecole de Patisserie et de Pain de Tokyo  stattfindet, was mir eigentlich nicht entgehen lassen wollte, aber da ich mich am Samstag auch  mit Nora treffen wollte, musste das erstmal abgeklärt werden, da Nora jedoch gern mitkommen wollte, war es kein Problem. ^^ Es ging dann also 10 Uhr vom Wohnheim aus los und ca. 10.45 Uhr trafen wir uns mit Natthalees Freunden aus Laos am Bahnhof  Takadanobaba. Wir wollten natürlich so viel wie möglich Süßkram mampfen, dies wurde jedoch durch die Schar an Besuchern, die ebenfalls mit diesem Ziel zum Fest gekommen war, erschwert, sodass wir uns erstmal den Ausstellungsraum anschauten, aus dem ein intensiver Schokoladengeruch drang, obwohl man noch nicht einmal im Raum stand. Der Grund für diesen Geruch war eine fantastische Meereslandschaft mit knuffeligen Kugelfischlein (mein persönlicher Favorit ^^), einem Schiffswrack und sämtlichen anderen Details. ^^ Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Schüler daran 1 1/2 Jahre gearbeitet. ^^° Es gab natürlich noch vieles anderes zu bewundern, z.B. das Cinderellaschloss, ein Palast wie aus tausend und einer Nacht, aber auch eine deutsche Burg mit den Bremer Stadtmusikanten, inspiriert von einer Forschungsreise einiger Studenten nach Deutschland – das freute mich natürlich besonders. ^^° Da mir der Magen in den Kniekehlen hing nach all dem Fotografiere während man ständig diesen unwiderstehlichen Schokigeruch in der Nase hat, gingen wir auf Nahrungssuche und fanden eine Küche, in der wir nicht lang anstehen mussten und für 700 Yen bekam ich Wraps, Salat und Dessert, sowie Kaffee. ^^ Danach gingen wir in die Küche gegenüber, denn dort konnte man lernen, wie Parfait hergestellt wird. Obwohl die Zutaten schon fertig waren und wir nur noch das Parfait schichten mussten, hat es trotzdem Spaß gemacht. =) Weiter ging es in einer anderen Etage, wo vor unseren eigenen Augen Torten, große Windbeutel und Pralinen hergestellt wurden. Der Windbeutel mit Sahnekaramelcreme, Bananenstückchen und Karamelsoße zog mich so in seinen Bann, dass ich gar nicht anders konnte, als ihn zu kaufen – nur leider hatten das viele andere auch vor, sodass ich auf die zweite Fuhre warten musste und erst einmal eine mir unbekannte rote Süßigkeit kaufte, die sich als keksartig und nach Beeren schmeckend herausstellte. ^^ Diesen großartigen Windbeutel – es kostete übrigens alles 100 Yen *___* – aß ich genüsslich, als ich fertig war, ging ich jedoch wieder rein, um zuzusehen, wie man diese Fruchtrollen zubereitet. Das letzte Mal, als ich das versucht hatte, musste ich nach Mum`s Hilfe schreien, weil alles weggeflossen ist und Mum immer solche Blitzideen hat – damals haben wir meine Rolle in Backpapier gepackt, geformt und das Ganze mit Wäscheklammern befestigt in den Kühlschrank gestellt – hat funktioniert! ^////^° Naja, bei den Profis war das natürlich nicht nötig, auf den Biskuitteig wurde Sahne gestrichen, Erdbeeren draufgelegt und nochmal etwas Sahne und dann gab die Frau das Zepter an den Herrn neben ihr weiter, sie beichtete mir, dass sie das Rollen selbst noch nicht so gut konnte. ^^° Der Mann grinste mich an – ich glaub ich stand da ungefähr 10 Minuten, das fällt ja etwas auf ^^° – und rollte die Rolle zusammen, als wäre es das Einfachste von der Welt. ^^ Vermutlich ist es auch gar nicht so schwer, wenn die Creme fest genug ist. ^^ Ja, ich schaute auch noch beim Zubereiten der zweiten Rolle zu. Auf einmal schaute mich der junge Mann an, hielt einen Finger vor den Mund (das „psst-nicht weitersagen“-Zeichen ^^)und schob mir mit einem Lächeln den Teller mit den nicht verwertbaren Resten hin, von dem ich mir ein Stück nehmen durfte… haaach, noch mehr Glücksgefühle. ^^ Dann musste ich aber auch schon los nach Harajuku, um Nora dort zu treffen, die vorher nicht da sein konnte. Wir gingen etwas shoppen und dann gegen 18 Uhr zu meinem geliebten Restaurant in dem Bulgari-Gebäude. Dort ließen wir es uns so richig gut gehen mit Umeshu (Pflaumenwein), meinem geliebten Tofu, Pizza, Reis, was uns so einiges kostete aber naja, solang man nicht jeden Tag so eine Rechnung vorgelegt bekommt, ist das doch okay, außerdem war es das letzte Mal, dass ich mit Nora dorthin gehen konnte, weil sie am 28.2. schon wieder nach Deutschland zurückkehren musste…

Am Sonntag (24.2.) ging es dann noch zum Karaoke – wieder mit Freunden vom Kulturtreff und daraufhin wurde noch mit meiner Familie geskypt. =)

Über Julia Streubel

Kommentieren


Schlagworte