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Endlich sind die Kandidaten für den Senat veröffentlicht

Wahlen

Unter dieser Seite finden alle Wahlinteressierten die Kandidaten für die Wahl des Akademischen Senats. Hier die Kandidaten der Statusgruppe 3 (Studierende):

Mitgliedergruppe 3 – Studierende_______________________________________________________________

Es sind 4 Mitglieder der Mitgliedergruppe zu wählen. Es erfolgt Verhältniswahl. Sie haben bis zu 4 Stimmen. Ein Bewerber kann höchstens zwei Stimmen bekommen. Sie können Ihre Stimmen auf die Bewerber mehrerer Wahlvorschläge verteilen. Der Stimmzettel ist ungültig, wenn bei der Verteilung die zulässige Gesamtstimmenzahl überschritten wurde.

WV 1                           Kennwort:                   GHG (Grüne Hochschulgruppe Halle)

1 Genschorek Maria Naturwissenschaftliche Fakultät III Geowiss. und Geographie
2 Gallon Johannes Peter

Frederik

Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
3 Stobbe Mandy Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
4 Eisenbrandt Carl Leonhardt Naturwissenschaftliche Fakultät II Physik
5 Klauser Charlotte Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
6 Otto Philipp Friedrich Philosophische Fakultät I
7 Kock Jenny Philosophische Fakultät I
8 Bystron Bernhard Naturwissenschaftliche Fakultät II Mathematik
9 Hamann Anna Philosophische Fakultät I
10 Sagner Achim Philipp Philosophische Fakultät II
11 Baier Jessica Philosophische Fakultät I
12 Lüdecke Sebastian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
13 Bohm-Eisenbrandt Ann-Sophie Philosophische Fakultät I
14 Ramstorf Anne Philosophische Fakultät II
15 Stock Klara Medizinische Fakultät
16 Sorgenfrei Henry Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
17 Böhm Marcus Naturwissenschaftliche Fakultät III Geowiss. und Geographie

WV 2                           Kennwort:                  Pharmaka       

1 Wabbel Karsten J. Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
2 Winkhoff Nils Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
3 Lobeda Sven-Peter Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
4 Neitzke Nicole Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
5 Gohlke Linus Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
6 Kämmerer Sascha Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
7 Seethaler Marius Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
8 Kolotilina Olga Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
9 Kersten Nadin Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
10 Liebold Susann Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie

WV 3                           Kennwort:                   Juso-Hochschulgruppe          

1 Schmidt Richard Naturwissenschaftliche Fakultät II Mathematik
2 Ganter Jonas Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
3 Knüppel Anika Naturwissenschaftliche Fakultät III Agrar- und Ernährungswiss.
4 Henke Janis Philosophische Fakultät I
5 Appeldorn Gerrit Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
6 Efremova Stephanie Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
7 Klemm Jeff Philosophische Fakultät I
8 Eigendorf Eric Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
9 Schneider Felix Philosophische Fakultät I
10 Hack Miriam Philosophische Fakultät I
11 Horn David Philosophische Fakultät I
12 Wanke Lukas Philosophische Fakultät I
13 Lange Sebastian Philosophische Fakultät I
14 Heinecke Klaus-Uwe Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
15 Sackmann Florian Philosophische Fakultät I
16 Marschler Lukas Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
17 Annecke Christian Philosophische Fakultät I
18 Rüdrich Chris Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
19 Schütt Lena Philosophische Fakultät II
20 Neubert Magnus Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
21 Frenz Eva Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
22 Teffner Niklas Thorben Philosophische Fakultät III
23 Hartmann Pia Philosophische Fakultät I
24 Goldschmidt Katharina Naturwissenschaftliche Fakultät III Informatik
25 Mrotzeck Helge Naturwissenschaftliche Fakultät III Agrar- und Ernährungswiss.
26 Schnarr Kevin Naturwissenschaftliche Fakultät I Biochemie/Biotechnologie
27 Wagner Clemens Philosophische Fakultät I
28 Trumpp Clarissa Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
29 Neumann Tobias Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
30 Riedel Albrecht Philosophische Fakultät I
31 Schulz Julia Corinna Philosophische Fakultät II
32 Will Rebekka Philosophische Fakultät III
33 Moersch Dina Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich

WV 4                            Kennwort:                   RCDS-Für unser Studium

1 Bunzendahl Viktoria-Luise Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
2 Jänicke Paul Naturwissenschaftliche Fakultät II Chemie
3 Fischer Raik Philosophische Fakultät I
4 Weil von der Ahe Constantin Medizinische Fakultät
5 Michler Nicole Naturwissenschaftliche Fakultät III Geowiss. und Geographie
6 Schwannecke Jurek Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
7 von Vopelius-Feldt Alexander M. F. G. Medizinische Fakultät
8 Götze Robert Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
9 Klemm Aline Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
10 Knapp Axel Philosophische Fakultät I
11 Zobel Florian Theologische Fakultät
12 Metz Johanna Luise Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
13 Kleinhans Michel Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
14 Rosenberger Julian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
15 Pötzsch Sophie Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
16 Furta Tobias Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
17 Daehre Johannes Robert Philosophische Fakultät I
18 Lütt Laura Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
19 Frank Felix Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
20 Dreyer Philipp Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
21 Böhm Maximilian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
22 Berndt Dominik Florian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
23 Zedler Mareike Philosophische Fakultät III

WV 5                           Kennwort:                  Offene Linke Liste      

1 Sorge Mirjam Philosophische Fakultät I
2 Möbus Daniel Camilo Philosophische Fakultät I
3 Hesse Judith Philosophische Fakultät I
4 Geschonneck Anne Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
5 Schiedlowski Felix Philosophische Fakultät I
6 Kühne Maria Naturwissenschaftliche Fakultät I Biologie
7 Hoffmann Jan Hendrik Medizinische Fakultät
8 Fabian Eva Philosophische Fakultät I
9 Dorl Stefan Philosophische Fakultät I
10 Gerkens Jan Bruno Philosophische Fakultät I
11 Zeising Max Philosophische Fakultät I
12 Bonkat Lena-Pauline Philosophische Fakultät I
13 Gilger Kevin Philosophische Fakultät I
14 Azinovic Patrick Medizinische Fakultät

WV 6                           Kennwort:                  Liberale Hochschulgruppe     

1 Sehls Jean-Pierre Philosophische Fakultät I
2 Kohse Sören Philosophische Fakultät I
3 Mark Yana Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
4 Edlich Philipp Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
5 Hellmann Daniel Philosophische Fakultät I
6 Löhr Sebastian Philosophische Fakultät I
7 Heinrich Kilian Philosophische Fakultät I
WV 7                           Kennwort:             Med. Fakultät              
1 Jaekel Jens Medizinische Fakultät
2 Schäfer Nadine Medizinische Fakultät

Wie jedes Jahr überbieten sich die politischen Gruppen in der Zahl der Bewerber. Es ist wieder dasselbe irrationale Spiel, wer hat den längsten, entschuldigung die längste Liste und kann die meisten Stimmen abfangen. Meiner ganz persönlichen Ansicht ist dieses Schauspiel schlicht unfair und auch widersinnig. Was macht das für einen Sinn, für ein Gremium, in dem die Studierenden vier Vertreter stellen, eine Liste mit mehr als zehn Kandidaten aufzustellen? Für den StuRa oder die Fachschaftsräte gibt es in der Regel doch auch selten viel mehr Bewerber als zu verteilende Mandate. Und wer glaubt denn bitteschön, dass jeder der 33 Jusos ernsthaft ein Mandat im Senat anstrebt? Jeder Insider weiß, dass auf den Listen die Mehrheit der Kandidaten Karteileichen, die nur Stimmen fangen sollen, sind. Eine Initiative zur Begrenzung der Bewerberzahl auf vielleicht 10 Bewerber pro Liste wäre vernünftig und würde Papier bzw. Druckertinte sparen.

Das Verhältniswahlsystem macht es übrigens sinnlos, für kurze Listen wie den WV 7 der Mediziner zu stimmen. MIt zwei Kandidaten ist kein Staat bei einer Senatswahl zu machen, in den letzten Jahren haben immer lange, mit vielen Fächern durchmischte Listen einen Senatssitz gewonnen. Daher ist auch das Unterfangen der Pharmazie-Liste (WV 2) ziemlich aussichtslos.

