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14. Mrz 2013

Welcome to food paradise

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Am Dienstag, den 19.2. ging es mit ein paar Freunden vom Kulturtreff nach Mejiro in eine relativ günstige Karaokebar, sie war etwas alt, aber solang es bekannte Lieder gibt, ist die Inneneinrichtung ja eher nebensächlich. ^^ Zuvor traf ich mich mit meiner Tandempartnerin Midori in Mukogaokayuen im Gasto, wir aßen Mittag und sprachen wieder über verschiedenste Themen, wobei der deutsche Teil diesmal auf Englisch ablief, weil sie sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten musste und deshalb Englisch üben wollte. =)

Am Donnerstag fand dann die Abschlusspräsentation statt. Ich war an zweiter Stelle dran und hab mich nicht wirklich gut da vorne gefühlt… Das war irgendwie nicht mein Tag. =( Naja, da die Bewertung noch halbwegs im zufriedenstellenden Bereich ausgefallen ist, kann es so schlimm nicht gewesen sein. Danach aß ich zu Mittag und ging dann endlich wieder zu meiner Probe mit dem Acapella-Chor. Die Zeit mit ihnen vergeht immer so wahnsinnig schnell! Aber das zeigt mir, dass ich wirklich verdammt gern bei ihnen bin, denn wie ihr wisst, vergeht die schönste Zeit bekanntlich am schnellsten. ^^ Um 19 Uhr wurde dann noch mit Susi geskypt -es tat mal wieder gut, über alles mit einer Freundin quatschen zu können. =)

Freitag (22.2.) ging es dann mit meinen J4-Kursmitgliedern Sushi in unserem Kaiten-Sushi-Restaurant essen – ich hätte eigentlich erwartet, es sei voll, aber nichts dergleichen. Vielleicht mögen es Japaner auch eher Abends etwas mehr zu essen, bzw. haben erst dann die Zeit dazu. ^^ Da ich es nicht erwartet hätte, freute ich mich umso mehr, dass wir ohne Warteschlange gleich zu unserem Tischchen geführt wurden und losfuttern konnten. ^^

Am Freitag hatte ich von Natthalee (Laosianerin) erfahren, dass am Samstag ein Süßigkeitenfest in der Ecole de Patisserie et de Pain de Tokyo  stattfindet, was mir eigentlich nicht entgehen lassen wollte, aber da ich mich am Samstag auch  mit Nora treffen wollte, musste das erstmal abgeklärt werden, da Nora jedoch gern mitkommen wollte, war es kein Problem. ^^ Es ging dann also 10 Uhr vom Wohnheim aus los und ca. 10.45 Uhr trafen wir uns mit Natthalees Freunden aus Laos am Bahnhof  Takadanobaba. Wir wollten natürlich so viel wie möglich Süßkram mampfen, dies wurde jedoch durch die Schar an Besuchern, die ebenfalls mit diesem Ziel zum Fest gekommen war, erschwert, sodass wir uns erstmal den Ausstellungsraum anschauten, aus dem ein intensiver Schokoladengeruch drang, obwohl man noch nicht einmal im Raum stand. Der Grund für diesen Geruch war eine fantastische Meereslandschaft mit knuffeligen Kugelfischlein (mein persönlicher Favorit ^^), einem Schiffswrack und sämtlichen anderen Details. ^^ Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Schüler daran 1 1/2 Jahre gearbeitet. ^^° Es gab natürlich noch vieles anderes zu bewundern, z.B. das Cinderellaschloss, ein Palast wie aus tausend und einer Nacht, aber auch eine deutsche Burg mit den Bremer Stadtmusikanten, inspiriert von einer Forschungsreise einiger Studenten nach Deutschland – das freute mich natürlich besonders. ^^° Da mir der Magen in den Kniekehlen hing nach all dem Fotografiere während man ständig diesen unwiderstehlichen Schokigeruch in der Nase hat, gingen wir auf Nahrungssuche und fanden eine Küche, in der wir nicht lang anstehen mussten und für 700 Yen bekam ich Wraps, Salat und Dessert, sowie Kaffee. ^^ Danach gingen wir in die Küche gegenüber, denn dort konnte man lernen, wie Parfait hergestellt wird. Obwohl die Zutaten schon fertig waren und wir nur noch das Parfait schichten mussten, hat es trotzdem Spaß gemacht. =) Weiter ging es in einer anderen Etage, wo vor unseren eigenen Augen Torten, große Windbeutel und Pralinen hergestellt wurden. Der Windbeutel mit Sahnekaramelcreme, Bananenstückchen und Karamelsoße zog mich so in seinen Bann, dass ich gar nicht anders konnte, als ihn zu kaufen – nur leider hatten das viele andere auch vor, sodass ich auf die zweite Fuhre warten musste und erst einmal eine mir unbekannte rote Süßigkeit kaufte, die sich als keksartig und nach Beeren schmeckend herausstellte. ^^ Diesen großartigen Windbeutel – es kostete übrigens alles 100 Yen *___* – aß ich genüsslich, als ich fertig war, ging ich jedoch wieder rein, um zuzusehen, wie man diese Fruchtrollen zubereitet. Das letzte Mal, als ich das versucht hatte, musste ich nach Mum`s Hilfe schreien, weil alles weggeflossen ist und Mum immer solche Blitzideen hat – damals haben wir meine Rolle in Backpapier gepackt, geformt und das Ganze mit Wäscheklammern befestigt in den Kühlschrank gestellt – hat funktioniert! ^////^° Naja, bei den Profis war das natürlich nicht nötig, auf den Biskuitteig wurde Sahne gestrichen, Erdbeeren draufgelegt und nochmal etwas Sahne und dann gab die Frau das Zepter an den Herrn neben ihr weiter, sie beichtete mir, dass sie das Rollen selbst noch nicht so gut konnte. ^^° Der Mann grinste mich an – ich glaub ich stand da ungefähr 10 Minuten, das fällt ja etwas auf ^^° – und rollte die Rolle zusammen, als wäre es das Einfachste von der Welt. ^^ Vermutlich ist es auch gar nicht so schwer, wenn die Creme fest genug ist. ^^ Ja, ich schaute auch noch beim Zubereiten der zweiten Rolle zu. Auf einmal schaute mich der junge Mann an, hielt einen Finger vor den Mund (das „psst-nicht weitersagen“-Zeichen ^^)und schob mir mit einem Lächeln den Teller mit den nicht verwertbaren Resten hin, von dem ich mir ein Stück nehmen durfte… haaach, noch mehr Glücksgefühle. ^^ Dann musste ich aber auch schon los nach Harajuku, um Nora dort zu treffen, die vorher nicht da sein konnte. Wir gingen etwas shoppen und dann gegen 18 Uhr zu meinem geliebten Restaurant in dem Bulgari-Gebäude. Dort ließen wir es uns so richig gut gehen mit Umeshu (Pflaumenwein), meinem geliebten Tofu, Pizza, Reis, was uns so einiges kostete aber naja, solang man nicht jeden Tag so eine Rechnung vorgelegt bekommt, ist das doch okay, außerdem war es das letzte Mal, dass ich mit Nora dorthin gehen konnte, weil sie am 28.2. schon wieder nach Deutschland zurückkehren musste…

Am Sonntag (24.2.) ging es dann noch zum Karaoke – wieder mit Freunden vom Kulturtreff und daraufhin wurde noch mit meiner Familie geskypt. =)

3. Mrz 2013

Die Deutsche und das Bier

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Ich hatte am Samstag Vormittag meine Schuhe zum Schuhdoktor nach Shinyurigaoka gebracht, in der Hoffnung er könne sie wieder heilen und ich könne sie eventuell sogar zur Party im Ageha anziehen. Mir war es richtig peinlich, ihm die Absätze zu zeigen, aber ich rede mir immer ein, er habe so etwas, wenn nicht gar schon Schlimmeres gesehen und reparieren können. ^^° Zum Glück hatte er Hoffnung, hat mir gesagt, er werde einen Teil des Absatzes abschneiden müssen, dies aber mit dem Trittdingens ausgleichen, dann bezahlte ich – es gab sogar noch Rabatt ^^ und ging mit Vorfreude auf Dienstag, wenn ich meine Schuhe abholen könne, noch etwas Shoppen, Mittag essen und wieder nach Hause. Am Dienstag (12.2.) fuhr ich dann also meine Babys abholen. Der Mann brauchte eine Weile, bis er sie fand – er war wohl neu im Geschäft und hatte noch keine wirkliche Orientierung. ^^° Dann traf ich mich noch mit Rikimaru zum Kaffee trinken und Deutsch sprechen, weil der Gute im Sommer wieder nach Deutschland reist und sich vorbereiten möchte. ^^

Am Mittwoch hatte ich natürlich wieder Japanisch-Unterricht und da wir gerade mitten in der Vorbereitung der Abschlusspräsentation (diesmaliges Thema: das Image Deutschland bei schon einmal in Deutschland gewesenen und noch nie in Deutschland gewesenen Japanern), was die Zeit ziemlich stressig machte. Am Nachmittag fand erst einmal ein Origami-Kurs statt und wir waren am Ende des Kurses alle so involviert und konzentriert, dass wir noch ewig hätten weiterfalten können, es hat richtig Spaß gemacht! Wir haben die Puppen für das Hinamatsuri und sich bewegende Münder gefaltet. ^^ Da dieser Kurs ca. zwei Stunden dauerte, hatte ich natürlich noch weniger Zeit für das erste Skript, dass am Donnerstag abgegeben werden sollte… und um meinen Schweinehund noch stärker werden zu lassen, fand am Abend noch ein Treffen mit Freunden vom Kulturtreff statt, ich haderte echt bis zur letzten Minute, ob ich nun da hinfahre oder nicht, weil ich ja eigentlich das Skript schreiben sollte, aber naja… Ablenkung gewinnt leider in letzter Zeit immer öfter. ^^° Der Abend war ganz wundervoll. ^^ Da das Bier in diesem Laden günstig war, tranken die meisten Bier – ich nicht. Da die Leutchen mich schon etwas besser kennen, wissen sie, dass ich kein großer Bierfan bin, aber immer wenn ich auf die Äußerungen von Japanern, dass ja in Deutschland alle Bier mögen, mit „Nein, ich nicht so wirklich“ antworte, krieg ich verdutzte Blicke zugeworfen. Alkoholische Getränke müssen bei mir eben fruchtig schmecken. Ich mag Alkoholgeschmack nicht und Bier schmeckt für mich nach Alkohol. ^^ Naja, 19 Uhr trafen wir uns und gegen 21 Uhr machte ich mich aus dem Staub, weil die Pflicht dann doch rief. ^^ Die Fahrt wurde genutzt, um für den morgigen Vokabeltest zu lernen, die Zeit zu hause für das Skript. ^^

