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Kriegsverbrechen der NATO in Afghanistan

Was sonst noch in der Welt passiert

Ein ziviles Krankenhaus in der nordafghanischen Stadt Kundus wurde durch einen US-amerikanischen Luftangriff zerstört. 22 Menschen – zehn Patienten, darunter drei Kinder, und zwölf Ärzte und Pfleger – starben. Unsere hiesigen Mainstreammedien behaupten, dass die US-Luftstreitkräfte „aus Versehen“ (Süddeutsche Zeitung) bombardiert haben. Es wäre ja auch kaum zu glauben, dass unsere führende Demokratie der Welt mit Absicht ein ziviles Ziel absichtlich treffen wollte.

Das scheint der nächste Kandidat für die Presselüge des Jahres zu werden! Denn wie in der marxistischen Junge Welt zu lesen ist, haben die Mitarbeiter des getroffenen Krankenhauses die US-Armee über die Koordinaten des Krankenhauses informiert: „denn die Organisation »Ärzte ohne Grenzen« (Médecins Sans Frontières, MSF), die die Klinik betrieb, hatte wiederholt, zuletzt zwei Tage vor dem Massaker, die Koordinaten der Einrichtung mitgeteilt. Außerdem versuchte MSF vergeblich, die Attacken durch Anrufe bei US-amerikanischen Militärdienststellen in Kabul und Washington zu stoppen. Der Angriff ging trotzdem noch länger als eine halbe Stunde weiter.“

Weiter schreibt die Junge Welt zur Legalität solcher Angriffe: „Darf man im Krieg ein ziviles Krankenhaus angreifen? Im Prinzip nein. Die entsprechende Genfer Konvention sieht allerdings auch den Fall vor, dass sich Kombattanten unter Bruch des Kriegsrechts in einem Krankenhaus verschanzen könnten. Aber selbst dann ist ein Angriff nicht ohne weiteres zulässig. Zunächst muss den Betreibern der medizinischen Einrichtung eine »Warnung« übermittelt werden, den Missbrauch abzustellen, und es muss ihnen dafür ein »vernünftiger« zeitlicher Spielraum eingeräumt werden. Dass dies geschehen sei, hat bisher niemand behauptet.“

Dieses Kriegsverbrechen der USA gehört offiziell vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt!

Siehe auch:

Lügen nach Luftangriff (jW, 07.10.2015)

»Kollateralschaden« oder Absicht? (jW, 06.10.2015)

Bomben auf Krankenhaus (jW, 05.10.2015)

Kundus – Menetekel der NATO (Neues Deutschland, 05.10.2015)

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Erleuchtung des Tages

Was sonst noch in der Welt passiert

Herr Guttenberg wird immer lernfähiger und man merkt nun, dass er mindestens zwei Hausnummern besser ist als sein armseliger Amtsvorgänger Jung, an den sich wahrscheinlich gar keiner mehr erinnern kann.

Völlig unpassend zu Ostern [obwohl das Ostern ist durch die Missbräuche in den Kirchen und den Eliteschulen sowieso verdorben] muss unsere Bundeswehr drei Opfer und eine Handvoll Verwunderter im Gefecht in Kundus registrieren. Nur kurze Zeit später gibt es auch noch sechs „Kollateralschäden“, sprich unsere Wehr hat auch noch sechs (verbündete) afghanische Soldaten auf dem Kerbholz. Nun erkennt der Karl Theodor etc zu Guttenberg, dass wir uns doch in einem Krieg mit der Taliban befinden. Halt, nicht ganz, man könne (wenn man denn das wollte) umgangssprachlich – aber wirklich nur umgangssprachlich – von einem Krieg sprechen. Jaja, rein wissenschaftlich und juristisch ist Krieg nur, wenn zwei Staaten, also zwei reguläre Armeen, gegeneinander kämpfen, die Taliban sind aber Terroristen.

Egal, wir nähern uns immer mehr einem Krieg und die Lernbereitschaft von Guttenberg ist doch deutliches Anzeichen dafür, dass dieser Mann zu Höherem berufen ist. Frau Merkel sollte sich langsam warm anziehen, wenn sie weiter so mit Guidos Truppe herummurkst, dann wird bald an ihrem Stuhl gesägt und die CSU kann mal wieder einen Kanzlerkandidaten stellen. Das wird Bayern und vor allem den Rest der Republik hoch erfreuen.

Das ist alles sehr polemisch und es tut mir auch für alle CDU-Wähler leid, die sich auf diese Seite verirrt haben. Aber wahrscheinlich hätte ich nicht so viel Georg Schramm (“Lassen Sie es mich so sagen…”
Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit.
) lesen sollen…

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