Meine Wahlempfehlung ist, dass die Wahlberechtigten nicht wieder die Juso-Kandidatenvermassung unterstützen, sondern wenn schon die Jusos gewählt werden, die Stimmen verteilt werden: zwei für die Jusos, zwei für die OLLi. Die Sprecher des Aktionsbündnisses „Perspektiven gestalten“ werden von Jusos und OLLi (Offene Linke Liste) gestellt und die konstruktive Zusammenarbeit beider Gruppen tragen bislang dazu bei, dass die Kürzungsabsichten von Landesregierung und Rektorat ausgebremst werden konnten. Noch besser fände ich es natürlich, wenn alle vier Stimmen für die Offene Linke Liste abgegeben werden. RCDS und Liberale HSG sind Protestbremser und halten Protest für politisch untauglich; sie meinen, nur der konstruktive Dialog mit der Politik, mit dem Rektor kann Probleme der Uni lösen. Diese Ansicht ist reaktionär und hätte längst zur Schließung von Medien- und Sportwissenschaft geführt. Solche Leute können wir, meiner Meinung nach, in den Gremien eher nicht gebrauchen.

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Hochschulwahlen: Kandidatenvorstellung am 12. Mai

Hochschulpolitik

Mit Bitte des Studierendenrates um Weiterleitung:

Liebe KandidatInnen zur Hochschulwahl 2014,

Die Wahl rückt näher und der StuRa hat sich entschlossen, kurzfristig noch eine Wahl-Informationsveranstaltung zu organisieren, um die Wahl an sich zu erklären und auch wieder den KandidatInnen und Hochschulgruppen die Möglichkeit zur Vorstellung zu geben.

Dazu möchte ich euch nun herzlich einladen.

Die Veranstaltung wird am kommenden Montag, den 12.05. ab 18.00 Uhr c.t. im Audimax stattfinden. In einem ersten Block werden wir über die Wahl im allgemeinen informieren (was wird gewählt, wie wird gewählt etc.).
Im zweiten Teil habt ihr dann die Möglichkeit euch als KandidatInnen vorzustellen.  Ihr habt dabei eine Vorstellungszeit von zwei Minuten. Anschließend gibt es noch die Möglichkeit für das Publikum euch Fragen zu stellen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr die Möglichkeit zur Vorstellung wahrnehmen würdet. Eine kurze Rückmeldung, ob ihr kommt, wäre zwecks der Organisation hilfreich.

Außerdem möchte ich euch zum anschließend stattfinden StuRa-FSR-Dart-Tunier einladen. An diesem Abend bekommt ihr Musik, Grillzeug (vegetarisch und fleischig), alkoholfreie Getränke, sowie Bier und Wein kostenlos! Bitte meldet euch (und ggf. Personen, die ihr mitbringen möchtet) über den Link an, damit wir vorab einschätzen können, wieviel gekauft werden sollte. Solltet ihr euch nicht sicher sein und später spontan dazu kommen wollen, ist das auch okay. Anmeldelink: http://www.stura.uni-halle.de/turnier-anmeldung

Viele Grüße
Anne.

Anne Geschonneck
Referentin für Äußere Hochschulpolitik
0171/5116051
anne.geschonneck@stura.uni-halle.de<mailto:anne.geschonneck@stura.uni-halle.de>

Beste Grüße
Willi

PS: Natürlich sind auch interessierte Wähler zur Veranstaltung um 18 Uhr eingeladen. Die Kandidaten zur Wahl der Fachschaftsräte und des Studierendenrates findet ihr hier: http://www.hochschulwahl.info/kandidaten-fur-stura-und-fachschaften/. Die Auswahl an Kandidaten ist in einigen Bereichen so groß wie lange nicht.

Die Kandidaten zur Senatswahl und der Wahl der Fakultätsräte findet sich hier: http://wisswei.verwaltung.uni-halle.de/wahlen/senat-fakrat/hochschulgremienwahlen_2014/2743663_2775803/

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Fünf Forderungen machen (Bildungs-)Revolution

Hochschulpolitik

Neuigkeit von der IG Metall-Kampagne „Revolution Bildung“:

Gute zwei Wochen liegt der Revolutionäre Bildungskongress in Stuttgart nun zurück. Zeit, einen Blick zurück zu werfen und auch noch einmal auf die konkreten Forderungen für die nächsten Monate zu schauen, die die Delegierten in vielen Diskussionen gemeinsam erarbeitet haben. Wir nennen noch einmal die Forderungen und erläutern, warum diese den Delegierten jeweils so wichtig waren.

Grundsätzlich hatte sich ja schon vor Beginn des Kongresses abgezeichnet, dass es neben einem allgemein offenen Zugang zu Bildung und Ausbildung insbesondere um Weiterbildung gehen würde – und zwar für alle Menschen und in jeder Lebenssituation.

Entsprechend fand die Forderung nach einem individuellen Anspruch auf Zeit für Weiterbildung in den Tarifverträgen große Zustimmung.

Ebenso wichtig ist es, ein tarifvertraglich gesichertes und ausreichendes Einkommen während der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen zu erhalten, und zwar unabhängig von deren Dauer!

Das alles bedeutet nicht, dass es im Bereich der betrieblichen Ausbildung nicht alle Hände voll zu tun gäbe. Angefangen von den häufig schwer vergleichbaren Qualitätsstandards bis zu den teils viel zu hohen Kosten, die den jungen Menschen aufgebürdet werden.

Aus diesen und einigen weiteren Gründen fordert die IG Metall Jugend ein Berufsbildungsgesetz, das alle Formen der betrieblichen Ausbildung erfasst, das Qualitätsstandards festschreibt, junge Menschen von Kosten entlastet, die aufgrund der Ausbildung entstehen und Mitbestimmung auch an Berufsschulen ermöglicht.

Wer von gerechter Bildung spricht, darf auch die Universitäten nicht vergessen und sollte nicht nur von einer Reform des derzeitigen BAföGs reden, wie es etwa die Bundesregierung tut. Daher fordert die Gewerkschaft eine elternunabhängige Studienunterstützung, die ein eigenständiges Leben ermöglicht, aber nicht dazu führt, dass junge Menschen auf Jahre verschuldet sind.

Alles zusammen soll dann in einem Weiterbildungsgesetz geregelt werden, dass aus dem momentan undurchschaubaren Dschungel an unterschiedlichen Durchführungswegen ein einheitliches Regelwerk schafft, das im Kern die volle Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen und die Freistellung für die Teilnahme garantiert.

Am Ende geht es der IG Metall Jugend nicht nur darum, dass Bildung allen Menschen in jeder Lebensphase offensteht, es geht vielmehr um einen neuen, anderen Bildungsbegriff, der im Unterschied zu dem in Politik und Wirtschaft vorherrschenden Verständnis Bildung eben nicht nur als Voraussetzung dafür begreift, „fit für den Markt“ zu sein.

Es geht um eine Bildung, die die Menschen zu Selbstbestimmung, zu Mitbestimmung und zu Solidarität befähigt. Es geht um eine Bildung, die die Voraussetzungen für eine demokratische, eine gerechtere, eine bessere Zukunft schafft. Dafür kämpfen wir.“

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„Kein guter Ton ohne guten Lohn“ – Einladung zum Flashmob

Hochschulpolitik

Am 14. April 2014 um 16 Uhr werden Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Musik auf dem Universitätsplatz, vor dem Rektorat, einen Flashmob gegen schlechte Bezahlung, fehlende Verträge und ausfallenden Unterricht durchführen.

Anlass ist ein Treffen um 16:30 Uhr zwischen dem Rektorat der Martin-Luther-Universität, dem Dekanat und dem Leiter des Instituts für Musik. Dabei wird über erhöhte Mittelzuweisung verhandelt, um den Lehrbeauftragten Verträge mit akzeptablen Bedingungen ausstellen zu können.

Lehrbeauftragte wollen diese Gelegenheit für einen Flashmob nutzen, um ihre Forderungen nach besseren Verträgen laut zu artikulieren. Die Studierenden solidarisieren sich und fordern von der Universitätsleitung gleichzeitig ihr Recht auf Unterricht ein.

