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Glossar

An dieser Stelle werden die Begriffe vorgestellt und erläutert, die bei einer Beschreibung und zum Verständnis des Diskursraums Twitter unerlässlich sind. Das Glossar ist alphabetisch aufgebaut. Aus den allgemeinen Erläuterungen der Twitter-Begriffe werden kommunikativ-linguistische Fragestellungen abgeleitet. Das Glossar versteht sich also zugleich als Nachschlageliste sowie als Ausgangspunkt für die auf dieser Webseite behandelten Fragen. [Sobald die Antworten auf die hier aufgeworfenen Fragen online gestellt sind, wird an entsprechender Stelle auf die Seiten bzw. Blogposts verwiesen.]

@-Reply

Die Zeichenkette @nutzername in Initialposition wird als @-Reply bezeichnet. Sie signalisiert, dass sich ein Tweet an einen bestimmten Nutzer richtet. Der Tweet erscheint in den Timelines aller Follower des tweetenden Nutzers und in einer zusätzlichen Timeline des adressierten Nutzers, wo alle an ihn adressierten @-Replies aufgelistet sind. Die Zeichenkette @nutzername wird von Twitter automatisch mit dem Nutzerprofil des genannten Nutzers verknüpft.

Einen @-Reply erzeugt man, indem man wahlweise den Reply-Button unterhalb eines zu beantwortenden Tweets klickt oder @nutzername dem Tweet-Text voranstellt. Außerdem ist es mittels dieser Zeichenkette möglich, auf andere Nutzer zu verweisen, ohne dass diese direkt angesprochen werden. Hierzu kann @nutzername an einer beliebigen Stelle im Tweet stehen.

Mit der neuen Twitterversion wird bei @-Replies auch die vorhergehende Äußerung des adressierten Nutzers angezeigt (sofern man eingeloggt ist). Zum Zeitpunkt der Erhebung gab es diese Funktion noch nicht.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Wie häufig werden @-Replies benutzt?
  • Welche kommunikativen Funktionen erfüllen Tweets, die einen @-Reply enthalten?
  • Führen @-Replies zu chat- bzw. gesprächsartigen Strukturen? Dienen @-Replies der direkten Interaktion?

Description (Selbstbeschreibung, Bio)

Anders als bei Facebook fällt die Profilbeschreibung der Nutzer auf Twitter sehr knapp aus (siehe Profilseite). Jedem Nutzer stehen 200 Anschläge zur Verfügung, um über sich (also die reale Person) oder seinen Nutzeraccount (inhaltlich, stilistisch etc.) zu informieren.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Was verrät die Selbstbeschreibung über die potentiellen Kommunikationspartner?
  • Wie häufig und wie umfangreich wird die Möglichkeit der Selbstbeschreibung genutzt?
  • Welche Angaben finden sich in der Selbstbeschreibung? Beziehen sie sich eher auf die twitternde Person oder den Nutzeraccount?

Direct Message (DM)

Beginnt ein Tweet mit der Zeichenfolge DM @nutzername kann nur der adressierte und der sendende Nutzer den entsprechenden Tweet lesen. Die deutsche Begrifflichkeit Direkt Nachricht (DN) wird zwar in der deutschen Twitterhilfe verwendet, ist jedoch nicht mit einer Funktion versehen.

Direct Messages sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich und fallen aus Datenschutzgründen nicht in den Untersuchungsbereich.

Follower & Following

Twitter beruht wesentlich darauf, dass man die Updates anderer Nutzer abonniert (im Twitter-Jargon: Man folgt einem Nutzer). Nutzer, die die Updates eines anderen Nutzers abonniert haben, bezeichnet man als dessen Follower (engl. to follow, dt. folgen). Nutzer, denen man selbst folgt, werden als Following bezeichnet. Die Anzahl der Follower und Following eines Nutzers werden dessen Profilseite angezeigt.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Was verraten Follower und Following über die potentiellen Kommunikationspartner?
  • In welchem Verhältnis steht die Anzahl der Follower zu den Following eines Nutzers?

