Italiens Kommunisten suchen Kooperation

Parteien

Wie gestern in der Jungen Welt zu lesen war, besinnen sich die beiden kommunistischen Parteien Italiens, die Rifondazione Communisti und die PdCI, auf das alte Motto „gemeinsam sind wir stark“ (oder passender: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch“) und schließen sich zu einem Wahlbündnis zusammen. Eine Parteienfusion wäre wohl noch nicht zumutbar. Außerdem versucht man noch, die Bewegung »Sinistra e libertá« (Linke und Freiheit) des Präsidenten der Region Apulien, Niki Vendola, ins Boot zu holen. Ziel ist es, den Berlusconi-Gegnern eine echte linke Alternative neben der Demokratischen Partei (PD) anzubieten. Die PD war 2007 aus der Fusion der Linksdemokraten und der christdemokratischen Margherita entstanden. Die Chancen der Linken werden mit diesem Bündnis auf jeden Fall steigen, wieder in die Abgeordnetenkammer einzuziehen, wenngleich die guten Zeiten der größten westeuropäischen kommunistischen Partei (PCI) seit deren Zersplittern in verschiedene Nachfolgeorganisationen (1991) wohl vorerst vorbei sind.

Jedenfalls bereiten sich die Oppositionsparteien in Italien schon auf Neuwahlen vor, denn Berlusconi muss seit dem Austritt der Anhänger von Parlamentspräsident Fini um seine Mehrheit fürchten. Im Dezember soll es zu einem Misstrauensvotum kommen.

(siehe http://www.jungewelt.de/2010/11-16/004.php?sstr=fini, http://www.jungewelt.de/2010/11-15/019.php?sstr=fini und http://www.jungewelt.de/2010/11-09/040.php?sstr=fini)

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