Regionalwahlen in England

Wahlen

Vergangenen Donnerstag durften die Schotten, Waliser und Nordiren über die neue Zusammensetzung ihrer Regionalparlamente, die Engländer über ihre Kommunalparlamente sowie alle zusammen über die Wahlreform der Liberaldemokraten abstimmen. Beides kann man als aktuelle Bewertung der Regierung durch die Bevölkerung bewerten, nachdem die ersten antisozialen Sparpakete beschlossen wurden, um den Staatshaushalt (auf Kosten der Unter- und Mittelschicht) zu sanieren. Ergebnis ist, dass die Liberaldemokraten gnadenlos abgestraft wurden und Labour wieder Boden gutmachte.

In Schottland ist die regionalistische Scottish National Party der große Gewinner. Sie gewannen 69 Sitze (+23) und damit die absolute Mehrheit. Labour, die in Schottland traditionell stark sind, verloren 7 Sitze und kommen auf 37 insgesamt. Dann erst folgen die Regierungsparteien von London: Konservative 15 (-5) und Liberaldemokraten 5 (- 12) Sitze. Siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Scottish_Parliament_election,_2011

In Wales war Labour der Sieger der Regionalwahlen, mit 30 von 60 Sitzen (+4) haben sie fast die absolute Mehrheit. Zweitsärkste Kraft waren die Konservativen mit 14 (+2) Sitzen, gefolgt von Plaid Cymru, der Regionalpartei, mit 11 (-4) Sitzen. Die Liberalen erhielten nur noch fünf Sitze (-1). Siehe http://en.wikipedia.org/wiki/National_Assembly_for_Wales#Elections

In Nordirland gibt es ein ganz anderes Parteiensystem als in Britannien, sodass hier weniger Rückschlüsse auf die Regierungspolitik in London gezogen werden können. Bisher regiert eine Große Koalition aus Democratic Unionist Party und Sinn Féin, die von den Wählern weiterhin Vertrauen geschenkt bekam. Die DUP errang 38 (+ 2), Sinn Féin 29 (+ 1) Sitze. Die Oppositionsparteien Social Democratic & Labour Party mit 14 (-2) und Ulster Unionist Party mit 16 (-2) Sitzen verloren an Zuspruch. Verbessern konnte sich die Alliance Party mit 8 Sitzen (+1). Siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Northern_Ireland_Assembly_election,_2011#Speed_of_counting_of_votes

Das Referendum zur Wahlreform, was als wichtigstes Projekt der Liberaldemokraten galt, ist gnadenlos gescheitert, sodass das ungerechte relative Mehrheitswahlsystem unverändert bleibt. 67,9 % der Wähler sagten „nein“ zum neuen Wahlsystem, nur 32,1 % „ja“. Die größte Zustimmung errang die Wahlreform in Nordirland (43,7 %) und London (39,5 %). Die größte Ablehnung in East Midlands mit 72,2 %. Siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/Results_of_the_United_Kingdom_Alternative_Vote_referendum,_2011#Results_by_regions

Zu den Gemeindewahlen in England siehe hier: http://en.wikipedia.org/wiki/United_Kingdom_local_elections,_2011

Artikel zum Thema:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13359700/Schottlands-Nationalisten-kommen-ihrem-Ziel-naeher.html

http://www.stern.de/politik/ausland/wahlsieg-der-nationalpartei-schottische-seperatisten-hoffen-wieder-1682238.html

http://www.sueddeutsche.de/Y5d387/4077334/Schwere-Verluste-fuer-britische-Liberale.html

http://www.jungewelt.de/2011/05-07/022.php

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