JabRef

Das Java-Programm JabRef hilft Dir bei Deiner Literaturverwaltung. Du kannst komfortabel BibTeX-Dateien erstellen, die Du als Literaturdatenbank für Deine Latex-Dokumente benötigst. Es gibt auch ein Plugin um JabRef mit LibreOffice zu koppeln (Siehe Abb.). Dazu musst Du Dir aber noch ein Style-Sheet besorgen. Dann LibreOffice öffnen, im JabRef auf den Stecker klicken, Style-Sheet auswählen und im JabRef dann über die Cite-Bottons die Literatur einfügen. So ganz scheint es noch nicht zu funktionieren, bei Onlinequellen hakt es, aber vielleicht wird das ja noch. JabRef hat zwar viele Literaturarten, aber Du solltest Dich auf Article, Book, Inbook und Misc/Electronic beschränken. Damit müssten die meisten LaTeX-Bibliografie-Styles klarkommen.

Du kannst JabRef unter  Options->Preferences->General auf Deutsch umstellen. Wichtig ist auch das Encoding. Ich arbeitete in meinen LaTeX-Dokumenten mit UTF8. Dies muss in Deinem LaTeX-Dokument angeben werden (\usepackage[utf8]{inputenc}), sonst werden die Umlaute nicht richtig kompiliert.

JabRef-Dokumentation

 

MS Office unter Ubuntu

Manchmal braucht man es halt dann doch. Obwohl LibreOffice eine ziemliche gute Alternative zu MSOffice abgibt, zwingen Formatierungsverluste oder -verschiebungen den Benutzer bestimmte Dokumente mit der MS-Variante zu öffnen. Wer sich nicht gleich ein ganzes System auf den Rechner ziehen will (sei es per VirtualBox oder parallel zu Linux) sollte es mit Wine probieren.

Für Office braucht man lediglich das ganz normale Wine über die Paketquellen (sudo apt-get install wine), dann Office installieren (wine /der_Platz/wo_Office_is/setup.exe), anschließend Wine konfigurieren (winecfg) und unter dem Reiter “Bibliotheken” bei “Neue Überschreibung für” die DLLs “riched20″ und “usp10″ hinzufügen.

Das war’s schon.

Ich hab mir mal per Sonderangebot Crossover-Linux geholt. Ist schon ein bisschen komfortabler, aber im Grunde unnötig.

Wer mehr wissen will sucht im WineHQ in der APPDB ein wenig herum.

LaTeX

WYMIWYG: LaTeX im Texmaker

LaTeX ist ein elektronisches Satzprogramm nach dem Verfahren what you get is what you mean. Wenn Du Dich öfter bei Word oder Libreoffice geärgert hast, dass Deine Formatierungen verrutschen, das Layout springt oder irgendwas aus irgendeinen Grund irgendwie nicht so aussieht, wie Du es willst, solltest Du es mal mit LaTeX probieren. Der große Vorteil besteht in der Einheitlichkeit. Einmal vorformatierte Dokumente bleiben wie sie sind. So kannst Du Dich beruhigt auf den Inhalt Deines Textes konzentrieren. Der Rest läuft automatisch ab. LaTeX eignet sich aufgrund umfangreicher Formel- und Zeichendarstellungen besonders für Naturwissenschaftler, aber auch der Geisteswissenschaftler kommt durch die exzellente Literaturverwaltung nicht zu kurz. Zitationen erhalten ein einheitliches Format, so brauchst Du nicht dauernd zu schauen, ob alle Punkte und Kommas stimmen oder ob die Auflage am richtigen Ort ist. Das Programm JabRef hilft Dir bei der Literaturverwaltung.

Es gibt eine Menge Tutorials im Netz und so gut wie für jeden Wunsch eine eigene Dokumentvorlage. Als Bibliografiestyle finde ich jurabib (Dokumentation) für humanities-Texte am gängigsten. Die Einarbeitung in LaTeX dauert je nach technischen Verständnis drei bis sieben Tage.  Mit einer Uni-IP kann man sich auch die LaTeX Einführung, Erweiterung und Ergänzung von Helmut Kopka runterladen. Außerdem bietet die sfi (Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften e.V.) regelmäßig Kurse am Weinberg-Campus an.

