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13. Apr 2013

Heute kann es regnen, stürmen oder schnein…

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Na gut, der Schnee traf in der Woche vom 25. bis 31. März wohl eher auf Deutschland zu, aber bei uns hat es sehr oft geregnet und der Wind war auch  nicht ohne. Diese Tatsache hat Haruna und mich am Montag (25.3.) zu dem Schluss gebracht, dass wir, anstatt die Kirschblüten im Kaiserpalast-Garten anzuschauen, lieber zum Karaoke gehen sollten, man will ja keine Krankheiten heraufbeschwören. Deshalb sangen wir für zwei Stunden Japanisch und Englisch und durch Haruna hab ich wieder eine neue Band kennengelernt, die ich mag: back number. ^^ Danach haben wir noch einen Zwischenstopp bei einem Manju-Geschäft (zwei Teighälften mit beliebiger Füllung drin) gemacht und sind dann, weil es natürlich wieder voll war, erstmal zu Cold Stone – einem leckeren Eisstand gegangen, weil dort die Schlage am kürzesten war. ^^ Das nächste Mal werde ich das nehmen, was Haruna gewählt hat: Apfel-Zimt. =3 Dann schauten wir noch in einem Schmuckgeschäft hinterher und schon wurde es wieder Zeit sich zu trennen, da sie noch mit anderen verabredet war. 

Am Dienstag fuhr ich zum Ueno-Park und danach nach Nakameguro, um Kirschblüten gucken zu gehen. Es war echt ein wunderschöner Anblick, vor allem der Nakameguro-Fluss, denn darüber gab es ganz viele blühende Kirschbäume. Weil ich mich daran erinnerte, dass Meguro nicht weit entfernt von Hiyoshi war, fragte ich Roman, ob sie denn Zeit hätten, um noch ein bisschen auf Kirschbaumjagd zu gehen und sie hatten sogar Zeit. ^^ Gerade an diesem Tag hatten sie ihren Einstufungstest für die Japanisch-Kurse hinter sich gebracht – o tsukare! ^^ Obwohl sie alle etwas müde waren, konnten sich Franzi, Roman und Jan dazu aufraffen, noch auf einen kleinen Spaziergang zu gehen… naja, aus diesem kleinen wurde ein zweistündiger Spaziergang, weil wir in Hiyoshi Wege fanden und lang gingen, die man sonst eher nicht nutzt und in verschiedenen Schreinen und Tempeln rauskamen, es war eine sehr interessante Erkundung des Stadtgebiets, bzw. der Natur, die es zu bieten hat. ^^ Da mir der Magen in den Kniekehlen hing, machte ich mich auf nach Hause und ließ den Tag entspannt ausklingen. ^^ 

