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Ergebnisse der Kommunalwahl in Halle

Wahlen

Dies sind die vorläufigen Ergebnisse der Kommunalwahl in Halle 2014 nach Wahlbereichen. Zur Erinnerung: Wahlbereich 1 umfasst Neustadt, Nietleben, Wahlbereich 2 Landrain, Frohe Zukunft, Trotha, Industriegebiet Nord, Gottfried-Keller-Siedlung, Giebichenstein, Seeben, Tornau, Mötzlich, Lettin, Heide-Nord/Blumenau, Kröllwitz, Heide-Süd, Dölauer Heide, Dölau, Wahlbereich 3 Nördliche Innestadt, Paulusviertel, Am Wasserturm/Thaerviertel, Gebiet der DR, Freiimfelde/Kanenaer Weg, Dieselstraße, Diemitz, Dautzsch, Reideburg, Büschdorf, Kanena/Bruckdorf, Wahlbereich 4 Altstadt, Südliche Innenstadt, Lutherplatz/Thüringer Bahnhof, Gesundbrunnen, Saaleaue und Wahlbereich 5 Südstadt, Damaschkestraße, Ortslage Ammendorf/Beesen, Radewell/Osendorf, Planena, Böllberg/Wörmlitz, Silberhöhe.

Hochburgen der Parteien sind fett markiert (Über die Hochburgen der Parteien siehe auch Hallespektrum).

Bereich Wahlbereich 01 Wahlbereich 02
Wahlberechtigte 38096 40387
Wähler/innen 12799 (33,6 %) 19951 (49,4 %)
Gültige Stimmen 34907 58057
CDU 21,12% 25,39%
DIE LINKE 35,63% 21,03%
SPD 19,22% 16,48%
GRÜNE 4,11% 11,41%
FDP 6,23% 4,88%
MitBürger 3,57% 9,07%
NPD 2,15% 0,84%
AfD 6,85% 3,57%
FREIE WÄHLER
Gellert
Hünniger
Dr. Ladig 0,97%
NEUES FORUM HALLE 1,13% 1,69%
Die PARTEI 1,53%
Sieber 3,14%

 

Bereich Wahlbereich 03 Wahlbereich 04
Wahlberechtigte 36495 37886
Wähler/innen 17722 (48,56 %) 15237 (40,21 %)
Gültige Stimmen 51493 44132
CDU 25,00% 25,73%
DIE LINKE 19,60% 23,29%
SPD 23,98% 17,57%
GRÜNE 13,53% 13,66%
FDP 3,04% 3,83%
MitBürger 5,75% 4,05%
NPD 0,69% 1,03%
AfD 3,45% 4,37%
FREIE WÄHLER 1,49%
Gellert 2,54%
Hünniger 0,53%
Dr. Ladig
NEUES FORUM HALLE 2,85% 1,91%
Die PARTEI 2,11%
Sieber

 

Bereich Wahlbereich 05 Gesamt- Ergebnis
Wahlberechtigte 41350 194214
Wähler/innen 14153 (34,22 %) 79862 (41,12 %)
Gültige Stimmen 38772 227361
CDU 27,82% 25,12%
DIE LINKE 30,96% 25,08%
SPD 18,40% 19,14%
GRÜNE 4,63% 10,05%
FDP 3,51% 4,23%
MitBürger 3,79% 5,60%
NPD 1,88% 1,22%
AfD 5,76% 4,58%
FREIE WÄHLER 2,30% 0,68%
Gellert 0,49%
Hünniger 0,10%
Dr. Ladig 0,25%
NEUES FORUM HALLE 0,94% 1,78%
Die PARTEI 0,87%
Sieber 0,80%

 

Sitzverteilung:

Bereich Gesamt-Ergebnis ± 2009 Sitze ± 2009
CDU 25,12% 0,4 14
DIE LINKE 25,08% 0,8 14
SPD 19,14% -0,1 11
GRÜNE 10,05% 1,3 6 1
FDP 4,23% -4,5 2 -3
MitBürger 5,60% -2,1 3 -1
NPD 1,22% -0,1 1
AfD 4,58% 4,58 3 3
FREIE WÄHLER 0,68% 0,68
Gellert 0,49% 0,49
Hünniger 0,10% 0,1
Dr. Ladig 0,25% 0,25
NEUES FORUM HALLE 1,78% -0,3 1
Die PARTEI 0,87% 0,87 1 1
Sieber 0,80% 0,8
Sonstige -2,6 -1

Daten von http://ris.halle.de/Wahl2014/Stadtrat/js/daten/index.html

Gewählte Bewerber (Quelle: Hallespektrum):

CDU:
– Andreas Schachtschneider
– Gernot Töpper
– Annegret Bergner
– Christoph Bernstiel
– Eberhard Doege
– Michael Sprung
– Bernhard Bönisch
– Harald Bartl
– Andreas Scholtyssek
– Ulrich Peinhardt
– André Cierpinski
– Ulrike Wünscher
– Michael Lämmerhirt
– Frank Sänger

Linke:
– Hendrik Lange
– Manuela Plath
– Erwin Bartsch
– Bodo Meerheim
– Anja Krimmling-Schoeffler
– Marcel Kieslich
– Rudenz Schramm
– Swen Knöchel
– Elisabeth Nagel
– René Trömel
– Josephine Jahn
– Ute Haupt
– Marion Krischok
– Katja Müller

SPD:
– Eigendorf, Eric
– Gottfried Koehn
– Kay Senius
– Rüdiger Fikentscher
– Karamba Diaby
– Detlef Wend
– Fabian Borggrefe
– Katharina Hintz
– Klaus Hopfgarten
– Johannes Krause
– Bernward Rothe

Grüne:
– Melanie Ranft
– Wolfgang Aldag
– Inés Brock
– Dietmar Weihrich
– Christian Feigl
– Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt

FDP:
– Andreas Hajek
– Hans-Dieter Wöllenweber

MitBürger:
– Tom Wolter
– Yvonne Winkler
– Denis Häder

NPD:
– Gerhard Pitsch

AfD:
– Gisela Wagner
– Markus Klätte
– Helmut-Ernst Kaßner

Neues Forum:
– Sabine Wolff

Die Partei:
– Thomas Schied

24 der 56 Stadträte sind neu im Rat. Bei den Linken sind neu dabei Manuela Plath, Anja Krimmling-Schoeffler, Marcel Kieslich, Josephine Jahn und Katja Müller, wieder im Stadtrat nach einer Pause ist Marion Krischok. Neu für die SPD sind der 22-Jährige Eric Eigendorf, Arbeitsagentur-Chef Kay Senius, Fabian Borggrefe und Bernward Rothe dabei. Neu für die Grünen dabei sind Melanie Ranft, Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt und Wolfgang Aldag. Yvonne Winkler, die sich einen Namen mit der Bürgerinitiative Pro Pauluspark gemacht hat, sitzt künftig für die MitBürger im Stadtrat. Neu im Stadtrat sind auch die Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD) und der Vertreter der Satiregruppierung „Die Partei“.

Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt (Grüne) ist mit 21 Jahren die jüngste Politikerin im Stadtrat.

Weitere Berichte:

MZ-Sonderseite

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Vorläufiges Ergebnis der Kommunalwahl Halle

Wahlen

(Quelle: http://ris.halle.de/Wahl2014/Stadtrat/js/daten/index.html)

Bereich Zwischenergebnis nach 155 von 162 Wahlbezirken (23:19 Uhr)
CDU 50579 25,08%
DIE LINKE 51918 25,74%
SPD 38972 19,32%
GRÜNE 19509 9,67%
FDP 8539 4,23%
MitBürger 10877 5,39%
NPD 2626 1,30%
AfD 9564 4,74%
FREIE WÄHLER 1445 0,72%
Gellert 790 0,39%
Hünniger 172 0,09%
Dr. Ladig 479 0,24%
NEUES FORUM HALLE 3341 1,66%
Die PARTEI 1804 0,89%
Sieber 1084 0,54%

Sitze:

LINKE, CDU je 14

SPD 11

Grüne 6

MitBürger, AfD je 3

FDP 2

NPD; Neues Forum, Die PARTEI je 1

Wahlbereich 1 (Halle-Neustadt): LINKE hält Hochburg – herzlichen Glückwunsch!

Bereich Wahlbereich 01 Vorläufiges Ergebnis (34 Wahlbezirke)
CDU 7371 21,12%
DIE LINKE 12437 35,63%
SPD 6710 19,22%
GRÜNE 1433 4,11%
FDP 2174 6,23%
MitBürger 1245 3,57%
NPD 750 2,15%
AfD 2391 6,85%
FREIE WÄHLER
Gellert
Hünniger
Dr. Ladig
NEUES FORUM HALLE 396 1,13%
Die PARTEI
Sieber

 

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Kommunalwahl: Die Wahlprogramme

Wahlen

Unter http://www.halle-waehlt.de finden sich die Wahlprogramme der Parteien zur halleschen Kommunalwahl am 25. Mai. Zuerst sollte man das Programm der LINKEN lesen, dann kann man sich den Rest wohl schon sparen. Wer es in aller Kürze wissenw ill, dem kann die Wahlzeitung der LINKEN helfen.

Die Macher dieser Internetseite haben auch eine sprachliche Analyse der Programme in Form von „Wortwolken“ erstellt (siehe Hallespektrum). Ob das wirklich hilft, bezweifle ich. Bei CDU, Linke und SPD kommen ähnliche Worte recht häufig vor, aber heißt das auch, sie stehen für die gleiche Politik? Wohl kaum, denn es kommt nicht auf die Zahl der Wörter an, sondern für welchen politischen Inhalt die Wort verwendet werden.

Schade ist, dass es bisher keine Wahlumfrage zur Kommunalwahl gegeben hat. Für Bundestagswahlen machen manche Institute jede Woche eine (was Blödsinn ist), aber für so eine Kommunalwahl reicht es nicht mal zu einer.

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Alle Kandidaten zur Kommunalwahl auf einen Blick

Wahlen

Im aktuellen Amtsblatt findet man nun alle Kandidaten zur Kommunalwahl in Halle: amtsblatt09-14

Laut Hallespektrum sind 190.840 Einwohner von Halle zur Europawahl wahlberechtigt, bei der Kommunalwahl sind es 194.963. Bei den Stadtratswahlen dürfen auch 2.740 Hallenser, darunter 39 EU-Bürger, ihre Stimme abgeben, die zwischen 16 und 18 Jahren alt sind. Die Kosten der Wahl betragen etwa 1 Euro pro Wahlberechtigten; wobei die gleichzeitig stattfindenden Europawahlen nicht von der Stadt bezahlt werden müssen.

Infos der LINKEN zur Kommunalwahl findet ihr unter http://www.dielinke-halle.de/wahlen/stadtrat_2014/.