 

Zum Hintergrund:

Derzeit haben viele der als Selbstständige arbeitenden Lehrbeauftragten des Instituts für Musik keinen Vertrag. Die vom Rektorat zur Verfügung gestellten Mittel reichen nicht, um ihnen überhaupt Verträge auszustellen. Dadurch findet in vielen Bereichen gar kein Unterricht statt. Selbst die bisher gezahlten Vergütungen von 15€ pro Stunde sind nicht akzeptabel. Diese Vergütung ist weit unterdurchschnittlich. Beispielsweise erhalten Lehrbeauftragte für Musik an der Uni Weimar über 50€ pro Stunde.

Ohne Lehrbeauftragte kann die Universität den Unterricht jedoch nicht absichern. Studierende und Lehrbeauftragte fordern einhellig gute Löhne, damit die Ausbildung nicht gefährdet wird.

Ansprechpartner sind die Sprecher des am 11. April 2014 neugegründeten Lehrbeauftragtenrates Katrin Bräunlich, Julia Preußler und Kathleen Gutsche und Kerstin Thorwirth als Mitglied des Aktionsbündnisses MLU – Perspektiven gestalten.

 

Die Aktionsteilnehmer treffen sich 16 Uhr vor dem Rektorat.

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Bald sind Hochschulwahlen!

Hochschulpolitik, Wahlen

Am 14. Mai ist es wieder soweit, die universitären und studentischen Gremien der Selbstverwaltung werden neu gewählt. Wem das noch nicht Motivation genug ist, an der Wahl auch teilzunehmen, sei noch eine Besonderheit der diesjährigen Wahl mitgeteilt: Nach vier Jahr werden auch die nicht-studentischen Statusgruppen (Professoren, wissenschaftliche und sonstige Mitarbeiter) und damit auch der Rektor sowie die Dekade der Fakultäten neu gewählt. Mit eurer Stimme bestimmt ihr also indirekt auch den vom erweiterten Senat zu wählenden Rektor (also den obersten Repräsentanten der Uni, der dann im zweiten Halbjahr mit der Landesregierung über die neue Struktur der Uni entscheiden wird!). Wollt ihr selber kandidieren, müsst ihr jetzt aktiv werden (siehe unten). Ab heute können nämlich die Wahlvorschläge beim Wahlamt eingereicht werden – Details dazu hier (für Senat und Fakultätsrat) und hier (für StuRa- und Fachschaftrat); Frist beachten!. Hier der weitere zeitliche Ablauf:

bis 09.04.2014 Wahlbekanntmachung
Wahlbekanntmachung 2014
10.04.2014 Vorläufiger Abschluss der Wählerverzeichnisse
11.04.-17.04.2014 Auslage der Wählerverzeichnisse und Einreichung von Berichtigungsanträgen
ab 09.04.2014 bis 23.04.2014, 15 Uhr Einreichung von Wahlvorschlägen
29.04.2014,
10-12 Uhr (Hallischer Saal)
alternativ
07.05.2014,
14-16 Uhr (HS B, Melanchthonianum)
Informationsversanstaltung für Abstimmungsabschüsse und Wahlhelfer/-innen
bis 07.05.2014 Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge
09.05.2014 Bekanntmachung der Wahlvorschläge GB Uni/GB ZUV
bis 09.05.2014, 12 Uhr Ausgabe und Beantragung der Briefwahlunterlagen
14.05.2014, 9-17 Uhr Stimmabgabe in den Wahllokalen der Fakultäten
ab 28.05.2014 Bekanntgabe des Wahlergebnisses und Benachrichtigung der Gewählten
12.06.2014 Wahlprüfung

Eine erfolgreiche Wahl wird euch erleichtert, wenn ihr euch den politischen Hochschulgruppen anschließt. Die Offene Linke Liste (OLLi) z. B. wird am 15.04. ab 18 Uhr im Sitzungszimmer (Mel) ihr Wahlprogramm vorstellen und die Kandidaten bestimmen. Parteilose Kandidaten sind gern gesehen.

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Unterstützt das Bildungsmanifest!

Hochschulpolitik, Was sonst noch in der Welt passiert

Pressemitteilung der IG Metall Jugend:

Die IG Metall fordert im Wahljahr [2013] mit einem Bildungsmanifest an die Politik, grundlegende Reformen im Bildungssystem umzusetzen. Bildung soll demnach gerechter, für alle zugänglich, in der Regel kostenfrei und mit Arbeit besser vereinbar werden. Deutschland brauche ein Bildungssystem, das lebenslanges Lernen ermöglicht.

„Wir steuern auf eine Bildungskatastrophe zu. Die Politik hat versagt und lässt die Junge Generation alleine zurück. Dagegen wird die IG Metall aktiv. Deshalb fordern wir alle Eltern, Schüler, Studierende, Azubis und Beschäftigte der Republik auf, das Bildungsmanifest zu unterzeichnen und den grundlegenden Wandel des Bildungssystems voranzutreiben“, sagte Eric Leiderer, Bundesjugendsekretär der IG Metall am Freitag in Frankfurt.

Das Bildungsmanifest kann online auf www.revolutionbildung.de unterschrieben werden. Zeitgleich werden hunderte junger Aktiver Unterschriften in den Betrieben und auf den Straßen im gesamten Bundesgebiet sammeln.

Zu den Erstunterzeichnern des Manifests gehören der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, der Zweite Vorsitzende Detlef Wetzel sowie alle geschäftsführende Vorstandsmitglieder der IG Metall. Die mit 220.000 Mitgliedern größte politische Jugendorganisation Deutschlands will möglichst viele Unterstützer für das Manifest und ihre Bildungsforderungen gewinnen und in  einem breiten gesellschaftlichen Bündnis im Vorfeld der Bundestagswahl Druck auf Politik und Wirtschaft ausüben.

Zu den Grundvoraussetzungen gehören laut Bildungsmanifest unter anderem ein Ausbildungsangebot für alle Jugendlichen, ein durchlässigeres Schulsystem, mehr Zugangswege zum Studium, ein Rechtsanspruch auf Weiterbildung und die Abschaffung der Studiengebühren.

Die IG Metall ruft dazu auf, mit der Unterzeichnung des Bildungsmanifests die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrem Kampf für gute Bildungschancen zu unterstützen.

Das Bildungsmanifest: www.revolutionbildung.de/manifest Die Kampagnenseite: www.revolutionbildung.de

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Mobilisierung zur Senatssitzung am 12. März: MuK droht das Aus

Hochschulpolitik

Die Studierenden, und zwar nicht nur die der Medien- und Kommunikationswissenschaften, sind aufgerufen, zur Senatssitzung am 12. März (Beginn 14 Uhr) zu kommen. Es gilt die ersten konkreten Schließungspläne in der Strukturdebatte zu torpedieren.

Hier der Aufruf des Studierendenrates:

„Liebe Studierende,

am kommenden Mittwoch (12. März 2014) geht es um die Existenz der Studiengänge der Medien- und Kommunikationswissenschaften. Die Universitätsleitung beantragt zur Sitzung des Senates, keine Studierende mehr in diese Studiengänge einzuschreiben. Dies ist der Beginn der Schließung des Faches an unserer Universität. Mehr als 400 Studierende sind davon betroffen, da die Studienbedingungen während der Abwicklungsphase empfindlich leiden werden. Denn wer möchte schon gerne an einem Department lehren und lernen, das keine Zukunft mehr hat? Dabei sind die Medien- und Kommunikationswissenschaften nur der Anfang des Übels. Weitere Kürzungen und Schließungen von Instituten und Studiengängen an unserer Universität sind zu befürchten.

 

Um zu zeigen, dass wir Studierende es nicht einfach hinnehmen, wenn das Rektorat willkürlich mit der Schließung von Studiengängen beginnt, rufen wir euch auf, am kommenden Mittwoch ab 14.00 Uhr in den Hallischen Saal über der Burse zur Tulpe zu kommen. Zeigt mit eurer Anwesenheit, dass ihr mit den Kürzungsmaßnahmen nicht einverstanden seid!

 

Die Studierenden der Medien- und Kommunikationswissenschaften haben auch eine Petition für eine zukunftssichere Perspektive ihre Faches gestartet, die ihr hier findet. Unterschreibt, wenn auch ihr euch für den Erhalt der Medien- und Kommunikationswissenschaften einsetzen wollt!