Hashtag

Twitter erlaubt eine Indizierung der Tweets mittels sogenannter Hashtags. Dazu wird einem Wort das Rautenzeichen # ohne Spatium voran gestellt: #Hashtag, Twitter erzeugt daraus automatisch eine Timeline, in der alle Tweets mit dem selben Hashtag erscheinen. Zu dieser Liste gelangt man, indem der von Twitter erzeugte Hashtag-Link geklickt wird. Außerdem dienen die Hashtags dazu sogenannte Trending Topics, also eine Art Hitliste der am häufigsten diskutierten (und mit einem entsprechendem Hashtag versehenen) Themen, zu ermitteln und seinen Nutzern als „Hot News“ zur Verfügung zu stellen.

Diese Funktion wird auch von anderen Internetapplikationen genutzt, um Tweets von Twitter auf die entsprechende Applikation umzuleiten. So erscheinen z.B. Tweets mit dem Hashtag #fb automatisch als Statusupdate auf dem eigenem Facebook-Profil, sofern man dies aktiviert hat.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Wie häufig werden Hashtags verwendet (pro Tweet und im Untersuchungskorpus)?
  • Wie setzen die Nutzer das Angebot der Indizierung ihrer Tweets um?
  • Welche Lemmata werden als Hashtag gekennzeichnet? In welche Klassen können Hashtags eingeteilt werden?
  • Wie sind Hashtags formal in die Tweets eingebunden?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Hashtags und dem Inhalt bzw. der Funktion der Tweets?

Links & Shortlinks

Wie in anderen Texten des Internets auch, werden Tweets mit Links versehen und verweisen so auf Texte, die außerhalb von Twitter als Online-Ressource existieren. Üblicherweise werden die URLs auf Twitter nicht in ihrer ursprünglichen Form getwittert, sondern zuvor verkürzt. Die gängige Bezeichnung für einen solchen verkürzten Link ist Shortlink.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Wie häufig kommen Links im Untersuchungskorpus vor (pro Tweet und insgesamt)?
  • In welchem Häufigkeitsverhältnis stehen Shortlinks zu normalen Links?
  • Wie sind Links inhaltlich und formal in die Tweets eingebunden?
  • Auf welche Inhalte und Medienarten verweisen die Links? Wie werden diese im Tweet wieder aufgenommen?

Listen

Twitter bietet jedem Nutzer die Möglichkeit Listen anderer Nutzer zu erstellen. Diesen muss man dafür nicht folgen, dann erscheinen deren Tweets aber auch nicht in der Timeline, sondern nur in der Timeline der erstellten Liste. Listen können thematisch, gruppen- oder auch interessenbezogen erstellt werden. Zudem können Listen wahlweise öffentlich zugänglich sein und dann von anderen Nutzern abonniert werden.

Die Nutzeraccounts, die dem Untersuchungskorpus zu Grunde liegen, sind in der Liste reichweitenstärkste meines Forschungsaccounts sprachsammlung aufgeführt.

Location (Ort)

Um das eigene Profil aussagekräftiger zu gestalten, besteht die Möglichkeit, ergänzend zur Selbstbeschreibung einen Ort anzugeben.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Was verrät die Ortsangabe über die potentiellen Kommunikationspartner?
  • Aus welchen Regionen wird getwittert?

Name, vollständiger & Nutzername

Vollständiger Name und Nutzername (auch: Sreenname) sind obligatorische Angaben. Der Nutzername ist gleichzeitig Bestandteil der eigenen Profil-URL und enthält daher keine Leer- und Sonderzeichen (twitter.com/nutzername). Er erscheint in der Timeline immer vor den Tweets des jeweils sendenden Nutzers. Der vollständige Name hingegen kann Leer- und Sonderzeichen enthalten und erscheint nur im Nutzerprofil. (Das “neue Twitter” zeigt zu den einzelnen Tweets neben dem Nutzernamen auch den vollständigen Namen an.)

