Rede des Tages – Über die „Spanien-Hilfe“ im Bundestag

Antikapitalismus

„Ich kann die Phrase nicht mehr hören: Die Finanzmärkte dürfen nicht beunruhigt werden. – Ob die Menschen beunruhigt werden, ob die Demokratie ausgehebelt wird, ist alles nicht so wichtig, solange nur die Finanzmärkte bei Laune bleiben. Ich finde es schon ziemlich skrupellos, wie teilweise versucht wurde, sogar das Bundesverfassungsgericht mit Rücksicht auf Finanzmarktinteressen unter Druck zu setzen. Genau das unterscheidet die Linke von Ihnen allen. Wir wollen nicht die Finanzmärkte beruhigen, und wir wollen auch nicht um das Vertrauen dieser Zockerbande werben, sondern wir wollen die Finanzmärkte entmachten. Wir wollen die Banken als öffentliche Institute so reorganisieren, dass sie endlich wieder das tun, wofür Banken da sind […]“, sagte Sahra Wagenknecht gestern im Bundestag.

Das ist der Kapitalismus: Die Menschen müssen sich dem Wünschen der Kapitaleigner unterordnen, Banken dürfen nicht pleite gehen, Menschen aber „den Gürtel enger schnallen“ und „nicht mehr über den ihren Verhältnissen leben“. Und ausgerechnet für die Banken, innigstes Symbol der herrschenden bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaftsordnung, gelten Grundregeln des Kapitalismus nicht (für eigenes Versagen muss der Eigentümer haften und zur Not pleite gehen) – warum lassen sich die Menschen das bloß gefallen? (Weil die Medien- und Kulturindustrie verblödet bzw. für dumm verkauft!)

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