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26. Apr 2013

Buddha hier, Buddha da…

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Da das Wetter am Samstag (6.4.) etwas regnerisch sein sollte, entschied ich mich, einen Museumstag einzulegen – wie so viele andere auch… Ich liebe Technik- und Wissenschaftsmuseen, weshalb ich das sich in Nagoya befindliche anschauen wollte, zumal es auch noch das größte Planetarium der Welt hat. Danach wollte ich noch in ein Elektronikmuseum, aber daraus wurde nichts. Um zu dem Wissenschaftsmuseum zu gelangen, ging ich durch einen Schrein und siehe da: ein Hochzeitspaar, das für Fotos vorbereitet wurde und nicht nur das, es handelte sich um einen Ausländer und eine Japanerin. =) Da ich nicht weggescheucht wurde, schaute ich glücklich zu und machte Fotos von den beiden. ^^ Dann ging ich zielstrebig zum Museum und stockte erst einmal, als ich die Schlange vor dem Eingang sah… Der Wunsch, in dieses Planetarium zu können, war jedoch stärker, als das miesepetrige Gefühl, dafür anstehen zu müssen, also tat ich es einfach – nicht nur außerhalb des Eingangs, nein, auch im Eingangsbereich der Halle standen die Menschen an. Ich glaube, insgesamt habe ich 45 Minuten gewartet… das würd ich nicht für alles machen! Zum Glück konnte ich auch noch in das Planetarium um 12 Uhr und huschte zuvor in einen Ausstellungsraum hinein, nach 10 Minuten jedoch gleich zum Planetariumseingang. Es ging um Sternenbilder am Himmel – es gibt Interessanteres, aber auch Langweiligeres. ^^ Ich wäre ja lieber in die Kindervorstellung gegangen, denn da wurde das Universum – sein Aufbau etc. – erklärt. Ich kann nur Vermutungen anbringen, aber der Grund, warum ich dort so wenige Ausländer antraf, war vielleicht, dass weder im Planetarium, noch in den Ausstellungsräumen etwas auf Englisch erklärt wurde/geschrieben stand. Die Überschriften der Erklärungen in den Räumen waren übersetzt und es gab englische Informationsblätter mit den Basisinfos zum Museum, also vielleicht arbeiten sie daran. ^^ Während es draußen in Strömen regnete, schaute ich mir noch die Räume im Schnelldurchlauf an: Universum, Mensch, Materialien der Natur etc. – ich denke, dieses Museum ist ein Tagesausflug, wenn man (sich) alles genauer ansehen und ausprobieren möchte. Gegen 14 Uhr suchte ich jedoch nach meinem Misokatsu-Restaurant (Vorschlag aus meinem Guidebook) und fand es auch zum Glück ohne mich zu verirren. Misokatsu ist eigentlich Schnitzel mit dunkler Miso-Suppe mit intensivem Geschmack, dazu eine riesige Schale Salat und Reis – vollgefuttert und glücklich machte ich mich auf zum Bahnhof, holte mein Gepäck aus dem Schließfach und entschloss mich mit dem Shinkansen zu fahren, weil ich dadurch in 1 1/2 Stunden, anstatt in über 2 in Nara sein konnte – ich fuhr erst bis nach Kyoto mit dem Shinkansen (30 Minuten) und dann weiter mit dem Lokalzug bis nach Nara (1 Stunde), checkte in meinem Hotel ein, stellte mein Gepäck im Zimmer ab und begab mich noch auf die Suche nach der im Guidebook vorgestellten Smoothiebar. Was ich mich frage ist, ob es in deutschen Hotels üblich ist, die Schlüssel an der Rezeption abzugeben, wenn man das Hotel mal verlässt? Hier scheint es zumindest so zu sein. Naja, dann verliert man den nicht, das ist gut. ^^ Also, ne, die Straßen in Japan haben schon Namen, wenn sie  mal an praktischen Stellen geschrieben stehen würden… An den großen Straßen stehen die Namen meist an jeder Kreuzung geschrieben, aber an den Seitenstraßen?! Naja, ich lief letztendlich einfach auf gut Glück herum und als ich schon fast aufgeben und den Rückweg antreten wollte, fand ich endlich „Drink Drank“. Ich blamierte mich jedoch wieder ein bisschen, weil ich den etwas unscheinbaren Eingang nicht fand… V.V Der Laden sah eigentlich schon geschlossen aus, obwohl sie bis 20 Uhr geöffnet hatten laut Guidebook, aber nach zwei anderen Gästen ging ich auch hinein und bestellte Käsekuchen und Beerensmoothie. Beides schmeckte so lecker, dass ich die Leere in dem Restaurant nicht verstehen konnte, aber dadurch konnte ich wenigstens leicht einen Sitzplatz bekommen. =3 Die Leere hingegen erinnerte mich sehr an Halle oder sogar mein kleines Heimatstädtchen – nach 20 Uhr hat man auf den Straßen wirklich kaum noch Menschen gesehen und fragte sich, wo die Menschen, die man am Tag gesehen hat, alle herkamen. ^^° Dann wurde(n) noch Omiyage und Getränke gekauft und der Rückweg zum Hotel angetreten.