Am Freitag (15.2.) ging es dann endlich wieder zur Grundschule. =) Die Kinderleins waren am Anfang – beim Mittagessen – mal wieder nur  mit Tuscheln beschäftigt und haben so gut wie nicht mit mir gesprochen, aber beim Spielepart gings dann los. ^^ Dann wurden nämlich die Erwachsenen getestet, in wie fern sie denn mit japanischen Kinderspielzeugen umgehen können. Erst ging es wieder zum mit Faden Figuren machen und ich dacht mir schon: och nöö, das kenn ich doch schon! Dann jedoch wurden die Stationen getauscht und ich kam zum Origami (Papierfalten). =) Dort zeigte mir ein Mädchen, wie man einen Kranich faltet, leider wurden wir nicht fertig, ich bekam jedoch auch das was die anderen Kinder gefaltet haben. =) Dann ging es zum zur koma-Station – eine Art Kreisel, auf den man einen Faden wickelt und ihn dann Richtung Boden wirft, in der Hoffnung, dass er sich dreht – er hat sich zum Glück bei mir gedreht und die Kinder sind halb ausgeflippt. ^^ Es ist aber echt nicht ganz einfach. Die letzte Station war kendama – ein Holzhammer, an dem eine Holzkugel befestigt ist. Man musste versuchen, die Holzkugel auf die ausgebeulten, immer kleiner werdenen Seiten des Hammer zu bekommen und zum Schluss auf den Stab, der da herausragte. Als ich auch das schaffte (war selber überrascht ^^) freuten sich die Kinder noch mehr. ^^ Zum Abschluss ging es noch in die Sporthalle, wo wir mit den Kindern zusammen einen kleinen Wettbewerb mitmachten. Einmal musste man eine lange Schlange bilden und einen Ball in der ersten Runde zwischen den Beinen durchgeben, und in der zweiten Runde über dem Kopf durchgeben – mein Team hat gewonnen. ^^ Dann ging es noch zum Seilspringen – zwei schwingen ein Seil und man rennt durch, mit einmal springen – da hab ich mich ein bisschen sehr dämlich angestellt, aber ich kann mich an Zeiten erinnern, wo ich das oft gespielt habe und auch konnte, ach ja die Jugend! =P Am Abend ging es noch zu meinen Franzosen ins Kokusai Kenshukan – sie hatten wunderbar leckere Bolognese  gekocht und zum Nachtisch gab es beim Film „The expandables 2“ leckeren Schokokuchen und meine Pfirsich-Haribos vom Laden in Shimokitazawa. ^^

Am Samstag ging es mit Masahiro nach Harajuku. Eigentlich wollten wir Süßigkeiten essen, jedoch entschieden wir uns, erst einmal etwas Herzhaftes zu suchen. Weil wir in den Omotesando Hills mindestens hätten 20 Minuten warten müssen, entschieden wir uns, in einem anderen Kaufhaus ein japanisches Restaurant auszuprobieren – zum Glück, denn ich hab noch nie so unglaublich leckeres Tofu gegessen!!!! *____* Ich habe auch Tintenfisch probiert… also immer essen würde ich es nicht, aber der Geschmack ist okay. ^^ Des weiteren gab es noch frittiertes Fleisch mit Salat und toller Soße, eine Art Eintopf, Wein und zum Schluss Tee. Die werden mich in diesem Restaurant öfter sehen. =P 

3. Mrz 2013

Essen und Party

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Am Montag (4.2.) ging es nach dem Unterricht zum Kokusai Kenshukan, um zu sehen, wie unsere Franzosen Crepes zubereiten. Im Vorfeld gingen wir Zutaten, sowie Schokicreme, Erdbeeren, Sahne und Custard kaufen. Ich schaute ganz gespannt zu, denn immer wenn ich dachte, der Teig sei schon flüssig genug, schütteten sie noch mehr Milch dazu. ^^° Es dauerte bei der Masse an Crepe-Teig natürlich so einige Zeit, bis alle gebacken waren, aber sie waren natürlich sehr beliebt und plötzlich stand eine große erwartungsvolle Masse um den silbernen Tisch in der Küche herum, um ihr Glück zu versuchen, auch einen Leckerbissen abzubekommen. =) 

Am Dienstag ging es dann mit meinen Klassenkameraden und Bomee-chan wieder nach Shinoukubo, in das koreanische Viertel. Eigentlich wollten wir ein neues Restaurant ausprobieren, landeten aber letztendlich wieder in dem, in dem wir schon mit Shiho und Aya zusammen gegessen hatten. =) Es gab wieder meine leckere Pizza und Bomee war erneut so lieb, das Fett vom Fleisch abzuschneiden und es mir dann zu geben. Ich weiß auch nicht, warum ich die Einzige bin, die das nicht mag… Vielleicht, weil ich Europäerin bin und die anderen Asiaten…?! Habe ja gehört, in Japan sei es eine Art Privileg Fleisch mit Fett zu essen, das ist hier Delikatesse.. Naja, jedem das Seine. ^^ Auch eine scharfe Suppe wurde ausprobiert, sie war sehr lecker und mein Magen hatte auch nichts dagegen, find ich super! Da ich jedoch noch nicht ganz zufrieden war, bat ich Bomee, noch ein paar Süßigkeiten aufzutreiben, dies führte uns dann zu einem Laden, der Parfeeartiges anbot – in Korea sehr beliebt. Das war auch eigentlich ganz lecker, bis es dann nur noch Anko (Sojabohnen) und Eis gab… =/

Am Freitag (8.2.) stand das vorgezogene Hina-matsuri (Puppenfest) an, zu dem sich, wer wollte wieder in einen Kimono hüllen lassen konnte – da braucht man mich natürlich gar nicht zu fragen, die Antwort steht von vorneherein fest! ^^ Und diesmal war ich auch nicht die Letzte, die sich in die Liste eintrug, sondern die 4., sodass ich mir relativ früh meinen Kimono aussuchen und damit stundenlang herumlaufen konnte. ^^ Es war wieder ein tolles Gefühl, eingewickelt zu werden und dann damit rumzutippeln, nur das Hinsetzen und Aufstehen wurde etwas erschwert, aber das Gute daran ist, dass man gar nicht verkrüppelt sitzen kann, weil der Obi den Rücken schön gerade hält. ^^ Es wurden natürlich Fotos gemacht und Hina-matsuri-typische Süßigkeiten gefuttert. Leider lernten wir nicht wirklich etwas über dieses Fest, nur, dass Puppen aufgestellt werden (meines Wissens nach die Kaiserfamilie mit Untertanen) – diese Puppen gibt es in den verschiedensten Größen und dementsprechend auch Preisklassen und dass an diesem Tag „Mädchentag“ ist. Ich weiß aber leider nicht, ob es auch einen equivalenten Jungstag gibt.

Nach dem Hina-matsuri ging es noch ins Goethe-Institut, zum Die Feuerzangenbowle schauen. Ich sah so einige bekannte Gesichter vom Kulturtreff wieder. =) Den Film fand ich sehr lustig und es kam so ein nostalgisches Gefühl in mir hoch. Der Leiter des Goethe-Instituts erzählte noch die Entstehungsgeschichte, bzw. die Zulassungsgeschichte des Films. Er wurde während des zweiten Weltkriegs gedreht und der Regisseur soll Hilter persönlich gefragt haben, ob der Film im Kino gezeigt werden dürfe, was dieser bejahte. Das finde ich irgendwie beeindruckend. ^^ Nach dem Film gab es auch Feuerzangenbowle und ich probierte auch ein Schluck, mir war sie jedoch viel zu stark und unsüß, schon eher bitter, weshalb ich langsam trank. 