Für meinen Forschungsaccount lautet der Nutzername bspw. sprachsammlung und der vollständige Name zeigt, wer sich hinter diesem Account verbirgt: Maria Wagner.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Was verrät die Selbstbenennung über die potentiellen Kommunikationspartner?
  • Welche Namensarten weist das Untersuchungskorpus auf?
  • Lassen die Namen auf die Identität der Nutzer schließen?
  • Wie häufig wird ein realer Personenname angegeben?

Nutzeraccount, geschützter

Twitter hält seinen Nutzern die Möglichkeit offen, den eigenen Benutzeraccount zu schützen. Im Gegensatz zu einem öffentlichen Nutzeraccount können weder die ihm zugehörige Profilseite noch die zugehörigen Tweets von anderen Nutzern eingesehen werden, ohne dass der Nutzer des geschützten Accounts dem zugestimmt hat. Dies geschieht, indem er die Folgen-Anfrage bestätigt. Zu geschützten Accounts öffentlich zugängliche Informationen umfassen lediglich die Anzahl der Follower, der Following und der Listen des geschützten Accounts. Die Tweets geschützter Accounts werden nicht von der twitterinternen Suche erfasst. @-Replies können nur von den Nutzern gelesen werden, die sowohl dem sendenden (geschützten) als auch dem Empfängeraccount (öffentlich oder geschützt) folgen.

Geschützte Nutzeraccounts sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich und fallen aus Datenschutzgründen nicht in den Untersuchungsbereich.

Profilseite

Die eigenen Tweets bzw. die Tweets eines beliebigen Nutzers kann man sich unter twitter.com/nutzername anzeigen lassen. Diese Seite wird auch als Profilseite bezeichnet, da hier alle Informationen zu einem bestimmten Nutzeraccount angezeigt werden.

Elemente der Profilseite eines Twitteraccounts (twitter.com/sprachsammlung)

Auf der Profilseite werden einerseits Informationen angezeigt, die der Nutzer von sich selbst preis gibt und andererseits stehen hier automatisch generierte, statistische Informationen zur Verfügung. Zu den statistischen Informationen zählen die Anzahl der Nutzer, denen man folgt, die Anzahl der eigenen Follower, die Anzahl der Listen, in die man aufgenommen wurde, sowie die Anzahl der veröffentlichten Tweets und der Tweets, die man selbst favorisiert. Die Informationen, die ein Nutzer über sich selbst preisgeben kann, sind folgende: Nutzer- bzw. Screenname, vollständiger Name, Ort (Location), Selbstbeschreibung (Description, Bio). Außerdem steht es jedem Nutzer frei, sein Profil mit einem Profilbild zu versehen.

Abgeleitete Fragestellung

  • Was verraten die Angaben auf der Profilseite über die potentiellen Kommunikationspartner?
  • Wer twittert (im Untersuchungskorpus)?
  • Welche sozialen Rollen nehmen die Nutzer im Diskursraum Twitter ein? (Zusammenschau der Angaben unter Description, Location, Name, Follower & Following)

Retweet (RT)

Ist ein Tweet mit der Zeichenkombination RT @nutzername versehen, bedeutet dies, dass alles dieser Zeichenkombination Folgende eine wortgetreue Wiederholung und Weitergabe eines Tweets von @nutzername ist, alles was RT @nutzername vorangeht, wurde dem Zitierten vom aktuell twitternden Nutzer hinzugefügt. RT steht dabei als Abkürzung für Retweet. Eine andere Variante den Tweet eines anderen Nutzers zu zitieren ist das Anhängen von /via @nutzename. Mit dieser Zeichenkombination wird darauf hingewiesen, dass ein Tweet sinngemäß wiederholt und weitergegeben wird – mit entsprechend erweitertem oder verkürztem Inhalt bzw. Wortlaut.

Die Zeichenkette RT @nutzename wird von Twitter mit zwei Funktionen versehen: Zum einen wird gezählt wie oft und von welchen Nutzern ein bestimmter Tweet retweeted wurde. Gleichzeitig wird die Zeichenkette @nutzername von Twitter automatisch mit dem Nutzerprofil des genannten Nutzers verknüpft. Einen Retweet erzeugt man, indem man den Retweet-Button klickt.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Wie häufig kommen Retweets im Untersuchungskorpus vor?
  • Welche Formen der Zitation weisen Retweets auf?
  • Welche kommunikativen Funktionen erfüllen Retweets? Inwiefern weichen sie von der ursprünglichen Funktion ab?