Im Hotel hatte ich eine Broschüre über einen „Nara-Walk“ gefunden, da ich nicht so viel Zeit in Nara hatte, entschied ich mich am Sonntag an diesem teilzunehmen und buchte via Internet, es wäre jedoch praktisch, das richtige Datum einzugeben ne? Naja, ich schrieb eine panische Mail an die Menschen und zum Glück konnte ich teilnehmen. 10.15 Uhr ging es mit meinem Guide los – ja, ich war diesmal die Einzige, sodass es eine Privatführung wurde. ^^ Erst zeigte sie mir das Geishaviertel in Nara und erklärte, dass es in Nara wohl 5 und in Kyoto 100 Geisha gäbe. ^^  Dann ging es zum Koufukuji und dort konnten wir auch schon ein paar Hirsche sehen. Während sie von den Touristen fleißig gefüttert wurden, blieb ich jedoch auf Distanz. Natürlich sahen sie niedlich aus, wie sie so mit ihren Öhrchen wackelten, oder genüsslich Gras oder Hirsch-Cracker mampften, aber letztendlich bleiben es wilde Tiere. ^^ Mir hat auch nicht gefallen, wie manche mit ihnen umgegangen sind, vor allem Kinder. Jaja, es sind Kinder, die wissen nicht, was richtig und falsch ist (ach wirklich?!), aber zumindest die Eltern sollten wissen, dass man sich einem Tier langsam und schon gar nicht von hinten nähert. Natürlich sind diese Hirsche keine Pferde, aber ich bin mir sicher, dass auch ihre Hufe weh tun können, vor allem Kindern. Und dann dieses hastige Anfassen/Streicheln und wieder Wegrennen… vermutlich sind die Hirschen daran so sehr gewöhnt, dass sie gar nichts mehr stört, vielleicht hatten diese Touristen auch einfach  nur Glück, ich weiß es nicht. Einen schönen Kommentar zu den Crackern hab ich jedoch mitgehört: „Ach, ich dachte, die wären für uns?!“ „Nein, das ist Hirschfutter!“ hihi. Und wenn man einem Hirschlein einen Cracker gibt, möchte das Hirschlein mehr und die 10 oder 20 anderen Hirschlein auch – ein Teufelskreis, aber wie sich der Unterkiefer der Hirschlein beim Äsen hin und her bewegt hat, war echt niedlich. ^^ Danach ging es zu einem Erdbebensimulationshaus, wo ich auf einen Österreicher traf, der glücklich war, mal wieder Deutsch reden zu können. ^^ Unser Weg führte uns dann zum Todaiji, wo der große Buddha stand. Eine wirklich beeindruckende Anlage, über die es viel Wissenswertes zu berichten gab. Leider kann ich mich nur noch an den Weg zum Tempel erinnern, der aus verschiedenen Steinen bestand, zu denen mir meine Führerin erklärte, dass diese den Weg des Buddhismus von Indien nach China, nach Korea, nach Japan beschreiben. Danach ging es zum Kasuga Taisha, einem Schrein mit ganz vielen Laternen – laut meiner Führerin gibt es ein Festival im Jahr, an dem diese alle angezündet werden, das muss wirklich wunderschön aussehen. =3 Und es gibt fünf Laternen, auf denen etwas Besonderes draufsteht und wer diese findet, kann mit irgendetwas Positivem rechnen. ^///^° Meine Führerin kam außerdem auf die Idee, mir noch ein No-Theater zu zeigen, was wir nach Erlaubnis des Personals auch durften – es war toll, auf dieser Bühne stehen zu können. ^///^ Auf den Dächern einiger Gebäude konnte man Fische sehen. Meine Führerin erklärte mir, dies sei Feuerschutz, denn da alles, was unter Fischen ist, meist Wasser ist, werden auch diese Häuser geschützt, da sie „unter Wasser stehen“ – schön wäre es zumindest. Leider hat die Geschichte uns eines Besseren belehrt. =( Weil wir so langsam Hunger verspürten, gingen wir noch zusammen Mittag essen – für mich gab es gewöhnungsbedürftiges Oyakosoba – Rührei mit Hühnerfleisch in einer Brühe mit Sobanudeln… das war merkwürdig, aber es gibt schlimmeres. Dann checkte ich noch das Erdbeerenfestival aus und ging noch in das Nationalmuseum in Nara, wo es eine Sonderausstellung zum Buddhismus gab. Außerdem war ich superglücklich, als ich an bzw. in einem Teich Schildis sah… sie waren sooo niedlich wie sie da mit ihren Beinchen rumwuselten, um vorwärts zu kommen und dann ihr Hälschen ausstreckten, um die von einem Mann in den Teich geschmissenen Brotkrümel zu schnappen – oooooooooh! *____* Schildis =3  Zum Abendessen gönnte ich mir diesmal einen Apfel-Kiwi-Smoothie und brachte die Kellnerin zum Grinsen, als sie mich zum zweiten Mal sah. =)

