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Ergebnisse der Hochschulwahlen aus linker Sicht

Hochschulpolitik

Senat

Im Senat hat die Offene Linke Liste (OLLi) das Erringen eines Mandats um knapp 300 Stimmen verpasst. Als viertstärkste Liste hat sie mit 1637 Stimmen sowohl absolut als auch prozentual an Stimmen gegenüber 2013 verloren. Einer der Gründe dürfte die im Vergleich zum RCDS, Jusos oder Grünen zu „kurze“ Kandidatenliste sein. Die vier Sitze werden unter diesen Gruppen folgendermaßen verteilt: Grüne 2, Jusos 1, RCDS 1.

Senat Stimmen Prozent
2014 2013 2012 2011 2014 2013 2012 2011
Liberale HSG 386 1066 480 3,19% 0,00% 9,59% 6,42%
RCDS&Unabhängige 1948 2659 1823 779 16,10% 23,91% 16,39% 10,42%
Juso-HSG 3163 4997 2109 1796 26,14% 44,94% 18,97% 24,01%
Grüne HSG 3277 2682 1849 1240 27,08% 24,12% 16,63% 16,58%
Offene Linke Liste 1637 2165 1173 772 13,53% 19,47% 10,55% 10,32%
ahoi_studiosi 879 601 742 7,90% 5,40% 9,92%
Pharmaka 877       7,25% 4,10% 0,00%
Med. Fakultät 814       6,73% 2,80% 3,61%
Gesamtstimmen: 12102 14308 11120 7479

Siehe auch: http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=34381&elem=2783977

Fakultätsräte

Die OLLi trat nur im Fakultätsrat der Philosoph. Fak. I, der Hochburg der OLLi, an. Aufgrund der größeren Konkurrenz war das Ergebnis von 2013, als ein einziger Juso gegen die geballte OLLi-Liste antrat, nicht zu halten. Mit fast 42 % blieb die OLLi klar stärkste Kraft und wird zwei Räte entsenden, die von zwei Grünen begleitet werden, die mit 32 % überraschend deutlich die Juso-Liste distanzieren konnte. Die Liberalen erfreulich auf absteigendem Niveau.

Fakultätsrat Philosophische Fakultät I
2014 2013 2012 2011 2014 2013 2012 2011
Liberale HSG 190 303 140 10,21% 19,64% 27,03%
Grüne HSG 599 543 308 32,19% 35,19% 59,46%
Offene Linke Liste 779 1286 597 41,86% 76,59% 38,69% 0,00%
Jusos 293 393 15,74% 23,41% 0,00%
RCDS 0,00%
Sonstige 70 13,51%
Gesamtstimmen: 1861 1679 1543 518

Siehe auch: http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=34324&elem=2783060

StuRa

Zu den StuRa und FSR-Wahlen liegen nur vorläufige Ergebnisse vor (Quelle: http://www.hochschulwahl.info/ergebnisse/). Demnach konnte die OLLi in der Phil. Fak. II zwei Sitze (2013: 3) und bei den Juristen leider wieder keinen Sitz gewinnen. In anderen Fakultäten trat dieses Jahr kein OLLi an.

Studierendenrat Philosophische Fakultät I
2014 2013 2012 2014 2013 2012
Grüne HG 638 x x 27,13%
Liberale HSG 153 321 62 6,51% 11,18% 13,60%
RCDS&Unabhängige* 327 351 80 13,90% 12,23% 17,54%
Offene Linke Liste 848 1203 142 36,05% 41,90% 31,14%
Juso-HSG 386 841 127 16,41% 29,29% 27,85%
Sonstige x 155 5,40%
Gesamtstimmen: 2352 2871 456
* 2014 als PoWi & Friends  

 

Studierendenrat Jura
2014 2013 2012 2014 2013 2012
Liberale HSG 61 168 252 4,64% 12,78% 27,94%
RCDS&Unabhängige 465 135 35,36% 0,00% 14,97%
ahoi_studiosi 416 436 379 31,63% 33,16% 42,02%
Offene Linke Liste 100 149 136 7,60% 11,33% 15,08%
Juso-HSG 430 562 32,70% 42,74%
Sonstige x
Gesamtstimmen: 1472 1315 902

 

Fachschafträte

Beim FSR der Phil. Fak. I hat die OLLi zwar neun Prozent der Stimmen verloren, mit acht statt zuvor neun Sitzen aber weiter die absolute Mehrheit. Die zweitgrößte Liste ist die Juso-Liste mit drei Sitzen, PsychUnion und die leicht verschleierte RCDS-Liste mit je zwei Sitzen sind auch vertreten. Auch hier deutliche Verluste für die Jusos. Im FSR der Juristen hat die OLLi mit 6,5 % zwar leicht verloren, aber immerhin weiter Präsenz gezeigt. Dort verliert die reine, angeblich überparteiliche ahoi-Liste immer mehr Einfluss und verliert zur letzten Wahl über 25 Prozentpunkte. Jusos und RCDS gewinnen hinzu.

Fachschaftsrat Philosophische Fakultät I
2014 2013 2012 2014 2013 2012
Liberale HSG 316 460 377 5,47% 12,16% 19,66%
Juso-HSG 1186 987 190 20,55% 26,09% 9,91%
Offene Linke Liste 2598 2061 787 45,01% 54,48% 41,03%
RCDS* 852 220 14,76% 5,82% 0,00%
PsychUnion 702 12,16%
Sonstige 118 74 172 2,04% 1,96% 8,97%
Gesamtstimmen: 5772 3783 1918
* 2014 als PoWi & Friends  

 

Fachschaftsrat Jura
2014 2013 2012 2014 2013 2012
RCDS 1356 27,72%
Liberale HSG 200 434 342 4,09% 13,55% 14,89%
ahoi_studiosi 1698 1918 1765 34,71% 59,90% 76,84%
Offene Linke Liste 318 289 153 6,50% 9,03% 6,66%
Juso-HSG 1320 446 26,98% 13,93%
Gesamtstimmen: 4892 3202 2297

 

Wahlbeteiligung

Hier eine Übersicht der Wahlbeteiligung bei den Fachschaftsratwahlen:

Fachschaftsrat Beteiligung 2014 (%) Veränderung 14/13 Beteiligung 2013 (%) Beteiligung 2012 (%)
Theologie 37,56 -11,08 48,64 43,9
Biochemie/Biotechnologie/ Ingenieurwiss. 31,72 -3,81 35,53 34,65
Jura 31,12 4,35 26,77 26,77
Physik 30,72 0,72 30,00 26,51
Geowissenschaften 28,51 0,00 28,51 16,42
Medizin 23,58 0,00 23,58 15,74
Agrar- und Ernährungswissenschaften 23,44 -4,96 28,40 23,75
Pharmazie 23,35 7,94 15,41 14,91
Chemie 21,83 -6,97 28,80 21,94
Mathematik/Informatik 21,40 -6,07 27,47 30,8
Philosophische Fak. I 19,45 -0,31 19,76 15,54
Erziehungswissenschaft 19,11 -2,56 21,67 21,67
Neuphilologien 13,78 -11,94 25,72 15,46
Medien-, Kommunikations-, Sport-, Musikwiss. 13,10 0,39 12,71 13,31
Wirtschaftswissenschaften 11,58 -5,85 17,43 13,3
Biologie 6,60 -10,02 16,62 13,44
Studienkolleg 0,50 -2,33 2,83 0

 

In den meisten Fachschaften gibt es Rückgänge in der Wahlbeteiligung, was angesichts der umfangreichen politischen Aktionen im Rahmen der Kürzungsdebatte sowohl verwundert als auch besorgt. Nennenswerte Zuwächse gab es nur bei den Pharmazeuten und den Juristen. Diesjähriges Schlusslicht sind die Biologen, was angesichts des sehr aktiven Fachschaftsrates erstaunlich ist. Die Wahlbeteiligung beim Senat lag bei den Studierenden bei 17,56 % (2013: 21,75 %).

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Ergebnisse der Hochschulwahlen

Hochschulpolitik, Wahlen

Die vorläufigen Ergebnisse für die Wahlen zum Senat, StuRa und zu den Fachschaftsräten sind online.

Senat: http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=34154&elem=2778755

StuRa und Fachschaftsräte: http://www.hochschulwahl.info/ergebnisse/

Allen Wählern, die mir und der Offenen Linke Liste ihre Stimmen gegeben haben, sei großer Dank ausgesprochen. Die OLLi hat ihre dominierende Stellung in der Philosophischen Fakultät I gehalten und wird das Vertrauen in bestmögliche hochschulpolitische Praxis umsetzen. Leider fehlten bei der Senatswahl etwa 300 Stimmen, um vor dem RCDS zu landen und den letzen Senatssitz zu ergattern. Trotzdem werde ich und bestimmt auch die OLLi die gesamtuniversitäre Politik weiter verfolgen und mitgestalten, z. B. durch die MItarbeit im Aktionsbündnis.

Eine ausführlichere Ergebnisbetrachtung folgt.

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Endlich sind die Kandidaten für den Senat veröffentlicht

Wahlen

Unter dieser Seite finden alle Wahlinteressierten die Kandidaten für die Wahl des Akademischen Senats. Hier die Kandidaten der Statusgruppe 3 (Studierende):

Mitgliedergruppe 3 – Studierende_______________________________________________________________

Es sind 4 Mitglieder der Mitgliedergruppe zu wählen. Es erfolgt Verhältniswahl. Sie haben bis zu 4 Stimmen. Ein Bewerber kann höchstens zwei Stimmen bekommen. Sie können Ihre Stimmen auf die Bewerber mehrerer Wahlvorschläge verteilen. Der Stimmzettel ist ungültig, wenn bei der Verteilung die zulässige Gesamtstimmenzahl überschritten wurde.

WV 1                           Kennwort:                   GHG (Grüne Hochschulgruppe Halle)

1 Genschorek Maria Naturwissenschaftliche Fakultät III Geowiss. und Geographie
2 Gallon Johannes Peter

Frederik

Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
3 Stobbe Mandy Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
4 Eisenbrandt Carl Leonhardt Naturwissenschaftliche Fakultät II Physik
5 Klauser Charlotte Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
6 Otto Philipp Friedrich Philosophische Fakultät I
7 Kock Jenny Philosophische Fakultät I
8 Bystron Bernhard Naturwissenschaftliche Fakultät II Mathematik
9 Hamann Anna Philosophische Fakultät I
10 Sagner Achim Philipp Philosophische Fakultät II
11 Baier Jessica Philosophische Fakultät I
12 Lüdecke Sebastian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
13 Bohm-Eisenbrandt Ann-Sophie Philosophische Fakultät I
14 Ramstorf Anne Philosophische Fakultät II
15 Stock Klara Medizinische Fakultät
16 Sorgenfrei Henry Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
17 Böhm Marcus Naturwissenschaftliche Fakultät III Geowiss. und Geographie

WV 2                           Kennwort:                  Pharmaka       

1 Wabbel Karsten J. Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
2 Winkhoff Nils Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
3 Lobeda Sven-Peter Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
4 Neitzke Nicole Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
5 Gohlke Linus Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
6 Kämmerer Sascha Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
7 Seethaler Marius Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
8 Kolotilina Olga Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
9 Kersten Nadin Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie
10 Liebold Susann Naturwissenschaftliche Fakultät I Pharmazie

WV 3                           Kennwort:                   Juso-Hochschulgruppe          

1 Schmidt Richard Naturwissenschaftliche Fakultät II Mathematik
2 Ganter Jonas Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
3 Knüppel Anika Naturwissenschaftliche Fakultät III Agrar- und Ernährungswiss.
4 Henke Janis Philosophische Fakultät I
5 Appeldorn Gerrit Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
6 Efremova Stephanie Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
7 Klemm Jeff Philosophische Fakultät I
8 Eigendorf Eric Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
9 Schneider Felix Philosophische Fakultät I
10 Hack Miriam Philosophische Fakultät I
11 Horn David Philosophische Fakultät I
12 Wanke Lukas Philosophische Fakultät I
13 Lange Sebastian Philosophische Fakultät I
14 Heinecke Klaus-Uwe Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
15 Sackmann Florian Philosophische Fakultät I
16 Marschler Lukas Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
17 Annecke Christian Philosophische Fakultät I
18 Rüdrich Chris Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
19 Schütt Lena Philosophische Fakultät II
20 Neubert Magnus Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
21 Frenz Eva Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
22 Teffner Niklas Thorben Philosophische Fakultät III
23 Hartmann Pia Philosophische Fakultät I
24 Goldschmidt Katharina Naturwissenschaftliche Fakultät III Informatik
25 Mrotzeck Helge Naturwissenschaftliche Fakultät III Agrar- und Ernährungswiss.
26 Schnarr Kevin Naturwissenschaftliche Fakultät I Biochemie/Biotechnologie
27 Wagner Clemens Philosophische Fakultät I
28 Trumpp Clarissa Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
29 Neumann Tobias Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
30 Riedel Albrecht Philosophische Fakultät I
31 Schulz Julia Corinna Philosophische Fakultät II
32 Will Rebekka Philosophische Fakultät III
33 Moersch Dina Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich

WV 4                            Kennwort:                   RCDS-Für unser Studium