Timeline

Die abonnierten Tweets werden auf der eigenen Twitter-Startseite chronologisch dargestellt. Der neueste Tweet steht dabei immer an oberster Stelle. Diese Abfolge von Tweets wird als Timeline bezeichnet. Angezeigt werden zunächst immer die letzten 20 Tweets, scrollt man weiter nach unten, werden ältere Tweets geladen und angezeigt. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Timelines: Zum einen die Timeline der Tweets, die man selbst abonniert hat (ähnlich einem RSS-Reader) und die Timeline der Tweets eines Nutzers (oder einer Liste oder eines bestimmten Hashtags oder einer bestimmten Suchanfrage).

Elemente der Startseite twitter.com eines eingeloggten Nutzers (hier: sprachsammlung)

Zum Zeitpunkt der Erhebung war Twitter noch nicht so nutzerfreundlich wie jetzt gestaltet: Um ältere Tweets zu sehen, musste man einen extra Button am Ende der Timeline klicken. Und auch die Anzahl der gespeicherten Tweets hat sich seit Juli 2010 geändert: Es werden nun nicht mehr die Tweets der letzten 30 Tage gespeichert, sondern die letzten 3.200 – unabhängig davon, wann sie verfasst wurden.

Tweet (Statusmeldung, Update)

Die über Twitter geposteten Nachrichten werden Updates, Statusmeldungen oder Tweets (abgeleitet vom engl. Verb to twitter) genannt und sind auf 140 Anschläge beschränkt. Um einen Tweet zu veröffentlichen (üblicherweise wird dieser Vorgang als twittern oder tweeten bezeichnet), gibt man den Text in das entsprechende Eingabefeld auf der eigenen Startseite ein und veröffentlicht ihn mittels Klicken des Buttons Tweet; über dem Eingabefeld läuft während des Eintippens des Nachrichtentextes ein Zähler rückwärts mit und zeigt an, wie viele Anschläge noch zur Verfügung stehen. Jeder Tweet wird automatisch mit einem Permalink versehen und kann über diesen abgerufen werden.

Sowohl in der Timeline als auch in der Einzelansicht werden Metainformationen zu den Tweets angezeigt: Nutzerbild und -name, vollständiger Name, Veröffentlichungsdatum, benutzte Applikation beim Verfassen des Tweets, Anzahl und Nutzerbilder derjenigen, die retweeted haben.

Metadaten eines Tweets in der Einzelansicht (twitter.com/saschalobo/statuses/18993491592)

Da der Twitter-Dienst über eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung steht, können die Tweets auf sehr verschiedenen Kanälen eingegeben und abgerufen werden:

Eingabe­ und Ausgabemethoden für Twitter (entnommen aus: Arlitt u.a. 2008: 2, Figure 1; http://www.cs.utoronto.ca/~phillipa/papers/WOSN08.pdf)

Dem Benutzer stehen neben der Weboberfläche zahlreiche Twitter-Applikationen zum Versenden und Lesen von Tweets zur Verfügung, die sowohl am Computer mit Monitor und Tastatur als auch an mobilen Eingabegräten mit Touschscreen oder Handytastatur bedient werden können. Lediglich in den USA, Kanada und Indien ist es möglich, die Timeline mit dem Handy per SMS (ohne Internetzugang) abzurufen. Es ist also überall und jederzeit möglich, auf Twitter zuzugreifen, sofern man über die erforderlichen Endgeräte verfügt.

Abgeleitete Fragestellungen

  • Wie wirkt sich die Beschränkung auf 140 Anschläge pro Tweet auf die sprachliche Gestaltung der Tweets aus?
  • Wie stark reizen die Nutzer den vorgegebenen Raum aus? Wie viele Anschläge enthalten die Tweets des Untersuchungskorpus?
  • Weisen Tweets Tendenzen zu Verkürzungen und Auslassungen auf? Welche? Auf welchen Ebenen des Sprachsystems?
  • Was kennzeichnet die Sprache von Tweets? Gibt es so etwas wie eine Sprachvarietät Tweetisch?
  • Gibt es typische Twitter-Themen?