 

In der Petition fordern die Studierenden auch eine vernünftige Profil- und Strukturdiskussion an der MLU. Eine solche Diskussion über die Schwerpunkte und das Profil unserer Universität hat noch nicht stattgefunden. Stattdessen kürzt das Rektorat bei den Fächern, wo viele Professuren frei sind oder in nächster Zeit altersbedingt frei werden. Dies ist auch der einzige Grund, warum die Medien- und Kommunikationswissenschaft vor dem Einschreibestopp stehen. Denn schon jetzt sind im Department zwei Professuren weder besetzt noch ausgeschrieben und die beiden letzten Professuren werden im März 2015 altersbedingt frei. Damit kann das Department schnell geschlossen werden.

 

Anlass für den Antrag des Rektorats auf einen Immatrikulationsstopp ist die Haushaltslage der Universität und die Kürzungsdiskussion im Land Sachsen-Anhalt. Zurzeit hat die Universität ein seit Jahren bestehendes Haushaltsdefizit, was durch Gelder aus dem Hochschulpakt gedeckt wird. Unserer Ansicht nach ist es aber falsch, aus diesem Grund Fächer und Studiengänge zu schließen. Denn der Hochschulpakt läuft noch bis 2020 und die Universitätsleitung sollte sich vielmehr um eine angemessene Ausfinanzierung der Hochschule gegenüber dem Land bemühen.
Daher kämpfen wir für den Erhalt jedes Studiengangs an der Universität und rufen euch dazu auf, euch ebenfalls dafür einzusetzen!

 

Viele Grüße aus dem Studierendenrat

Anne und Richard

P.S. Mehr Infos findet ihr auf der Seite des Departments, auf der Protest-Seite der Studierenden der MuK und auf den Seiten eures Studierendenrates. Es gibt auch eine Veranstaltung auf

Facebook.“

Auch Ver.di mobilisiert für die Senatssitzung:

„Rektorat ignoriert eindeutiges Votum des Senats!

Funktionierende Strukturen werden zerstört!

Mittel aus dem Hochschulpakt bleiben ungenutzt!

Nichtverlängerung von Verträgen wiss. Hilfskräften, kürzere Öffnungszeiten der Bibliotheken, keine Besetzung von dringend benötigten Stellen in der Verwaltung, Anordnung von Mehrarbeit etc. sind erste Folgen des Alleingangs des Rektorates. Gegen das eindeutige Votum des Senats sollen die Sachmittel pauschal um 30 % gekürzt und vorhandene Personalmittel nicht an die Fakultäten ausgereicht werden.  Es gibt keinen Anlass, den Haushalt 2014 nicht auf dem Niveau von 2013 fortzuführen. Die Zerstörung bestehender Strukturen soll  also erfolgen, obwohl ausreichend Mittel aus dem Hochschulpakt zur Verfügung stehen, die ja gerade zum Erhalt der Studienplätze eingesetzt werden müssen.

Die von Rektor Sträter, Minister Möllring und Ministerpräsident Haseloff zugesicherte Verfahrensreihenfolge, zunächst transparent und unter Beteiligung der Betroffenen, Strukturen zu diskutieren und erst danach über finanzielle Auswirkungen nachzudenken, wird hier erneut verlassen. Es hat bisher keine inhaltliche Analyse der Strukturen der Universität stattgefunden. Jetzt soll der Senat nach dem Willen des Rektors sogar beschließen, dass im Wintersemester keine Einschreibungen im Department für Medien- und Kommunikationswissenschaften erfolgen. Das wäre der erste Schritt zur Schließung der entsprechenden Studiengänge. Die ver.diHochschulgruppe fordert alle Senatoren und Senatorinnen auf, diesem Antrag ihre Stimme zu verweigern.

Die ver.di-Hochschulgruppe ruft alle Mitglieder der Universität auf, sich solidarisch mit dem Department für Medien- und Kommunikationswissenschaften zu zeigen. Nicht nur die wissenschaftlichen und kulturellen Auswirkungen, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen für Halle und die Region wären fatal. Sollte es zu dem Einschreibestopp kommen, werden weitere Schließungen folgen.

Deshalb kommen Sie zu der Senatssitzung am 12.03.14 um 14:00 Uhr in den Halleschen Saal und setzen Sie ein Zeichen gegen die Vorhaben des Rektorats!

Unterzeichen Sie außerdem die Petition gegen den Stopp der Immatrikulation:  http://protest.medienkomm.uni-halle.de/hintergrund/

Zeigen Sie sich solidarisch für unsere Studenten, unsere Beschäftigten und die MLU!“

Last but not least noch eine Information aus dem Sprachenzentrum:

Der 30%-Kürzungsbeschluss des Rektorats im Bereich Sachmittel wird auch am Sprachenzentrum umgesetzt. Sachkosten sind  v.a. Mittel auch für Lehraufträge. Diese machen im Bereich „Latein“ 100 %, in „Spanisch“ knapp 50 % und in „Englisch“ gut 25 % des Angebotes aus. Außerdem bereitet das Rektorat eine Gebührenordnung vor, die noch im April-Senat durchgewunken werden soll. Im Bereich Deutsch als Fremdsprache ist für die ausländischen Studierenden schon das größere Angebot von studienbegleitenden Deutschkursen kostenpflichtig.

Auch anderswo brodelt es: http://www.zeit.de/studium/2014-03/humboldt-universitaet-bildungsstreik-berlin-protest

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Strukturdebatte nimmt Fahrt auf

Hochschulpolitik

Jetzt wird es ernst. Nachdem die Strukturdebatte an der MLU seit dem fast vergessenen Brief der Dekane im Juni 2012, als sie das Rektorat aufforderten, bis Oktober 2012 ein Strukturkonzept zwecks Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs (durch Abbau des strukturellen Defizits) vorzulegen, ständig unter unterschiedlichsten, teils fadenscheinigen Gründen in tagenden und plötzlich nicht mehr tagenden Struktur- bzw. Profilkommissionen verschleppte wurde, hat das Rektorat nun Pläne zur Schließung des Departments der Medien- und Kommunikationswissenschaften (MuK) verkündet. Oder doch nicht? Nach der Bekanntmachung in einer Pressemitteilung des Vorsitzenden des Departments (Prof. Dr. Manfred Kammer) nahm der Rektor dazu Stellung:

„Richtig ist: Im Moment gibt es Gespräche zwischen dem Rektorat und dem Dekan der Philosophischen Fakultät II. Diskutiert wird über verschiedene Konzepte, auch Varianten der Neuausrichtung der Medien- und Kommunikationswissenschaften – und dies vor dem Hintergrund, dass im kommenden Jahr zwei Lehrstühle vakant werden. Ein Thema in diesen Gesprächen ist daher auch, ob möglicherweise nicht in die Studiengänge der Medien- und Kommunikationswissenschaften im Wintersemester 2014/15 immatrikuliert werden sollte. Eine Entscheidung dazu gibt es tatsächlich bis heute nicht.“

Diese Entscheidung müsste der Senat fallen, der sich aller Voraussicht nach im März (12.03., 14 Uhr) damit beschäftigen wird. Prof. Kammer hofft in einem Interview bei Radio Corax, dass das Department MuK die Senatsmitglieder von seinem Erhalt überzeugen kann. Und wenn Halle laut Landesregierung die Medienstadt des Landes sein soll, fragt sich schon, was so eine Medienstadt mit Uni ohne Medienwissenschaft bedeuten soll?