Am Montag (8.4.) war das Wetter wieder sehr schön, weshalb ich mich der Erkundung weiterer Tempel – unter anderem des Yakushiji widmete, jedoch merkte ich, dass das Interesse an all diesen Figuren etc. stark nachgelassen hatte und ich nur noch halbherzig hinschaute. Ein letztes Mal ging ich in mein Smoothie-Restaurant, diesmal um dort Mittag zu essen. =3 Dann schaute ich mir noch den Heijo Palast an – ich fand jedoch keinen Eingang in Reichweite, sodass ich nur dieses riesige, leere Gelände mit seinen zwei Gebäuden drauf bewunderte, mich dann jedoch dem Highlight des Tages widmete: Schokoladentörtchen im „Gateau des Bois“ essen und dazu Sakura-Tee trinken – oh Himmel, wie nah ich dir doch war! *___* Im Yakushiji habe ich übrigens Buddha zu seinem Geburtstag gratuliert. ^^ Es wird eine Art Mini-Schrein aufgestellt, auf dessen Dach man Blumen legt. Dann verbeugen sich die Leute einmal, gießen mit einer Schöpfkelle Wasser über den Kopf einer Buddhastatue, legen die Hände aneinander und beten oder gratulieren ihm (weiß ich leider nicht V.V), verbeugen sich erneut und gehen davon, nachdem sie den wunderbaren Blumenduft noch einmal genossen haben. ^^

Dann ging ich mein Gepäck aus dem Hotel holen (sie waren so lieb und nahmen es in Gewahrsam) und dann ging es nach Kyoto mit dem Lokalzug… es gibt auch Schnellzüge nach Kyoto, aber die fahren nicht vom Nara Bahnhof, sonden vom Nara Kintetsu-Bahnhof, weshalb ich den Lokalzug nahm. Die nächste Herausfordung bestand darin, das Hostel in Kyoto zu finden und da Madame sich mal wieder keinen vernünftigen Plan gemacht, sondern auf ihr komisches Gekritzel am Rand ihrer Hostelreservierung vertraut hat, konnte das ja nichts werden. -.- Kurzerhand stieg ich in ein Taxi, weil Taxifahrer die Gegend doch meist wie ihre Westentasche kennen MÜSSTEN – natürlich erwischte ich den, der schwer hörte, die Gegend eben nicht wie seine Westentasche kannte und sein Navi funktionierte auch nicht wie unseres, wo man einfach die Adresse eingeben konnte… Nachdem er dann 3 Leute gefragt hatte, wusste er, wo wir hinmüssen und wurde ca. 5 Euro mehr los als geplant, aber wenigstens war ich angekommen. Schon allein die Leute an der Rezeption waren großartig, weil lustig. Dann schaffte ich, wie immer, meinen Kram auf das Zimmer und begab mich mit Kamera, Laptop und Co. nach oben in den vierten Stock, denn dort gab es einen Gemeinschaftsraum. Da ich jedoch den blöden PC bei mir hatte, hinderte ich andere Menschen, obwohl sie manchmal ihre Blicke zu mir schweifen ließen, daran, mich anzusprechen, sodass der erste Abend ein Stiller, ich dann nur noch im – zum Glück – sehr sauberen Bad duschen ging und dann ins Bett, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Über Julia Streubel

6 Kommentare

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