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Bayern: Stichwahlen beendet

Wahlen

Nach den Stichwahlen um die Oberbürgermeister- und Landratsämter sieht die Verteilung der Ämter unter den Parteien folgendermaßen aus:

Übersicht[9]

Wahlvorschlag

Oberbürgermeister

Landräte

Zusammen

CSU

8

44

52

CSU und andere

2

1

3

SPD

8

2

10

SPD und andere

1

1

Freie Wähler (Landesvereinigung)

3

3

GRÜNE

1

1

Sonst. gemeinsame Wahlvorschläge

1

1

2

Wählergruppen

5

5

Zusammen

19

58

77

 

Oberbürgermeisterwahl[10]

Kreisfreie Stadt

Oberbürgermeister(in)

Wahlvorschlag

2008

Amberg

Michael Cerny

CSU

CSU

Ansbach

Carda Seidel

BAP/ÖDP

BAP-FW/ödp

Augsburg

Kurt Gribl

CSU

CSU

Coburg

Norbert Tessmer

SPD

SPD

Erlangen

Dr. Florian Janik

SPD

CSU

Fürth

Thomas Jung

SPD

SPD

Ingolstadt

Dr. Christian Lösel

CSU

CSU

Kaufbeuren

Stefan Bosse

CSU

CSU

Kempten (Allgäu)

Thomas Kiechle

CSU/

Freie Wähler-ÜP

CSU/

Freie Wähler-ÜP

München

Dieter Reiter

SPD

SPD

Nürnberg

Ulrich Maly

SPD

SPD

Passau

Jürgen Dupper

SPD

SPD

Regensburg

Joachim Wolbergs

SPD

CSU

Rosenheim

Gabriele Bauer

CSU

CSU

Schwabach

Matthias Thürauf

CSU

CSU

Schweinfurt

Sebastian Remelé

CSU

CSU

Straubing

Markus Pannermayr

CSU

CSU

Weiden i.d.OPf.

Kurt Seggewiß

SPD

SPD

Würzburg

Christian Schuchardt

CSU, FDP

und FW/WL

SPD

Bei den OB-Posten hat sich wenig verändert. Die CSU verlor Erlangen und Regensburg an die SPD, die SPD verlor Würzburg an einen gemeinsamen Wahlvorschlag der CSU, FDP und Freien Wähler. Die relative Schwäche der Unionsparteien in den Großstädten zeigt sich auch in Bayern, wo die SPD fast die Hälfte aller OBs stellt, was im Vergleich zu ihrem Anteil an Landräten (3 von 58) viel ist.

Landratswahl[11]

Landkreis

Landrat/Landrätin

Wahl-

Vorschlag

2008

Aichach-Friedberg

Klaus Metzger

CSU

CSU

Altötting

Erwin Schneider

CSU

CSU

Amberg-Sulzbach

Richard Reisinger

CSU

CSU

Aschaffenburg

Ulrich Reuter

CSU

CSU

Augsburg

Martin Sailer

CSU

CSU

Bad Kissingen

Thomas Bold

CSU

CSU

Bad Tölz-Wolfratshausen

Josef Niedermaier

FW

FW

Bamberg

Johann Kalb

CSU

CSU

Bayreuth

Hermann Hübner

CSU

CSU

Berchtesgadener Land

Georg Grabner

CSU

CSU

Cham

Franz Löffler

CSU

CSU

Coburg

Michael C. Busch

SPD

SPD

Dachau

Stefan Löwl

CSU

CSU

Deggendorf

Christian Bernreiter

CSU/

Junge Liste

CSU/

Junge Liste

Dingolfing-Landau

Heinrich Trapp

SPD

SPD

Donau-Ries

Stefan Rößle

CSU

CSU/

Junge Bürger

Eichstätt

Anton Knapp

CSU

CSU

Erding

Martin Bayerstorfer

CSU

CSU

Erlangen-Höchstadt

Alexander Tritthart

CSU

SPD

Forchheim

Dr. Hermann Ulm

CSU

FW

Freising

Josef Hauner

CSU

FW

Freyung-Grafenau

Sebastian Gruber

CSU

CSU/ Junge

Wähler Union

Fürstenfeldbruck

Thomas Karmasin

CSU

CSU

Fürth

Matthias Dießl

CSU

CSU

Garmisch-Partenkirchen

Anton Speer

FW

CSU

Günzburg

Hubert Hafner

CSU

CSU

Haßberge

Wilhelm Schneider

CSU

CSU

Hof

Oliver Bär

CSU

SPD

Kulmbach

Klaus Peter Söllner

FW/CSU

FW/CSU

Landsberg am Lech

Thomas Eichinger

CSU

CSU

Landshut

Peter Dreier

FW

CSU

Lindau (Bodensee)