Zum Glück war der Montag nicht der einzige Tag, an dem ich mich mit Haruna treffen konnte, denn von Donnerstag auf Freitag unternahmen wir eine kleine Reise nach Ohara und Kamogawa – beides in Chiba-ken, Ostseite Japans mit viel Meer drumherum. ^^ Naja, die längere Reise hatte ich, weil die Mädels alle entweder in Ohara oder ganz in der Nähe wohnten. =) Ich setzte mich also in den Zug, so gegen 9 Uhr und fuhr nach Shinjuku, um dort meinen Zug nach Chiba zu bekommen, aber dieser Zug hatte sage und schreibe 15 (!!!) Minuten Verspätung (!!!!), wobei ich mich fragte, warum ausgerechnet an diesem Tag… da ich durch diese Verspätung die Anschlusszüge verpasste, kam ich eine halbe Stunde später an. Wir gingen uns dann erstmal für eine halbe Stunde die Bäuche mit so vielen Erdbeeren, wie ging, vollschlagen, denn in der Nähe des Bahnhofes gab es „ichigogari“ – Erdbeerenjagd – eine halbe Stunde für ca. 10 Euro. ^^ Nachdem wir hübsche Fotos in einem Blumenmeer gemacht hatten, war es für Hitomi schon an der Zeit, zu gehen und wir fuhren sie nach Hause – Yukano hatte ein Auto. ^^ Dann ging es noch andere Freunde von Haruna besuchen und auch Harunas Mum/ihr Elternhaus, woraufhin die Mum sämtliche im Haus verfügbare Knabbereien und Getränke auf den Tisch stellte und uns anbot. ^^ Sowohl Hitomis als auch Harunas Elternhaus waren so, wie ich mir japanische Häuser vorstellte – außen diese hübschen geschwungenen Dächer mit Verschnörkelungen an den Seiten, innen noch Tatamimatten in einigen Räumen und Schiebetüren. ^^ Generell erinnerte mich Chiba eher an Brandenburg, weil es neben kleinen Siedlungen und Städtlein seehr viel Natur gab. ^^ Auch Harunas alte Mittelschule bekam ich zu Gesicht, dort übten gerade die Sportclubs – vor allem dem Tennisclub schaute ich interessiert zu. ^^ Die Waschanlage war ebenfalls ein Erlebnis – erstmal zum Tanken. Das funktioniert alles über einen Automaten, man tippt ein, was und wie viel man haben will, bezahlt dann mit seiner Kreditkarte und tankt das Auto – alles also ohne irgendwelche Mitarbeiter. Auch die Autowaschanlage funktionierte ohne Mitarbeiter, man tippte wieder ein welches Programm man durchlaufen wollte, bezahlte und schon ging es los. Die Waschanlage war zwar nicht so wuchtig wie die in Deutschland, aber sie tat was sie sollte. ^^ Danach wurde noch das Auto poliert, aber am coolsten war die Mattensaubermachmaschine, denn es sah aus, als würde sie die Matten fressen, um sie dann wieder halbwegs sauber auszuspucken – wie so eine Wäschemangel. ^^ Nach diesen Erlebnissen wurde in einem Familienrestaurant verspätet Mittag gegessen, während wir den Wellen des Meeres beim brechen zusahen und den Surfern bei den Versuchen auf ihnen zu reiten – es war nämlich Mistwetter, was jedoch tolle Wellen entstehen ließ. ^^ Danach ging es für das Abendbrot und Frühstück einkaufen, Purikura machen und Mariokart spielen, bis wir dann einen Parkplatz in der Nähe des Hotels suchten. Wir mussten wenden und suchten uns einen nicht ganz so geeigneten Ort dafür aus, was wir jedoch erst feststellten, nachdem wir uns festgefahren hatten. ^^° Aber Misato war eine sehr erfahrene Autofahrerin und konnte uns aus dieser Situation befreien, auch wenn das Auto ein paar Kratzer davontrug. ^^° Der Parkplatz war gefunden und wir gingen auf unser Hotelzimmer, schalteten den Fernseher ein und futterten, tranken und lachten – der perfekte Mädelsabend eben. ^^ So gegen 7 Uhr erwachten dann die Ersten, ich blieb jedoch noch eine Weile liegen – ich liebe es, in einem Futon auf Tatamimatten zu schlafen – da könnt ich mich glatt dran gewöhnen. *____* Nach dem Frühstück checkten wir aus und machten uns auf den Weg zum Meer. Wir wurden mit einem Boot von zwei Männern zu einer Insel gefahren, dort bezahlten wir dann ca. 13 Euro und konnten diese Insel erkunden. Der strahlend blaue Himmel ließ zwar auf sich warten, aber es war warm und regnete nicht – das war ja die Hauptsache. ^^ Ich benutzte den Selbstauslöser ganz oft, um ein Gruppenfoto mit den Mädels auf den coolen Klippen zu bekommen. ^^ Es war echt eine schöne Insel und so schön leer, Haruna sagte mir, dass das im Sommer ganz anders aussieht. ^^ Deshalb genoss ich die wenigen Menschen umso mehr. ^^ Natürlich gab es keine Schildis, aber wenigstens kleine niedliche Krabben, das eine Mal konnten wir sogar beobachten, wie eine Krabbe ganz schnell hervorgesprungen kam, um ihre Beute zu ergattern und sie dann auffraß. ^^ Nachdem wir die Insel erkundet hatten ging es also wieder zurück aufs Festland und zu einem hawaianisch angehauchten Restaurant, wo es Mittagessen gab. ^^ Für mich gab es indisches und japanisches Curry mit Käse überbacken und Guavensaft. :3 Und um die Hüfte noch etwas mehr beim Wachsen und Gedeihen zu unterstützen, noch ein Stück Waffel hinterher – wir teilten uns diese Waffel jedoch, sodass das Ausmaß nicht ganz so schlimm war, hihi. ^^ Mit dem Mittagessen nahm der Trip auch schon sein Ende und am Bahnhof hatten Haruna und ich eine Minute, um in den Zug zu springen, was wir zum Glück schafften. ^^ Dann erklärte mir Haruna noch einmal, dass wir uns vermutlich während meines Aufenthaltes hier in Japan nicht mehr sehen werden, weil sie ab ersten April auf eine Polizeischule geht und für ein halbes Jahr sozusagen Ausgangssperre hat… und ihre Haare muss sie sich auch kurz schneiden und diese Frisur für ein Jahr behalten… Fragt mich nicht, warum solche Regeln hier existieren, das konnte mir nicht mal Haruna erklären. Ich hoffe trotzdem, dass ich sie vielleicht doch nochmal treffen kann.