1 Bunzendahl Viktoria-Luise Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
2 Jänicke Paul Naturwissenschaftliche Fakultät II Chemie
3 Fischer Raik Philosophische Fakultät I
4 Weil von der Ahe Constantin Medizinische Fakultät
5 Michler Nicole Naturwissenschaftliche Fakultät III Geowiss. und Geographie
6 Schwannecke Jurek Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
7 von Vopelius-Feldt Alexander M. F. G. Medizinische Fakultät
8 Götze Robert Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
9 Klemm Aline Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
10 Knapp Axel Philosophische Fakultät I
11 Zobel Florian Theologische Fakultät
12 Metz Johanna Luise Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
13 Kleinhans Michel Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
14 Rosenberger Julian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
15 Pötzsch Sophie Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
16 Furta Tobias Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Wirtschaftswiss. Bereich
17 Daehre Johannes Robert Philosophische Fakultät I
18 Lütt Laura Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
19 Frank Felix Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
20 Dreyer Philipp Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
21 Böhm Maximilian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
22 Berndt Dominik Florian Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
23 Zedler Mareike Philosophische Fakultät III

WV 5                           Kennwort:                  Offene Linke Liste      

1 Sorge Mirjam Philosophische Fakultät I
2 Möbus Daniel Camilo Philosophische Fakultät I
3 Hesse Judith Philosophische Fakultät I
4 Geschonneck Anne Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
5 Schiedlowski Felix Philosophische Fakultät I
6 Kühne Maria Naturwissenschaftliche Fakultät I Biologie
7 Hoffmann Jan Hendrik Medizinische Fakultät
8 Fabian Eva Philosophische Fakultät I
9 Dorl Stefan Philosophische Fakultät I
10 Gerkens Jan Bruno Philosophische Fakultät I
11 Zeising Max Philosophische Fakultät I
12 Bonkat Lena-Pauline Philosophische Fakultät I
13 Gilger Kevin Philosophische Fakultät I
14 Azinovic Patrick Medizinische Fakultät

WV 6                           Kennwort:                  Liberale Hochschulgruppe     

1 Sehls Jean-Pierre Philosophische Fakultät I
2 Kohse Sören Philosophische Fakultät I
3 Mark Yana Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
4 Edlich Philipp Juristische und Wirtschaftswiss. Fakultät Juristischer Bereich
5 Hellmann Daniel Philosophische Fakultät I
6 Löhr Sebastian Philosophische Fakultät I
7 Heinrich Kilian Philosophische Fakultät I
WV 7                           Kennwort:             Med. Fakultät              
1 Jaekel Jens Medizinische Fakultät
2 Schäfer Nadine Medizinische Fakultät

Wie jedes Jahr überbieten sich die politischen Gruppen in der Zahl der Bewerber. Es ist wieder dasselbe irrationale Spiel, wer hat den längsten, entschuldigung die längste Liste und kann die meisten Stimmen abfangen. Meiner ganz persönlichen Ansicht ist dieses Schauspiel schlicht unfair und auch widersinnig. Was macht das für einen Sinn, für ein Gremium, in dem die Studierenden vier Vertreter stellen, eine Liste mit mehr als zehn Kandidaten aufzustellen? Für den StuRa oder die Fachschaftsräte gibt es in der Regel doch auch selten viel mehr Bewerber als zu verteilende Mandate. Und wer glaubt denn bitteschön, dass jeder der 33 Jusos ernsthaft ein Mandat im Senat anstrebt? Jeder Insider weiß, dass auf den Listen die Mehrheit der Kandidaten Karteileichen, die nur Stimmen fangen sollen, sind. Eine Initiative zur Begrenzung der Bewerberzahl auf vielleicht 10 Bewerber pro Liste wäre vernünftig und würde Papier bzw. Druckertinte sparen.

Das Verhältniswahlsystem macht es übrigens sinnlos, für kurze Listen wie den WV 7 der Mediziner zu stimmen. MIt zwei Kandidaten ist kein Staat bei einer Senatswahl zu machen, in den letzten Jahren haben immer lange, mit vielen Fächern durchmischte Listen einen Senatssitz gewonnen. Daher ist auch das Unterfangen der Pharmazie-Liste (WV 2) ziemlich aussichtslos.

Meine Wahlempfehlung ist, dass die Wahlberechtigten nicht wieder die Juso-Kandidatenvermassung unterstützen, sondern wenn schon die Jusos gewählt werden, die Stimmen verteilt werden: zwei für die Jusos, zwei für die OLLi. Die Sprecher des Aktionsbündnisses „Perspektiven gestalten“ werden von Jusos und OLLi (Offene Linke Liste) gestellt und die konstruktive Zusammenarbeit beider Gruppen tragen bislang dazu bei, dass die Kürzungsabsichten von Landesregierung und Rektorat ausgebremst werden konnten. Noch besser fände ich es natürlich, wenn alle vier Stimmen für die Offene Linke Liste abgegeben werden. RCDS und Liberale HSG sind Protestbremser und halten Protest für politisch untauglich; sie meinen, nur der konstruktive Dialog mit der Politik, mit dem Rektor kann Probleme der Uni lösen. Diese Ansicht ist reaktionär und hätte längst zur Schließung von Medien- und Sportwissenschaft geführt. Solche Leute können wir, meiner Meinung nach, in den Gremien eher nicht gebrauchen.

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Bald sind Hochschulwahlen!

Hochschulpolitik, Wahlen

Am 14. Mai ist es wieder soweit, die universitären und studentischen Gremien der Selbstverwaltung werden neu gewählt. Wem das noch nicht Motivation genug ist, an der Wahl auch teilzunehmen, sei noch eine Besonderheit der diesjährigen Wahl mitgeteilt: Nach vier Jahr werden auch die nicht-studentischen Statusgruppen (Professoren, wissenschaftliche und sonstige Mitarbeiter) und damit auch der Rektor sowie die Dekade der Fakultäten neu gewählt. Mit eurer Stimme bestimmt ihr also indirekt auch den vom erweiterten Senat zu wählenden Rektor (also den obersten Repräsentanten der Uni, der dann im zweiten Halbjahr mit der Landesregierung über die neue Struktur der Uni entscheiden wird!). Wollt ihr selber kandidieren, müsst ihr jetzt aktiv werden (siehe unten). Ab heute können nämlich die Wahlvorschläge beim Wahlamt eingereicht werden – Details dazu hier (für Senat und Fakultätsrat) und hier (für StuRa- und Fachschaftrat); Frist beachten!. Hier der weitere zeitliche Ablauf:

bis 09.04.2014 Wahlbekanntmachung
Wahlbekanntmachung 2014
10.04.2014 Vorläufiger Abschluss der Wählerverzeichnisse
11.04.-17.04.2014 Auslage der Wählerverzeichnisse und Einreichung von Berichtigungsanträgen
ab 09.04.2014 bis 23.04.2014, 15 Uhr Einreichung von Wahlvorschlägen
29.04.2014,
10-12 Uhr (Hallischer Saal)
alternativ
07.05.2014,
14-16 Uhr (HS B, Melanchthonianum)
Informationsversanstaltung für Abstimmungsabschüsse und Wahlhelfer/-innen
bis 07.05.2014 Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge
09.05.2014 Bekanntmachung der Wahlvorschläge GB Uni/GB ZUV
bis 09.05.2014, 12 Uhr Ausgabe und Beantragung der Briefwahlunterlagen
14.05.2014, 9-17 Uhr Stimmabgabe in den Wahllokalen der Fakultäten
ab 28.05.2014 Bekanntgabe des Wahlergebnisses und Benachrichtigung der Gewählten
12.06.2014 Wahlprüfung

