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6. Feb 2012

Schon wieder vorbei…

Verfasst von

Da sind wir gerade erst in Madrid angekommen und schon ist der Ausflug auch schon wieder vorbei… Nun sitze ich in meinem Zimmer in Málaga und schreibe noch schnell einen Artikel, bevor ich mich voller Vergnügen und mit ganzer Motivation in die Arbeit stürze. Bis Donnerstag will eine Hausarbeit geschrieben werden. Und dafür muss ich mich noch ordentlich ins Zeug legen.

Ein Blick auf die Kathedrale von Madrid

Am Donnerstagabend begaben wir, Anna, Ann, ihr Besuch aus Deutschland und ich uns auf die Reise durch die spanische Nacht. “Auf nach Madrid!” war das Motto und dafür nahmen wir dann auch eine schlafarme Nacht im Bus in Kauf. Ankunft in Madrid war früh um halb sechs, die Fahrt hat knapp zwanzig Euro gekostet. Sehr günstig für eine Reise von sieben Stunden. Doch zur Ankunft waren wir ziemlich fertig. Und es war verdaaaaammt kalt. Nicht nur, dass von Natur aus ein klimatischer Unterschied zwischen dem trockenen Madrid und dem meditteranen Málaga besteht. Nicht zuletzt hat auch noch der Schockfrost Europa im Griff und macht auch nicht vor Spanien halt. Doch im Vergleich zu Deutschland oder anderen Ländern mit Temperaturen bis 35 unter null, wie ich heute in der Zeitung gelesen habe, ist es wohl doch human mit knapp minus zwei Grad. Ich leide also mit Euch! Es sei denn, ihr genießt das Wetter nach dem Motto: Endlich Winter! Aber ich will jetzt hier nicht über das Wetter reden, denn Madrid war ereignisreich genug.

Kalt war's... okay... kühl...

Das Hostel war schön im Zentrum gelegen, die Lage war geradezu perfekt! Doch beim Einchecken fiel auf, dass ich für das falsche Datum gebucht habe, was fast fatal war, da das Hostel am Wochenende praktisch ausgebucht war. Schlussendlich fand sich aber noch eine Lösung und das Geschichtsbuch vermeidbarer Komplikationen à la Felix kann um eine weitere Anekdote erweitert werden. Wenigstens ging dieses Mal nichts kaputt und verloren.
Links und rechts vom Hostel gab es leckere Pizzaläden, das El Prado-Museum war die Straße runter und die Party stieg auch in diessem Viertel. Doch davon haben wir nicht so viel mitgemacht, weil der Tag vollgepackt war und wir am Abend entsprechend fertig waren. Freitag haben wir noch diesen Stadtrundgang gemacht, danach noch El Prado (ein riesiges Kunstmuseum, ein bisschen Kultur hier, ein bisschen Stadtbesichtigung da und schon war abends, wo wir uns noch an der Tapas-Bar-Tour des Hostels beteiligt haben, die letztendlich aber für den Preis von drei Euro pro Station etwas teuer war, sodass wir uns dann abgekapselt haben und noch in Ruhe in eine Bar sind.

Blick auf Toledo

Am nächsten Tag haben wir wieder einen kleinen Trip durch die Stadt gemacht, die Katedrale “Catedral de Santa María la Real de la Almudena de Madrid”, den Königspalast “Palacio Real de Madrid” und vieles mehr. Viele süße Ecken in der Innenstadt kann man in den kleinen, engen und autoarmen Straßen mit den wunderschönen Häusern im alten Stil entdecken. Das war echt angenehm, auch wenn die Temperaturen einem kalte Füße bereiteten. Tja, und abends waren wir dann noch ein bisschen in den Bars unterwegs, aber nicht viel, Madrid kann nämlich recht teuer sein, wenn man nicht aufpasst.

Aber wir wollten am nächsten Tag auch früh aufstehen, um sonntags noch nach Toledo zu fahren, was wir dann auch, wenn auch dezimiert, aber mit amerikanischer Begleitung taten. Toledo ist eine von drei historischen Städten um Madrid und war Toledo war - so verriet mir Wikipedia - von circa 531 bis 711 Hauptstadt des Reiches der Westgoten. Später wurde es Erzbistum der katholischen Kirche Spaniens. Außerdem galt es als Waffenschmiede für Römer und Karoliner und stellt heute ein wunderschönes Ausflugsziel dar, dass vor allem durch den befestigten Stadtkern und die vielen Kirchen und gut erhaltenen Moscheen und Synagogen besticht. Zum Abschluss sei noch gesagt, dass der berühmte Maler der Renaissance, El Greco, in Toledo wirkte und dort verstarb und das ein gewisser Federico Bahamontes in Toledo geboren wurde. Bahamontes war 1959 der erste spanische Gewinner der Tour de France und bekam durch seine Kletterkünste und Ausrisse in den steilen Abschnitten bei Bergetappen der Tour de France den Spitznamen „Der Adler von Toledo” verpasst. Auf der anderen Seite hatte er eine Heidenangst vor den Abfahrten, sodass er seinen Zeitvorsprung dort oft verspielte oder sich sogar mit einem Eis in den Straßengraben setzte und auf das Peloton wartete.

Panorama über den Plaza Mayor

Nachdem wir dann am Nachmittag nach Madrid zurück kehrten, waren wir etwas in Zeitnot. Leider konnten wir nicht so viel in Toledo besichtigen, weil wir den Bus zurück nach Málaga bekommen mussten. Doch am Ende ging alles gut und wir sind wieder gut angekommen, wenn auch weniger munter und zum Teil auch erkrankt. Mir ging’s gut, ich konnte den Abend in der WG beim Abschlussessen von meiner koreanischen Mitbewohnerin genießen und bin friedlich eingeschlafen :-)

Und jetzt wird gearbeitet!

Über Felix Luderer

  • Student/in
  • Nach abenteuerlichen Schuljahren erlebte ich neun Monate das Soldatsein. Ich wurde zum Wehrdienst berufen, "genoss" meine Zeit und machte drei Kreuze, als es vorbei war. Anschließend bekam mich mit meinem Vorpraktikum die Möglichkeit, bei euro-Regional TV journalistische Praxisluft zu schnuppern. Außerdem war es die Grundlage für das Jetzt. Ich studiere Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Politikwissenschaften. Vorher habe ich noch ein Jahr Berufsorientierte Linguistik im interkulturellen Kontext studiert. Ein atem(be)raubendes Studiumsprogramm. Damit verfolge ich das ehrgeizige Ziel, einmal in Bereich der Medien Fuß zu fassen oder sogar ein eigenes Standbein aufzubauen. Aktuell verbringe ich ein Auslandsjahr in Málaga.
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