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17. Okt 2010

Paragraphen ohne Gesetzesangabe sind solche des StGB

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Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: lasst es besser bleiben.

Letzte Woche habe ich wieder einen Satz an Anfängerklausuren im Strafrecht korrigiert und mir ist aufgefallen, dass dort nicht selten so etwas zu lesen ist, wie: „Paragraphen ohne Gesetzesangabe sind solche des StGB“. Auch wenn man solche Passagen gelegentlich in Aufsätzen oder Lehrbüchern liest, kann und sollte man in einer Klausur darauf besser verzichten.

Zum einen, meine ich, dass dieser Satz bereits mehr Arbeit macht, als in der Klausur jedem Paragraphen die kurze Bezeichnung hinzuzufügen. Zum anderen wirkt das gerade in der Anfängerklausur etwas „altklug“ und letztendlich – und das ist das wichtigste Argument – wird aus einem solchen Satz eine völlig überflüssige Fehlerquelle.

Besonders fällt das auf, wenn derjenige, der die Klausur geschrieben hat, zwar eine solche Vorbemerkung aufgenommen hat, dafür aber wesentliche Probleme der Klausur, auf die es angekommen wäre, übersehen hat – oder aus Zeitgründen nicht mehr geschafft hat. Das ist dann ein Hinweis darauf, dass der Kandidat keine Schwerpunkte setzen kann. Er hält sich mit Überflüssigem auf.

Besonders ärgerlich wird das für alle Beteiligten, wenn es einmal auf mehr als nur ein Gesetz ankommt. Bei den fortgeschrittenen Klausuren und spätestens im Examen wird das der Fall sein. Wenn jetzt aus Gewohnheit die Paragraphenbezeichnung bei einer Norm der Strafprozessordnung oder des BGB vergessen wird, dann ist – wie in der Vorbemerkung angekündigt – automatisch das StGB gemeint, was dann wiederum vermutlich falsch ist. Wer den pedantischen Korrektor in der Juristerei kennt, kann sich gut vorstellen, dass dies ein gefundenes Fressen für ihn ist. Dagegen wird es in der Regel nicht verübelt, wenn einmal die Bezeichnung des Gesetzes schlicht vergessen wird.

Grundsätzlich gilt deshalb auch für diesen Satz, dass Vorbemerkungen in eine Klausur nicht aufgenommen werden sollen.

12. Jan 2010

Kostenloses Lehrbuch Grundrechte

Verfasst von

Fachbücher sind teuer. Deshalb bietet die Universität ihren Angehörigen (also auch den Studenten) kostenlos Zugang zu verschiedenen Online Datenbanken und E-Books. Darunter befinden sich auch verschiedene Bücher des Springer Verlags.

Das nagelneue, in der vierten Auflage erschienene Lehrbuch „Grundrechte“ von Volker Epping ist darunter. Im Buchhandel kostet die gedruckte Version 22,95 EUR.

Das Lehrbuch geht auf die relevanten Fragen des Grundrechtsschutzes ein und beginnt mit einem Überblick zu Geschichte, Funktionen und Quellen der Grundrechte. Dargestellt werden die Freiheits- und Gleichheitsrechte, einschließlich eines Exkurses in das Staatskirchenrecht (Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 ff. WRV). Interessant sind auch die Aufbauschemata und der Überblick über den Europäischen Grundrechtsschutz.

Das Lehrbuch ist zum kostenlosen Download in Kapiteln verfügbar unter:

http://www.springerlink.com/content/l7431j/?p=185978a006c54a49b50e553881a57bee

Der Download funktioniert nur aus dem Netz der Universität (LAN, WLAN oder VPN). Hilfe zum Zugang gibt es unter http://blogs.urz.uni-halle.de/jura/online-medien/.

23. Okt 2009

Herzlich Willkommen

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Glaubt man „Gary’s Social Media Counter“, dann werden weltweit  jeden Tag 900.000 Blog-Beiträge geschrieben; und auch die intensive Nutzung der Dienste während des letzten Bundestagswahlkampfes hat gezeigt, dass Blogs erheblich an Bedeutung für Informationsvermittlung gewonnen haben. Das verwundert auch nicht, denn wer sich entschließt, Informationen in’s Netz zu bringen, wird die Vorzüge der Blogsoftware zu schätzen wissen.

Deshalb finde ich es eine gute Idee vom Uni-Rechenzentrum, einen solchen Dienst für die Angehörigen der Universität anzubieten. Obwohl ich feststellen musste, dass es in Juristenkreisen teilweise noch immer als chic gilt, sich nicht mit neuen Medien zu befassen, sollte das kein Vorbild sein. Denn gerade durch Dienste wie beck-online oder juris kann man sich auch im Studium die Arbeit erheblich erleichtern.

Ich meine auch, dass ein Blogsystem eine ausgezeichnete Möglichkeit ist, eigene Erfahrungen mit dem Studium weiterzugeben. Das soll das Ziel dieses Blogs sein.

Das vom URZ angebotene Blogsystem ermöglicht es, weitere Autoren anzulegen. Wer also Zeit und Lust (und natürlich von Jura Ahnung) hat, ist herzlich eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen (Kontakt).


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