Am Samstag besuchte ich dann das Ageha (ein wohl sehr angesagter und großer Club in Shinkiba – wenn mich nicht alles täuscht, auf einer aufgeschütteten Insel ^^) zusammen mit Harald – einem der Doppelmasterstudenten, weil dort Sven Väth, auflegte, ein in Deutschland wohl äußerst bekannter Techno DJ – ich kannte ihn nicht. ^^° Hätt ich nicht das Plakat mich dem Herrn Väth drauf gesehen, wäre ich glatt am Ageha vorbeigegangen, weil ich es für eine Lagerhalle gehalten hätte. Ich hab mir das Gebäude sowas von anders vorgestellt – ein bisschen Prunkvoll, farbenfroh, mit sämtlichen Lichtern, die man zu Verfügung hat, aber nein… ^^° Wir hätten gar nicht so früh da sein und uns halb tot frieren müssen, denn die erwarteten langen Schlangen blieben aus. Um 23 Uhr war Einlass. Im Vorfeld schlossen wir überflüssigen Kram in Schließfächern ein. Am Eingang wurde geschaut, ob ich denn auch alt genug bin – ich glaube, hier darf man ab 20 in einen Club. Leider – oder mit Absicht – hatte der Kontrolleur nicht darauf geachtet, dass ich noch unter 24 bin, weshalb ich noch einmal die Verkaufsstelle verlassen und mir meinen Rabattcoupon abholen musste, denn zwischen 4000 Yen und 2500 Yen Eintritt besteht schon ein nicht ganz ignorierbarer Unterschied. Auch interessant fand ich einen Deutschen, den wir beim Warten kennengelernt hatten. Er arbeitete zu der Zeit in Oosaka und ist extra für dieses Event nach Tokyo gekommen, er erzählte, dass Sven Väth in den 90ern sehr berühmt war unter den Leuten, die für Techno zu begeistern sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich ihn nicht kannte. ^^ Wir versorgten uns im Laden erstmal mit Getränken – die meisten 500 (Soft Drinks) bis 700 (Alkoholhaltiges) Yen und schauten, was so um uns herum passierte. Kurz nach 0 Uhr bemerkten wir dann, dass man schon in den Raum, wo Herr Väth auflegte, hineinkonnte – ein großer Tanzraum und begaben uns dorthin. Ich fand es toll, dass man nicht mit Getränken auf die Tanzfläche durfte und auch, dass in diesem Raum verboten war, zu rauchen. =) Die Musik gefiel mir erstaunlich gut (bin eigentlich sonst nicht so der Techno-Freund, aber Herr Väth spielt nicht die Techno-Musik, die ich nicht mag (nur Bass und eintönige Rythmen und ähnliches)) Eine Weile wurde dann eben fröhlich hin und her gewirbelt und zwischendurch auch mal beobachtet, wie sich denn Japaner zu solcher Musik bewegen, wobei man sagen musste, dass die Ausländerdichte hier höher war. ^^ Es gab Japaner, die zeigten, was sie glaubten, zu können (Breakdancer z.B.) andere Wippen von einem Fuß auf den anderen. Da ich Durst hatte, bewegte ich mich wieder in den Barbereich und wartete – ich kam genau zur richtigen Zeit, denn auf einmal standen Tänzerinnen (und Tänzer, andererseits weiß ich nicht, ob sie als Männer gesehen werden wollen ^^°) auf dem Thresen und gaben ein richtig tolle Show ab! Vor allem die Performance an der Stange war beeindruckend, denn sie trotzten oft jeglichen Gravitationsgesetzen. ^^° Nachdem ich dann also eine kleine Ruhepause eingelegt hatte, ging es wieder zurück – erneut genau richtig. ^^ Auf der Tanzfläche gab es 4 quadratische, höherliegende Tanzflächen und ich fragte mich schon, ob man denn als Gast darauf tanzen dürfte – diese Frage wurde mit Nein beantwortet, denn als ein Gast dies probierte, wurde er heruntergebeten. ^^ Als ich die Fläche wieder betrat, sah ich die Treppen, die davor standen, nach einiger Zeit wurde es dunkel und hübsche Frauen in tollen Kostümen bewegten sich zur Musik, während ein Männlein von Kubus zu Kubus sprang und Fotos machte. ^^ Apropos Fotos, ich musste auch meine Kamera einschließen – hätt ich mir ja denken können, da jedoch Handys erlaubt waren, sah ich so einige Gäste, die fröhlich Fotos knippsten. Wäre mein Handy dazu in der Lage gewesen, hätt ich das bestimmt auch gemacht. ^^° Die Mädels  kamen noch zwei weitere Male heraus und nach diesem zweiten Male kroch ich zum Bahnhof, denn es war gegen 4..30 Uhr und ich wollte ins Bett. Ich fand auch die Kleidung sehr interessant: es gab Leute in Jogginganzügen, in knappen Kleidchen, relativ alltäglichen Sachen, aber auch im Kimono. Den einen Kimono fand ich besonders interessant, denn das Mädchen sah aus, als würde es ein Kuhkostüm tragen. ^^° Der Kimono war weiß und hatte schwarze Flecken – wer denkt da denn nicht an eine Kuh? ^^° Sie zumindest stand die ganze Zeit in einer Ecke und werkelte an ihrem Handy rum, hab nicht ganz verstanden, warum sie überhaupt auf der Party war.

17. Feb 2013

Kanji-Unsicherheit? Frag den Schüler!

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Am Montag (21.1.) versuchte ich mich wieder an Kalligrafie, auf Japanisch Shodou. Es klappte leider nicht wirklich besser als beim letzten Mal, aber das ist ja auch kein Wunder, weil ich seit letztem Jahr nicht geübt habe und an Wunder glaube ich schon lange nicht mehr. Als ich dann jedoch auf die Schriftzeichen der Frau (eine Chinesin) vor  mir sah, machte ich große Augen: die sahen aus wie die Schriftzeichen eines Vollprofis!!! Im Nachhinein erfuhr ich dann, dass sie mal Kalligrafieunterricht hatte… puuuh kein reines Naturtalent. ^^° Aber es sah wirklich wirklich klasse aus. =)  Danach ging es mit Shiho, Bomichan und Aya zum Nabe-Essen nach Shinjuku… naja, aus dem Nabe wurde Shabu Shabu, aber das war genauso lecker. Die Lieben ließen das weniger fettige Fleisch für mich. *___* Das war echt lieb von ihnen! Dann gab es noch eine Überraschung für Bomichan – sie hatte zwar erst am 31.1. Geburtstag, aber da Shiho und Aya sie danach erstmal nicht mehr sehen würden, gab es ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk – vom Hause so einen Süßigkeitenteller mit Eis und anderen Leckereien und von Shiho Bodylotion. ^^ Ich war natürlich nicht vorbereitet, wollte ihr aber auch etwas schenken… der Moment kam jedoch erst am 1.2. ^^

Am Mittwoch (23.1.) ging es dann zum Ghibli-Museum – ja ich war schon einmal da, aber es ist einfach immer wieder schön. =) Diesmal haben sie einen neuen Film gezeigt – ohne Sprache, nur Laute. War etwas seltsam, aber trotzdem schön, Ghibli eben. 😉 Auch die Ausstellung mit den vielen Originalbildern schaute ich mir wieder an und dann ging es shoppen im Ghibli-Shop. Sie hatten nämlich meine kleine süße, dicke Ratte in etwas größer, die musste einfach mit. ^^ Dann gab es noch wunderhübsches Briefpapier, eine Karte und einen Bilderrahmen. Dann ging ich mit Alice ein Eis essen, während wir auf Amin und Marian warteten, die später in den Film gegangen waren. Sie kamen jedoch nicht wie erwartet heraus, weshalb ich mich leider im Voraus verabschieden musste, weil der Kulturtreff bevorstand. Ich fuhr zwar zurück nach Mukogaokayuen – wir hatten Karten bekommen, mit denen wir von Mitaka nach Mukogaokayuen fahren konnten – setzte mich jedoch dann noch in mein Lieblingscafe, weil ich es nicht bis nach Hause geschafft hätte, außer ich wäre gerannt… aber naja, rennen… nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss. ^^ Diesmal ging es bein Kulturtreff um Bildungssysteme – juhuu, mein Lieblingsthema! =)

Am Samstag (26.1.) traf ich mich wieder mit Midori, diesmal gingen wir in ein ganz wundervolles Restaurant, in dem man ganz leckere Burger essen konnte. =) Dort tranken wir Smoothie, aßen die besagten Burger und quatschten über verschiedenste Themen, diesmal viel auf Deutsch, aber naja, das ist ja gut für sie. =)

Am Mittwoch (30.1.) hatte Markus zum Glück noch ein wenig Zeit, um auf dem Weg zurück von seiner Odawara-Reise bei mir zu halten und Susis Geschenk in Empfang zu nehmen. Wir quatschten in meinem Cafe (Hokuo) und halb 7 musste er dann auch wieder fahren. Er war also der Erste, für den das Abenteuer Japan-Auslandssemester nun vorbei ist… Leute zu verabschieden ist immer doof, aber vermeidbar ist es nicht. =(

Am Donnerstag (31.1.) fuhr ich zusammen mit Yuusuke zur Senshu-Oberschule, um zusammen mit Shu ein wenig über Deutschland zu erzählen. Draußen und drin machten gerad so einige Clubs Sport, unter anderem auch der Cheerleading Club und ich schaute gespannt zu, bis wir dann zum Vortragsraum gelotst wurden. Leider kamen nicht so viele interessierte Leute, wie ich gehofft hatte, aber immerhin welche… So uninteressant ist Deutschland doch gar nicht… Naja, was soll man machen.

Am 1.2. fand dann die Zwischenprüfung statt… naja, war wiedermal sehr unsicher bezüglich der Richtigkeit meiner Antworten. Jedoch vergaß ich die Sorgen darum schnell, denn am Abend ging es mit Sai-san, Bomichan und Nattalee Kaitensushi (Sushi auf dem Rollband) essen. =) Sai-san ist Taiwanesin und vor allem eine Lehrerin erkundigt sich bei ihr immer, ob denn ihre Kanji richtig geschrieben seien. Deswegen haben wir uns jetzt auch angewöhnt „Sai-saaaaan!“ zu rufen, wann immer wir ein Kanji nicht lesen können – die Ärmste. ^^° Zumindest war es ein schöner Abend und für Kaitensushi war das Sushi auch ganz lecker. ^^ Wir konnten es auch nicht lassen uns Dessert zu bestellen und somit rollten wir dann aus dem Restaurant und direkt in den Regen… baaah, ekelhaftes Wetter, aber da wir dank Wetterbericht vorgewarnt waren, hatten wir unsere Regenschirme mitgenommen.

Während die ganze Woche über eher kalt war, wurden wir am 2.2. mit einer Wärmewelle und ca. 18°C beschert, das war ja einerseits ganz schön, andererseits hinderte es uns daran, Eislaufen zu gehen, denn durch die Wärme blieb die Eisbahn geschlossen. Meine Franzosen Alice und Marian und ich machten uns also auf nach Shimokitazawa, weil ich da einen Inder kannte und die beiden lieben Nan (dieses indische Brot) genauso wie ich. =3 Wir gingen auf Schuhe- und Klamottensuche, fanden aber letztendlich erst in einem internationalen Geschäft etwas Kaufbares… na ratet mal, was kauft eine Deutsche? Genau Gummibärchen und Gewürzgurken… XD Hach, ich konnte nicht anders. ^^° Meine Franzosen kauften – nein keinen Käse, der war zu teuer ^^° – aber Wein und auch Gewürzgurken. ^^ Dann machten wir uns auf zum Inder. Leider schmeckte es dort nicht so gut wie in Saitama bei Nora, aber es schmeckte – leider sahen wir erst beim Bezahlen, dass wir auch durchaus anderes Nan außer dem Normalen hätten bestellen können – so ein Mist, aber das Restaurant rennt ja nicht weg. ^^ Wir gingen auch in meinem Waffelcafe essen, hmmm, das war lecker! Zum Abschluss ging es noch – natürlich – zum Purikura (Fotoboxen, mit verschiedenen Themen, zu denen man Mimik und Gestik anpasst oder einfach macht, was man möchte ^^), was wieder sehr spaßig war – vor allem das Gestalten der Bilder macht großen Spaß, wenn man nicht gerade eine einfallslose Phase hat, wie ich. V.V An dem Tag gab es im Übrigen ein Festival – Setsubun – für 7-jährige Kinder, wenn ich mich recht entsinne. Es rannten Dämonen durch die Straßen und die Kinder mussten sie mit getrockneten/gerösteten Sojabohnen, die wie Erdnüsse schmecken, bewerfen. ^^