Pakete und Paketbeschreibungen findet man bei CTAN, das auch eine hervorragende LaTeX Kurzbeschreibung liefert. Bei Ubuntu empfehle ich das TeX-Live-System. Das Metapaket texlive-full ist zwar riesig (ca. 2 Gb), erspart Dir ein ständiges Nachinstallieren fehlender Pakete. Als Geisteswissenschaftler solltest Du noch biblatex-dw für zusätzliche Bibliografie-Styles mit hinzunehmen. Für Präsentationen steht LaTeX-Beamer zur Verfügung. Als Editor empfehle ich zum Einstieg Texworks. Einfach und ohne Schnick Schnack. Ich selbst benutze am liebsten gedit mit Latex-Plugin und Schnipselfuntkion (Für Ocelot z. Z. nicht verfügbar). Die pompöse Variante ist der Texmaker (Siehe Abb.).

 

Hier meine kommentierte Vorlage mit angepasster dt. Zitation (jurabib) und getrennten Quellen- und Literaturverzeichnis (gut geeignet für Geschichtswissenschaftler).


Java

Manche Programme, wie der Zettelkasten, benötigen das unfreie Sun-Java.

Deinstallation von OpenJava

Als erstes schmeißt Du andere Java-Versionen von Deinem System. Dazu kannst Du das Software-Center benutzen. Suche nach “OpenJDK Java Runtime” und entferne es.

Variante 1) Installation über PPA-Quellen

Dann machst Du ein Terminal auf (Strg + Alt + T) und richtest Dir eine PPA-Quelle ein. Weiter unten beschreibe ich, wie Du ohne PPA-Quelle nur die Java-Pakete installierst. Mit einer PPA holst Du Dir aber automatisch die Updates dazu.

# sudo add-apt-repository ppa:ferramrobert/java

Bei Zustimmung wird ein GPG-Schlüssel eingerichtet, um die Quelle immer eindeutig identifizieren zu können.

Damit Dein System von der neuen Quelle weiß, musst Du das Quellenverzeichnis updaten:

# sudo apt-get update

Jetzt kannst Du Java installieren:

#sudo apt-get install sun-java6-jre sun-java6-plugin


Du wirst gefragt, ob Du den Lizenzbestimmungen zustimmen willst. Natürlich willst Du das.

Variante 2) Installation über .bin-Paket

Du kannst Dir Deine passende JRE-Version auch von der Java-Webseite herunterladen. Dort wird meist eine neuere Version angeboten, als über die Quellen. Andererseits kann sie auch instabil sein. Es ist eine .bin Datei. Die kannst Du überall speichern, z. B. in /home/dein_benutzer/Programme/Java. Dann machst Du ein Terminal auf (Strg + Alt + T) und gehst in das Verzeichnis mit

# cd /home/dein_benutzer/Programme/Java

zum Installieren gibst Du ein

# sudo ./jre-XuXX-linux-XXX.bin

Wobei Du die X-Stellen durch die Zahlen und Buchstaben Deiner Version ersetzt. Du kannst auch nach sudo ./jre die Tab-Taste drücken. Die Zeile sollte sich automatisch vervollständigen. Du wirst nach Deiner Lizenzzustimmung gefragt und Java installiert sich.

Java-Version aktivieren

Jetzt musst Du Deinem System noch sagen, dass Du das neue Java verwenden willst. Dazu gibst Du ein:

# sudo update-alternatives –config java

und wählst Die Sun-Version aus.

Alternativ kannst Du auch eingeben

# sudo apt-get autoremove

Damit putzt Du alte, “nicht mehr benötigte” Pakete hinfort. Also auch die OpenJava-Pakete und ihre Abhängigkeiten und Konfigurationsdateien. Aber sei vorsichtig, da kann man auch schnell mal irgendetwas Nützliches (Fremdinstalliertes) in die Tonne hauen. Daher lieber die update-alternatives-Variante.

Java testen

Auf der Java-Test-Seite kannst Du überprüfen, ob Dein Webbrowser das Plugin geschluckt hat.

Quellen

Java-Installation

PPA-Quelle

Java manuell installieren

 

 

 

 

 

anyconnect

Um bestimmte digitale Dienste an der Uni Halle zu nutzen benötigst Du eine VPN-Verbindung. Praktische Dienste sind z. B.  der Zugriff auf Online-Zeitschriften oder Online-Wörterbücher. Willst Du eine VPN-Verbindung von Deinem Heimanschluss aufbauen hilft Dir anyconnect dabei.

