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1. Apr 2013

Das singende, klingende Wochenende

Verfasst von

Am Montag (4.3.) schenkte ich endlich mal wieder meiner Forschung über juku und yobiko (Schulen zur Vorbereitung auf die Aufnahme-Prüfungen an der Mittel- und Oberschule, sowie an der Universität) Aufmerksamkeit und konnte Kazuhiro interviewen – einen Resident Assistant im Internationalen Wohnheim, der zurzeit an einer juku arbeitet. Während mein Tutor an einer juku arbeitet, wo er über das Internet mit einer kleinen Gruppe von Schülern kommuniziert und vor allem ihre Fragen bezüglich des Unterrichtsstoffs beantwortet, arbeitet Kazu in einer juku, die wohl eher einer Schule gleicht, denn er unterrichtet die Schüler frontal und nach einem Lehrplan. Da Kazu sich leider etwas verspätete, schaute ich erst noch mit Amin einen Film von Ghibli über einen Jungen und ein Mädchen, die sich verlieben und wo sich herauszustellen scheint, dass sie Geschwister sind, sodass der Liebe über Nacht der Gar ausgemacht wird, aber am Ende klärt sich alles auf. 😉

Am Freitag, den 8.3., hieß es schmerzhaft Abschied nehmen von unseren Doppelmastern Harald, Matias und Simon. Wir „feierten“ in einer Izakaya und tranken und aßen, während wir fröhlich plauderten. =) Bei der Gelegenheit lernte ich auch gleich die neuen Doppelmaster Roman, Guiseppe und Jan kennen. ^^ Ein kleiner Teil machte sich dann noch auf zum eine Stunde Karaoke-singen – wir waren schon sehr nah an der letzte Bahn-Grenze, weshalb wir es auf nur eine Stunde begrenzen mussten und danach hieß es wirklich Abschied nehmen. Abschied zu nehmen fällt mir unglaublich schwer, aber vor allem, wenn ich keine Hoffnung habe, dass ich die Leute jemals wieder treffen werde. Natürlich hoffe ich es irgendwie trotzdem, aber lieber nicht zu viel.

Samstag und Sonntag wurde dann ganz meinem Chor gewidmet, denn das Frühlings-Live stand an. Am Samstag bauten wir dann also die Bühne auf und gestalteten den Auftrittsraum etwas und dann gab es noch einen Sound-Check. Da ich leider keiner Band zugehöre, war ich nur beim Song des ganzen Chores mit dabei, aber somit konnte ich fast alle Bands anhören. ^^ In so einer Band zu singen, ist eh noch einmal ein bisschen anspruchsvoller, denn da hat jedes Mitglied sein eigenes Mikro, Tonunsicherheit? Fehl am Platz! ^^ Ja, zum ersten Mal konnte ich mich also längere Zeit mit ein paar Leuten unterhalten und das war ein schönes Gefühl. Aber dieser Tag war etwas kontraproduktiv für meine Gesundheit, denn die sich schon in der Woche angebahnt habende Erkältung schlug langsam so richtig aus und erreichte am Sonntag ihren Höhepunkt… Ich schleppte mich trotzdem zum Live, lauschte gespannt den Harmonien und sang dann selbst beim letzten Lied mit. Und nach dem Nomikai hat man wieder gemerkt, dass betrunkene Japaner viel „zutraulicher“ sind. Leider wusste ich nicht, dass es legitim ist, den Tisch zu wechseln, denn ich war irgendwie in der hintersten Ecke mit Leutchen, mit denen ich mich zwar auch ganz gut unterhalten konnte, aber die Party ging im Vorderraum ab… V.V

 

Über Julia Streubel

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