Am 3.2. (Sonntag) ging es dann nach Ueno zu Nora, die leider etwas erkältet war, aber trotzdem kam – danke. :3 Wir gingen mal wieder shoppen, diesmal in einem Kaufhaus, das ich noch nicht kannte und auch gar nicht als Kaufhaus erkannt hätte, ist schwer zu finden, weil keine auffälligen Schilder einen anblinken. ^^° Es gab mal wieder Schuhparadise ohne Ende, aber ich bin ja eigentlich auf der Suche nach „stundenlang ohne Schmerzen laufen könnenden“ Schuhen für meinen Tripp nach Nagoya, Nara und Kyoto… die Highheels sind ja alle wunderschön und ich hätt sie auch am liebsten alle mitgenommen, aber naja… ^^° Letztendlich kaufte ich nur in dem Laden in der ersten Etage (bei uns Erdgeschoss) eine Bluse, im Rest des riesen Kaufhauses gab es zwar so einiges ganz Hübsches, aber so wirklich wollte mir dann nichts außer diese Bluse zusagen. Dann gingen wir noch in ein Grüner Tee-Cafe und bestellten Parfait und ich noch Schoki-Cafe-Latte. Anfangs war das Parfait sehr lecker, aber unten gab es dann Anko, was ja eigentlich okay ist, aber dann haben sie diesen komischen Jelly-Kram noch mit reingemacht – wenns nur zwei gewesen wären, wärs ja runterschlugbar gewesen (bin kein japanisches Jelly-Fan…), aber gleich so viel auf einmal, da verging mir dann mein Appetit… Naja, aber vermutlich machen die das überall rein, Nora hatte auch so viel. Mein Schoki-Cafe-Latte hingegen war 1+++. ^^ Wir probierten auch noch einen Döner… der war kaum genießbar… naja, jetzt wissen wir zumindest in welchem Laden, wir keinen Döner mehr essen. =/ Weil ich ja von Ueno aus fast eine Stunde brauche, ging es nach einem kurzen Besuch bei Mac (sehr gute Make-up-Marke laut Nora, kenn sie nur von Erzählungen ^^) nach Hause. Zum Abschluss noch ein Foto von meiner süßen, dicken Ratte aus Chihiros Reise ins Zauberland im Großformat *___________* 

3. Feb 2013

Gemüsefight!

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Am Mittwoch (16.1.) kam dann die erste Ernüchterung bezüglich J4 – Nattalie und ich mussten uns eingestehen, dass hier ein anderer Wind weht, als noch zu J3-Zeiten, aber naja, wir wollen ja Fortschritte machen, da müssen ja auch mal härtere Zeiten kommen. ^///^° Wir sind fünf – zwei Koreanerinnen, eine Taiwanesin, eine Laosianerin und ich. ^^ An den Unterrichtsteilen hat sich nichts geändert, nur an deren Inhalten. ^^° Jetzt gibt es jede Woche einen Kanji- und einen Vokabeltest und irgendwelche Vorträge… V.V Naja, das wird schon – hoffentlich. Eine freudige Überraschung gab es, als ich hoffnungsvoll beim Hausmeister nachschaute, ob mein Päckchen aus Deutschland schon angekommen ist und siehe da – es ist angekommen!Er sagte mir, das wäre schon vor 2 Tagen angekommen, aber naja… der Schnee hielt mich davon ab, lange Zeit außerhalb der Tür zu verbringen. ^^°

Am Freitag (18.1.) gab es etwas wie ich finde ganz Tolles – wir durften nämlich zum Kabuki gehen!  Kabuki ist traditionelles japanisches Theater, in dem selbst Frauenrollen von Männern gespielt werden. Sie tragen wundervolle Kostüme, sind toll geschminkt und reden altes Japanisch, weshalb ich die meiste Zeit mit einem Fragezeichen über dem Kopf dort gesessen hätte, hätten wir nicht so einen tollen Audio-Guide gehabt, der die Situation und das Gesagte erklärt hat. Viele Besucherinnen – meist ältere Damen – kamen im Kimono. =3 Im Vorfeld sahen wir uns den toll verzierten Bühnenvorhang und die Souvenirshops an. Die Sitze sind übrigens nichts für große Menschen – wer mich kennt, weiß, wie klein ich bin und selbst meine Knie berührten beim Sitzen fast den Sitz vor mir. ^^° Vielleicht ist das aber auch nur bei den billigsten Tickets so.  Die erste Stunde bin ich fast eingeschlafen, weil Dunkelheit mich sehr schnell müde werden lässt, aber ab Stunde zwei war ich wach – das Stück dauerte vier Stunden. ^^° Zwischendurch gab es immermal Pausen zwischen 10 und 20 Minuten lang. So in der Mitte des Stücks kam dann die Figur auf dem Flyer auf die Bühne, von der ich gedacht hatte, es handele sich um die Sonnengöttin Amaterasu – die höchste Göttin im Shintoismus – räusper – ich hatte ziemlich falsch gedacht, denn es handelte sich um eine hochrangige Kurtisane… na huch. ^^° Mein Erinnerungsvermögen ist leider schon wieder etwas angegriffen, aber im Großen und Ganzen ging es glaub ich darum, dass einem Shogun von einem Rattengott oder so ähnlich das Leben schwer gemacht wurde, weil aus seinem Haus eine Katzenfigur verschwunden ist, die das Haus zuvor vor diesem Gott beschützt hat. Zum Ende des Stücks gibt es dann einen Kampf zwischen dem Katzengott und Ratten – in einer Küche, was ziemlich beeindrucktend, weil akrobatisch, war. ^^ Um sich vor dem Katzengott zu verteidigen, nahmen die Ratten alles, was auf der Bühne herumlag – Stühle, Tische, Rettich, Karotten… ^^ Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, das mal anzuschauen und ich bin sehr froh, diese Möglichkeit erhalten zu haben.

Am Samstag traf ich mich mit Midori, einer Freundin von David, die einen Tandempartner gesucht hat, in Shinjuku – sie hat mich gefunden – wie cool! ^^ Wir gingen dann in ein spanisches Restaurant, tranken Café, aßen Nudeln und unterhielten uns. =) Als sie dann zum Salsa-Unterricht ging stöberte ich noch ein wenig ich den naheliegenden Geschäften nach einem Geburtstagsgeschenk, fand jedoch nichts und kehrte zurück, denn so langsam kam die liebe Nora an. 16 Uhr war ausgemacht, nur leider hatte es wieder einen „Personenunfall“ (=() gegeben, sodass die Bahnen etwas anders fuhren, wie Nora berichtete, aber zum Glück kam sie an. Wir  gingen dann also im Daie einkaufen und bereiteten unser Buffet zu: Salat, Schnitzelchen, Baguette und Käse und Wein – ja, ich weiß, nicht sehr Japanisch, aber lecker!!!! =) Dazu schauten wir eine Karaoke-Sendung im Fernsehen und als diese vorbei war, versuchten wir Sex and the City zu schauen, da aber jede Internetseite wollte, dass ich was downloade, konnten wir nur „The real me“ auf youtube gucken und schauten dann das japanische Drama „Paradise Kiss“.

Am Tag darauf ging es dann gegen 10 Uhr zum Kokusai Kenshukan, wo Alice und Marian leckere Pancakes zubereitet hatten und nach diesem leckeren Frühstück brachen wir auf zum Shoppen in Shimokitazawa. Ich fand zwar einiges was mir vom Schnitt her gefiel, aber die Farbe passte nicht, sodass ich es hängen lassen musste… vor allem um dieses eine tolle Kleid ist es schade… T.T Naja, ich zeigte Nora dann mein Lieblingsrestaurant – ein Italienisches – in dem Örtchen und zum Glück schmeckte es ihr. ^^ Da wir außerdem so viel trinken konnten, wie wir wollten, war alles super. =) Der Tag wurde dann mit Purikura beendet und schon ging es wieder nach Hause. ^^°

3. Feb 2013

Aaah, neue Menschen!

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Am 10.1. (Donnerstag) gab es einen Stammtisch von den an der Senshu Deutsch lernenden Studenten, ausgerichtet vom Lehrer. Es ging um 18.15 Uhr los. Ich hatte davor noch kleine Schnitzel zubereitet, weil ich Appetit auf die hatte und etwas mitbringen wollte. Es waren so einige bekannte Gesichter dabei, aber noch viel mehr, die ich noch nie gesehen habe. Statt auf Deutsch unterhielten wir uns eigentlich nur auf Japanisch. Zwischendurch unterhielt ich mich mit einer deutschen Lehrerin und alle sagten dann, das wäre zu schnell gewesen. ^^° Naja, Japaner reden manchmal auch nicht gerade langsam, aber da muss man sich wohl einfach dran gewöhnen. =) Neben meinen Schnitzelchen, die allen anscheinend gut geschmeckt hatten, sie waren als erstes weg (=)), gab es auch noch verschiedenste Arten Gummibärchen (z.B. Lakritz *___*), Fondue und Wein. =)  Einige Japaner probierten das Lakritz, außer einem verzogen jedoch alle das Gesicht, aßen aber brav auf. ^^ Ich erbarmte mich dann und aß den Rest der Lakritz hihi. Es war ein ganz schöner Abend, aber trotzdem kein Vergleich zu unseren Stammtischen in Halle – die vermiss ich echt! Das Gute war, dass ich zwei Jungs kennenlernen konnte, die ab März zu uns an die Uni kommen, ich hoffe, sie verkriechen sich nicht im Landrain, das wäre sehr schade. =(

Am 11.1. (Freitag) ging es ins Kino zum Les Miserables nach Shinyurigaoka zusammen mit Yuu und Nora. =) Der Eintritt kostete 1500 Yen (Studentenrabattspreis, kein 3D-Film… naja, aber der Euro steht gerade gut =P) und dann gab es noch Popcorn und nen M-Becher Eistee. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Popcorn nicht geschafft hab und wegschmeißen musste, das wurde immer mehr im Mund. =( Das in Shibuya hat mir besser geschmeckt… Aber meinen Becher Eistee nahm ich mit nach Hause. ^^ Ich hatte aber auch keine Zeit zu essen, ich fand den Film zu spannend – er war auf Englisch mit japanischen Untertiteln und ich wollte ja eigentlich nur rein, weil es eigentlich wie ein Musical war. Meiner Meinung nach ist der Film echt jeden Cent wert und ich hätte auch nie gedacht, dass all diese tollen Schauspieler auch noch singen können! Beeindruckend. ^^ Und mein nächster Kinobesuch wird mich zu einem Film mit Shiba Inu führen – den sollte ich am besten allein besuchen, weil ich schon bei der Werbung mehrmals rumgequietscht hab, als sie diese unglaublich wahnsinnig süüüüßen Shiba Inu-Welpen gezeigt haben!!!!!! *___________*