Installation

Anyconnect kannst Du Dir von der URZ-Seite herunterladen und an beliebiger Stelle speichern, z. B. in /home/deinbenutzer/Programme/VPN/. Du musst es noch entpacken, rechte Maustaste drauf und “Hier entpacken wählen”. Herauskommt ein Ordner, der “ciscovpn” heißt. Dann machst Du ein Terminal auf und wechselst in das Verzeichnis

# cd /home/dein_benutzer/Programme/VPN/ciscovpn/

Du installierst anyconnect über den Befehl

# sudo ./vpn_install.sh

Du wirst gefragt, ob Du den Lizenzbestimmungen zustimmen willst, danach installiert sich anyconnect nach /opt/cisco.

Konfiguration

Das Verbinden ist ein wenig tricky, da die Adresse “vpn1.uni-halle.de” im Connect-to-Eingabefeld meist nicht funktioniert. Anyconnect braucht die IP-Adresse. Daher geben wir ins Terminal ein

# ping vpn1.uni-halle.de

und erhalten die numerische IP-Adresse 141.48.25.3

Starte anyconnect und trage nun in das Connect-to-Eingabefeld die Zahlenkombo ein und drücke auf “Connect”. Jetzt musst Du den Banner akzeptieren und anschließend  Deine Uni-Daten eingeben, als Gruppe VPN, Deinen fünfstelligen Buchstabencode (abxxx) und als Username Dein allererstes Passwort, was Dir die Uni zugesandt hat (Das Passwort ändern kannst Du auf der URZ-Webside).  Drücke auf “Connect”. Bravo, Du hast eine VPN-Tunnelung etabliert.

 

 

Termine mit Evolution

Ein gepflegter digitaler Kalender erleichtert Dir Dein Zeitmanagement.

Online-Kalender einrichten

Es ist nützlich einen Cloud-Kalender, wie Google-Calendar, zu besitzen. Falls Du schon ein Google-Konto hast, kannst also gleich die Kalenderfunktion nutzen.

Dazu öffnest Du Dein Evolution und klickst auf “Kalender”.

Kalender Oberfläche

Dann auf den Drop-Down-Botton neben “Neu” und wählst “Kalender”

Wähle Kalender aus

Als Art wählst Du “Google” aus, trägst bei “Namen” den Namen des Kalenders ein und bei “Benutzernamen” Deine Account-Adresse bei Google. Es ist ganz günstig einen Haken bei “Den Kalenderinhalt lokal zur Arbeit im Offline-Modus kopieren” zu setzen. So bewegst Du Dich ein wenig flüssiger durch die Termine.

Trage Deine Daten ein

Bei älteren oder Stable-Versionen von Evolution muss als Kalenderart “Im Web” und als Adresse die Ical-Adresse von Google angeben werden. Hier ist das Verfahren ganz gut beschrieben.

Termine aus .ics-Dateien importieren

Du kannst aber auch Deine StudIP Termine in Evolution importieren. Dazu gehst Du im StudIP auf den Reiter “Planer”.

Klicke auf "Planer"

Dort auf “Export/Sync”

Dort auf Export/Sync

Wählst Da dann je nach Bedarf “alle Termine” aus und drückst auf “Export”. Am besten Du legst Dir in Deinem Home-Verzeichnis einen versteckten Ordner für Deine Kalender an, z. B. /home/dein_benutzer/.calendar, indem Du die .ics Dateien Deiner Kalender speicherst.

(Im Terminal # mkdir /home/dein_benutzer/.calendar)

Klicke auf Export

Dann gehst Du in der Kalenderoberfläche auf Datei–>Importieren und ein Import-Wizard öffnet sich. Du kannst Deine Termine nur in schon vorhandene Kalender importieren. Wenn Du einen Extra-Kalender für Deine Uni-Termine haben willst, musst Du ihn vorher noch anlegen.

Hier willst Du “Eine einzelne Datei importieren”

Wähle die Datei aus die Du vorher gespeichert hast. Wenn sie aus einem versteckten Ordner kommt, klicke den Bleistift links oben an und tippe den Ordnernamen ein oder klicke mit der rechten Maustaste auf das Fenster und wähle “Verborgene Dateien anzeigen”.

Und zum Schluss noch in welchen schon vorhandenen Kalender sie eingefügt werden soll.

Fertig. Manchmal dauert es ein wenig. Lass Deinen Rechner mal machen.

Geburts- und Feiertage

Evolution trägt automatisch Geburtstage aus Deinen Kontakten in den Kalender “Geburts- und Jahrestage” ein, wenn Du also Geburtstage vermerken willst, musst Du das in Deinen Kontakten tun. Einen Feiertagskalender kannst Du von der Sunbird-Webside laden.