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Kommunalwahl (II): Kandidatenkür geht weiter

Wahlen

Weitere Parteien und Wählergruppen nominieren ihre Kandidaten. So auch die größte parteilose Wählergruppe „MitBürger für Halle“ (Quelle: Hallespektrum):

Wahlbereich 1
Marcel Pythka
Mario Kerzel
Juliane Blech
Serdar Kaymak
Heiko Bergt

Wahlbereich 2
Tom Wolter
Martin Bauersfeld
Johannes Spengler
Ingrid Hoffmann Heinroth
Elke Schwabe
Thomas Wittenbecher
Conny Demuth

Wahlbereich 3
Yvonne Winkler
Matthias Erben
Matthias Weiland
Wolfgang Matschke
Matthias Dreßler
Thea Ilse
Stefan Wuttke

Wahlbereich 4
Denis Häder
Claudia Capeller
Julia Zirzlaff
Stefan Person
Dorothea Vent
Georgios Kapetsis

Wahlbereich 5
Manfred Sommer
Annette Wunderlich
Carsten Hoheisel
Steffen Strykowski
Joachim Knauerhase

Die AfD hat folgende Kandidaten aufgestellt (Quelle: Hallespektrum):

Wahlbereich 1:
– Alexander Raue
– Gisela Wagner

Wahlbereich 2:
– David Hügel
– Oliver Dick
– Markus Klätte

Wahlbereich 3:
– Thomas Rateiczak
– Ines Wolter
– Dirk Domicke
– Detlev Steinkampf

Wahlbereich 4:
– Marcus Geppert
– Torsten Radtke
– Gerd Bungenberg
– Burkhard Bader
– Frau Bungenberg
– Martin Sehrndt

Wahlbereich 5:
– Dipl.-Phys. Helmut-Ernst Kaßner
– Gernot Nette

Zu den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt treten insgesamt 17 Parteien an. Dazu kommt das Neue Forum und eine weitere Gruppierung, denen keine Parteieigenschaft zugesprochen wurde. Die Liste findet ihr auch bei Hallespektrum.

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Kommunalwahl (I): Parteien in Halle küren Kandidaten

Wahlen

DIe Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt sind nicht mehr fern (Termin: 25.05.2014, parallel zur Europawahl). Das merkt man unter anderem daran, dass die Parteien und Freien Wählervereinigungen ihre Kandidaten küren. Folgende Parteien haben ihre Listen für Halle schon zusammengestellt:

LINKE (Quelle: Hallespektrum):

Wahlbereich 1 (Neustadt, Nietleben):
1. Hendrik Lange (37 Jahre) (124 Ja, 8 Nein , 6 Enthaltungen)
2. Manuela Plath (29 Jahre)
3. Frigga Schlüter-Gerboth (63 Jahre)
4. Erwin Bartsch (74 Jahre)
5. Heike Deuerling-Kalsow (43 Jahre)
6. Daniel Möbus (23 Jahre)

Wahlbereich 2 (Landrain, Frohe Zukunft, Trotha, Industriegebiet Nord, Gottfried-Keller-Siedlung, Giebichenstein, Seeben, Tornau, Mötzlich, Lettin, Heide-Nord/Blumenau, Kröllwitz, Heide-Süd, Dölauer Heide, Dölau):
1. Dr. Bodo Meerheim (54 Jahre) (132 Ja, 3 Nein, 3 Enthaltungen)
2. Anja Krimmling-Schoeffler (34 Jahre)
3. Marcel Kieslich (31 Jahre)
4. Dirk Gernhardt (28 Jahre)
5. Christian Kirchert (33 Jahre)

Wahlbereich 3 (Nördliche Innestadt, Paulusviertel, Am Wasserturm/Thaerviertel, Gebiet der DR, Freiimfelde/Kanenaer Weg, Dieselstraße, Diemitz, Dautzsch, Reideburg, Büschdorf, Kanena/Bruckdorf):
1. Rudenz Schramm (59 Jahre) (129 Ja, 6 Nein, 3 Enthaltungen)
2. Sarah Heinemann (25 Jahre)
3. Swen Knöchel (40 Jahre)
4. Renate Krimmling (59 Jahre)
5. Mamad Mohamad (33 Jahre)
6. Henninger Lübbers (26 Jahre)

Wahlbereich 4 (Altstadt, Südliche Innenstadt, Lutherplatz/Thüringer Bahnhof, Gesundbrunnen, Saaleaue):
1. Elisabeth Nagel (47 Jahre) (133 Ja, 5 Enthaltungen)
2. René Trömel (48 Jahre)
3. Marianne Böttcher (50 Jahre)
4. Hans-Jürgen Krause (54 Jahre)
5. Josephine Jahn (26 Jahre)
6. Sten Meerheim (30 Jahre)

Wahlbereich 5 (Südstadt, Damaschkestraße, Ortslage Ammendorf/Beesen, Radewell/Osendorf, Planena, Böllberg/Wörmlitz, Silberhöhe):
1. Ute Haupt (56 Jahre) (132 Ja, 6 Nein, 3 Enthaltungen)
2. Frank Rösler (23 Jahre)
3. Marion Krischok (60 Jahre)
4. Jan Rötzschke (26 Jahre)
5. Katja Müller (34 Jahre)

FDP (Quelle: Hallespektrum):

Wahlbereich 1:
Andreas Hajek (79,6%)
Klaus Adam (40,7%)
Sören Kohse (40,7%)
Dr. Jörg Erdsack
Dagmar Loos
Dr. Wilfried Fuchs
Thomas Mergen
Jürgen W. Schmidt
Dr. Horst-Joachim Erbe

Wahlbereich 2:
Dr. Hans-Dieter Wöllenweber (57,4%)
Thoralf Thämelt (46,3%)
Dr. Renate Thiele (29,6%)
Temba Schuh
Olaf Schöder
Uwe Detloff
Undine Klein
Dr. Klaus Röhl
Florian Endt
Kerstin König
Ralf Scheibe

Wahlbereich 3:
Beate Fleischer (66,0%)
Thomas Hoffmann (50,9%)
Helga Schubert (43,4%)
Robert Gmeiner
KLaus Hänsel
Frank Sitta
Andreas Godenrath
Markus Dunkel
Siefried Rademacher
Ingo Herrmann

Wahlbereich 4:
Peter Kehl (67,9%)
Katja Raab (64,2%)
Stefan Thormann (43,4%)
Karin Bauermeister
Yana Mark
Wolfgang Bartels
Steffen Matz

Wahlbereich 5:
Martin Hoffmann (66,0%)
Gerry Kley (54,7%)
Achim Kertscher (39,6%)
Birgit Kansy
Michael Labuschke
Petra Meißner
Frank Ludwig

SPD (Quelle: Hallespektrum):