Am 12.1. ging es zum Friseur. Aber ich ging nicht einfach in meinen seit Wochen auserkorenen Laden rein – neeein. Da rennen nämlich jeden Tag die Friseure draußen herum und verteilen Flyer. Also stellte ich mich demonstrativ so lange interessiert vor das Schild, bis mich die Friseuse ansprach – hatte nämlich meinen Rabattflyer vergessen und wollte einen neuen. =P Sie führte mich dann also hoch, dann wurde mir mein Kram abgenommen und ich an einen Tisch mit einer Zeitung gesetzt, um zu warten. Dann bekam ich noch einen Zettel zum Ausfüllen in die Hand, das Japanisch dadrauf war aber etwas schwierig, sodass ich in der kurzen Zeit nur das ausfüllen konnte, was ich verstand. Danach kam ein Männlein zu mir und besprach mit mir, was er denn machen solle. Ich hätte zwar gern auch das Treatment für meine Haare gehabt, aber circa 70 Euro… hach, ich weiß nicht… hab mich dann für die kürzere Pflegevariante für ca. 36 Euro entschieden und wurde ich den Haarwaschraum geführt, das war vielleicht gemütlich dort! Hätte sich die Friseuse nicht mit mir unterhalten, wär ich dort bestimmt eingeschlafen. ^^ Dann ging es zum Haare schneiden und er schnippelte auch nur an den Spitzen herum. Die wirkliche Arbeit folgte jedoch danach – das Ausdünnen meines „Fells“ im wahrsten Sinne des Wortes. ^^° Was der da alles rausholte, ist echt krass. ^^° Und er erklärte mir auch, dass Japaner zwar dickeres Haar, aber Europäer dafür mehr „Fell“ haben. ^^° Dann benutzte er noch einen Lockenstab und Spraykram und fertig war meine Frisur – am liebsten würd ich da jeden Tag hingehen, die Locken haben mir echt gut gefallen. =)  Abends konnte ich mich wieder mit Masahiro und wie sich herausstellte auch mit einem Freund von ihm treffen und wir gingen zusammen in ein deutsches Restaurant namens Bernds Bar in Roppongi (glaub ich zumindest… ^^°). Weil ich schon die ganze Zeit sämtlichen Leuten damit in den Ohren lag, endlich wieder Klöße essen zu wollen, fragte Masahiro, ob sie welche da haben und als der Kellner „Nein“ sagte, war mir meine Trauer bestimmt im Gesicht anzusehen. Dann sagte der Kellner jedoch weiter, dass sie welche zubereiten können, es jedoch um die 1 1/2 Stunden dauert und ich strahlte wieder. ^^ In der Zwischenzeit gab es Schnitzel mit Bratkartoffeln, Sauerbraten mit Spätzle  und für jeden Bier – na gut, für Masahiros Freund und mich dieses Grapefruit-alkoholfreies Bier-Getränk. ^^ Als dann der Kellner unsere Klöße und die tolle Soße brachte, war ich natürlich hellauf begeistert – da es zwei waren, wir aber drei, entschieden die Jungs, dass sie sich einen teilen und ich einen ganzen essen darf – ooooh danke! m._.m Die Klöße entpuppten sich dann als runde Knödel (vom Geschmack her ^^), aber es war trotzdem saulecker. =) Es lief deutsches Radio und überall an den Wänden konnte man Autogramme und Fotos von nicht ganz unbekannten Gesichtern erkennen. =) Das Restaurant hatte auch irgendwie so ein bisschen Kneipencharme. ^^ Im Endeffekt ein tolles Restaurant und ein toller Abend. ^^

Am 13.1. gab es ein Nomihoudai (All you can drink) in der altbekannten Izakaya, um die lieben Neulinge zu ersten Mal willkommen zu heißen. Zuvor half ich Kazuhiro noch bei seinen Visumsformularen – er verbringt ein Jahr in der Schweiz. ^^ Weil mir die Koreanerinnen etwas zu laut waren, verkroch ich mich an den eher europäischen Tisch, wo es mir um einiges besser gefiel – wir tranken zwar auch und aßen, aber in angenehmem Tempo und mit interessanten Gesprächen, das ist die Art von Nomikai (Trinktreffen), die ich mag. ^^ So einige Japaner und Japanerinnen saßen auch noch mit am Tisch, sodass meist Japanisch gesprochen wurde und dann mal ein bisschen Englisch. Na ihr Lieben? Was glaubt ihr? Wohin gingen wir nach dem Nomikai? Richtig! Zum Karaoke natürlich!!! =) Ich gehörte natürlich mal wieder zu den hart Gesottenen, die bis zum Ende… morgens… 6 Uhr… räusper… blieben. =) Es hat mal wieder super viel Spaß gemacht, auch wenn ich außer Gackt nur Englisch gesungen hab, ich versuch nur bei den anderen mitzusingen, wenn sie mal Japanisch singen. ^^ Und als wir rauskamen, fing es natürlich an zu regnen… -.- Und als ich dann am Montag so gegen 12 Uhr aufwachte… na, was gab es da?! Schnee! Ekelhaft, ich hätt die blöde Gardine am liebsten sofort wieder zugezogen… Schnee kann zwar ganz schön aussehen, aber nicht als Matsch und da hier niemand, außer die Anwohner, die das jedoch gar nicht schaffen konnten, weil es den ganzen Tag durchgeschneit hat, auf die Idee kommt, mal Schnee zu schieben sind auch die Straßen wunderschön matschig und man muss aufpassen, dass man von keiner Matschlawine getroffen wird… Ich bewegte mich aber nur raus, um mir etwas im Conbini zu kaufen und danach waren Socken und Hose nass… -.-#

Für den am Dienstag (15.1.) stattfindenden Placementtest konnte ich mich bis Montag nicht wirklich aufraffen, vernünftig zu lernen. Grammatik wiederholen ist okay, das kann man in der Bahn machen, aber Kanji schreib ich lieber, wenn ich mich denn dazu motivieren kann… Naja, irgendwie ging es doch und der letzte Rest Kanji wurde am Montag wiederholt und Dienstag morgen ging es – aufgrund des Matsches und Eises auf den Straßen (Bürgersteige sind ja hier eher Mangelware und wenn sind die erst recht voller Schnee und Matsch…) so vorsichtig wie möglich – zum Test. Sooo viele neue Gesichter! Die Mehrzahl – ich glaube 14 sind 19 bis 20jährige Koreanerinnen und dann haben wir noch 5 Franzosen (alle um die 24) – darunter ein Männlein. ^^° Es wurde wieder mit dem Hörtest begonnen, wobei ich keine Ahnung hab, ob meine Antworten waren, war noch etwas verschlafen… ^^° Dann kam der ewig lange Grammatik- und Textschreibteil zwischen dem wir einzeln zum Sprechteil gebeten wurden und Fragen beantworten mussten. Zum Schluss kam dann wieder mein geliebter Kanjiteil, das war diesmal besser als beim letzten Mal – zum Glück. ^^ Mit Alice, Marian und Amin („meine Franzosen“^^) zusammen tourte ich danach so ein bisschen durchs Gelände und zeigte ihnen ein paar wichtige Gebäude und meinen Lieblingsplatz – auf dem Dach, von wo aus man die Landschaft bestaunen kann. ^^ Weil wir immer noch Zeit hatten – die Willkommensfeier begann erst 15 Uhr, gingen wir noch in den Zeitunglese-Raum und schnappten uns interessante Artikel, was die Zeit um einiges schneller vergehen ließ. Dann ging es zu einem Konferenzraum, in dem wir willkommen geheißen und von Polizisten bezüglich Diebstahl und sexueller Belästigung belehrt wurden. Die beiden waren lustig drauf und haben uns einige nützliche Dinge gezeigt. =)

Danach fing die Willkommensfeier in der Mensa „Cabin“ an – gleicher Ort, gleiche Zeit, gleiches Essen, gleiche Getränke, aber die Austauschschüler unterschieden sich. ^^ Ich quatschte mit den zwei Koreanerinnen, die beim Karaoke-Abend genauso lang geblieben sind wie ich und an dem Tisch neben uns hatten sich die restlichen Koreanerinnen zusammengetan. Dann gab es mal wieder die Vorstellungsrunde und schon war das Ganze wieder vorbei und wir schlichen langsam zum Kokusai Kenshukan, denn dort wurden am späten Nachmittag die Ergebnisse des Tests ausgehangen. Es wurde also weiter gequatscht und Restbestände des Buffets vernichtet, sofern noch etwas hineinpasste und dann kam Shotaro zu mir und verkündete, dass ich „J4“ erreicht hatte – davon musste ich mich selbst überzeugen und schaute nach. ^^ Yey, auf zum nächsten Level!