Eine erfolgreiche Wahl wird euch erleichtert, wenn ihr euch den politischen Hochschulgruppen anschließt. Die Offene Linke Liste (OLLi) z. B. wird am 15.04. ab 18 Uhr im Sitzungszimmer (Mel) ihr Wahlprogramm vorstellen und die Kandidaten bestimmen. Parteilose Kandidaten sind gern gesehen.

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Neues aus dem Akademsichen Senat

Hochschulpolitik

Die Offene Linke Liste ist nicht mehr im Senat vertreten, wird aber weiter zu hochschulpolitischen Entwicklungen berichten. Hier geht es zu einem Bericht über die Sondersenatssitzung, hier findet ihr eine Stellugnahme des Rektorats zum peinlichen Geschehen um die Hochschulstrukturplanung.

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Ergebnisse der Senatssitzung vom 10. Juli 2013

Hochschulpolitik

In seiner letzten regulären Sitzung hatte der Akademische Senat 23 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten und konnte sich auch nach fünfeinhalb Stunden nicht in die Sommerferien verabschieden. Denn das „Beste“ wird noch kommen: Am 19. Juli findet zwischen 10 und 14 Uhr eine öffentliche Sondersenatssitzung zum Gutachten des Wissenschaftsrates statt.

Gutachten des Wissenschaftsrates

Das Gutachten, dessen Entwurf schon seit einigen Tagen in der Presse und ausgewählten Kreisen der Universität bekannt war, beschäftigte den Senat auch in der letzten Sitzung. Auf Nachfrage von Frau Dr. Federle ging es vor allem um die Frage, wie es zu den Sparplänen der Medizinischen Fakultät gekommen ist, die jüngst in der Mitteldeutschen Zeitung zu lesen [Link] waren. Der Dekan der Fakultät erläuterte dies und äußerte die Vermutung, dass das als vertraulich zu behandelnde „Planspiel“ wohl vom Finanzministerium an die Presse lanciert wurde. Unsicher war er, ob sich dies zum Vor- oder Nachteil der Uniklinik entwickeln wird. Es könnte sein, dass damit die Handlungsfähigkeit der Uniklinik öffentlich bekannt wird. Andererseits ist das Planspiel für das interne Arbeitsklima nicht gerade förderlich, da nun jeder Mitarbeiter in der Uniklinik weiß, dass es auch im Klinikvorstand Sparbemühungen verfolgt werden. Die inhaltliche Diskussion des restlichen Gutachtens wird – da bislang nur Entwürfe existieren – auf den 19. Juli vertagt. Am 12. Juli wird nämlich erst das Endgutachten vom Wissenschaftsrat beschlossen und dann am 15. Juli in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Graduiertenförderung und verbesserungswürdige Gleichstellung an der MLU

Zu den Berichten des Rektorats ist noch bemerkenswert, dass für den Zeitraum 2014/15 doch wieder 350.000 Euro für die Graduiertenförderung vom Land gestellt werden. Das ist zwar weniger als in den letzten beiden Jahren, aber es gibt wenigstens mehr als gar nichts, was vor einiger Zeit noch zu befürchten war. Im Zusammenhang mit der Auswertung der Begutachtung im Rahmen der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards durch die DFG konstatierte die Prorektorin für Forschung und wiss. Nachwuchs kein gutes Abschneiden der MLU. So wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass ein Gremium zu Gleichstellungsfragen einzurichten ist. Auf diesen Hinweis reagierte das Rektorat mit der Gründung einen Gleichstellungsbeirats, der seine konstituierende Sitzung im Oktober haben soll.

Debatte zur Leitungsstruktur

Eine Stunde nahm die Diskussion um die Vorlage der AG Leitungsstruktur in Anspruch. Der Senat beauftragte im April eine AG, eine Veränderung der aktuellen Leitungsstruktur (Rektorat mit Kanzlerposition) zu diskutieren. Hintergrund war der Wechsel von Altkanzler Hecht nach Hamburg, den einige Senatoren gerne für eine grundsätzliche Diskussion der Führungsstruktur der Universität, die sie als nicht mehr zeitgemäß betrachteten, nutzen wollten. Der Vorschlag der AG war nun, die Kanzlerposition beizubehalten, ihr aber das Stimmrecht bei Rektoratssitzungen für Entscheidungen, die nicht den Haushalt betreffen, zu entziehen. Nach dem fast jeder Senator eine oder zwei Stellungnahmen abgegeben hatte, war klar, dass es für diesen – aus Sicht der studentischen VertreterInnen und VertreterInnen der Mitarbeiter – unsinnigen Vorschlag keine Mehrheit geben wird. UM ihn umzusetzen, hätte es einer Zweidrittelmehrheit für die Änderung der Grundordnung der MLU gebraucht. Für den Vorschlag der AG stimmten aber nur sieben Senatsmitglieder, 14 waren dagegen und eines enthielt sich. Auf der Sondersenatssitzung wird daher die Ausschreibung der Kanzlerposition auf die Tagesordnung kommen.

Neuer Studiengang und Änderungen von Studienordnungen

Danach wurde mit großer Mehrheit ein neuer interdisziplinärer Masterstudiengang beschlossen. Ab dem kommenden Wintersemester können „Interdisziplinäre Polenstudien“ (45/75 LP) belegt werden. Dieses Masterstudienangebot steht im Zusammenhang mit der Einrichtung des Alexander-Brückner-Zentrums für Polenstudien, das durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert wird und wird in Halle und Jena zu absolvieren sein. Es folgten dann eine Reihe von Änderungsordnungen, die im Großen und Ganzen unspektakulär waren:

Theologische Fakultät:

  • StOPO Dipl.-Studiengang Evangelische Theologie 300 LP
  • ÄO StOPO BA Evangelische Theologie 60, 90 und 120 LP
  • ÄO LA Evangelische Religion GS
  • ÄO LA Evangelische Religion LA Gym u. Sek

Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Juristischer Bereich:

  • Vierte Ordnung zur Änderung der Schwerpunktbereichsprüfungsordnung (SPO)
    der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 09.07.2003

Wirtschaftswissenschaftlicher Bereich:

MA Management von Bildungseinrichtungen:

  • StOPO (Neufassung)
  • Gebührenordnung (Neufassung)
  • Eignungsfeststellungsprüfungsordnung (Neufassung)
  • Fachspezifische Ordnung zur Regelung der Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen

Philosophische Fakultät I:

StOPO MA Arabistik/Islamwissenschaft 45/75 LP

  • ÄO StOPO BA Klassisches Altertum 90 LP
  • ÄO StOPO BA Klassisches Altertum 120 LP
  • ÄO StOPO BA Klassisches Altertum 180 LP

 

Philosophische Fakultät II:

  • 2. ÄO Französisch LA Gym
  • 2. ÄO Italienisch LA Gym
  • 3. ÄO Spanisch LA Gym

Philosophische Fakultät III:

  • Fachspezifische Bestimmungen Rehabilitation LA Förderschule

Naturwissenschaftliche Fakultät III:

  • StOPO MA Informatik (Neufassung)
  • 3. ÄO StOPO BA Angewandte Geowissenschaften
  • 3. ÄO StOPO MA Angewandte Geowissenschaften
  • 4. ÄO StOPO BA Agrarwissenschaften 180 LP
  • ÄO Praktikantenordnung BA Agrarwissenschaften 180 LP
  • 3. ÄO StOPO MA Nutzpflanzenwissenschaften 120 LP
  • 3. ÄO StOPO MA Agrarwissenschaften 120 LP
  • ÄO StOPO MA Management natürlicher Ressourcen 120 LP
  • ÄO StOPO BA Management natürlicher Ressourcen 180 LP

 

Zu einigen Studien- und Prüfungsordnungen der Nat. Fak. III (Geo- und Agrarwissenschaften) ist zu sagen, dass dort leider noch die alte Abmeldefrist für Modulleistungen drin geblieben ist (3 Tage). Durch die neuen Allgemeinen Bestimmungen wurde die Frist auf eine Woche heraufgesetzt, daher ist die 3-Tage-Regel in den fachspezifischen Ordnungen nicht gültig! Einzige Ordnungen, die wir als studentische Senatoren ablehnten, waren die Gebühren- und Studienordnung zum Weiterbildungsstudiengang Master Management für Bildungseinrichtungen. In der Studien- und Prüfungsordnung wurde unter dem Punkt Masterarbeit unter anderem als Schriftart Times New Roman oder Arial als Muss vorgeschrieben. Wer also nicht MS Word und andere Schriftarten benutzt, kann seine Masterarbeit nicht abgeben. Doch der zuständige Dekan und auch der Prorektor beharrten auf der Notwendigkeit dieser klaren Regelung im Sinne der Chancengerechtigkeit. Auch mein Einwand, dass die Studiengebühren mit fast 7000 Euro sehr hoch seien und sich bei einer monatlichen Ratenzahlung noch um weitere 700 Euro erhöhen würden, wurde mit erhöhtem Aufwand bei Ratenzahlung und einer entsprechenden Kostenkalkulation zurückgewiesen.

Gegen die Stimmen der studentischen Senatoren wurde weiterhin beschlossen, dass auch in diesem Sommersemester der Rektor in dringenden Fällen fachspezifische Studien- und Prüfungsordnungen, die noch zum Wintersemester 2013/14 in Kraft treten müssen, unterzeichnen darf, ohne dass diese Ordnungen durch die dafür vorgesehenen Gremien gehen. Weitere Beschlüsse im öffentlichen Teil betrafen u. a. die Satzung des neuen LLZ, die Verlängerung bzw. der erstmalige Beschluss dreier Kooperationsverträge mit der Universität Woronesch, der BioSolutions GmbH und der National University of Ruanda.

Ausschreibungen und Berufungen

Im nicht-öffentlichen Teil standen drei Ausschreibungen aus dem Juristischen Bereich auf der TO sowie eine aus dem Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik. Bei zwei Professuren wurde die Denomination verändert, alle vier Professuren wurden dann zur Ausschreibung freigegeben: W3 „Deutsches, Europäisches und Internationales Öffentliches Recht“, W3 „Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht“, W3 „Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Recht der Sozialen Sicherheit“ und W1 „Biblische Theologie“. Unter den Berufungen war auch die Didaktik Physik mit Fachaufsicht Chemie, die schon mehrmals in dieser Legislatur diskutiert wurde. Während der ersten Ausschreibung wurden keine Bewerber gefunden, da niemand sowohl in Physik als auch in Chemie über didaktische Kompetenzen verfügte. Nachdem die Ausschreibung etwas entschärft wurde, fanden sich nun drei Bewerber auf der Berufungsliste, aber wieder alle ohne chemische Kompetenz. Vertreter des Mittelbaus und der Studenten kritisierten das, trotzdem wurde allen Berufungslisten mehrheitlich zugestimmt:

W3 „Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalwirtschaft und Business Governance“

W3 „Klinische Epidemiologie“

W3 „Osteuropäische Geschichte mit dem Schwerpunkt Geschichte Polens und Ostmitteleuropas“

W3 „Experimentelle Pharmakologie für Naturwissenschaftler“

W2 „Didaktik der Physik mit Fachaufsicht Chemie“

W3 „Biodiversity Conservation“ (iDiv)

W3 „Biodiversitätssynthese“ (iDiv)

Abschließend wurde die Kurt-Mothes-Gastprofessur und 21 Vertretungsprofessuren für das kommende Wintersemester beschlossen. Die Termine der nächsten Senatssitzungen lauten: 09. Oktober 2013; 13. November 2013; 11. Dezember 2013; 29. Januar 2014.

Siehe auch:

Aus dem Akademischen Senat (nur aus Uni-Netz zugänglich)

MZ zur Uniklinik Halle

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Nachtrag Hochschulwahlen zu Fakultätsräten

Wahlen

Mittlerweile wurden auch die Ergebnisse der Wahlen zu den Fakultätsräten veröffentlicht. Hierbei konnte die OLLi drei Sitze in der Phil. Fak. I (einen mehr als 2012) und erstmalig einen Sitz in der Nat. Fak. II im Bereich Physik gewinnen. In den Bereichen der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften konnte kein Sitz gewonnen werden.

