Zu den Hochschulwahlen (Teil 1)

Wahlen

Die Gremien und engagierten Studierende geben sich im Moment alle Mühe, um die wahlmüden Studierenden über die anstehenden Hochschulwahlen zu informieren und zu mobilisieren. Traditionellerweise liegen die Wahlbeteiligungen bei den Wahlen zu den Hochschulgremien zwischen traurigen acht bis 15 Prozent, alles was darüberhinaus geht, gilt schon als erklärungsbedürftig. Dies zu erklären, soll jetzt nicht meine Sache sein.

Ich möchte als aktives Mitglied des Fachschaftsrates (kurz FSR) der Philosophischen Fakultät I auch einen Beitrag zur Aufklärung über die für Außenstehende verwirrende Gremienstruktur leisten. Im ersten Teil geht es um die beiden studentischen Vertretungskörperschaften.

Da wäre zum einen der FSR. Im FSR kann man nicht die ganze Welt der Hochschulpolitik verbessern. Hier geht es um sehr konkrete, alltägliche Probleme im Studienalltag. Der FSR wird gewählt als die Vertretung der einzelnen Fachschaften, daher gibt es eine ganze Reihe von FSR, z. B. für die ganze Philosophische Fakultät I, für die Juristen, Theologen, Mediziner etc. Der FSR soll die Interessen der Studierenden ihrer Fachschaft gegenüber den Lehrenden, Studierendenrat und anderen Institutionen der Uni vertreten. Er ist Ansprechpartner für die Studierende, wenn es um überfüllte Seminare, Streit mit Dozenten, Stress mit Prüfungsordnungen oder Auskünften zum Stundenplan geht. Wenn es um große Probleme geht, z. B., dass ein Lehrstuhl am Institut für Politikwissenschaften keinen Wiederholungstermin für eine Klausur im gleichen Semester anbieten will, ist es für die Studierenden einfacher, das Problem an den FSR zu melden (und der kümmert sich um eine Lösung), als das jeder Student einzeln sich beschwert. Der FSR verfügt über die entsprechende Legitimität und Autorität, den DozentInnen gewisse Probleme zu verdeutlichen. Der FSR der Philos. Fak. I kümmert sich traditionellerweise um die Einführung für die Erstsemester, die Ersti-Party und die Examensfeier der Absolventen. Außerdem „betreuen“ wir die Institutsgruppen und versuchen jedes Problem der Studierenden irgendwie zu lösen. Last bot not least soll darauf hingewiesen werden, dass der FSR über Gelder aus den Semesterbeiträgen verfügt, mit dem studentische Projekte, Veranstaltungen und Feiern unterstützt werden.

Eine Übersicht aller FSR findet man hier: http://www.stura.uni-halle.de/index.php/fachschaften

Den FSR der Philosophischen Fakultät hier: http://fachschaft.philfak1.uni-halle.de/

Das zweite studentische Gremium, das am 18.05. zu wählen ist, heißt Studierendenrat oder kurz StuRa. Hochschulpolitisch ist es für die Studirenden wesentlich wichtiger, denn der StuRa nimmt Stellung im Namen aller Studierenden zu allen hochschulpolitischen Belangen und versucht Einfluss auf die Landespolitik zu gewinnen. Jede Fachschaft entsendet je nach Größe Vertreter in den StuRa. Auch der StuRa verfügt über einen Haushalt, mit dem er unterschiedliche Dinge finanziert: den Sozialfonds für notleidende Studierende, Uni-Sport, die hastuzeit, interne Personal- und Sachkosten, Rechtsberatung für Studierende, studentische Projekte und Initiativen und verschiedene Arbeitskreise – siehe hier. Ansonsten ähneln sich die Aufgaben des StuRa mit denen der FSR, alles eben nur eine Ebene höher – vergleichbar mit Bundes- und Landtag. Siehe auch hier.

Startseite des StuRa: http://www.stura.uni-halle.de/

 

Kritik, Ergänzungen und Meinungen zu den Hochschulwahlen sind gern willkommen!

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