8. Jan 2013

Ignoranz in Perfektion

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Nachdem ich also am 2. Januar ins Wohnheim zurück gekehrt bin, freute ich mich schon auf den darauffolgenden Tag, denn dann ging es zum All-you-can-mampf ins Sweets Paradise in Shibuya mit Matias und Freunden von ihm, ein paar bekannte Gesichter waren jedoch auch dabei. An dem Tag war ich mal wieder produktiv wie immer – nicht… – und konnte es kaum erwarten, loszufahren. 17.45 Uhr war Treffpunkt am Hachiko – wo sonst? ^^ – und weil ich noch etwas Zeit hatte, wuselte ich in den Läden herum, war aber zum Glück nichts dabei, was meinen Geldbeutel leichter machen könnte. Im Sweets Paradise kauft man sich an einem Automaten ein Ticket für 1480 Yen, mit dem kann man dann 1 1/2 Stunden so viel futtern, wie eben reinpasst. ^^ Salat, Spaghetti, Suppe, Reis und vor allem: KUUUUUCHEN!!! *___* Es war wirklich ein Paradies. ^^ Und ich finde für den Preis hat das auch alles ganz gut geschmeckt. ^^ Auch Getränke waren inklusive. Wir futterten und quatschten, zum Teil auch auf Englisch, da wir Austauschstudenten aus Nigeria, einen Franzosen und eine in Neuseeland aufgewachsene Chinesin am Tisch sitzen hatten. =) Die Zeit verging mal wieder schneller, als uns lieb war, jedoch waren wir auch schon ganz schön gesättigt. Dann trennte sich das Grüppchen in Nach Hause/Irgendwo anders-Hingeher und in in einen Pub/eine Bar-Geher, ich gehörte zu letzteren, man muss ja der Arbeit so lange davon laufen, wie nur irgendwie möglich. 😉 Es ging dann also in einen, wie ich fand, englisch angehauchten Pub (wobei ich das wohl nicht beurteilen kann, weil ich leider noch nicht in England war) und waren die Preise erstaunlich bezahlbar. Die meisten tranken Bierchen, ich probierte den Glühwein für 500 Yen und fand ihn echt lecker, auch wenn es nur aufgewärmter Wein mit Gewürzen drin war. ^^  So gegen 10 packte uns dann entweder das Pflichtbewusstsein oder die Müdigkeit und wir machten uns alle auf nach Hause. Natürlich war ich mal wieder die Einzige, die in meine Richtung musste… V.V

Am Freitag, den 4.1., ging es dann auf zu Nora, denn wir wollten mal ein bisschen die Umgebung, in der sie wohnt und die Dokkyou Universität erkunden und Indisch essen gehen. Weil ich mal wieder viel zu spät aufgestanden war, hetzte ich panisch hin und her, um mich schnell zum Bahnhof aufzumachen, merkte jedoch erst vor Kitasenju, dass ich eine Stunde zu früh dran war, denn statt 13 Uhr kam ich 12 Uhr an. Dank Handy konnte ich Nora jedoch vorwarnen. ^^ Wir gingen dann zum „Vie de France“, einem tooollen Bäcker, denn er hatte Zimtgebäck, dazu ein Café Latte und ich bin glücklich. ^^  Wir besuchten noch den Schrein in der Nähe, der sogar am Waschbecken eine Beschreibung hatte, wie man sich die Hände wäscht! Nami kam auch dazu und wir fuhren nach Matsubaradanchi, wo sich die Dokkyou befand. Wir konnten auf das Gelände und ein bisschen die Gebäude anschauen, das eine hatte eine Kuppel wie unser Reichstag. ^^ Reinkommen war einfach, rauskommen erwies sich als etwas schwieriger – Nora und ich kletterten ganz unartig über den Zaun und bemerkten erst danach, dass weiter vorne eine offene Tür gewesen wäre, denn eine Fahrradfahrerin fuhr gerade heraus. Nami wählte diesen Weg. ^^ Dann ging es sehr lecker Indisch essen. Mir gefiel die indische Einrichtung, die indische Musik und dass die Bediensteten ebenfalls Inder zu sein schienen. Da ich Angst hatte, Schwabbelfleisch vorgesetzt zu bekommen, nahm ich das vegetarische Lunch-Menü – 850 Yen für Salat, Hauptspeise, Dessert und Mangolassi, ich liebe dieses Restaurant! Und es war auch wirklich lecker. =) Gesättigt und glücklich erkundeten wir dann noch etwas die Gegend, gingen unter anderem über eine Promenade und entschieden dann, nach Lake Town, Nora zufolge das größte Einkaufszentrum Ost-Asiens, zu fahren. Die beiden erzählten, da gäbe es sogar diese „Fließbänder“ wie in Flughäfen, auf die man sich stellen kann. Dort fuhren wir also hin und wurden von den vielen Sale-Schildern magisch angezogen. Ich kaufte ein komplettes Set und im Schmuckgeschäft noch Schmuck dazu. Hübsche flache Schuhe gab es mal wieder nicht, nur in nem furchtbaren braun, aber das zieh ich nicht an. Irgendwie waren alle etwas müde, sodass wir den Heimweg antraten, meiner dauerte ja immerhin 1 1/2 Stunden, aber es lohnt sich doch immer wieder, etwas mit Nora zu unternehmen. ^^ <3

Am Samstag stand dann das Neujahrstreffen im Haus meines Betreuungsprofessors mit seinen Studenten, meist vom Kanda-Campus, auf der Agenda. Zum Glück fuhr ich mit meinem Tutor dort hin – bis zum Bahnhof zu kommen, wäre ja kein Problem, aber den Weg zum Haus zu finden, war nicht ganz so einfach, wir verliefen uns am Anfang, trotz Navi. ^^ Es war sehr süß zu beobachten, als ein kleiner Junge seinem Papa „dame!“ (in etwa: das geht nicht!) sagte, als dieser die Straße noch bei rot überqueren wollte. ^^ Die beiden haben dann ein Wettrennen veranstaltet und der Kleine hat sich mächtig geärgert, als sein Papa ihn mal nicht gewinnen lassen hat – hihi, na mein Bruderherz, kommt dir das bekannt vor? 😉 Aber wer verliert schon gern. ^^ Wir wurden dann also begrüßt und nach und nach trudelten auch die restlichen Teilnehmer ein. Der Hund Cookie kleffte aufgeregt, wann immer die Tür aufging, aber noch konnten wir ihn nicht sehen, denn erstmal wurde gegessen und dazu Alkohol getrunken. Der Sekt war mir etwas zu bitter, aber der darauffolgende Wein war so süß wie Saft – perfekt! ^^ Es war eine ganz lustige Runde, bis dann das Thema „Was für eine Art Frau/Mann möchtet ihr heiraten?“ aufkam. 95% der Männer sagten, sie wollen eine „Yamato Nadeshiko“ (ich weiß, wikipedia ist keine gute Quelle, aber ich hab noch nichts anderes gefunden: http://de.wikipedia.org/wiki/Yamato_Nadeshiko), ich weiß nicht warum, aber leider habe ich das Gesagte der Jungs eher wenig verstanden, außer, dass alle wollten, dass sie einen makellosen Körper hat und den Haushalt schmeißt. Sogar mein Betreuungsprofessor (, der übrigens das Essen gekocht hat ^^) sagt, wenn sie jemanden brauchen, der den Haushalt schmeißt, können sie auch eine Haushaltshilfe anstellen. Die Meinung der Frauen spiegelten dann schon eher meine eigene wider, denn sie sagten, dass der Mann nicht denken soll, sie sei seine Mutter und mache alles für ihn. Ja, die Meinung der Männer hat mich etwas geschockt, aber was soll man machen… Die Tochter meines Betreuungsprofessors hat einen dreijährigen Sohn, der erst einmal richtig schüchtern war, aber schon nach kurzer Zeit richtig aufgeblüht ist und mit allen rumgespaßt hat – niedlich! ^^ Lebendiges Kerlchen. =) Als es dann auf den Schluss zuging, wurde mit ihm noch Mario auf der Wii gespielt, was auch sehr niedlich anzusehen war. =) Dann ging es so gegen 9 Uhr nach Hause und Verdrängungsarbeit leisten…

Was es zu verdrängen gibt? Eine Hausarbeit und die Vorbereitung auf den Placementtest nächste Woche. Aber inzwischen habe ich meine Motivation wiedererlangt und versuche meinen monströsen Rückstand irgendwie wieder aufzuholen… Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt  ne… ^^°