Die Ergebnisse im Überblick (Quelle: Wahlamt MLU):

Fakultätsrat Philosophische Fakultät I
Stimmen Prozent Sitze
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Le Progrès

100

6,48

Liberale HSG

303

19,64

1

Grüne HSG

543

35,19

1

Offene Linke Liste

1286

597

76,59

38,69

3

2

Jusos

393

23,41

1

Sonstige
Gesamtstimmen:

1679

1543

 

Fakultätsrat Physik Stimmen Prozent Sitze
Offene Linke Liste

64

65,98 1
Sonstige

33

34,02 0
Gesamtstimmen:

97

Fakultätsrat Jura
Jusos

334

38,39 2
RCDS

92

10,57 0
Offene Linke Liste

120

13,79 0
ahoi_studiosi

324

37,24 0
Gesamtstimmen:

870

Fakultätsrat WiWi
ohne Kennwort

488

67,68 2
Rico Philipp

208

28,85 0
Sonstige

25

3,47 0
Gesamtstimmen:

721

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Erste Analyse der Hochschulwahlen 2013

Wahlen

Bis auf die Fakultätsräte sind für alle Gremien vorläufige Wahlergebnisse veröffentlicht worden. Für die Offene Linke Liste (OLLi) gibt es viele gute Ergebnisse, aber leider auch eine schlechte Nachricht. Um mit dem Schlechten anzufangen: der Senatssitz konnte trotz Stimmengewinnen von fast neun Prozent nicht gehalten werden, weil die Jusos durch eine Verdopplung ihres Stimmanteils einen zweiten Sitz bekommen konnten. In den anderen Gremien konnte die OLLi ihre Stimmanteile vergrößern. Dabei bleibt die Philosophische Fakultät mit 54,5 Prozent (Fachschaftsrat) bzw. 41,9 Prozent (StuRa) die Hochburg. Erstmals konnte ein Vertreter der OLLi in einer Naturwiss. Fakultät ein StuRa-Mandat holen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Senat Stimmen Prozent
2013 2012 2011   2012 2011
Liberale HSG

1066

480

 

9,59%

6,42%

INFORMATIK

456

 

4,10%

0,00%

RCDS&Unabhängige

2653

1823

779

23,86

16,39%

10,42%

IAEW

311

270

 

2,80%

3,61%

Juso-HSG

4987

2109

1796

44,85

18,97%

24,01%

Piraten

1027

825

 

9,24%

11,03%

Stisthovit

140

 

1,26%

0,00%

Wiwi

565

575

 

5,08%

7,69%

Grüne HSG

2680

1849

1240

24,1

16,63%

16,58%

Offene Linke Liste

2165

1173

772

19,47

10,55%

10,32%

ahoi_studiosi

879

601

742

7,9

5,40%

9,92%

„Personalerhaltung“

926

8,33

 

Senat-Sitze

 

2013 2012 2011 2010
RCDS&Unabhängige 1 1
Juso-HSG 2 1 2 1
Piraten 1
Wiwi
Grüne HSG 1 1 1 1
Offene Linke Liste 1
ahoi_studiosi 2
Studierendenrat Phil. Fak. I Anteil Sitze
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Liberale HSG

321

62

11,18 %

13,6 %

 

1

RCDS&Unabhängige

351

80

12,23 %

17,54 %

1

1

Offene Linke Liste

1203

142

41,9 %

31,14 %

3

2

Juso-HSG

841

127

29,29 %

27,85 %

2

2

Sonstige

155

45

5,4 %

9,87 %

 

Gesamtstimmen:

2871

456

 

 

 

Fachschaftsrat Philosophische Fakultät I Anteil Sitze
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Liberale HSG 460 377 12,16 19,66 % 4
Juso-HSG 987 190 26,09 9,91 % 4
1
Winde, Eva 128 6,67 %   1
Offene Linke Liste 2061 787 54,48 41,03 % 9 5
Schreiner & Wagner 264   13,76 %   2
RCDS 220 5,82 1
Sonstige 275 172 7,27 8,97 % 1 2
     
Gesamtstimmen: 3783 1918    
Studierendenrat Jura Anteil Sitze
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Liberale HSG

168

252

12,78 %

27,94 %

 

1

RCDS&Unabhängige

135

14,97 %

 

ahoi_studiosi

436

379

33,16 %

42,02 %

1

2

Offene Linke Liste

149

136

11,33 %

15,08 %

 

Jusos

562

42,74 %

2

Gesamtstimmen:

1315

902

 

 

 

Fachschaftsrat Jura 2013 Stimmen Anteil Sitze
Liberale HSG

434

13,55 %

ahoi_studiosi

1918

59,90 %

7

Offene Linke Liste

289

9,03 %

Juso-HSG

446

13,93 %

2

Sonstige

115

3,59 %

Gesamtstimmen:

3202

 

Studierendenrat WiWi Anteil Sitze
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Liberale HSG

198

221

22,73 %

15,47 %

1

1

zweiundvierzig

 

355

24,84 %

 

1

RCDS&Unabhängige

333

787

38,23 %

55,07 %

2

4

Offene Linke Liste

176

76

20,21 %

5,32 %

1

Jusos

164

18,83 %

1

Gesamtstimmen:

 

1429

 

 

 

Fachschaftsrat Physik 2013 Anteil Sitze StuRa Physik 2013 Anteil Sitze
Offene Linke Liste

35

6,65 %

0

74

76,29

1

Sonstige

491

93,35 %

7

23

23,71

0

Gesamtstimmen:

526

97

Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu 2012 noch einmal gestiegen: beim Senat von 18,0 auf 22,55 Prozent. Die Beteiligung auf Fachschaftsrat-Ebene schwankt dabei erheblich:

Fachschaftsrat Beteiligung 2013 (%) Veränderung 13/12
Theologie 48,64 4,7
Biochemie/Biotechnologie/Ingenieurwiss. 35,53 0,9
Jura 26,77
Physik 30,00 3,5
Agrar- und Ernährungswissenschaften 28,40 4,7
Mathematik/Informatik 27,47 -3,3
Geowissenschaften 28,51 12,1
Medien-, Kommunikations-, Sport-, Musikwiss. 12,71 -0,6
Chemie 28,80 6,9
Wirtschaftswissenschaften 17,43 4,1
Medizin 23,58 7,8
Pharmazie 15,41 0,5
Biologie 16,62 3,2
Philosophische Fak. I 19,76 4,2
Neuphilologien 25,72 10,3
Erziehungswissenschaft ?  ?
Studienkolleg 2,83 2,8

 

Quellen: www.hochschulwahl.info (vorläufige Ergebnisse) und http://www.verwaltung.uni-halle.de/wahlen/hochsch/hs13/ERG_SenvInternet2013.pdf (Senat)

 

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Alle Infos zur Hochschulwahl auf einen Blick

Wahlen

An Wahlaufrufen fehlt es dieses Jahr nicht. Aber man kann es nicht oft genug wiederholen: Alle Studierende der MLU sollten unbedingt ihre Vertreter in den Gremien der Universität wählen. Vor dem Hintergrund massiver Kürzungspläne der Landesregierung brauchen die Interessenvertreter der Studierendenschaft durch eine hohe Wahlbeteiligung die größtmögliche Legitimation. Es sollten natürlich vor allen die Kandidaten unterstützt werden, die sich strikt gegen die Kürzungspläne aussprechen. Ich kann da in erster Linie die OLLi-Kandidaten empfehlen, aber auch Jusos und Grüne Hochschulgruppe haben sicherlich gute Kandidaten.