Wahlbereich 1
Eric Eigendorf
Gabriele Maier
Gottfried Koehn
Annett Berkes
Satenik Roth
Günter Kraus
Christian-Heinrich Wunderlich
Carlo Wegener
Steven Mansour
Andreas Schmidt

Wahlbereich 2
Kay Senius
Rüdiger Fikentscher
Chris Rüdrich
Anika Knüppel
Christian Annecke
Kora Maurer
Lukas Wanke
Matthias Schmidt
Tobias Born
Magnus Neubert
Jonas Ganter
Volker Schwerdtner

Wahlbereich 3
Karamba Diaby
Birgit Meininger
Detlef Wend
Annika Seidel-Jähnig
Fabian Borggrefe
Felix Peter
Holger Krause
Clemens Wagner
Sibylle Reinhardt
Rene Pankrath
Marcel Muschter
Alexander Lubenow
Karolin Heyne

Wahlbereich 4
Katharina Hintz
Klaus Hopfgarten
Marcel Dörrer
Jonas Liebing
Christian Uhlig
Albrecht Riedel
Igor Matviyets
Christoph Kirchner
Steffen Stahl
Jürgen Weißbach
Miriam Hack

Wahlbereich 5
Johannes Krause
Bernward Rothe
Burkhard Feißel
Franca Meye
Torsten Schiedung
Irmgard Lawnik
Jürgen Schiedlowski
Paul Hoyer
Torsten Krüger
Maria Schuster
Klaus-Uwe Heinicke
Tobias Neumann
Andreas Tilgner

CDU (Quelle: Hallespektrum):

Wahlbereich 1:
1. Andreas Schachtschneider (99 Ja-Stimmen von 110)
2. Petra Tomczyk-Radji (72 Ja-Stimmen)
3. Gernot Töpper (86 Ja-Stimmen)
4. Beate Bechmann (76 Ja-Stimmen)
5. Olga Ebert (91 Ja-Stimmen)
6. Manfred Czok (98 Ja-Stimmen)
7. Helmut Herbrich (73 Ja-Stimmen)
8. Atilla Bistriker (75 Ja-Stimmen)

Wahlbereich 2:
1. Annegret Bergner (69 Ja-Stimmen von 108)
2. Christoph Bernstiel (99 Ja-Stimmen von 108)
3. Matthias Havranek (94 Ja-Stimmen von 108)
4. Axel Hesse (65 Ja-Stimmen von 108)
5. Dirk Radde (69 Ja-Stimmen von 108)
6. Klaus Bardo (76 Ja-Stimmen von 108)
7. Günter Herrmann (85 Ja-Stimmen von 108)
8. Eberhard Doege (76 Ja-Stimmen von 108)
9. Christoph Haredt (82 Ja-Stimmen von 108)
10. Mathias Ulmer (96 Ja-Stimmen von 108)
11. Ralf Lehmann (58 Ja-Stimmen von 108)

Wahlbereich 3:
1. Bernhard Bönisch (76 Ja-Stimmen von 109)
2. Roland Hildebrandt (61 Ja-Stimmen von 109)
3. Michael Sprung (83 Ja-Stimmen von 109)
4. Ralf John (85 Ja-Stimmen von 109)
5. Harald Bartl (86 Ja-Stimmen von 109)
6. Manuela Theuring (63 Ja-Stimmen von 109)
7. Christian Kenkel (91 Ja-Stimmen von 109)
8. Frank Segebarth (66 Ja-Stimmen von 109)
9. Axel Knapp (70 Ja-Stimmen von 109)
10. Bede Nwancha (91 Ja-Stimmen von 109)
11. Ingo Kautz (79 Ja-Stimmen von 109)
12. Francois Girard (63 Ja-Stimmen von 109)

Wahlbereich 4:
1. Andreas Scholtyssek (82 Ja-Stimmen von 106)
2. Ulrich Peinhardt (82 Ja-Stimmen von 106)
3. Heike Wießner (82 Ja-Stimmen von 106)
4. Andre Cierpinski (86 Ja-Stimmen von 106)
5. Werner Misch (54 Ja-Stimmen von 106)
6. Lothar Dieringer (75 Ja-Stimmen von 106)
7. Stefan Schulz (77 Ja-Stimmen von 106)
8. Jürgen Busse (69 Ja-Stimmen von 106)
9. Roland Sessner (84 Ja-Stimmen von 106)
10. Mario Schaaf (86 Ja-Stimmen von 106)
11. Tobias Kühne (89 Ja-Stimmen von 106)

Wahlbereich 5:
1. Ulrike Wünscher
2. Joachim Geuther
3. Michael Lämmerhirt
4. Frank Sänger
5. Julian Rosenberger
6. Maik Naumann

Bündnis 90/Grüne (Quelle: Hallespektrum):

Wahlbereich 01:
1. Andreas Müller
2. Sandra Loley
3. Dr. Gerhard Kotte

Wahlbereich 02:
1. Melanie Ranft
2. Wolfgang Aldag
3. Elisabeth Krausbeck
4. Grit Michelmann
5. Stephan Kindling
6. Volker Preibisch

Wahlbereich 3:
1. Dr. Inés Brock
2. Dietmar Weihrich
3. Birgitt Berthold
4. Henrik Helbig
5. Rebecca Plassa
6. Dr. Werner Lederer
7. Dennis Helmich
8. Stephan Arnold
9. Roland Gruner

Wahlbereich 04:
1. Christian Feigel
2. Marko Rupsch
3. Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt
4. Ulrike Rühlmann
5. Gerit Kranich
6. Mandy Stobbe
7. Daniel Rumpold

Wahlbereich 05:
1. Dr. Sebastian Kranich
2. Julia Burghardt
3. Steffen Ahrens
4. Torsten Bau
5. Marcus Pöckelmann

Zur Wahl wird auch eine neue Liste mit dem Namen “SoLiDe” (Soziale – Liberale – Demokraten) unter Führung des ehem. OB-Wahlkandidaten der Piraten, Christian Kunze, antreten. Die Kandidatenliste ist aber noch nicht bekannt. Mehr zum Thema hier und hier.

