Hochschulwahlen – Wo waren die Wähler?

Wahlen

Die Hochschulwahlen sind beendet und erste vorläufige Ergebnisse liegen vor. Danach hat es für mich mit dem StuRa trotz 90 Stimmen nicht geklappt, dafür hat die Linke Liste alle drei Kandidaten (Stefan Wallaschek, Christian Randel und mich) in den Fachschaftsrat der historischen Kulturwissenschaften und Sozialwissenschaften bekommen. Ich möchte allen Wählern danken, dass sie mir das Vertrauen geschenkt und ihre wertvolle Stimme bei mir oder den anderen Kandidaten der LiLi gegeben haben. DANKE!

Die vorläufigen Ergebnisse findet ihr hier und hier. Die hastuzeit hat schon berichtet, dass die Wahlbeteiligung zur StuRa-Wahl leicht gesunken sein soll. Auch wenn das Endergebnis noch nicht vorliegt, sollte das stimmen, dann wäre das wirklich wieder ein Armutszeugnis für alle Studierende – sowohl für die Hochschulgruppen als auch für die WählerInnen. Aufgabe aller Gruppen muss es sein, die schlechten Beteiligungen zu analysieren und nach Lösungen zu suchen, wie sie erhöht werden können. Gerade in Zeiten, wo doch erheblicher Änderungsbedarf an den Universitäten in Folge der miserablen Umsetzung der Bologna-Reformen besteht, brauchen die studentischen Vertreter in den verschiedenen Gremien doch eine starke Legitimation von der Basis. Selbst diejenigen, die keine großen Veränderung wollen, müssen das doch auch artikulieren – wobei angesichts der „Erfolge“ des RCDS das auch nicht so viele Leute zu sein scheinen.

So weit die Ergebnisse vorliegen, scheint die grüne Hochschulgruppe ein klarer Gewinner zu sein. Im Bereich der PhilFak I konnte sie drei der sechs zu verteilenden StuRa-Sitze erobern und auch für den Fachschaftsrat dieser Fakultät konnte der grüne Kandidat mit Abstand die meisten Stimmen gewinnen. Ansonsten ist der parteilose Wahlvorschlag 1 großer Sieger der Fachschaftsratswahl, denn alle neun Kandidaten wurden gewählt.

Die Linke Liste errang bei der Fachschaftsratswahl 192 Stimmen, in der StuRa-Wahl 90  und bei der Senatswahl 1064 Stimmen. Beim StuRa wurde ich Opfer des d’Hondtschen Zählsystems, die Linke Liste muss einräumen, dass es verpasst wurde, mehr Kandidaten für die StuRa-Liste aufzustellen; ein Fehler, aus dem der SDS sicherlich lernen wird. Im Senat haben wir gleich bei der ersten linken Kandidatur 10,98 % der Stimmen gewonnen – das ist eigentlich für den ersten Versuch ein sehr gutes Ergebnis. Den RCDS (mit wunderschönen Wahlplakaten aufgetreten 🙂 mit 467 Stimmen (4,82 %) und die Gruppe „agrar“ mit 349 Stimmen konnten wir auf die hinteren Plätze verdrängen. Für einen Senatssitz hat es nicht gereicht, da vier Gruppen noch stärker waren: ahoi_studiosi mit 1332 Stimmen, SHG (Sozialdemokraten) 1572 Stimmen, GHG (Grüne) 2108 Stimmen und die Gruppe Nasenbär mit 2796 Stimmen. Diese vier Gruppen werden die studentischen Interessen nun im Senat vertreten – wir/ich werden genau verfolgen, wie gut sie das machen!

3 Comments

3 Comments

  1. Stefan  •  Mai 27, 2010 @10:31

    Hallo Stefan,

    dir ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Die ahoi-HSG hat keinen Sitz bekommen, dafür die Nasenbären zwei (aufgrund des sehr eigenen Stimmzählungsverfahren). Das nur zur Info.
    Ansonsten eine gute Zusammenfassung der HS-Ergebnisse und informativer als die hastuzeit…

  2. Stefan Dorl  •  Mai 27, 2010 @17:27

    Stimmt, dummer Fehler, aber die Wahlsysteme sind doch – vorsichtig formuliert – sehr erklärungsbedürftig… Ob es da nicht Reformbedarf zum Vorteile auch des potenziellen Wählers gäbe?

  3. Stefan  •  Mai 27, 2010 @22:23

    Auf jeden Fall, da stimme ich dir ohne wenn und aber zu!!
    Gerade da ich erfahren habe, dass das Auszählungsverfahren erst nach der eigentlichen Stimmenvergabe festgelegt wird. Das heißt, in dem Moment wo mensch antritt, hat eine EinzelkandidatIn die selbe Chance wie die Liste, aber sobald viele KandidatInnen auf der Liste antreten haben die Einzelkandidaten null Chance. Diese Methode gilt es abzuschaffen!! Von wegen Chancengleichheit…
    Diese Debatte sollte man unbedingt in FaRa und StuRa und möglicherweise auch den Senat tragen.

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