E-Mail mit Evolution

Ein Streit tobt zwischen den Ubuntunutzern: Thunderbird oder Evolution? Die hippen Typen preisen Thunderbird, die Pragmaten bevorzugen Evolution. Thunderbird eröffnet immer neue Möglichkeiten durch die Add-On-Verwaltung, aber Evolution hat die bessere Schnittstelle zum Gnome, beispielsweise bei der Kalenderanzeige. Da ich Systemintigrität bei Programmen schätze, habe ich mich für Evolution entschieden. Es hilft Dir nach Art des Hauses bei Deinem E-Mail-Verkehr und Deiner Terminverwaltung.E-Mail-Konfiguration

Beim ersten Start von Evolution poppt automatisch die E-Mail-Konfiguration auf.  Ansonsten findest Du sie unter Bearbeiten -> Einstellungen -> E-Mail-Konten -> Hinzufügen.

IdentitätHier trägst Du Deinen Namen und Deine E-Mail-Adresse ein. Für unseren Studentenpinguin an der Uni Halle würde das so aussehen.

Abrufen von E-Mails
POP-Server sind nur Speicherplätze für Deine E-Mails. Wenn Du sie abruft, finden alle Aktion mit ihnen zunächst auf Deinem lokalen Rechner statt. IMAP-Server sind eine Art E-Mail-Arbeitsplatz, Du bearbeitest die Mails online. Den IMAP-Server zu nutzen, macht nur Sinn, wenn Du mehrere Rechner hast, die alle innerhalb der selben E-Mail-Umgebung agieren sollen. Die Uni Halle stellt wenig Onlinespeicher zur Verfügung, IMAPs sind außerdem träge und wer hat schon fünf Rechner, die synchron auf E-Mails zugreifen müssen? Tux gibt also den POP-Server an, seinen von der Uni Halle zugesandten fünfstelligen Buchstaben Code und stellt die Verschlüsselung aus. Diese wird vom hallischen Rechenzentrum nur über extra Server unterstützt.

Verschicken von E-Mails
Eine weitere Besonderheit der Uni Halle ist, dass sie keinen eigenen SMTP-Server besitzt. Tux muss notgedrungen seinen Googlemail-Server angeben. Dieser hat dafür aber SSL-Verschlüsselung. Tux muss sich aber auch dort authentifizieren, er macht einen Haken bei “Server erfordert Legitimation” und trägt seinen Benutzernamen ein. Verschickte E-Mails kommen aber trotz des Umwegs über Google mit Tux’ Uni-Adresse an.

Empfangsoptionen

Wer doch noch einen Laptop oder Festrechner hat, sollte den Haken bei “Nachrichten auf Server belassen” setzen und ein Löschintervall wählen. So kann auch mal schnell E-Mails unterwegs abrufen und später auf den Erstrechner nachziehen.

Konteninformation

Jetzt noch eine Kontenbezeichnung.

Fertig
Fertig.

Hast Du noch andere Konten? Informationen über POP und SMTP-Server findest Du bei Deinem E-Mail-Anbieter. Einfach googlen.

Ubuntu

Ubuntu installieren

Ubuntu installieren

Ubuntu als einziges Betriebssystem zu installieren ist einfach. CD rein, den Schritten folgen, fertig.
Etwas schwieriger ist es, Linux neben eine Windows-Partition zu quetschen. Hierfür musst Du Platz schaffen, also entweder eine entbehrliche Windows-Partition löschen oder verkleinern. Achte darauf das Deine zu verkleinernde Partition ordentlich defragmentiert ist. Für eine saubere Defragmentierung benutze lieber den Disk Optimizer oder ähnliche Software. Zum Partitionieren kannst Du Gparted benutzen, es ist auf dem Ubuntu-Installationsmedium schon enthalten. Die Ubuntu-Installation neben einem Windows-System stellt meiner Meinung nach die größte Hürde dar. Hier ist etwas Pioniergeist gefragt. Sichere vorsichtshalber alle wichtigen Daten.

