Bürokratiewahnsinn bei Hartz IV – noch ein Beleg

Antikapitalismus

Dies ist kein Aprilscherz: Letztes Jahr verwendeten die Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit eine halbe Mrd. Euro zur Deckung ihrer Verwaltungskosten, obwohl das Geld für die Förderung von Langzeitarbeitslosen vorgesehen war. 3,1 Mrd. Euro standen für Wiedereingliederungsmaßnahmen bereit, davon seien 522 Mio. Euro in die Verwaltungsbudgets umgeschichtet worden. Dies sei ein neuer Negativrekord, sagt die Grünen-Politikerin Brigitte Pothmer.

Wie schon die Reportage von Günther Wallraff zeigen diese Zahlen, dass das Ziel der Hartz IV-Bürokratie, nämlich Arbeitslose in Arbeit zu vermitteln, offensichtlich angesichts der viel zu bürokratischen Gesetze nicht erreicht wird und nicht oberste Priorität ist. Wie eine der Jobcentermitarbieterinnen schon sagte: Die Jobcenter bräuchten gar keine Arbeitslosen, um beschäftigt zu sein, ihre eigene Bürokratie macht schon mehr als genug Arbeit. Wahnsinn! Aber leider auf Kosten der Menschenwürde und der Lebensqualität von Millionen Hartz IV-Empfängern.
Siehe auch: jungewelt.de, zeit.defocus.de

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