Das Echo auf die Pressemitteilung von Prof. Kammer war schon groß: Die MZ berichtet hier, hier und hier, der StuRa und das Aktionsbündnis „MLU Perspektiven gestalten“ haben kritische Stellungnahmen veröffentlicht. Darin wird zurecht kritisiert, dass es keine inhaltlichen, sachlichen Gründe für die Schließung der MuK gibt. Die Lehre, die Verbindung von Theorie und Praxis, sehr gute außeruniversitäre Kooperationen und die große Nachfrage der Studierenden nach den Studiengängen sprechen für die MuK. Einziges Detail, das gegen die MuK spricht, ist, dass es aufgrund des Auslaufens von bald drei Professuren (von nur drei vorhandenen) die am schnellsten und einfachsten zu schließende Einrichtung der Universität ist. Und absolut inakzeptabel ist das Vorgehen, weil die Schließung von Instituten erst nach einer (auf der Grundlage des Gutachtens des Wissenschaftsrates) geführten Profildebatte beginnen sollte – wenn überhaupt, denn dass kein Geld für den Erhalt der Universität Halle in der jetzigen Struktur da sein soll, ist eine absurde Behauptung, wenn man auf die in der letzten Senatssitzung bekannt gewordenen Zuwendungen aus dem Hochschulpakt und die wachsenden privaten Vermögen (die aus Angst vor dem scheuen Kapital aber nicht besteuert werden) schaut. Die Profildebatte wurde immer mal angefangen, es wurden auch schon Kommissionen im Senat gegründet, doch einen Abschluss mit einem diskussionswürdigen Strukturkonzept gab es bisher nie, obwohl in mehreren Senatssitzungen vonseiten der Professoren und aller anderen Statusgruppen auf ein zügiges Beginnen der Profildebatte gedrängt wurde.

Der StuRa kritisiert (zum wiederholten Male) das Vorgehen des Rektorats: „Das Rektorat hat den Beschluss gefasst, ohne demokratisch legitimierte Gremien zu informieren oder zu beteiligen. In Anbetracht der Tatsache, dass in der Sitzung des Akademischen Senats letzte Woche explizit nach Immatrikulationsstopps gefragt wurde und das Rektorat keine konkreten Auskünfte dazu gegeben hat, werfen wir dem Rektorat eine Verschleierungstaktik vor.“ Dazu haben sich studentische Vertreter in Gremien schon oft anhören müssen: Manche Entscheidung lässt sich eben nicht basisdemokratisch fällen. Die Leitungen von Hochschulen (und nicht nur die) glauben eben, dass unbequeme Entscheidungen wie das Kürzen von Strukturen der Universität lassen sich am besten ohne demokratische Organe durchziehen. Insofern ist die Erwartung, das Rektorat würde solche Schließungspläne transparent in den gewählten Gremien führen, zwar berechtigt, aber unter den gegebenen gesellschaftlichen und rechtlichen Bedingungen illusorisch. (An dieser Stelle werde ich zum Thema Demokratiedefizite und Demokratisierung der Hochschulen häufiger schreiben.)

Die Positionierung „gegen jegliche Immatrikulationsstopps, Kürzungen und Schließungen von Fächern“ teile ich aber ausdrücklich und rufe die Studierenden (nicht nur die MuK-Studierenden) zu kollektiver Organisierung und Protestaktionen auf.

 

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Protest gegen Kürzungen in Sachsen-Anhalt muss weitergehen

Hochschulpolitik

Wie kann das sein? Das ganze Jahr über haben sich tausende Menschen auf Demos gegen die neoliberalen Kürzungspläne von Haseloff und Bullerjahn aufgeregt und kräftig Lärm geschlagen gegen den Abbau von Kultur, Bildung, medizinischer Versorgung etc. Und es haben noch keine 5000 Menschen eine Petition des DGB mit den gleichen Kritikpunkten unterschrieben! Das darf nicht sein. Wer davon noch nicht wusste, hier ist der Link:
Link-extern http://webmail.tele2.de/SRedirect/www.openpetition.de/petition/online/wir-sind-sachsen-anhalt-zukunft-laesst-sich-nicht-einsparen/

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Abderhalden-Straße behält vorerst ihren Namen

Hochschulpolitik, Was sonst noch in der Welt passiert

Der Kulturausschuss des halleschen Stadtrates hat sich gestern mit der Problematik Abderhalden-Straße beschäftigt. Die Grünen hatten die Beratung nach dreijähriger Vertagung wieder auf die Tagesordnung gesetzt, wohl auch aufgrund der Professoreninitiative um den Politikwissenschaftler Prof. Varwick, die in einer Resolution die Umbenennung fordert. Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät I hat sich ebenfalls für eine Umbenennung ausgesprochen und als neue Namensvorschläge Noether- (nach Emmy Noether) und Amostraße (nach Anton-Wilhelm Amo) vorgetragen. Im Kulturausschuss sollte der Rektor diese Vorschläge als Meinung der Universität vortragen – doch dazu kam es gar nicht.

Denn zunächst musste überhaupt Verständnis bei den Ausschussmitgliedern für die Position, dass die Beibehaltung der Anschrift Abderhalden-Straße für das neue GSZ (Geistes- und Sozialwissenschaftliches Zentrum) nicht tragbar ist, geworben werden. Das Hauptargument Sträters war, dass trotz der unbestreitbaren Verdienste Abderhaldens dessen Persönlichkeit international umstritten ist und die Forscher und Lehrerenden des GSZ gegenüber Kollegen anderer Hochschulen und Instituten in eine ständige Rechtfertigungshaltung geraten werden, wie es sein kann, dass in Halle eine nach dieser umstrittenen Persönlichkeit benannte Straße gäbe.

Für die Leopoldina, deren Präsident Abderhalden während der NS-Zeit war, stellte Frau Prof. Schnitzer-Ungefug die bisherigen Ergebnisse aus der Forschergruppe, die das Gutachten zur Geschichte der Leopoldina erstellen soll, vor. „Innerhalb der Leopoldina gebe es keine Akten, dass der Anstoß zur Umbenennung von dort ausging. “Die Leopoldina vermutet, dass die Initiative von der Stadt ausging, um die Leopoldina zum 300-jährigen Bestehen zu ehren”, meinte Schnitzer-Ungefug. Sie hob Abderhaldens vielseitige Tätigkeit als Professor der Uni und dessen Schaffung sozialer Einrichtung wie des Kinderheims in Kröllwitz. Bereits 1994 habe die Leopoldina eine Veranstaltung zur Forschung des Verhältnisses der Akademie zum nationalsozialistischen Regime durchgeführt. Auch der damalige Leopoldina-Präsident habe sich für die erfolgte Streichung jüdischer Mitglieder aus den Matrikeln entschuldigt […] Abderhalden sei ein international anerkannter Forscher gewesen, sei Anfang der 30er von nationalsozialistischen Studenten angegriffen worden, weil er jüdische und ausländische Mitarbeiter beschäftigte. Schnitzer-Ungefug sagte auch, es gebe keine direkte Verbindung zwischen Abderhalden und KZ-Arzt Mengele, wohl aber einen Kontakt zu einem der Lehrer Mengeles. Sie warb dafür, Personen aus ihrer Zeit heraus zu sehen. Die Eugenik sei damals nicht negativ besetzt gewesen. Schnitzer-Ungefug hob seine Maßnahmen gegen Kindersterblichkeit und die Einrichtung von Hebammenschulen hervor. “Die Forderung nach Verhütung erbkranken Nachwuchses wurde nicht nur von Abderhalden erhoben”, so Schnitzer-Ungefug. Er habe immer die Auswirkungen der positiven Eugenik zur Verbesserung der Lebensbedingungen, sagte sie. Die Streichung jüdischer Mitglieder habe er mit Bleistift vorgenommen. […] Abderhalden sei weder ein überzeugter Nationalsozialist noch ein Antisemit gewesen, meinte Schnitzer-Ungefug“ (Hallespektrum).

Nach den Redebeiträgen von Schnitzer-Ungefug und Sträter erhielt Prof. Gläßer das Wort, der schon vor drei Jahren Abderhalden gegen Nazi-Vorwürfe verteidigt hatte, und nun wieder die vielseitigen Verdienste für die Stadt Halle aufzählte. Außerdem kritisierte er die Initiative um Prof. Varwick heftig: „Er sprach von ungeheuerlichen und blödsinnigen Behauptungen gegenüber der Initiative, warf dem Mitinitiator Prof. Johannes Varwick Inkompetenz vor. Dieser habe es unterlassen, den Unterschied zwischen Nazi-Eugenik und Abderhalden-Eugenik zu erklären. Abderhalden habe Erbkrankheiten verhindern wollen. Die von Varwick “initiierte Schmähschrift” erinnere an Pamphlete aus vergangenen Diktaturen. Das hier auch noch 40 Uni-Professoren unterschrieben hätten, sei ein Skandal. Abderhalden sei nie NSDAP-Mitglied gewesen. Zwar habe er Hitler gelobt, aber nur für dessen Gesundheitsstil und habe für seine Gesundheitspolitik Hoffnungen gehabt. Man solle die außerordentlichen Leistungen Abderhaldens würdigen, so Prof. Gläßer. “Distanzieren Sie sich von diesem Pamphlet”, sagte er in Richtung der Professoren-Initiative“ (Hallespektrum).