7. Jan 2013

Silvester mal anders

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Da ich mal erleben wollte, wie Japaner den Silvester- und Neujahrstag verbringen, fragte ich meine Gastfamilie, ob ich diese Tage bei ihnen verbringen könne und zum Glück bejahten sie dies. Mein Gastvater war so nett, mich am Montag, den 31.12. vom Wohnheim mit dem Auto abzuholen. Bis die Gastmama vom Einkauf zurückkam, wurden die Hundchen geknuddlt und etwas ferngesehen. Dann gab es eine Kaffeepause.  Am Abend kam dann die Schwester der Gastmama und wir aßen – sehr westlich angehaucht – Abendbrot und schauten dabei eine Schätzsendung mit Gackt. Es geht darum, das Wertvollere auszuwählen – zum Beispiel Wein, Violinen, Fleischgerichte, Desserts – Gackt lag so gut wie immer richtig, was alle ziemlich beeindruckte. ^^ Es kam noch Iron Chef – eine Kochsendung, in der zwei Köche gegeneinander antreten und deren Gerichte dann von einer Jury bewertet werden. Gegen 23.45 Uhr dann endete die Musiksendung, die laut Aussagen des Gastpapas, wohl jedes Jahr kommt und dann wurden Liveübertragungen von verschiedenen Schreinen in Japan gezeigt – jedoch waren keine aus Tokyo dabei, wie zum Beispiel der Meijischrein, viel mehr wurden Schreine in Kyoto, Sendai und Fukuoka gezeigt. Da man um 24 Uhr Soba isst, bereitete die Gastmama dies zu, wir sagten „akemashite omedetou“ und aßen. Bis 1 Uhr sprachen wir noch, dann gingen wir alle ins Bett und verschoben das hatsumode (ersten Schreinbesuch im Jahr) auf den nächsten Morgen. Alle quälten sich also um 9 aus dem Bett und dann gab es Osechi… Neujahrsessen, mit verschiedensten „Snacks“. Ich weiß auch nicht, dieser Geschmack war einfach nicht meins, so Leid es mir auch tat. Ich konnte nur ein bisschen vom Schweinefleisch essen, das sehr fettig war, dann süßes Ei und aus Fisch zubereitetes… keine Ahnung (das rosa-weiße), aber schaut selbst.  Danach fuhren wir mit der Bahn zu Meiji-Schrein und ahnten, dass die Bahnen sicherlich voll sein würden, aber nichts dergleichen! Wir konnten sitzen! =) Der Weg zum Schrein war bei weitem nicht so voll mit Menschen, wie wir dachten. Nur als wir dann die gerade Strecke zum Schrein erreicht hatten, mussten wir circa 45 Minuten warten, aber ich glaube, jeder hatte mit mehr Wartezeit gerechnet.  Als wir dann innerhalb des Schreingeländes angekommen waren, sah ich noch einmal, wie gut organisiert das alles war – meines Erachtens nach zumindest. Es gab Absperrungen und sie hielten Schilder mit „Bitte einen Moment warten“ und „Bitte langsam vorwärts gehen“ und alle hielten sich daran – vielleicht lag es auch daran, dass alle sich an Absperrungen und Schilder/Anweisungen hielten. Ich fand es zumindest sehr angenehm, weil ich mich auch nicht wie in einer Sardinenbüchse à la Rush Hour-Zug fühlte, sondern frei stehen konnte. Vielleicht sah das in der Nacht anders aus, aber das weiß ich nicht. Wir schmissen dann also in ein riesiges Becken unsere Münzen  und beteten – ich glaub, ich hab es mal wieder falsch herum gemacht mit dem Klatschen und Verbeugen, aber ich hoffe, die Götter mögen mir verzeihen. ^^ Um in das Schreininnere zu kommen, musste man ein „Paket“ mit verschiedenen Inhalten kaufen – ab 95 Euro.  Dann kauften wir noch für das Haus der Kuriyamas einen Pfeil für „Haus- und Familiensicherheit“ und gingen wieder. Das Herumgestehe hatte mich etwas hungrig gemacht und wir aßen auf dem Gelände mit den Imbissständen Okonomiyaki mit Mochi und Käse innen drin – lecker. ^^ Dazu gab es heiße Zitrone – etwas zu süß für meinen Geschmack, aber trotzdem lecker. ^^ Dann ging es zu Jonathans, eigentlich hätte ich nichts zu essen gebraucht, aber wenn man schonmal da ist… ^^° Dort gab es Gemüsegratin, für meine Gastmutter nur ein Dessert und für  meinen Gastvater Shrimp-Makkaroni-Auflauf. Dass die aber auch überall Shrimps reinwerfen müssen… Ich mag Shrimps ja, aber in einem Makkaroniauflauf gehört für mich irgendwas Fleischiges… Naja, andere Länder, andere Zubereitungsarten. ^^ Meine Gasteltern hatten mir außerdem davon erzählt, dass es jetzt um diese Zeit so genannte „fukubukuro“ gäbe, „Glückstüten“, die man kauft (von 1000 bis weiter über 10000 Yen sind alle Preisklassen vertreten, wenn man früh genug da ist, oder weniger beliebte Marken kaufen möchte) und erst nach dem Öffnen erfährt, was drin ist. Das wollte ich  mir mal angucken. Zuerst ging es in die Omotesando Hills, aber die „günstigeren“ (was ist in den Omotesando Hills schon günstig?) waren schon ausverkauft. Wir gingen noch ins Laforet, wo mich meine Gasteltern dann allein herumwuseln ließen. Am liebsten hätte ich ja eine fukubukuro von diesen Lolitaläden gekauft, aber erstens kosteten die ca. 130 Euro und als ich sah, dass ein Mädchen so eine komische schwarze Hose herausholte, wusste ich, dass das wohl eher ein Reinfall werden würde, weil ich das eh nie anziehen würde. Man könnte es höchstens auf Ebay versteigern… Sie trug zwar schwarz, aber besonders glücklich schien sie über die Hose auch nicht gewesen zu sein. Ich ging dann lieber zu den Kosmetikprodukten, weil man dort sehen konnte, was drin war, aber im Endeffekt habe ich dann doch keine gekauft, weil es zu viel gab, was ich nicht benutzt hätte. Sparen wir mal lieber für etwas, was ich wirklich haben möchte. ^^ Dann fuhren wir zurück nach Hause – sitzend. =) Wir aßen dann wieder etwas Westlicher – meine armen Gasteltern! Ich sollte mich wirklich mal zusammenreißen… – mit Brot, Käse und Wurst, aber die beiden aßen auch etwas vom Osechi. Dabei schauten wir eine Art Sportshow – Sportstars mussten Aufgaben lösen und konnten dadurch 10000 oder 100000 Yen gewinnen. Gegen 21 Uhr kam dann die Tochter der Schwester meines Gastpapas, Sachiko, und wir verstanden uns richtig gut… Gackt-Liebhaber scheinen irgendwie einen Draht zueinander zu haben… ^^ Gegen um 1 ging es dann wieder ins Bett, doch zuvor versuchte ich verzweifelt eine halbe Stunde lang meine Haare mit dem Föhn zu trocken… Ich gab es dann um 2 auf und beschloss, ein Handtuch aufs Kissen zu legen… V.V Am 2.1. wurde das Haus gegen 10 Uhr etwas belebter – wir hatten alle länger geschlafen, als wir eigentlich wollten. ^^ Meine Gastmutter stellte mir die Frage nach dem, was mich denn bis jetzt am meisten geschockt hat und ich erzählte von dem Kulturtreff über Liebe und über die Meinung der Teilnehmer. Sie verneinte dies alles und sagte, dass die Jugend von heute anders denkt – nur dass wir es bei Japans mit einer alternden Gesellschaft zu tun haben… ^^° Gegen Mittag kamen dann Sachikos Schwester, Mutter und Vater und es gab Krebs… Da lagen dann also die Krebsbeine auf dem Tisch jeder – außer ich – nahm sich einen und schnitt und kratzte daran und darin herum… Mir verging dann erstmal kurzzeitig der Appetit. Meine Gastmama war so nett und gab mir ein Stück von dem Krebsfleisch. Es schmeckte wirklich gut, aber ich glaube, ich könnte daran nie so herumwerkeln, um das essen zu können, auch wenn es nötig ist, um es essen zu können. Wir fuhren dann abends noch zu einem Steakrestaurant mit dem Namen „Volks“. Dort gab es lecker Brot, nur das Fleisch hätte ich well done bestellen sollen, selbst medium well done war noch etwas blutig… na gut, so ist es sicherlich richtig, ich wusste es bloß nicht. Naja, ich habe aus meinem Fehler gelernt. ^^ Sachiko wollte noch ein Foto mit mir machen – dankeschön. =) Dann sagte der Papa „Sayounara“ und so wird es wohl auch sein – ich werde sie wohl nie wieder sehen. Das ist das Traurige hier in Japan: Man lernt so viele tolle Menschen kennen, aber die wenigsten davon sieht man wirklich regelmäßig, wenn überhaupt mal wieder… Warum ist das so? Mach ich irgendetwas falsch? Ich weiß es nicht und ich wünschte, jemand könnte mich darüber aufklären…

Ich bin meinen Gasteltern zumindest sehr dankbar, dass sie mir ermöglicht haben, diese Zeit mit ihnen verbracht haben zu können!

26. Dez 2012

Unverhofft kommt oft…

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Am 17.12. stand endlich mal wieder ein Treffen mit Shiho, ihrer Freundin (ja, ich schäme mich ja schon fürs ständige Vergessen irgendwelcher Namen) und Bomee (Koreanerin) an. Wir treffen uns jeden Monat einmal, um irgendeine japanische Köstlichkeit auszuprobieren, oder auch ihnen unsere Länder vorzustellen. Beim ersten Treffen gab es koreanisch. ^^ Vielleicht kann ich ihnen auch mal ein gutes deutsches Restaurant vorstellen. Wir trafen uns in Shimokitazawa und liefen zu dem Okonomiyaki-Laden. Letztendlich aßen wir dann mehr Monja als Okonomiyaki, aber das ist ja egal, schmeckt beides sehr lecker. ^^ Es war zumindest faszinierend, dass jeder am Ende nur so rund 12 oder 13 Euro bezahlen musste für diesen Berg an Essen. Unsere Purikura durften natürlich auch nicht fehlen – das Gestalten macht irgendwie noch mehr Spaß, als das Machen, obwohl ich noch nicht kreativ genug bin… Aber ich habe ja noch ein paar Monate Zeit, um die Bilder aufzuhübschen. ^^

Am Dienstag konnte ich endlich mal wieder Yuki treffen und mit ihr zusammen in der Mensa Mittag essen. Yuki war eine der Senshu-Studenten, die für 2 Tage in Halle waren im Sommer. Ich hab ihr einfach Montag eine Mail geschrieben und manchmal scheint das Spontane besser zu klappen als das Geplante, zumindest hatte sie eben gleich am nächsten Tag Zeit. ^^ Wir konnten uns schön unterhalten und haben mal wieder davon erzählt, was wir so alles gern zusammen mal machen würden… Wenn man es dann mal umsetzen würde, wäre es richtig klasse… Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. ^^

Mittwoch hatte ich vor meinem Seminar beim Betreuungsprofessor wieder Tutor-Zeit und diesmal habe ich ihn interviewt, weil er juku-Lehrer ist. ^^ Ich hätte ihn am liebsten noch mehr ausgequetscht, aber das was er erzählt hat, war schonmal sehr aufschlussreich. Das Problem bei meiner Bachelorarbeit wird wahrscheinlich nur sein, dass es einfach viele verschiedene juku gibt und ich mir dann wohl ein paar Beispiele rauspicken sollte, nur muss ich die Wahl dann wohl begründen… Naja, ich werd erstmal so viel Material zusammensammeln wie es nur irgendwie geht und wenn ich wieder in Deutschland bin, müssen ja sowieso noch so einige Soziologie-Kurse abgeschlossen werden. Im Unterricht haben wir ein Video geschaut über Kinder mit Behinderung, die aber trotzdem eine normale Mittelschule besuchen. Das Mädchen konnte gar nichts bewegen, sie hatte so einen Computer, den sie mit den Augen steuern konnte… Das war wirklich faszinierend, aber mich macht so etwas immer traurig. Die Japaner sahen ein bisschen uninteressiert aus.. vielleicht waren sie auch einfach nur müde. Dann ging es noch zum Kulturtreff, bei dem es diesmal um Kinderlieder und Kinderspiele ging. Wir waren zwar diesmal eine ziemlich kleine Runde, aber dafür haben die Japaner/innen viele Spiele vorgestellt, das war sehr interessant. ^^ Weil Weihnachten so nah und es der letzte Kulturtreff im Jahr war, hab ich einfach mal eine Stunde länger gemacht. Die, die regelmäßig kommen, beschweren sich auch, dass es zu kurz ist, aber naja… Deutsche werden eben nach einem langen Arbeitstag müde… ^^° Na gut, so manchen Japanern in der Bahn mit ihren roten Augen, oder tief und fest schlafend auf den Sitzbänken zufolge, schlaucht so ein japanischer Arbeitstag auch verdammt doll.