Elmar Stegmann

CSU

CSU

Main-Spessart

Thomas Schiebel

FW

FW

Miesbach

Wolfgang Rzehak

GRÜNE

CSU

Miltenberg

Jens Marco Scherf

GRÜNE/SPD/

ödp

CSU

Mühldorf am Inn

Georg Huber

CSU

CSU

München

Christoph Göbel

CSU

SPD

Neu-Ulm

Thorsten Freudenberger

CSU

FW

Neuburg-Schrobenhausen

Roland Weigert

FW

CSU

Neumarkt in der Oberpfalz

Willibald Gailler

CSU

CSU

Neustadt an derAisch-Bad Windsheim

Helmut Weiß

CSU

FW/UWG

Neustadt an der Waldnaab

Andreas Meier

CSU

CSU

Nürnberger Land

Armin Kroder

FW

CSU

Oberallgäu

Toni Klotz

CSU

CSU

Ostallgäu

Maria Rita Zinnecker

CSU

FW

Passau

Franz Meyer

CSU/BU

CSU/BU

Regensburg

Tanja Schweiger

FW

CSU

Rhön-Grabfeld

Thomas Habermann

CSU

CSU

Rosenheim

Wolfgang Berthaler

CSU

CSU

Rottal-Inn

Michael Fahmüller

CSU

CSU

Schwandorf

Thomas Ebeling

CSU

SPD

Starnberg

Karl Roth

CSU

CSU

Straubing-Bogen

Josef Laumer

CSU

CSU

Tirschenreuth

Wolfgang Lippert

FW

FW

Traunstein

Siegfried Walch

CSU

CSU

Weilheim-Schongau

Andrea Jochner-Weiß

CSU

SPD

Wunsiedel im Fichtelgebirge

Karl Döhler

CSU

CSU

Würzburg

Eberhard Nuß

CSU

CSU

1) Stichwahl

Bei den Landräten bleibt die CSU-Dominanz bestehen, auch wenn sie sieben Posten an die Konkurrenz verlor, denn zehn Landratsämter gewann sie auch zurück. Bemerkenswert ist, dass die Grünen nun zwei Landräte stellen und dass Frauen (3 Landrätinnen von insg. 58) in der bayerischen Politik immer noch eine untergeordnete Rolle spielen (es gibt auch nur zwei Oberbürgermeisterinnen).

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunalwahlen_in_Bayern_2008

http://www.election.de/cgi-bin/showres_by14_dw.pl?land=by14kwdw&wahlkreis=Rottal-Inn

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Kommunalwahl in Bayern: Kein Triumphzug der CSU

Wahlen

In Bayern fanden die ersten Kommunalwahlen in Deutschland im Jahr 2014 statt. Sie können als erster Stimmungstest für die Große Koalition nach der Bundestagswahl und vor den Europawahlen sein. Allerdings werden in vielen Orten auch die kommunalen Themen im Vordergrund gestanden haben. Das landesweite Ergebnis von 2008 (bezogen auf Stadträte und Kreistage) sah so aus:

  % Vgl. zu 2002 LT-Wahl 2013
CSU 40,0 -5,5 47,7
SPD 22,6 -2,5 20,6
Wählergruppen 19,0 +3,4 9,0 (FW)
Grüne 8,2 +2,5 8,6
FDP 3,8 +1,8 3,3
Gemeinsame Wahlvorschläge von mehreren Parteien 2,5 -0,5
ödp 1,8 +0,5 2,0
Republikaner 1,0 -0,1 1,0
Sonstige 1,1 +0,4 7,8

Von den durch Mehrheitswahl bestimmten und am 1. Juli 2013 im Amt befindlichen 71 Landräten, 25 Oberbürgermeistern in kreisfreien Städten sowie 1.096 weiteren hauptamtlichen und 920 ehrenamtlichen Bürgermeistern waren laut Wikipedia 43,8 % auf Basis von Wahlvorschlägen unter Beteiligung der CSU, 12,8 % durch Wahlvorschläge unter Beteiligung der SPD und 43,4 % auf Basis anderer Wahlvorschläge gewählt.