Die Mehrheit des Kulturausschusses (7 Stimmen gegen 4) hat sich nach einer längeren Diskussion um mögliche Kompromisse bzw. „salomonische Lösungen“ für eine Vertagung der Umbenennung entschieden, bis das Gutachten der Leopoldina Mitte nächsten Jahres erscheinen wird. Herrn Sträter ist es in mehreren Rede-Beiträgen nicht gelungen, die (v. a. konservativen, aber auch LINKEN) Räte davon zu überzeugen, dass vor dem Einzug der Institute ins GSZ eine Entscheidung gefällt werden muss, ob Aderhalden unsere Anschrift wird. Auch die Vertreterin der Leopoldina hatte mit ihrer Mitteilung, dass im Gutachten „keine Überraschungen“ bzgl. der Biografie Abderhaldens zu erwarten sind, ja zu verstehen gegeben, dass eine Vertagung eher weniger sinnvoll ist. Die Mehrheit um Pfarrer Bartl (parteilos auf CDU-Ticket) ist nicht einmal auf die zahlreichen Kompromissvorschläge eingegangen.
Es wurde z. B. vorgeschlagen (und Herr Sträter hätte dies akzeptiert) die Straße zu halbieren und nur den Abschnitt des GSZ umzubenennen. Ein anderer Vorschlag war, bei der zuständigen Stelle der Stadtverwaltung anzufragen, ob man das GSZ nicht doch nach einer anderen Anrainer-Straße (z. B. Wucherer-Straße) adressieren könnte oder den Campus selbst als Postanschrift zu nehmen. Das wären gute Kompromisse gewesen, doch die feige Mehrheit ist einem „schnellen“ Beschluss (das Thema ist über drei Jahre alt) wieder ausgewichen.

Nach Anhörung aller Argumente muss ich aber auch eingestehen, erhebliche Zweifel habe, ob eine Umbenennung wirklich gerechtfertigt ist. Abderhalden war kein Nazi, kein Rassist, kein Antisemit und hat wohl auch nicht wissenschaftlich unsauber gearbeitet. Er hat wohl unter den gegebenen Umständen versucht, das Beste für die Leopoldina, seine Forschung und seine (z. T. jüdischen) Mitarbeiter herauszuholen – er war kein Widerstandskämpfer, sondern wie viele andere in verantwortlichen Positionen ein Mitläufer des Systems, der in den Grenzen des Möglichen sich mit dem Regime angelegt hat. Ob dies zusammen mit seinem großen sozialpolitischen Engagement vor 1933 ausreicht, ihn mit einer Straßenbenennung zu ehren, müssen die Stadträte nun bald entscheiden. Wenn sie sich dagegen aussprechen und der Straße einen neuen Namen geben, müssen sie aber konsequent sein und andere zwielichtige Straßennamen (z. B. Kurt Mothes, Wolfgang Langenbeck) überdenken.

Siehe auch: MZ mit weiteren Berichten

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Lesenswertes in den Medien – Hochschulpolitik

Hochschulpolitik

Was ist diese Woche alles passiert? Einiges, interessant finde ich u. a. dieses:

In Jena protestieren nun auch Studierende und Universitätsangehörige, und zwar nicht ganz so brav wie in Halle: Sogar eine Sitzung des Universitätsrates wurde torpediert und zum Abbruch gezwungen. Mehr dazu: Studenten gegen Streichpläne (Junge Welt), PM des StuRa Jena

Die Landesregierung hat endlich eingesehen, dass ihre 50 Millionen Euro großen Kürzungspläne in der bisher gedachten Form nicht umsetzbar ist. gerade zu lächerlich und typisch für unsere provinzielle Landesregierung ist,d ass siech Haseloff und Bullerjahn nun streiten, wer das offiziell in der Öffentlichkeit bekannt macht. Dabie ist das eigentlich klar: Beide wollen das Land kaputt sparen, also müssen doch beide zusammen vor die Presse treten, oder? Siehe: „Haseloff und Bullerjahn nach 50-Millionen-Abschied im Streit“ (mz-web.de)

Wieso regt sich da kein größerer Protest? Bis zu 90 Prozent des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Unis ist befristet beschäftigt, hat also keine sichere Perspektive und die Hochschulrektorenkonferenz entscheidet knapp gegen eine Selbstverpflichtung, die der übermäßigen Befristungspraxis an den Hochschulen entgegenzuwirken soll. Mehr dazu: »Jetzt muß endlich die Politik eingreifen« (Junge Welt)

Maulkorb für Hartz-IV-kritischen Studenten: Wer sich als (angehender) Beschäftigter nicht dem Repressionsapparat der Jobcenter und Arbeitsagenturen unterordnet, fliegt raus. Das musste nicht nur Inge Hannemann erfahren (solidarische Grüße nach Altona, hier ihr Blog – sehr empfehlenswert!), sondern auch ein Student an der Hochschule der BA. Siehe: „Bundesagentur für Maulkörbe“ (Junge Welt)

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Aktionsbündnis wieder aktiv: Landesweiter Aktionstag am 11. November

Hochschulpolitik

Das hallesche Aktionsbündnis gegen die Kürzungspolitik der Landesregierung rüstet sich für neue Proteste: Für den 11. November plant das „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten” zusammen mit den Kulturschaffenden der Initiative „5 vor 12“ sowie dem Stadtelternrat einen Laternenumzug unter dem Motto „Ohne uns gehen die Lichter aus!“. Auch in anderen Teilen des Landes sind Proteste geplant. So findet in Magdeburg gleichzeitig ebenfalls ein Laternenumzug statt.

Dazu erklärt Bündnissprecher Clemens Wagner: „Die Haushaltsberatungen beweisen, dass die Landesregierung an ihren rücksichtslosen Kürzungsabsichten festhält. Die Umsetzung wird massive, negative Auswirkungen auf alle Menschen in unserem Land haben: Sei es, dass Spitzenforschung nicht mehr möglich ist und die Hochschullehre sich verschlechtert, sei es eine zunehmende Gefährdung der Unterrichtsversorgung in den Schulen, oder dass Eltern immer tiefer in die Tasche greifen müssen um die KiTa-Gebühren zu bezahlen”.

Die Landesregierung plant, im Hochschulbereich im nächsten Jahr 26,5 Millionen Euro zu kürzen. Besonders betroffen wären die Studentenwerke, die Universitätskliniken in Halle und Magdeburg sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ab dem Jahr 2015 soll es zu Kürzungen in Höhe von fünf Millionen Euro jährlich kommen, was eine Reduzierung des Studienangebotes, die Schließung von Fakultäten oder ganzer Hochschulen zur Folge haben wird.

Aber nicht nur bei den Hochschulen wird gekürzt: So droht den Theatern in Dessau, Eisleben und Halle eine Streichung von insgesamt sieben Millionen Euro. Und bei den Schulen wird sich die jetzt schon mangelhafte Absicherung der Unterrichtsversorgung noch verschärfen. Auch dagegen formiert sich zunehmend Widerstand: „Die Eltern in Halle machen sich große Sorgen, wie es in den nächsten Jahren mit dem Unterricht an den Schulen weitergeht. Und natürlich würden sich viele freuen, wenn ihre Kinder auch nach der Schulzeit in Sachsen-Anhalt eine gute Ausbildung genießen könnten”, so der Vorsitzende des Stadtelternrates Thomas Senger.

„Mit zunehmender Breite des Bündnisses wird deutlich, dass die Bevölkerung den Kurs der Landesregierung ablehnt. Die Menschen akzeptieren nicht länger, dass in immer weiteren Bereichen der Gesellschaft die Leistungen gestrichen oder gekürzt werden. Sie erwarten zurecht, dass ihre Kinder gut lernen können und dass für ihre Familien auch weiterhin Theaterbesuche möglich und bezahlbar sind”, so Anne Voß, ver.di-Fachbereichsleiterin für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Informationen zur Aktion am 11.11.:

  • Motto: „Ohne uns gehen die Lichter aus!”
  • Start des Laternenumzugs: 17:30 Uhr auf dem Universitätsplatz Halle
  • Umzug: Universitätsplatz – Oper – Joliot-Curie-Platz – Kleinschmieden – Marktplatz
  • Abschluss: gegen 18 Uhr wird der Umzug auf dem Markt erwartet. Dort werden nach einer kurzen Ansprache symbolisch die Lichter gelöscht.
  • Die Teilnehmenden werden gebeten, selbst Laternen, Kerzen oder andere Leuchtelemente mitzubringen (ausgeschlossen sind Fackeln).