Ubuntu-Installation

Partitionierung

Die Konsole

shell

Die Konsole, auch Terminal oder Shell genannt, ist das mächstigste dunkelviolette Kästchen in der virtuellen Welt. Du wirst es lieben lernen. Es kann alles, weiß alles, hat Humor und ist immer da, wenn Du es brauchst. Wenn mal ein Programm nicht so richtig will, starte es über das Terminal und Du weißt zumindest schon mal wo es hakt. Die wichtigsten Befehle sind cd, ls, mv, cp, rm, mkdir, chown, chmod, top und natürlich sudo. Die Tastenkombi für eine Konsole ist Strg + Alt + T. Willst Du etwas in ein Terminal kopieren, markier es mit der Maus, geh mit dem Zeiger ins Terminalfenster und drück die mittlere Maustaste (klappt auch sonst überall), die Tastenkombies sind die üblichen, nur musst Du zusätzlich die Alt-Tast drücken (z. B. Einfügen = Strg+Alt+v). Die Tab-Taste vervollständigt Eingaben bis zum maximal möglichen Grad, z. B. ergibt fire + Tab = firefox oder /usr/sha + Tab = /usr/share/. Zweimal Tab zeigt alle möglichen Eingaben an. Ziemlich praktisch. Sollte mal alles vorn Baum gehen, schnippst Dich die Tastenkombination Strg + Alt + F2 in eine extra nicht-grafische Umgebung. Strg + Alt + F7 bringt Dich wieder zurück. Deinen Rechner herunterfahren kannst Du dann mit “sudo shutdown now”, ihn neustarten mit “sudo reboot”. Sollte das alles nicht funktionieren: Herzlichen Glückwunsch! Du hast Linux besiegt.

Shell Einführung

Programme installieren

Installieren

Als erstes solltest Du wissen, wie du Programme installierst. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das Ubuntu-Software-Center und apt-get in der Konsole sind am wichtigsten. Anders als im Windows holst Du Dir Deine Software meistens aus (geprüften) Quellen. Manchmal musst Du den Quellenpool erweitern, damit Du auch unfreie oder proprietäre Software installieren kann. Dabei ist es wiederum oft erforderlich Quellen als vertrauenswürdig einstufen, indem Du einen gpg-Schlüssel herunterlädst. Das heißt aber nicht, dass die Quellen auch unbedingt vertrauenswürdig sind. Versuche möglichst nur den Standardquellen zu vertrauen, also auch denen von Canonical-Partnern. PPA-Quellen (Personal Package Archive) sind nützlich, deren Programme können aber die Systemstabilität und -sicherheit gefährden. Was uns in späteren Artikeln nicht davon abhält PPA-Quellen zu benutzen. Ich wollt es nur mal gesagt haben.

Ubuntu-Software-Center

Apt-get

PPA

Standard Software

Für jede Aufgabe gibt es eine riesen Auswahl an freien Programmen. Manche bringt Ubuntu standardmäßig mit (*). Ich empfehle als Grundausrüstung:

Banshee, ein Musik-Player (*)
Evolution, ein Email- und Kalender-Programm
Freemind, ein Mind-Map-Programm
Gedit, das Notepad unter Linux (*)
Gnome-Do, ein Befehl-Ausführ-Programm
Liferea, ein News-Feed-Programm
Shotwell, ein Foto-Verwaltungsprogramm (*)
Unison, ein Synchronisierungsprogramm
VLC, ein Media-Player
Xournal, ein PDF-Bearbeitungs-Programm
und Zettelkasten, ein Exzerpt-Programm.

Fremde Software

In anderen Artikeln gehe ich auf ein paar der oben genannten Programme näher ein oder beschreibe Software, die nützlich, aber nicht in den Standard-Quellen enthalten sind, wie der Zettelkasten. Du kannst auch bestimmte Windowsprogramme installieren. Word und Excel unter Linux auszuführen stellt inzwischen kein größeres Problem mehr dar. Die Schlagworte hierfür lauten “Wine” und “Crossover Linux”.

Problemlösung

Mit Google als Freund bekommst Du jedes Problem früher oder später gelöst. Fehlermeldung kopieren, einfügen, evtl. Deine Ubuntu-Version dahinter und irgendwer hat schon was darüber geschrieben. Möglicherweise musst Du auch nur das nächste Update abwarten. Die harte Variante ist alle Config-Dateien des Programms zu löschen (meist versteckt im Benutzer-Ordner), danach das Programm selbst restlos zu entfernen und anschließend neu zu installieren. Bei Programmen aus den offiziellen Quellen sollte das aber nicht vorkommen, daher nur PPA-Versionen benutzen, wenn die was können, was die Stable-Version nicht kann! Nach einiger Zeit entwickelt man auch ein gewisses Gefühl für Troubleshooting. Du machst das schon.