Weitere Berichte zur Kommunalwahl in Halle:

Langjährige Stadträte führen die Linkspartei

Gerry Kley tritt zurück

Kay Senius für SPD auf Listenplatz eins

Machtkampf in der halleschen CDU bleibt aus

Grüne schicken Kandidaten ins Rennen

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Bundestagswahl (4): Wahlkampf in Halle

Bundestagswahl 2013, Wahlen

Am gestrigen Montag hat der DGB zu einem Wahlforum eingeladen, auf dem sich alle halleschen Direktkandidaten präsentieren durften. Bis auf Dirk Domicke (AfD), Rolf Dietrich (NPD) und dem parteilosen Einzelbewerber Martin Bauersfeld haben sich alle Kandidaten den Fragen der Gewerkschaft gestellt. Die Themen waren Mindestlohn und Leiharbeit, Bildung und Fachkräftemangel, Mobilität und Verkehr, Renten, Steuerflucht und Steueroasen, Europa sowie NSA-Überwachungsskandal. In der Schlussrunde wurde noch eine Frage zur Kultur gestellt. Einen wirklich sehr ausführlichen, guten Bericht kann man bei Hallespektrum nachlesen.

Welches Fazit kann man ziehen? Für politisch gut informierte Besucher gab es wenig Neues zu hören. Frau Piepers drittes Wort war – natürlich – der Mittelstand, der der FDP angeblich so am Herzen liegt (in Wahrheit macht die FDP Klientelpolitik für gut verdienende Selbstständige und die Großkonzerne). Und sie konnte es auch nicht lassen, mal wieder auf die angeblich beste Sozialpolitik hinzuweisen, das sei nämlich gute Bildungspolitik, denn Bildung schafft Aufstiegschancen. Ich will nicht abstreiten, dass Leute mit gutem Schulabschluss bessere Chancen haben, als Leute ohne jeden Abschluss. Aber in dieser Pauschalität trifft der Spruch eben nicht zu. In Deutschland schon nicht (warum müssen junge Akademiker zunehmend unter prekären Arbeitsbedingungen schuften?), in Südeuropa schon gar nicht, wo viele gut ausgebildete Akademiker keinen Job finden, weil es keine Jobs gibt. Aber die FDP wird nie begreifen, dass es nicht an mangelnder Bildung der Individuen liegt, dass sie keinen Job finden, sondern weil schlicht nicht genug Jobs da sind (die der Qualifikation der Arbeitssuchenden entsprechen). Herr Bergner machte beim Thema Rentenangleichung Ost an West die üblichen Ausreden und stellte sich entsprechend in schlechtes Licht.

Interessant war das Wahlforum trotzdem, und zwar wegen der Einladung auch der Kandidaten der Parteien, die nicht im Bundestag sitzen. Der Pirat Stephan Schurig war, wie man es von den jungen Politikeinsteigern kennt, etwas konfus und unsicher; aber sein Beitrag zu einem fahrscheinlosen (nicht kostenlosen) ÖPNV war durchaus nachdenkenswert. Ansonsten wollen die Piraten vieles erst die Bürger entscheiden lassen, sodass sie zu bestimmten Themen keine Antwort geben könnten (z. B. neues Rentensystem). Bei den Freien Wählern geht es auch um mehr Partizipation für die Bürger und auch um gute Rahmenbedingungen für Unternehmen. Der Stimmungsmacher war aber eindeutig der Straßenbahnfahrer von der MLPD (Frank Oettler). „Soziale Gerechtigkeit im Kapitalismus zu verlangen ist ein Traum, der nicht in Erfüllung geht“, war so ein Klartextspruch. Bei vielen Themen machte er darauf aufmerksam, dass Problemlösungen lediglich mittels internationaler Revolution und Kampf der Arbeiter zu erreichen sind. In dieser Radikalität muss nicht jede seiner Forderung unterstützenswert sein, aber die Grundrichtung, dass umfassende gesellschaftliche Änderungen für die anstehenden (sozial-ökonomischen) Probleme in Deutschland und Europa notwendig sind, kann nicht von der Hand gewiesen werden. Oettler erntete auch mehrmals großen Applaus von den Anwesenden.

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Halle-Silberhöhe als Beispiel der Ausgrenzung bestimmter Menschengruppen in der Gesellschaft

Antikapitalismus

Nachfolgende dokumentiere ich einen von mir verfassten Leserbrief zum MZ-Bericht „Leere Läden – leere Gesichter“, der sich mit dem halleschen Stadtteil Silberhöhe beschäftige und auf einem Erlebnisbericht einer dort wohnenden Studentin basiert. Halle-Silberhöhe, aber auch Neustadt gelten für mich als Beispiele der Ausgrenzung bestimmter Menschengruppen in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. Hier sind die Folgen eines perversen, die Gesellschaft spaltenden Gesellschaftssystems exemplarisch zu beobachten.

Leserbrief:

Ich kann als Bewohner von Halle-Neustadt die Beobachtungen von Jana Mischke in Silberhöhe gut nachvollziehen, ohne die genauen Verhältnisse vor Ort zu kennen. Die gleichen Beobachtungen von gesellschaftlich marginalisierten Menschen („Menschen in Jogginghosen, die unbeschäftigt in kleinen Grüppchen herumsitzen und Bier trinken“) kann man auch jeden Tag in Neustadt machen. In Bussen sieht und riecht man Menschen, denen ihre Armut, Ausgegrenztheit und ihr sozialer Abstieg anzumerken sind. Mit solchen Beobachtungen sollen doch nicht solche Menschen herabgewürdigt werden, die inmitten des Stadtteils noch einem geregelten, normalen bürgerlichen Leben mit täglicher Arbeit und kulturellen Interessen nachgehen. Selbstverständlich gibt es in Neustadt und Silberhöhe nicht nur verwahrloste Menschen, nicht nur randalierende Jugendliche.