Presseinformation als pdf

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Senatssitzung vom 9. Oktober 2013

Hochschulpolitik

Ich bin kein Mitglied mehr im Akademischen Senat (dazu hätten weniger Leute die Jusos wählen sollen), möchte aber weiter informieren. Folgender Beitrag ist eine gekürzte Fassung des Berichtes aus dem Uni-Newsletter.

Informationen des Rektorats

Der Rektor eröffnete die Sitzung und wünschte allen ein gelingendes Wintersemester 2013/2014. Er forderte den Senat auf, sich in den anstehenden Trubel im Herbst und Winter einzumischen. Unter dem Punkt „Informationen des Rektorats“ ging er zu Beginn auf die aktuellen Entwicklungen zur Haushalts- und Strukturdiskussion ein. Der Ausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft stoppte am 04.10.2013 die Sparpläne zu den Hochschulen. Dies ist ein positives Signal, bedeutet aber noch keine Entwarnung. Mit dieser Entscheidung wurden gesetzliche Vorgaben durch das Haushaltsgesetz aufgehoben und eine gewisse Öffnung erreicht. Es ist aber nur gedämpfte Freude angesagt. Am 10.10.2013 findet die Zusammenkunft der Rektoren mit Staatssekretär Marco Tullner statt. In dieser sollen die Vorstellungen des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft zum Strukturplan dargelegt werden.

Danach ging der Rektor auf die geplante konstituierende Sitzung der Kanzlerfindungskommission ein. Diese ist für den 05.11.13 um 12 Uhr vorgesehen.

Des Weiteren verwies er auf die Veranstaltung am Freitag, 11.10.13, zu der die Deutschlandstipendien verliehen werden. Es sind im WS 57 – Tendenz steigend; insgesamt hat die Universität bisher 190 Stipendien eingeworben. Dahinter verbirgt sich die stolze Summe von 342.000 € eingeworbener Mittel aus dem Bereich der Wirtschaft.

Einschreibezahlen

Prof. Dr. Christoph Weiser schloss einen Zwischenbericht zum Stand der Einschreibezahlen an. Um den Hochschulpakt zu erfüllen, müssen 2.638 Hochschulerstsemester eingeschrieben sein. Mit Stand 09.10.13 kommt die Universität auf 2.991. Einige wenige Plätze im Bereich der Medizin und der Pharmazie werden noch hinzukommen, so dass ca. 3.000 Hochschulerstsemester zu registrieren sind. Die Universität bewegt sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Positiv ist, dass sich die Strukturdiskussion auf die Einschreibungen nicht negativ ausgewirkt hat. Insgesamt sind 20.794 Studierende eingeschrieben, davon sind 1.941 (fast 10%) ausländische Studierende. Die größte Fakultät ist die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, die auf 5.085 Studierende kommt und damit erstmals die 5.000er-Marke überschritten hat.

Situation des Studentenwerks

Prof. Dr. Hans Lilie als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Studentenwerks und Dr. Volkmar Thom als Geschäftsführer informierten den Senat zur Situation des Studentenwerks. Professor Lilie nahm zu Beginn nochmals Bezug auf den Prüfbericht des Landesrechnungshofs. Die dazu abgegebenen Stellungnahmen des Studentenwerks führten dazu, dass der Landesrechnungshof am 12.02.13 die Mitteilung gab, dass alle kritischen Punkte für erledigt erklärt wurden. Darüber hinaus verwies er auf das deutschlandweit einmalige Projekt Wohnportal „www.in-Halle-zuhause.de   “, das gemeinsam mit den Wohnungsgenossenschaften auf den Weg gebracht wurde und zur Attraktivität des Studienstandortes Halle beiträgt.

Danach übernahm Dr. Thom das Wort und legte die wirtschaftliche Lage wie folgt dar:

Die Studentenwerke erhielten im Zeitraum 2006–2010 4,6 Mio. Euro Zuschuss. 2011–2013 waren es 2,5 Mio. Euro. Für 2014 wird auf 1,2 Mio. Euro reduziert und ab 2015 sollen dann keine Zuschüsse mehr vom Land gegeben werden. Diese Entwicklung wäre für das Studentenwerk dramatisch. In der Konsequenz müssten die Semesterbeiträge um 40 Euro angehoben werden. Der Rektor teilte in diesem Zusammenhang mit, dass sich die LRK in ihrer letzten Sitzung dazu auch verständigt und ihre Unterstützung zugesagt hat.

Änderungen von Studienordnungen und weitere Beschlüsse

Verabschiedet wurden die fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnungen, die auf Antrag der Nat. Fak. III zur Diskussion gestellt wurden. Es handelte sich dabei um die „Ordnung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang Geographie (180 LP)“ und die „Bachelorstudienprogramme 60 und 120 Leistungspunkte“ sowie die „Ordnung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Geographie (120 LP)“.

Zustimmung fand bei den Senatoren der „Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Jugendinstitut e. V. (DJI)“. Die Universität und das DJI vereinbaren darin, auf beiderseits interessierenden Gebieten der Forschung zusammenzuarbeiten und auf dem Gebiet der Lehre zu kooperieren.

Der Senat entschied des Weiteren über die Änderung der Denomination der Professur W2 „Hygiene und Reproduktionsphysiologie in der Nutztierhaltung“ in W2 „Tiergesundheitsmanagement“. Die mit dieser neuen Denomination vorgelegte Ausschreibung wurde ebenfalls bestätigt. Zustimmung fand auch die Zusammensetzung der Berufungskommission für diese Professur.

Auf der Tagesordnung stand die Schließung folgender Berufungsverfahren:

W3 „Ernährungsphysiologie“; W3 „Funktionelle Genomik“; W2 „Pädiatrische Palliativmedizin und Neuroonkologie“.

In allen Fällen gab der Senat seine Zustimmung.

Entscheiden mussten die Senatoren über die Berufungslisten zur W3-Prof. „Molekulare Zellbiologie“, W3-Prof. „Geschichte der Philosophie“ und W2-Prof. „Grundschuldidaktik Deutsch / Ästhetische Bildung“. Zu den Vorschlägen für die beiden erstgenannten Berufungsverfahren gaben die Senatoren ihre Zustimmung. Die Liste der W2-Prof. „Grundschuldidaktik Deutsch / Ästhetische Bildung“ fand nicht die notwendige Mehrheit und wurde an die Fakultät zurückverwiesen.

Übrigens hat der Landesverband Sachsen-Anhalt im Deutschen Hochschulverband (DHV) in einer Pressemitteilung die für 2014 geplanten Kürzungen im Wissenschaftsetat in Höhe von 26,5 Mio. Euro kritisiert.

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Wichtige Petition: Wir sind Sachsen-Anhalt! – Zukunft lässt sich nicht einsparen

Hochschulpolitik

Ich rufe alle Studierenden und Mitarbeiter der Martin-Luther-Universität sowie alle Bürger des Landes Sachsen-Anhalts auf, folgende Petition mit ihrer Unterschrift zu unterstützen, um die Landesregierung von ihren unverantwortlichen Kürzungsabsichten abzubringen:

Wir sind Sachsen-Anhalt! – Zukunft lässt sich nicht einsparen.

Viele Menschen in unserem Land sind in großer Sorge um die Zukunft Sachsen-Anhalts.
Die Kürzungspolitik der Landesregierung gefährdet unsere Zukunftsperspektiven und wird negative Folgen haben. Zudem hat Sachsen-Anhalt, wie alle öffentlichen Haushalte, vor allem ein Einnahmeproblem.
Deshalb fordern wir, dass die Landesregierung gegenüber dem Bund auf eine ge-rechtere Finanzierung von Ländern und Kommunen drängt. Dazu müssen endlich alle entsprechend ihren Möglichkeiten beitragen.
Wir fordern, dass große Privatvermögen und hohe Erbschaften gerecht besteuert werden und der Spitzensteuersatz wieder auf sein früheres Niveau angehoben wird.
Zugleich fordern wir von den Abgeordneten aller im Landtag vertretenen Parteien, das vorliegende Kürzungskonzept des Kabinetts nicht zuzulassen und unser Land vor dem Ausverkauf zu schützen.