Dieses Jahr musste die CSU wieder leichte Verluste hinnehmen und rutschte mit 39,7 % im Landesergebnis erstmals seit 1960 wieder unter 40 %. Auch die SPD verlor und erlangte nur 20,7 Prozent. Gewinner der Wahlen waren die Grünen, die um 2,0 % zulegten, und die Freien Wähler, die bei ihrer ersten Kommunalwahl als Bundespartei (früher waren sie ja nur als kommunale Wählergruppierung angetreten und später dann als landesweite Wählergruppe) 3,9 % der Stimmen gewannen. Die anderen Wählergruppen bleiben aber auch stark, FDP und LINKE verloren Stimmen und Mandate. Die AfD hat keine besonders großartigen Ergebnisse erzielt (München: 2,5 %, Augsburg: 5,9 %), was bei der konservativ-populistischen Konkurrenz durch die CSU nicht einfach war.

Übersicht:

    Stimmen %
Stimmberechtigte 2014 10051755 X
Veränd. +404454 X
Wähler/Wahlbeteiligung 2014 5531912 55,0
Veränd. -212598 -4,5
Ungültige Stimmzettel 2014 192427 3,5
Veränd. -23309 -0,3
Gültige Stimmzettel (gewichtete Stimmen) 2014 5339485 100
Veränd. -189289 X
davon
CSU 2014 2117432 39,7
Veränd. -96055 -0,3
SPD 2014 1102723 20,7
Veränd. -144948 -1,9
FREIE WÄHLER* 2014 206017 3,9
Veränd. +206017 +3,9
GRÜNE 2014 542122 10,2
Veränd. +90111 +2,0
Sonstige 2014 1371191 25,7
Veränd. -244414 -3,5
davon
sonstige Parteien 2014 358207 6,7
Veränd. -73653 -1,1
gemeinsame Wahlvorschläge 2014 195655 3,7
Veränd. +60025 +1,2
Wählergruppen 2014 817329 15,3
Veränd. -230786 -3,7
Von den sonstigen Parteien entfielen auf
FDP 2014 130644 2,4
Veränd. -78513 -1,4
ÖDP 2014 110646 2,1
Veränd. +9181 +0,3
REP 2014 22307 0,4
Veränd. -32256 -0,6
DIE LINKE 2014 26801 0,5
Veränd. -12672 -0,2
BP 2014 34663 0,6
Veränd. +10491 +0,2
AfD 2014 18148 0,3
Veränd. +18148 +0,3
PIRATEN 2014 9264 0,2
Veränd. +9264 +0,2
übrige Parteien 2014 5734 0,1
Veränd. +2704
Zusammenfassung der Parteien mit den
zugehörigen gemeinsamen Wahlvorschlägen
CSU sowie
CSU und andere
2014 2131621 39,9
Veränd. -98375 -0,4
SPD sowie
SPD und andere
2014 1102723 20,7
Veränd. -144948 -1,9
FREIE WÄHLER* sowie
FREIE WÄHLER und andere
2014 272526 5,1
Veränd. +272526 +5,1
GRÜNE sowie
GRÜNE und andere
2014 576946 10,8
Veränd. +84789 +1,9
FDP sowie
FDP und andere
2014 144119 2,7
Veränd. -87230 -1,5
ÖDP sowie
ÖDP und andere
2014 166729 3,1
Veränd. +14212 +0,3
REP sowie
REP und andere
2014 22307 0,4
Veränd. -32256 -0,6
DIE LINKE sowie
DIE LINKE und andere
2014 27837 0,5
Veränd. -11636 -0,2
BP sowie
BP und andere
2014 34663 0,6
Veränd. +10491 +0,2
AfD sowie
AfD und andere
2014 18148 0,3
Veränd. +18148 +0,3
PIRATEN sowie
PIRATEN und andere
2014 9264 0,2
Veränd. +9264 +0,2
übrige Parteien sowie
übrige gemeinsame Wahlvorschläge
2014 15273 0,3
Veränd. +6512 +0,1

Quelle: http://www.kommunalwahl2014.bayern.de/tabg1999.html

 

Die Ergebnisse der LINKE im Überblick:

Stadtrat

Ort

Art des Antritts

Ergebnis

Ansbach Offene Linke Ansbach 6,2 % (+3,2)
Aschaffenburg Bündnis 4,9 % (+0,1)
Augsburg DIE LINKE 3,2 % (-0,3)
Bamberg Linke Liste Bamberg 3,3 %(+3,3)
Coburg DIE LINKE 2,9 % (+2,9)
Erlangen Erlanger Linke 4,0 % (+4,0)
Freising DIE LINKE 4,2 %
Fürth DIE LINKE 4,4 % (+0,0)
Grafenwöhr DIE LINKE 8,17 %
Hof DIE LINKE 2,9 % (-1,7)
Ingolstadt DIE LINKE 3,0 % (-1,2)
Laufen DIE LINKE. Alternative Liste 5,3 %
Moosburg DIE LINKE 2,8 %
München DIE LINKE 2,4 % (-1,3)
Nürnberg Linke Liste Nürnberg 4,1 % (-0,7)
Regensburg DIE LINKE 3,1 % (-1,5)
Schweinfurt DIE LINKE 7,2 % (-1,4)
Wasserburg Linke Liste Wasserburg 4,2 %
Weißenburg Gemeinsamer Vorschlag von LINKE/Piraten 2,8 %
Würzburg DIE LINKE 2,8 % (-1,5)