Aber all dies hilft doch der nicht zu übersehenden Gruppe von Menschen, die (z. T. über mehrere Generationen) keine Chance haben, jemals wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen und ein autonomes, von staatlichen Transferleistungen unabhängiges Leben zu führen, nicht. Alle, denen es hier gut geht, können doch nicht übersehen, dass es vielen anderen Menschen viel schlechter geht. Diesen Menschen wurde im Zuge der Deindustrialisierung nach 1990 zuerst die Arbeit und dann spätestens nach den Hartz-Reformen vom Jobcenter und anderen staatlichen Institutionen die Würde genommen. Fördern und fordern war das Leitmotto, doch vielfach bleibt es beim fordern. Wer geht wirklich auf die Bedürftigen, auf ihren Einzelfall zu und kümmert sich in sozialer, würdevoller Weise um ihr Schicksal? Das Jobcenter? Jeder, der diese Behörde einmal von innen gesehen hat und sie kennenlernen musste, weiß, dass dort das unmenschliche bürokratische Abarbeiten von Fällen vorherrscht, wo auf individuelle Problemlagen gerne mal keine Rücksicht genommen wird, weil den Mitarbeitern dazu auch die Qualifikation bzw. die Zeit fehlt. In Wirklichkeit will die herrschende Politik doch auch, dass mit den Arbeitslosen, denen man nicht selten die soziale Hängematte vorwirft, nicht allzu zimperlich umgegangen wird.

Und da kommen wir zu den Ursachen des Elends, das Frau Mischke richtig beobachtet: Was auf der Silberhöhe und in Neustadt zu beobachten ist, kann in allen sogenannten Problemvierteln der Großstädte beobachtet werden. Es sind dies die Ergebnisse unserer herrschenden bürgerlich-kapitalistischen Leistungs- und Ellenbogengesellschaft, wo die Stärkeren gewinnen und der große Rest sehen muss, wo er bleibt. Und die Gewinner bleiben weitgehend unter sich, schanzen sich in eigenen vornehmen Vierteln von der Unterschicht ab und pflegen ihre bürgerlichen Tugenden. Die von Frau Mischke nicht gewusste Lösung kann meines Erachtens nicht im Kleinen liegen, denn die Ursachen der Probleme der von ihr beobachteten Menschen sind eben nicht selbst verschuldet, sondern systemimmanent. Wir alle müssten unsere Gesellschaft grundlegend anders organisieren. Es müssten diejenigen belohnt werden, die Werten wie Toleranz, Rücksichtnahme, Solidarität, Bescheidenheit und Gemeinwohl dienen und nicht solche Menschen, denen es um rücksichtlose Gewinnoptimierung, bedingungsloses Leistungsstreben und Ehrgeiz um des Ehrgeiz willen geht. Diese Lösung kann eine Kommune wie Halle allein nicht bieten. Hier braucht es eine bundespolitische Umwälzung, bei denen die Menschen, die mit den herrschenden Zuständen nicht zufrieden sind („die nicht mehr zu Halle gehören“), den Herrschenden die Rote Karte zeigen und eine neue Politik wählen müssten. Leider fehlt der Mehrheit dafür der Mut oder das weitsichtige Denken über den eigenen Kleingarten hinaus.

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Blamage für hallesche Linke bei OB-Wahl

Wahlen

Die Hallenser  bzw. 34,8 % der Hallenser haben entschieden, wer ihr neues Stadtoberhaupt sein soll. Die Wahlbeteiligung stieg also um zwei Prozent, was nicht viel ist, aber immerhin ein Fortschritt. Es ist bekanntlich ein allgemeines Problem in unserer Demokratie bürgerlich-kapitalistischen Typs, den vorgeblichen Souverän zur Wahl zu motivieren. Doch auf der kommunalen Ebene sind die Probleme noch größer als sonst, weil es zum einen nur um sehr profane Probleme geht (die richtig harten Beschlüsse über Krieg und Frieden, Ausgestaltung von Sozial- und Arbeitsrecht etc. werden nun einmal auf nationaler und europäischer Ebene beschlossen) und zum anderen die Grenzen des Spielraums politischen Handelns in einer dauerhaft finanziell klammen Stadt wie Halle sehr eng gesetzt sind. Wo kein Geld ist, kann nur wenig gestaltet werden. Wenn dann noch bestimmte Stadtteile wie Halle-Neustadt zugunsten einer „Überpräsenz“ am Markt bzw. in der Innenstadt im Wahlkampf vernachlässigt werden, dann braucht man sich über Beteiligungsraten unter 20 % in bestimmten Vierteln der Stadt nicht wundern.

Das Ergebnis des ersten Wahlgangs kann hier detailliert betrachtet werden. Die Rangfolge der Kandidaten lautet: Bernhard Böhnisch 35,30 %, Bernd Wiegand 19,88 %, Kay Senius 17,39 %, Swen Knöchel 12,41 %, Oliver Paulsen 8,34 %, Christian Kunze 3,25 %, Antje Schwarz 1,54 %, Andreas Karl 0,96 % und Ingolf Schöppe 0,92 %. Damit kommt das Ergebnis den Umfragewerten sehr nahe und bedeutet demnach ein blamables Ergebnis für die linken und mitte-links Parteien SPD, Linke, Grüne und Piraten. Die Piraten durften wohl kaum mehr als drei Prozent erwarten. Auch die Grünen können mit ihrem Ergebnis aus meiner Sicht zufrieden sein, obwohl sie bei der letzten Landtagswahl 2011 in Halle 12,9 % der Stimmen bekamen. Desolat ist das Ergebnis der SPD und der Linken. Die Linke hat immer Schwierigkeiten, auch im Osten, Bürgermeister- oder Landratsämter zu gewinnen. Aber das Swen Knöchel selbst in Neustadt nicht über magere 18 bis 21 % hinauskommt, deutet auf einen schwachen Wahlkampf und ungenügende Thematisierung der Probleme in Neustadt hin.

