Rechte Parteien dominieren in Ungarn

Wahlen

Auch bei den Kommunalwahlen in Ungarn haben die rechten Parteien, also der regierende Fidesz und die oppositionelle Faschistenpartei Jobbik, der Mitte-links-Opposition eine kräftige Niederlage beschert und das Ende des Rechtstrends in diesem Land in eine fernere Zukunft verschoben. Jobbik ist nun in 18 der 19 Landkreise vertreten und im gesamtstaatlichen Ergebnis zweitstärkste Partei noch vor den Sozialdemokraten. In Budapest stellt Fidesz den Bürgermeister und mit 20 von 33 Sitzen die klare Mehrheit im Stadtrat, die Sozialdemokraten belegen nur 6 Sitze, Jobbik aber nur einen.

Zitat vom Pester Loyd: „Politanalysten waren sich in Zeitungsspalten und auf TV-Sendern einig, dass die Linke – und dort alle aktiven Parteien – ein massives Problem mit ihrem Selbstverständnis, ihrer Darstellung, Konzepten und Personen habe und ein Gutteil des Fidesz-Wahlerfolges, aber auch der Gewinne der extremen Rechten auf diese Mankos zurückzuführen seien. Immerhin hat Fidesz gegenüber 2010 sowohl national wie kommunal massiv an absoluten Stimmen verloren, aber – außer Jobbik – kaum ernst zu nehmende Gegner. In vielen Gemeinden gab es lediglich einen Kandidaten.

Es dürfte, so sehen es mehrere Analysten von Politikinstituten, aufgrund der dünnen Ausgangslage sogar für 2018 bereits zu spät sein, eine schlagkräftige Alternative zu Orbán und seinen Strukturen aufzubauen. Es gehe für die Linke heute gar nicht mehr um eine Reform oder ein Krisenmanagement, sondern um die Verhinderung des „totalen Zusammenbruchs“, der natürlich durch die strukturelle Machtzenmentierung seitens der Regierungsparteien zusätzlich beschleunigt wird.“

Siehe :

Pester Loyd: „Orbán macht den Sack zu: Reaktionen von Parteien und Analysten zu den Kommunalwahlen in Ungarn„, „Zusammenfassung der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Ungarn

ZEIT Online

Wikipedia

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