Kreistag

Landkreis

Art des Antritts

Ergebnis

Donau-Ries DIE LINKE 2,4 % (-1,3)
Freising DIE LINKE 2,5 % (-0,9)
Haßberge Linkes Bündnis Haßberge 2,3 % (-1,8)
Schweinfurt DIE LINKE 3,8 % (-1,4)
Weißenburg Gemeinsamer Vorschlag von LINKE/Piraten 2,3 % (+2,3)

Bei den Ober-/Bürgermeister- sowie Landratswahlen gibt es noch einige Stichwahlen (30. März), feststeht bisher: „Bei den 77 Direktwahlen der Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte gewannen im ersten Wahlgang 40 Bewerber der CSU, je sieben Mal waren Sozialdemokraten und Wählergruppen erfolgreich“ (election.de). Unter http://www.election.de/cgi-bin/showres_by14.pl findet man auch eine schöne Karte, wo man für jeden Kreis und jede Stadt die entsprechenden Ergebnisse schnell findet.

Siehe auch:

http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/

http://www.jungewelt.de/2014/03-18/018.php

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Keine absolute Mehrheit für CSU – wie konnte das passieren?

Wahlen

Die Fernsehstationen wollten uns gestern irgendwas von einer absoluten Mehrheit in Bayern erzählen – für die CSU? Die Wahrheit sieht eher so aus:

CSU

30,5 %

SPD

13,2 %

FW

5,8 %

GRÜNE

5,5 %

Sonstige

9,0 %

Nichtwähler

36,1 %

Die größte Partei war bei einer Wahlbeteiligung von 63,9 Prozent, auf die die bayerischen Politiker (v. a. der CSU) so stolz sind, immer noch die Nichtwählerpartei. Dargestellt sind in der Tabelle die prozentualen Ergebnisse als Anteil an den Wahlberechtigten, also nicht wie immer verkündet wird als Anteil an den abgegebenen gültigen Stimmen (es gab übrigens 1,6 % ungültige Stimmen). Schön ist es schon, dass die Wahlbeteiligung nicht weiter sinkt, aber eine Steigerung von 57,9 auf 63,9 Prozent sollte bitte nicht zu Jubelstürmen führen. Die CSU wird trotz der „überragenden“ Wirtschaftsdaten in Bayern, nahezu Vollbeschäftigung und Überschüssen im Landeshaushalt nicht einmal von einem Drittel aller Wahlberechtigten gewählt. Ist das ein so überragender politischer (!) Erfolg für die CSU?

Oder deutet das Ergebnis nicht eher darauf hin, dass in Bayern viele Menschen – v. a. in den benachteiligten sozialen Klassen – nach 55 (!) Jahren Dauerherrschaft/Monarchie der CSU resigniert haben und sich von Wahlen keine Veränderung der sozialen Ungleichheit mehr erhoffen? Es war wahrscheinlich kein Zufall, dass der Bayerische Rundfunk am Vorabend der Wahl einen Themenabend „Für Die Royals“ u. a. mit Filmen über den Stotterkönig George VI. und die große Victoria gezeigt haben. CSU hat sich Bayern zu eigen gemacht und beides zu Synonymen erklärt. Das Schlimme ist, dass es v. a. das Landvolk glaubt. Und schade ist, dass für die Verteilung der Mandate nicht obiges Ergebnis zählt, sondern folgendes:

 

Prozent

±

Sitze

±

CSU

47,7

+4.3

101

9

SPD

20,6

+2.0

42

3

FW

9,0

-1.2

19

-2

GRÜNE

8,6

-0.8

18

-1

Sonstige, darunter:

14,1

FDP

3,3

-4.7

-16

LINKE

2,1

-2,2

BP

2,1

+1,0

ÖDP

2,0

Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Bayern_2013

http://www.tagesschau.de/inland/bayern-landtagswahl104.html

http://www.br.de/nachrichten/bayernwahl-vorlaeufiges-endergebnis-100.html

Wer wählte was warum?

Kommentar von tagesschau.de

 

Wird noch ergänzt

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