Am 30.3. fand dann mein Umzug statt – zwei Zimmer nach links zu Nattalee, der Laosianerin. ^^ Es war echt erstaunlich, was sich schon wieder für Zeug angesammelt hatte, denn der Umzug dauerte 4 Stunden. o.O Ich denke, wir verstehen uns soweit ganz gut, meines Erachtens ist es nur ein wenig dreckig, ich hab mich jedoch darauf geeinigt, dass ich einfach selbst sauber mach, wenn es mir zu dreckig wird, ich mag einfach durch meine Meckerei unsere Freundschaft nicht in Feindschaft umwandeln, schließlich sind es noch viereinhalb Monate. ^^

Der 31.3. war der Tag, an dem mein Hanami stattfand – man setzt sich zusammen mit Freunden unter einen wunderhübschen blühenden Kirschbaum, isst, trinkt und unterhält sich über Gott und die Welt. ^^ Hidenori und ich waren zu Parkeröffnung um 9 Uhr da und warteten dann zwei Stunden unter dem von mir auserkorenen Baum auf unsere Freunde – im Vorfeld hatten einige abgesagt, weil es ihnen zu kalt und regnerisch war. Es war wirklich nicht das beste Wetter – grau, kalt und regnete auch von Zeit zu Zeit mal ein bisschen, aber ich saß unter meinem Baum, das war, was zählte *grins*. Zwischen 11 und 11.30 Uhr kamen dann alle an und zum Schluss waren wir 8 – fünf Japaner/innen, zwei Deutsche und ein Amerikaner. ^^ Schön, mal wieder Sean (Mario bei der Halloweenparty) und Mariko (kennengelernt, als Yukiko in München war und ich mit ihr und ihren Freunden im Brauhaus gegessen hab ^^) wiederzusehen. =) So gegen um eins wurde es uns dann allerdings etwas zu kalt und wir flüchteten in eine Karaokebar – Aya und Shiho gingen shoppen. ^^ Wir trällerten dann also 3 Stunden japanische, deutsche und englische Lieder und es war wieder mal sehr lustig und spaßig. ^^ Ich hab das Gefühl, mit Karaoke kann man nie was falsch machen – ich brauche das in Deutschland!!!!! Dann traten alle den Heimweg an – Hide und Mariko fuhren mit meiner Linie, ich stieg jedoch als erstes aus und dann war Hausarbeitsfeinschliff angesagt, denn es war Abgabetermin – zum Glück schaffte ich es noch zu einer halbwegs vertretbaren Zeit (ich glaub so gegen 15 Uhr deutscher Zeit schickte ich die Hausarbeit ab) und nun kann ich mich wieder voll und ganz auf die Weiterentwicklung meiner Japanisch-Fähigkeiten konzentrieren. ^^

Über Julia Streubel

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