Die SPD hat es trotz eines aufwendigen Wahlkampfs nicht geschafft ihren Kandidaten Kay Senius, der anfangs sehr unbekannt in Halle war, den Bürgern „schmackhaft“ zu machen. Sie hat es geschafft, nach 13 Jahren Regentschaft in Halle nicht einmal in die Stichwahl zu kommen. Das sollte der Landespartei zu denken geben, in der MZ wird schon über Auswirkungen auf die Landes-SPD spekuliert. Statt kostenlosen Kaffee unter den Studierenden zu verteilen, sollte die SPD zukünftig überlegen, lieber gestandene SPD-Stadträte wie Johannes Krause statt unbekannte Beamte aus der unbeliebten Arbeitsagentur als Kandidaten auszuwählen.

Erfreulich schlecht war das Ergebnis der NPD, die aber außer Plakaten und deutschtümelnde Postkarten nicht viel Aufwand betrieben hat. In der Stichwahl haben die Linken nun die Wahl ähnlich wie zwischen Pest und Cholera. Gut, Herr Böhnisch ist ein respektabler, kompetenter Kommunalpolitiker mit gutem Draht nach Magdeburg – insofern sollte er nicht auf eine Stufe mit dem pseudo-visionären Bürokraten Wiegand gestellt werden. Doch ein Kreuz bei einem CDU-Mann zu machen, ist für mich und viele anderen Anhänger linker Ideen sehr schwierig. Zu überlegen bleibt, ob den beiden Kandidaten mit einer ungültigen Stimme nicht die rote Karte gezeigt werden sollte. Ich bin mir noch nicht sicher und werde wohl erst am 15. Juli entscheiden.

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Nächsten Sonntag in Halle: Oberbürgermeisterwahl

Wahlen

Diesen Sonntag stellen sich acht Männer und eine Frau den halleschen Wählern zur Wahl des neuen Oberbürgermeisters. Amtsinhaberin Dagmar Szabados (SPD) trat aus Altersgründen nicht noch einmal an. Halle wird seit 1999 von der SPD regiert. 2006 wurde Szabados in der Stichwahl gegen den CDU-Konkurrenten Böhnisch, der auch dieses Jahr antritt, mit 54,6 % gewählt (Halle.de). Damals erhielt im ersten Wahlgang Szabados 41,0 %, Böhnisch 24,5 %, Bodo Meerheim (Die Linke) 18,6 %. FDP und Grüne schickten damals keine eigenen Kandidaten ins Rennen, dafür gab es neun parteilose Kandidaten. Dieses Jahr treten „nur“ drei parteilose Kandidaten an: Dr. Bernd Wiegand, Antje Schwarz und Ingolf Schöppe. Die FDP verzichtet wieder auf einen Kandidaten (sie hätte eh keine Chance gehabt), die Grünen versuchen es mit dem Landes-Vorsitzenden der Heinrich-Böll-Stiftung Oliver Paulsen. Die Linke schickt diesmal ihren Stadtverbandschef Swen Knöchel in die Wahl und die SPD den in Halle zunächst relativ unbekannten Regionaldirektor der Arbeitsagentur, Kay Senius. Kaum Erwähnung fand bisher, dass auch die NPD wieder mit Andreas Karl Flagge zeigt, der vor sechs Jahren 1,7 % der Stimmen bekam.

Es gab zwei Umfragen vor der Wahl, nach denen feststeht, dass es wie all die Jahre wieder zu einer Stichwahl kommen wird. Sicher dabei sein wird der CDU-Kandidat Böhnisch, der in beiden Umfragen mit 36 % deutlich vor der (linken) Konkurrenz steht. Bei der zweiten Umfrage hat sich Kay Senius (SPD) auf den zweiten Platz verbessert, er käme auf 18 %. Er liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem parteilosen Bernd Wiegand (derzeitiger Dezernent und in einem fast permanenten Clinch mit der aktuellen OB Szabados), der zuletzt auf 15 % Zustimmung stieß. Knapp hinter ihm liegt Swen Knöchel (LINKE) mit 12 %. Völlig aussichtslos sind der Grüne Oliver Paulsen (8 %) und der Pirat Christian Kunze (5 %) sowie die sonstigen Kandidaten (zusammen 6 %). Gerade die Grünen müssen sich fragen lassen, was sie mit ihrer Kandidatur bezwecken wollen. Ihnen muss klar sein, dass sie in einer ostdeutschen Großstadt keine Chance auf eine grüne Mehrheit haben, schließlich sind wir in Halle sozialstrukturell nicht im Prenzlauer Berg. Und bei aller Pointierung grüner Positionen – wäre es nicht strategisch sinnvoller gewesen, Kay Senius zu unterstützen (oder Swen Knöchel), um einen der linken Kandidaten gegen Böhnisch sicher in die Stichwahl zu bekommen? So droht momentan, dass gegen Böhnisch ein Parteiloser in die Stichwahl gehen könnte, dessen charakterliche Befähigung, dieses Amt auszuführen, zumindest angezweifelt werden darf. An einem Dauerclinch zwischen zwei Führungspersonen sind zwar meist immer beide beteiligt und mitschuldig, doch es kann ja kein Zufall sein, dass Wiegand immer mehr Zuständigkeiten entzogen worden sind. Er wollte mit der Brechstange seine persönliche Referentin durchsetzen, obwohl diese nur die Schwangerschaftsvertretung für die vorherige Referentin war – eine interessante Rechtsauffassung, die Herr Wiegand in diesem Streit vertreten hat. Das Einzige, was ihn für viele Umfrageteilnehmer wohl beliebt macht, ist seine Parteiunabhängigkeit, doch das ist kein Wert an sich – viele Leute haben eine derart allgemeine Anti-Parteien-Verbitterung, dass persönliche Eigenschaften eines Kandidaten scheinbar nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Wer sich über die inhaltlichen Konzepte der Kandidaten informieren will, wird bei allen Kandidaten mit Webseiten versorgt:

http://www.bernhard-boenisch.de/

http://www.swen-knoechel.de/

http://www.facebook.com/PiratenHalle

http://www.oliver-paulsen.de/

http://www.kay-senius.de/

http://www.bwiegand.de/

http://www.antjeschwarz-halle.de/

http://www.hansestadt-halle.de/ (Ingolf Schöppe)

