Zahl des Tages: Löhne wie in Griechenland der 1980er

Antikapitalismus

Wie die Junge Welt heute berichtet, sind die Löhne in der griechischen Privatwirtschaft 2013 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesunken. Im Monat verdiene ein Vollzeitbeschäftigter laut einer Studie der griechischen Rentenkasse im Durchschnitt 1265,08 Euro brutto – bei einem de dt. Verhältnissen ähnelnden Preisniveau. Das bedeutete, dass die Kaufkraft der Griechen auf das Niveau der 1980er Jahre zurückgegangen ist.

Ähem, sollten die Maßnahmen der sog. Troika (EZB, EU-Kommission und IWF) nicht eigentlich zu einem Ende der Krise in Griechenland und zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führen?? Wer noch immer an das Gute im Kapitalismus glaubt, der hat den Verstand schon verloren – oder steht auf der richtigen Seite: denn für eine kleine Schicht von Kapitaleigentümern lohnt sich jede Krise, denn deren Kosten werden dank Lobbyarbeit auf die breiten Massen abgeschoben.

Dazu passt auch die Meldung, dass die 2012 sogar von Euro-Königin Merkel angekündigte Finanztransaktionssteuer zum Bettvorleger mutiert ist. Statt waghalsige Finanzspekulationen einzudämmen und den Staaten der EU ein paar Extraeinnahmen in Milliardenhöhe zu bescheren, werden mit der erfolgreich von der Lobby des Finanzkapitals durchlöcherten Steuer ausgerechnet die Finanzmarktprodukte besteuert, die am unschädlichsten für das Gemeinwesen sind. Das führt selbst in bürgerlichen Kommentaren für leichte Empörung (siehe Print-Ausgabe der MZ vom 17.08., S. 4 – Teilabdruck hier; siehe auch Berliner Zeitung und v.a. kurier.at)

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