Lese-Tipp 2

Parteien

Zum Dilemma der Linken, dass sie trotz akuter Krise des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus keinen Gewinn an Zuspruch in breiten Wählerschichten (vor allem in denjenigen, die die Krise im Moment bezahlen dürfen – Mittel- und Unterschichten) und in Umfragen bei 7-8 Prozent herumkrebst, gibt es zwei lesenswerte Analysen:

http://www.prager-fruehling-magazin.de/article/659.die-gruene-herausforderung-fuer-eine-oeko-soziale-paradoxie.html

http://www.harald-werner-online.de/index.php?id=181

 

Mir scheinen drei Dinge sehr wichtig, um den linken Parteien mehr Wähler gewinnen zu lassen:

  1. Ein theoretisch ausgearbeitetes, freiheitliches Gesellschaftskonzept, dass einen sozial-ökologischen Wandel und dabei die Überwindung der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse herbeiführt
  2. Im Wahlkampf klare, linkspopulistische Ansprache und einfach verständliche Forderungen, für die sich die ausgebeuteten und ausgegrenzten Massen begeistern können (= praktisch die Übersetzung des obigen Gesellschaftskonzepts in eine Alltagssprache)
  3. eine breitere Basisorganisation, in dem man der angesprochenen Zielgruppe niedrigschwellige Angebote zur Mitarbeit in Parteigremien, sozialen Vereinen und ähnlichem gibt (Stadtteilgruppen, Vereine zur Selbsthilfe, Rechtsberatung; siehe Hugo Chavez bolivarische Revolution)
1 Comment

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  1. Stefan  •  Jun 14, 2011 @12:46

    Wie linker Populismus aussehen bzw. formuliert sein kann, zeigt folgender sehr guter Artikel von Jacob Jung.
    http://www.freitag.de/community/blogs/aredlin/die-linke-fuer-dummies-wer-hat-angst-vorm-roten-mann

    Aber mit sinnfreien Antisemitismus-Positionspapieren wie in der letzten Woche trägt mensch nicht dazu bei.
    Stellt sich mal wieder die Frage: Quo vadis, DIE LINKE?!

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