Am Donnerstag gab es dann wieder mein Seminar mit den wie Japaner sprechenden Ausländern. Die dürfen sich ja immer ein Thema selbst auswählen, darüber einen Vortrag halten und dann Fragen/Diskussionsgrundlagen geben. Das diesmalige Thema war… *trommelwirbel* Hirntod. Fragt mich bitte nicht, wie die darauf gekommen sind. Der Vortrag ließ eh sehr zu wünschen übrig, weil sie nur am Blatt geklebt und schnell abgelesen haben und die eine hat so leise gesprochen, dass man die Hälfte von dem Vorgelesenen akustisch schonmal nicht verstanden hat. Dass es danach Verständnisfragen gab, war klar, aber selbst dann hat sie einfach noch einmal die Stelle aus ihrem Text vorgelesen… Hach, wieder mal ein Beispiel dafür, wie man keine Vorträge hält. Ich bin auch kein Profi, ich weiß, aber wenigstens geb ich mir Mühe, nicht am Blatt zu kleben. Na gut, es ist natürlich immer etwas anderes, wenn man den Vortrag in seiner Muttersprache halten kann, aber an denen, die am Blatt kleben, merkt man dann, wer nicht lesen geübt hat. Ich glaube, eine witzige Episode aus diesem Seminar habe ich noch gar nicht erwähnt. Einmal hat die Lehrerin so eine kleine Ansprache am Anfang des Unterrichts gegeben. Die Studenten sollten einmal Reporte schreiben und wieß darauf hin, dass sie mal so ein bestimmtes Programm benutzt hat, was dann enthüllt hat, dass 80% des Reportinhalts der meisten Studenten aus dem Internet kopiert wurden und dass sie beim nächsten Mal doch bitte die Quellen angeben sollten… Da hab ich mir dann so gedacht: Wenn ihr in Deutschland wärt, hätte das wohl schwerwiegendere Konsequenzen. Na gut, ich weiß nicht, wie streng man in Deutschland mit Austauschstudenten umgeht, aber auch sie müssten ja die gleichen Regeln für das Schreiben von Hausarbeiten und was weiß ich auferlegt bekommen… Naja, das eigentliche Highlight war der Kinobesuch mit Franzi, wir haben „Der Hobbit“ geschaut. Dazu gab es noch leckeres Popcorn für 2,80 Euro (für die Größe fand ich das okay, aber der Kinobesuch hat wohl so 16 Euro umgerechnet gekostet…) Obwohl es etwas teurer war als in Deutschland war dieser Film jeden Cent wert! Ich verrat hier natürlich nichts für Leutchen, die ihn noch anschauen wollen, aber wenn ihr Herr der Ringe mochtet, werdet ihr diesen Film auch mögen, wenn nicht gar lieben. Kino in Japan ist nicht wirklich anders als in Deutschland, außer, dass sie den Film auf Englisch mit japanischen Untertiteln gezeigt haben, aber die Option Englisch mit deutschen Untertiteln gibt es ja bei uns auch. Es waren nicht viele im Kino und die Ausländerrate war hoch. ^^

Am Freitag gab es dann endlich die Jahresabschlussfeier der Hallestudenten und Halle-Austauschstudenten. All you can eat in einem italienischen Restaurant – wie geil. =) Wir waren sehr glücklich hihi. Danach noch ein bisschen Karaoke singen, aber dann wollte ich auch nach Hause.

Samstag ging es dann endlich Susi abholen. Mit diesem Keio-Express werd ich jetzt glaub ich immer fahren, dass ist um die Hälfte günstiger als mit dem Bus und wenn man einen Sitzplatz hat, ist es auch bequem, Bus ist bequemer, aber naja… ^^ Ja, wir fuhren dann mit Susi zurück nach Ueno und dann zu Markus`s Gastfamilie, wo es erst einmal Tee, Snacks und verdammt leckere Mandarinen gab. =3 Eigentlich wollten sie an diesem Tag zum Kaiserpalast, aber dann durchkreuzte die dort auch wohnende Amerikanerin ihre Pläne, weil sie mit einem Kimono herunterkam und sagte, dass die in dem Laden, wo sie den gekauft hat, gerade – und nur heute – große Rabatte anboten, was natürlich von uns genutzt werden musste. ^^ Es gab wirklich wundervolle Kimono und ich wurde dann auch fündig. Nur besteht so ein Kimono ja aus verschiedenen Lagen, sodass es immer teurer wurde… letztendlich haben die Lieben mir dann aber nochmal ein bisschen Rabatt gegeben und letztendlich hab ich das Set für so 90 Euro bekommen. Jetzt fehlen nur noch Schuhe und Söckchen. Am Abend ging es noch zur Weihnachtsfeier einer Japanerin. Sie hat am Kulturtreff teilgenommen und mich an dem Abend gefragt, ob ich nicht am Samstag Lust und Zeit hätte, mit ihr und ihren Freundinnen zu essen und zu quatschen und zum Glück hatte ich Zeit (Lust neue Leute kennenzulernen hab ich ja immer ^^). Es war auch sehr lustig und interessant, alle Frauen lieben Musik – ich glaub, da pass ich ganz gut rein. ^^

Am Sonntag ging es zur 4.Adventsfeier nach Saitama zur lieben Nora. Ich hatte Baguette, verschiedene Käsearten und Salamiartige Wurst mitgebracht. Die Anfahrt war langwierig, aber es war natürlich mal wieder verdammt lustig und lecker, von daher hab ich diese 1 Stunde 15 Minuten doch gern auf mich genommen. ^^ Außerdem gibt es Leute, die jeden Tag so lange oder noch länger bis zur Arbeit und wieder zurück fahren müssen… Tokyo eben… Weil es sich keiner (naja, die wenigsten) leisten können, in der Stadt zu wohnen, müssen sie eben außerhalb ziehen und sich dann immer schön in die Bahn hineinquetschen. Ich bin so froh, dass ich morgens nicht auf die Bahn angewiesen bin.

Der Montag war dann heilig Abend, aber naja, das mit der Weihnachtsstimmung klappt hier nicht, dazu fehlt meine Familie, mein Weihnachtsbaum und geschmückte Fenster und Weihnachtsessen und so weiter… Spontan bin ich dann jedoch mit Susi und Markus zusammen nach Kamakura und Enoshima gefahren – es war tolles Wetter und vor allem der Hasedera hat uns glaub ich alle sehr beeindruckt – ein wundervoller Tempel! In Enoshima kamen wir dann an, bevor es dunkel wurde und liefen dann ein bisschen über die Insel. Ganz geschockt waren wir dann wieder davon, was die Japaner unter dekorativer Weihnachtsbeleuchtung verstehen… zum Wegrennen! Es ist viel zu viel und viel zu kitschig und bunt und aaaaaah. Naja, Abend konnt ich dann mit meiner Familie skypen und dann hab ich meinen Weihnachtsbaum sehen können. ^^

Dienstag ging es dann mit Susi und Franzi in Shibuya und Harajuku shoppen… ich war mal wieder mehr als erfolgreich… *räusper*. Weihnachtsgeschenke an mich selbst, lalala. ^^ Abends ging es dann wieder nach Hiyoshi in mein geliebtes Shimoda Gakusei ryou (Wohnheim der Keio-Universität), weil dort eine kleine Weihnachtsfeier stattfand. Ich hab viel zu viel Deutsch geredet – generell die letzten Tage, aber vielleicht es okay, wenn ich hier an der Senshu bin, passiert das ja nicht allzu oft, worüber ich sehr froh bin. ^^

20. Dez 2012

Ordnung ist das halbe Leben!

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Ja, aber wirklich nur das halbe… Ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung heraus sprechen, aber für mich gehört Tokyo zu den saubersten Großstädten die ich jemals gesehen habe. Irgendjemand rennt hier immer mit einem Besen durch die Gegend. Bis jetzt habe ich nur zweimal nicht ganz so saubere Ecken entdeckt. Auch die Supermärkte sind sehr ordentlich und öffentliche Toiletten ebenfalls. Wenn es jedoch um die Gehrichtung geht, könnte ich verzweifeln. Auf den Rolltreppen weiß jeder: links stehen, rechts gehen, kein Problem, festgelegt (in Kyoto ist es glaub ich anders herum, aber naja, erstmal bin ich in Tokyo). Aaaber, sobald man dann in die Gänge der Bahnhöfe kommt, läuft jeder wie er will und nimmt auch meist keine Rücksicht, ob jemand auf „seiner“ Spur läuft oder nicht. Den Tipp mit dem „bloß nicht in die Augen gucken, dann klärt sich das „ob rechts oder links vorbei“ von selbst“ von Mathias wende ich so gut wie jeden Tag an und es funktioniert auch in 98% der Fälle. Aber ich frag mich trotzdem immer wieder, ob nun ich oder der mir entgegen kommende Japaner falsch läuft… an den Treppen der Bahnhöfe sind meist Pfeile mit „up“ und „down“ hingeklebt, sodass auch hier eine gewisse Ordnung herrschen könnte… aber vor allem bei viel Verkehr oder wenn man es besonders eilig hat, ist es natürlich eher schwierig, die Begrenzung einzuhalten. Das wollte ich nur mal kurz loswerden, weil ich gestern bestimmt zwei Minuten lang undfreiwillig Japanern und Japanerinnen beim Herunterkommen meiner auserkorenen Treppe zugeschaut hab, weil es einfach kein Durchkommen gab. Da gingen welche rechts, welche links, welche in der Mitte, welche diagonal – Hilfe! Des weiteren hab ich bis jetzt nicht herausbekommen können, auf welche Straßenseite/Gehwegseite man denn nun läuft. Ich denke immer an die Rolltreppenregel (natürlich abgewandelt: links geradeaus, rechts kommt Gegenverkehr), aber die funktioniert irgendwie nicht… deshalb orientiere ich mich dann immer an der Seitenwahl der Mehrheit der Leute und schwimme mit dem Strom, so gut es geht.

Gestern fand außerdem wiedermal der Kulturtreff statt und er war auch wieder sehr interessant – man lernt jedesmal von Neuem etwas über Deutschland und Japan dazu. ^^ Zumindest ist ja allgemein bekannt, dass es im Japanischen so einige Wege gibt, das direkte „Nein“ zu umgehen und es irgendwie zu umschreiben. Ich jedoch habe das Gefühl, dass die Japaner das Wort „Nein“ unglaublich gern haben – wenn sie es in einer anderen Sprache sagen können. Beim gestrigen Kulturtreff bin ich mehrmals kurz zusammengezuckt, als ein paar Japaner mehrmals mit solcher Inbrunst und Überzeugung „Nein!“ gesagt haben. Da dacht ich mir dann nur: „Ist ja gut, ich habs verstanden…“. Um ehrlich zu sein gefällt mir die japanische Art „Nein“ zu sagen, besser, irgendwie macht diese Direktheit etwas unsympathisch, zumindest, wenn sie so inbrünstig mitgeteilt wird.


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