Wer sich für welches Gremium bewirbt, erfahrt ihr auf folgenden Seiten:

Fachschaftsräte: http://www.hochschulwahl.info/kandidaten-fur-stura-und-fachschaften/?gremium=2&bereich=1

Studierendenrat: http://www.hochschulwahl.info/kandidaten-fur-stura-und-fachschaften/alle-kandidaten/

Fakultätsrat: http://studium.verwaltung.uni-halle.de/referat_1.3/wahlen/senat-fakrat/2012/2576654_2576656/

Senat: http://www.verwaltung.uni-halle.de/wahlen/hochsch/hs13/WVBEK_Senat.pdf

 

Bevor man ziellos irgendwen auf dem Stimmzettel ankreuzt, sollte man sich die Wahlprogramme kurz anschauen. Die Links zu den Programmen (sofern vorhanden) finden sich bei der hastuzeit.

Kandidatenporträts findet man dort ebenfalls: für den Fachschaftsrat, Studierendenrat und den Senat.

 

Die Wahlsysteme für die einzelnen Gremien unterscheiden sich. Beim Senat wird immer nach dem Verhältniswahlsystem gewählt, das heißt, die Listen mit den meisten Stimmen haben die Chance auf einen der vier studentischen Senatorenposten. Bei den meisten anderen Gremien wird das Personenwahlrecht angewendet, das heißt, die Stimmen für den einzelnen Kandidaten sind entscheidend. In der Philosophischen Fakultät kommt es dagegen zum Verhältniswahlsystem, weil es viel mehr Bewerber als zu vergebende Plätze gibt. Informationen zu den einzelnen Gremien und ihren Aufgaben findet ihr hier oder auf meinem Blog-Archiv (hier zu den uniweiten Gremien und hier zu den studentischen Gremien).

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Offener Brief an die Kämpfer von ahoi_studiosi

Wahlen

Liebe Mitglieder von ahoi_studiosi,

nach eurem famosen Auftritt im Audimax am Dienstag will ich euch einen gut gemeinten Ratschlag geben: Es ist nicht verkehrt oder verwerflich, bei einer Kandidatenvorstellung zur Hochschulwahl die eigene Parteiunabhängigkeit zu erwähnen. Nur sollte man nicht die gesamte Redezeit damit verbringen, die anderen Hochschulgruppen mit ihrer Parteiabhängigkeit und -hörigkeit zu diffamieren (als ob das was Schlechtes wäre) und zugleich als einzigen Vorzug der eigenen Gruppe eben die Unabhängigkeit von Parteien hervorzuheben. Und das sagt dann ein Mitglied von euch, das in der Fragerunde noch zugibt, selbst CDU-Mitglied zu sein. Das ist suboptimal in der Außendarstellung und hätte man wohl lieber verschwiegen. Oder noch besser: Man hätte die Parteiunabhängigkeit gar nicht als Vorzug dargestellt, denn das ist kein Wert an sich. Keine der Hochschulgruppen, zumindest kann ich das für die OLLi sagen, ist von der „Mutterpartei“ geknebelt und auf ihr Parteiprogramm bedingungslos eingeschworen. Jedes OLLi-Mitglied ist auch nur seinem Gewissen unterworfen und in den Gremien keinem Fraktionszwang unterworfen. Die OLLi hat ihr Wahlprogramm in völliger Unabhängigkeit von der Partei DIE LINKE diskutiert, stellt euch das mal vor!

Und noch ein Tipp: Auf Veranstaltungen wie der am Dienstag möchten die Zuhörer wissen, welche inhaltlichen Ziele die Gruppen denn verwirklichen wollen, wenn man sie wählt. Wer inhaltlich nichts zu melden hat, sollte sich eine Teilnahme an solchen Veranstaltungen ersparen, wie es konsequenterweise die JuLis und RCDSler gemacht haben. Und mir ist immer noch unklar, warum ihr für den Senat kandidiert, denn dort könnt ihr mit eurer Kompetenz in Party feiern nicht punkten. Da wären konkrete politische Positionen gefragt.

Beste Grüße,

Stefan von der OLLi

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Senat einstimmig gegen geplante Kürzungen bei Hochschulen

Hochschulpolitik

Die letzte Senatssitzung hat wieder die Kondition aller Senatsmitglieder und der zahlreich erschienenen Öffentlichkeit beansprucht. Nach fast fünfeinhalb Stunden waren alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet, wobei vor allem die Diskussion der aktuellen Kürzungspläne im Mittelpunkt der Sitzung stand.

 

Senat verabschiedet Resolution gegen Kürzungspläne

Zunächst hat Rektor Prof. Sträter die Pläne der Regierung und die Ergebnisse eines Gesprächs von LRK (Landesrektorenkonferenz) und Spitzenpolitikern der Landesregierung vorgetragen. Der Rektor führte aus, dass das Land für 2014 einen Einjahreshaushalt plane und daher auch die Zielvereinbarung der MLU mit dem Land nur um ein Jahr verlängert wird. Für eine langfristige Planungssicherheit wäre allen Mitgliedern des Senats eine fünfjährige Laufzeit der Zielvereinbarung lieber gewesen. Oberstes Zeil der Landesregierung ist das Vermeiden von neuen Schulden und das Abtragen der Altschulden in Höhe von etwa 20 Mrd. Euro. Der Finanzminister rechnet damit, dass wegen des Auslaufens des Solidarpaktes 2019 1,5 Mrd. Euro weniger für den Landeshaushalt zur Verfügung steht. Daher müsse man nun sparen, und zwar auch im Wissenschaftsetat (beträgt derzeit rund 613 Mio. Euro). Der Finanzminister plant für 2014 ein sofortiges Kürzen des Wissenschaftsetats um 26,5 Mio., ab 2015 dann um jährlich 5 Mio. Euro bis 2025. Im Wissenschaftsetat sind nicht nur die Landeszuschüsse für die Universitäten und Hochschulen, sondern auch die Ausgaben für die Universitätskliniken, Studentenwerke, Forschungsförderung, Graduiertenförderung und anderes enthalten. Der Rektor kritisierte die schlechte Pressekampagne der Regierung, wo z. B. fälschlicherweise behauptet wurde, dass das Land 55.000 Studierende finanzieren würde. Schön wär’s, dann hätte die MLU nie eine Strukturdebatte anfangen brauchen, denn in Wahrheit finanziert das Land nur etwa 34.000 Studierende landesweit.