Auch die MZ gibt sich Mühe, umfangreich über die Wahl zu berichten, hier ist ihre Sonderseite. Außerdem bietet sie eine Art Wahl-O-Mat, wie ihn auch die Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt hat, an. Informationen gibt es auch beim MDR, hier zu finden.

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60 Jahre Ermordung Philipp Müllers

Was sonst noch in der Welt passiert

Vor wenigen Wochen hat der Stadtrat der Stadt Halle bzw. eine Mehrheit von SPD und CDU beschlossen, die Philipp-Müller-Straße in Willy-Brandt-Straße umzubenennen. Bei sechs Enthaltungen votierten LINKE, MitBürger (freie Wählergruppe) und FDP gegen diese Umbenennung. Bevor diese Entscheidung kommentiert werden soll, will ich über den historischen Hintergrund berichten.

Philipp Müller war seit 1948 Mitglied der (westdeutschen) FDJ, später auch der KPD. 1952 organisierten verschiedene Jugendorganisationen unter Leitung des dortigen Pfarrers Herbert Mochalski in Darmstadt eine „Jugendkarawane gegen Wiederaufrüstung und Generalvertrag“, die sich gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands im Rahmen der Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) unter Konrad Adenauer (CDU) richtete. Am 10. Mai verbot der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold (CDU), der zugleich Ministerpräsident war, die Demonstration mit der Begründung, dass wegen weiterer Veranstaltungen nicht genug Polizeikräfte zur Verfügung stünden. Dennoch fanden sich etwa 30.000 Personen, die an verschiedenen Orten in Essen kleinere Veranstaltungen organisierten, weil sie bereits auf dem Weg nach Essen waren.

Ein Kommissar Knobloch erteilte den Schießbefehl auf die Demonstrierenden, später wurde behauptet, diese hätten auf die Polizei geschossen, die dann dazu gezwungen gewesen sei, das Feuer zu erwidern. Zwei Kugeln eines Polizisten trafen Philipp Müller, eine davon sein Herz tödlich. Durch Polizeikugeln schwer verletzt wurden außerdem der Sozialdemokrat Bernhard Schwarze aus Kassel und der Gewerkschafter Albert Bretthauer aus Münster. Nach Zeitzeugenberichten ging die Gewalt von der Polizei aus, doch kein einziger Polizeibeamter wurde verurteilt – die bürgerlichen Medien behaupteten das genaue Gegenteil als die Zeugen. Der 11. Mai 1952 ging als Essener Blutsonntag in die Geschichte ein. Philipp Müller kann als erster aus politischen Gründen erschossener Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg gelten. Ihm zu Gedenken war in der DDR selbstverständlich, aber auch in Westdeutschland gibt es einige Philipp-Müller-Straßen und Ähnliches.

Seit 1990 ist es gewohnte Praxis in ostdeutschen Städten, die Namen hoher und weniger bedeutender Kommunisten aus dem Straßenbild zu tilgen. Nun hat es in Halle die Philipp-Müller-Straße erwischt, die der Willy-Brandt-Straße weichen muss. Warum? „Uns geht es in erster Linie um die Ehrung von Willy Brandt. Für jemanden der sich für Entspannung und die Politik des Friedens eingesetzt hat“, sagte SPD-Stadtrat Fikentscher. Ein weiterer Grund war, dass sich das Lokal, in dem 1890 der Parteitag stattfand (die heutige Schorre), in dieser Straße befand. Die FDP, in Person von Gerry Kley, begrüßte die Änderung des Straßennamens auch, aber aus einem antikommunistischen Grund. „Müller sei ein Mann gewesen, der die Versammlung zum Angriff auf Polizisten genutzt habe. Der Stadt stehe es gut, diesen Namen aus dem Adressverzeichnis zu nehmen.“ (Halle Forum).

Eine Ehrung von Willy Brandt steht jeder Stadt in Deutschland gut zu Gesicht. Auch ich begrüße es, dass dieser bedeutende deutsche Staatsmann mit einer eigenen Straße geehrt wird. Doch, die SPD muss sich fragen, wieso sie auch heute noch die Sozialdemokraten gegen Kommunisten ausspielen muss, selbst auf lokaler Ebene? Es gab einen sehr guten Kompromissvorschlag der LINKEN: Statt der Ph.-Müller-Str. sollte die Osttangente in Willy-Brandt-Allee umbenannt werden. Nach dem Ernst-Thälmann-Platz verschwindet ein weiterer Kommunist aus dem öffentlichen Raum. Es bleiben der Rosa-Luxemburg-Platz mit gleichnamiger Straße, die Karl-Liebknecht-Straße und zwei Sozialeinrichtungen mit dem Namen Clara Zetkin. Aber ein junger Mann, der gegen die Militarisierung Deutschlands nur wenige Jahre nach dem Kriegsende friedlich demonstrierte und für diese Überzeugung sterben musste, ist einer Ehrung nicht mehr wert – dies ist eine Schande v. a. für die halleschen Sozialdemokraten!

Siehe auch:

Wikipedia

http://www.mao-projekt.de/BRD/PER/Philipp_Mueller.shtml

Junge Welt

Junge Welt: »Gedenken an Philipp Müller ist hochaktuell«

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