Twitter

Twitter (engl. to tweet, dt. zwitschern) wird gemeinhin als Internetapplikation, Kommunikationsplattform, soziales Netzwerk, Nachrichtenticker, Dienstleistungsunternehmen Microblogging- oder Kurzmitteilungsdienst bezeichnet. Diese Bezeichnungen zielen auf verschiedene Ebenen des Gegenstandes ab: Twitter bezeichnet einerseits einen Dienstleistungsanbieter, andererseits bezeichnet Twitter den Service selbst: Twitter ist gleichzeitig ein soziales Netzwerk und der Dienst, der dieses Netzwerk beherbergt. Es handelt sich um eine technische Dienstleistung, genauer um eine Softwareanwendung, deren Ablaufumgebung das Internet ist. Im Medium des Internets werden Informationen einer bestimmten Art übertragen: Kurzmitteilungen bzw. Microblogs. Die Übertragung erfolgt dabei in Form eines Tickers: schnell aufeinander folgend, ununterbrochen.

Die soeben getroffenen semasiologischen Ausführungen finden sich in der knappen, definitionsartigen Selbstbeschreibung des Anbieters vom 24.05.2010 wieder:

Auszug aus der Selbstbeschreibung des Anbieters vom 25.04.2010 (twitter.com/about)

Seither wurde die Selbstbeschreibung stark überarbeitet und führt detailliert aus, wozu und wie Twitter genutzt werden kann.

Bei Twitter angemeldete Benutzer können Textnachrichten senden und die Nachrichten anderer Benutzer empfangen. Die Nachrichten werden Updates, Statusmeldungen oder Tweets genannt. Um die Tweets anderer Nutzer zu sehen, ohne deren Twitterseite besuchen zu müssen, abonniert man deren Nachrichten – ähnlich dem RSS-Feed einer Tageszeitung oder eines Blogs. Die abonnierten Tweets werden dann auf der eigenen Twitter-Startseite chronologisch (Timeline) dargestellt.

Die Beziehung der Nutzer ist anders als bei sozialen Online-Netzwerken (z.B. Facebook) keine gegenseitige, sondern eine einseitige: Nicht das gegenseitige Akzeptieren begründet eine Nutzerbeziehung, sondern ein einseitiges Gefallen. Es ist selbstverständlich auch möglich, dass aus der einseitigen eine wechselseitige Beziehung wird.

Nutzerbeziehungen: „Friends“ vs. „Follower“ (nach: Kwak u.a. 2010b: 4 f.; http://www.slideshare.net/haewoon/what-is-twitter-a-social-network-or-a-news-media-3922095)

Abgeleitete Fragestellungen

  • Für welche kommunikativen Zwecke wird Twitter genutzt?
  • Ist die Twitter-Komunikation eine gerichtete (wie im Chat) oder eine ungerichtete (wie in einer Zeitung)?
  • Wie werden die twitterimmanenten Möglichkeiten genutzt, um auf Texte innerhalb und außerhalb des Diskursraumes Twitter zu verweisen?
  • Erzeugt der Diskursraum Twitter eigene Textsorten oder bietet er “nur” eine Kommunikationsform, in der existierende Textsorten spezifisch ausgeprägt sind?

Twittern, tweeten

= Schreiben und veröffentlichen eines Tweets.

Mit twittern und tweeten wird auch auf das bei-Twitter-angemeldet­-Sein bzw. Twitter-nutzen referiert, wobei immer der aktive Schreib-Vorgang, eine aktive Nutzung konnotiert ist. Jemand, der zwar angemeldet ist, aber selbst keine Tweets schreibt, twittert/tweetet nicht, sondern nutzt Twitter passiv, liest Tweets.

Das Verb twittern wurde 2009 mit der 25. Auflage in den Duden aufgenommen (vgl. Pressemit- teilung 125 ausgewählte Neuwörter vom 07.07.2009).

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Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2011
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