Begründung:

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt hat in den zurückliegenden Jahren ihre politische Arbeit fast ausschließlich auf die Sanierung des Landeshaushaltes ausgerichtet. Sie leugnet dabei die offensichtlichen Probleme der zu geringen staatlichen Einnahmen und die daraus resultierende strukturelle Unterfinanzierung in praktisch allen Aufgabenbereichen. Und sie geht in ihren Planungen von weiter drastisch sinkenden Einnahmen aus, die unveränderbar auf das Land zukommen würden.

Aus dieser fatalistischen Einschätzung, die keinerlei Zukunftsperspektive enthält, werden grundlegende Weichen für die Landesentwicklung falsch gestellt. Statt sich für die nachhaltige Sicherung, sowie die Erweiterung und Verbesserung der staatlichen Angebote für Bürger einzusetzen, soll dem Land eine Kürzungsrunde nach der anderen verordnet werden. Und dies ohne jede fachliche Begründung und ohne realistische Abschätzung der Folgen.

Es wird allein darauf verwiesen, dass nicht genügend Geld vorhanden sei. Dennoch gäbe es kein Einnahmeproblem sondern nur ein Ausgabenproblem, weil wir angeblich in unserem Land zu lange über unsere Verhältnisse gelebt hätten.

Das Land trägt die Verantwortung für Bildung, Wissenschaft und Innovation, für lebendige vielfältige Kultur, im sozialen Bereich, für die öffentliche Sicherheit und für seine Kommunen. Die jüngste Flut hat gerade wieder drastisch bewiesen, dass es z.B. keine Kürzungen beim Hochwasserschutz geben darf – statt dessen muss investiert werden, damit die Menschen in unseren Städten und Landkreisen nie wieder derart in Not geraten. Die Kürzungen in allen Bereichen berauben das Land nicht nur seiner Zukunft, sie können direkt Leben bedrohen. Durch ständige Kürzungen entstehen darüber hinaus vielfach Folgekosten, die die erhofften Einsparungen weit übertreffen. Deshalb ist es jetzt notwendig, den Druck der Öffentlichkeit auf die Landesregierung zu erhöhen, um sie von ihrem verhängnisvollen Weg abzubringen.

Dieses Land und seine Zukunft gehören uns allen und nicht einer auf Zeit gewählten Landesregierung. Zur Zukunftssicherung brauchen wir in Sachsen-Anhalt u.a.:

•- mehr Geld und Personal für die Schulen und Hochschulen des Landes, eine hohe Qualität von Bildung und Ausbildung, mehr Studierende statt weniger, denn gute Bildung ist die entscheidende Grundlage künftiger Entwicklung,

•- mehr Geld für das Gesundheitswesen, insbesondere auch für die Entwicklung der Universitätsklinika, die für die Gesundheitsversorgung, aber auch für die Ausbildung von Medizinern und die Forschung unverzichtbar sind,

•- ausreichend Personal für eine funktionierende öffentliche Verwaltung und für eine handlungsfähige Polizei,

•- eine lebendige Kultur mit vielfältigen Angeboten,

•- eine moderne Infrastruktur, u.a. einen nachhaltigen Hochwasserschutz und nicht nur eine kurzfristige Behebung von Schäden und handlungsfähige Städte und Gemeinden,

-• mehr Geld und Personal zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere im ländlichen Raum.

Die drastische Haushaltkürzungspolitik trifft Alle und schadet unserem Land.

Wir sind Sachsen-Anhalt!

weitere Informationen:
www.sachsen-anhalt.dgb.de

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Magdeburg, 25.07.2013

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Deutsches Hochschulsystem bleibt sozial selektiv

Hochschulpolitik

Der linke Studierendenverband DIE LINKE.SDS kommentiert die aktuelle 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW), dem ich nichts hinzufügen kann:

„Heute hat das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk (DSW) die 20. Erhebung zur sozialen Lage der Studierenden in Deutschland vorgestellt. Für den Studierendenverband DIE LINKE.SDS offenbart der Sozialbericht ein unverändert skandalöses Bild über die Lebensumstände von Studierenden in Deutschland.
Bereits seit zwei Jahren steht die angekündigte Erhöhung der BAFöG-Sätze aus. Damit verschärft sich die prekäre Lage vieler Studierenden zusehends. Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten können bei den meisten Studierenden schon lange nicht mehr durch das BAFöG gedeckt werden. Durch die restriktive Bewilligungspraxis bleibt vielen Studierenden der Zugang zum BAFöG von Anfang an verwehrt. Elisabeth Kula aus dem Bundesvorstand von DIE LINKE.SDS fordert deshalb ein „elternunabhängiges bedarfsdeckendes Studienhonorar, welches allen Studierenden im gleichen Maße eine finanzielle Absicherung für ihr Studium schafft.“
Damit hätte sich auch der finanzielle Zwang zur Erwerbsarbeit neben dem Studium erübrigt. Der Anteil Studierender, die einer solchen nachgehen müssen, bleibt bei 61 Prozent im Erststudium konstant hoch. Kerstin Wolter, Geschäftsführerin von DIE LINKE.SDS hält dies für nicht hinnehmbar: „Gerade das verschulte und eng gestrickte Bachelor-Master-System lässt kaum Spielraum für außeruniversitäre Aktivitäten. Wenn das Studium aber zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit beitragen soll, dann muss es auch Zeit für soziales und politisches Engagement lassen.“
Der Zugang zum deutschen Hochschulsystem bleibt weiter sehr selektiv. Der Anteil von Studierenden, die nicht aus AkademikerInnenfamilien stammen, ist sogar gesunken. Von diesen beginnen aktuell nur 23 von 100 ein Hochschulstudium. Der Anteil aus AkademikerInnenhaushalten liegt bei 77 Prozent. Kula dazu: „Diese Fakten stehen der Mär von angeblicher „Chancengleichheit“ diametral gegenüber. Das deutsche Bildungssystem reproduziert die Klassenstruktur unserer Gesellschaft, statt sie aufzubrechen.“
Die Sozialerhebung zeigt deutlich, dass Studierende immer höhere Summen für die Miete ausgeben müssen. In den teuersten Städten Köln, München und Hamburg sind es mittlerweile durchschnittlich 357 Euro für Miete und Nebenkosten. Wolter dazu: „Die steigenden Lebenshaltungskosten, allen voran die steigenden Mieten, sind für viele Studierende nicht länger tragbar. Der Ausbau von günstigen, innenstadtnahen und gut ausgestatteten Studierendenwohnheimen muss deshalb unbedingt forciert werden, damit der Druck auf den Geldbeutel reduziert wird.“ Ansonsten würde der Anteil derer, die sich durch Studienkredite im Studium verschulden müssen, weiter steigen. Dieser liegt momentan bei 6%.“ (Quelle: SDS an der MLU)
Den Bericht findet ihr als Zusammenfassung hier und in der vollständigen Version hier.
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Lese-Tipp des Tages: Informationen aus der Personalratszeitung zur aktuellen Strukturdebatte

Hochschulpolitik

In der aktuellen Ausgabe der Personalratszeitung berichtet die Vertretung der wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der MLU unter anderem über die Gründung des landesweiten „Hochschulbündnisses Perspektiven gestalten“ und des Aktionsbündnisses „Halle bleibt!“. Außerdem sind die Reden der Personalvertreter auf den großen Demonstrationen in Halle abgedruckt und – besonders empfehlenswert auf Seite 17f. – ein Ausblick über die Folgen der von der Landesregierung geplanten linearen Kürzungen im Hochschuletat. Alles zu finden unter: http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=29501&elem=2675142.

Am 14. Juni fand eine Personalversammlung statt, in der ebenfalls über die aktuelle hochschulpolitische Entwicklung informiert wird. Die PP-Präsentation ist über das Uni-Netz hier zu finden: http://www.personalrat.uni-halle.de/versammlung/

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