Der Rektor sprach von wenig erquicklichen Gesprächen mit den Politikern, die die positiven Wirkungen der Universität für regionale Wirtschaft und die Wissenschaft nicht wirklich sehen bzw. verstehen wollen. Außerdem wird kaum verstanden, dass man nicht von heute auf morgen fünf Mio. Euro einsparen und irgendwelche freiwerdenden Professuren streichen kann, ohne die Gesamtstruktur ganzer Institute oder Fachbereiche anzugreifen. Der Rektor beendete diesen TOP mit folgender Zusammenfassung, wie er sich das weitere Vorgehen vorstellt, ohne dass der Senat dazu ein Votum abgab:

  • Der Rektor erarbeitet in Abstimmung mit dem Rektorat einen Profilvorschlag, der in der Koordinierungskommission beraten wird.
  • Dazu erfolgt eine enge Abstimmung mit den Dekanen.
  • Diskussionen im Senat werden in den regulären Senatssitzungen geführt. Die für Mai angekündigte Klausursitzung wird voraussichtlich auf Juli verschoben.
  • Ein detaillierter Zeitplan wird im Laufe der Zeit erarbeitet.

Aktueller Stand der internen Profildiskussion

Die interne Struktur- und Profildiskussion in der Koordinierungskommission, die bis zur Senatssitzung dreimal tagte, kam zu dem Ergebnis, dass sie ihren Auftrag vom Dezembersenat nicht erfüllen konnte. Das vorliegende Datenmaterial, mit dem eine Stärke-Schwäche-Analyse jeder Fakultät erarbeitet und das Profil der Universität vorbereitet werden sollte, sei nicht aussagekräftig genug. Strukturüberlegungen allein auf einer Stärken-Schwächen-Analyse vorzunehmen, die auf Zahlen basieren, sei nicht möglich. Deshalb schlug die Kommission vor, den Rektor zu beauftragen, einen Profilvorschlag zu erarbeiten, der die Eckpunkte der zu erwartenden Empfehlungen des Wissenschaftsrats berücksichtigt und auf den bestehenden Forschungsschwerpunkten aufbaut. Zeitlich soll dies bis zur Veröffentlichung des Berichts des Wissenschaftsrats am 12.07.2013 erfolgen, und das Rektorat und der Senat müssen sich für das Wochenende am 13.07/14.07.2013 auf Klausursitzungen einstellen. Geplant ist dann, am 15.07.2013 mit einer mit den Gremien abgestimmten Vorstellung zum Bericht des Wissenschaftsrats vor die Presse zu treten. Damit ist zum wiederholten Male ein Anlauf des Rektorats zur Profilbildung gescheitert. Immerhin ist die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, eine freiwillige Strukturanpassung (also eine Kürzung des Budgets in Höhe von 6,5 Mio. Euro) ohne Eingriff in das Profil der MLU durchzuführen, nun auch beim Rektorat angekommen. Das „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten“ hat schon im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass in unserer unterfinanzierten Universität keine Stellen mehr wegfallen können, ohne die Struktur und das Profil der Universität nachhaltig zu zerstören. Abschließend wurde eine von Mitarbeitern und Studierenden eingebrachte Resolution einstimmig vom Senat verabschiedet, deren Wortlaut hier  zu lesen ist.

Informationen des Rektorats

Zuvor informierte das Rektorat über die Vertretung der vakanten Kanzlerposition: Herr Förster wird die Position vorübergehend übernehmen. Die Funktion der Haushaltsbeauftragten übernimmt allerdings Prorektorin Dräger. Die Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Gesine Foljanty-Jost, berichtete über die Dialogrunde zum Thema „Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Halle“ am 14.03.2013, die in Anwesenheit von Ministerin Birgitta Wolff  stattfand, und über die erfreuliche Entwicklung bezüglich der Not syrischer Studierender. Infolge des Spendenaufrufs in der vorletzten Senatssitzung konnte der „Verein Hilfe für ausländische Studierende e. V.“ bislang 10.000 Euro an Spenden einnehmen, was fast den gesamten Jahreseinnahmen des Vereins entspricht. Die syrischen Studierenden können durch eine ausländerrechtliche Regelung nun auch BAföG beantragen.

 

Zur Diskussion der Leitungsstruktur

Die Vakanz der Kanzlerposition wurde im Januarsenat auch zum Anlass genommen, über die derzeitige Leitungsstruktur zu diskutieren. Die Leitung einer Universität kann nach Rektorats- oder Präsidiumsverfassung, mit oder ohne Kanzler organisiert sein. Der Senat hat im Januar eine Arbeitsgruppe beauftragt, über eine Veränderung der Leitungsstruktur zu diskutieren. Deren Ergebnisse wurden dem Senat nun vorgelegt: Die Entscheidung über die Ausschreibung der Kanzlerposition wird bis spätestens Juli 2013 nach intensiver Erörterung in den Gremien getroffen. Sollte die Kanzlerposition beibehalten werden, erfolgt die unverzügliche Ausschreibung im Juli. Bei einer anderen Meinung wird im Wintersemester 2013/14 über die Änderung der Grundordnung diskutiert. Die Entscheidung wird durch eine Kommission vorbereitet, die unter der Leitung der Prorektorin Dräger steht und sich im folgenden Verhältnis der Statusgruppen zusammensetzen soll: 4:1:1:1. Für die Studierenden wird Senator Sebastian Lüdecke (ghg) in der Kommission mitarbeiten. Leitungsstrukturänderungen, die über die Grenzen des derzeitigen Hochschulgesetzes hinausgehen würden, sollen separat debattiert werden.

Weitere Beschlüsse

Der Senat beschloss dann eine Reihe von Änderungen von Studien- und Prüfungsordnungen, eine neue Fassung des Kooperationsvertrages der MLU mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und die Termine zum Studienjahresablauf 2014/15. Im nicht-öffentlichen Teil wurde das Berufungsverfahren W3 „Ertragsphysiologie der Kulturpflanzen“ abgeschlossen und neu ausgeschrieben. Außerdem wurde die Ausschreibung der W3-Professur „Bodenkunde und Bodenschutz“ und die Umwandlung eines Beamtenverhältnisses auf Zeit in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit für einen Professor beschlossen.

 

Siehe auch:

„Aus dem Akademischen Senat“

Resolution des Senats gegen geplante Kürzungen

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MLU: Die Werbebanden können aufgebaut werden

Hochschulpolitik

(Dieser Artikel erschien zuerst unter https://blogs.urz.uni-halle.de/olli/2013/03/die-werbebanden-konnen-aufgebaut-werden/)

Nein, es werden jetzt keine Werbebanden in unseren Hörsälen aufgestellt, soweit sind wir noch nicht. Aber nach der letzten Senatssitzung sollten sich die Studierenden und anderen Universitätsangehörigen darauf einstellen, dass auch die MLU in ein Geschäft einsteigt, das bislang vor allem aus dem Fußballbereich bekannt ist: Es gibt zwei konkrete Anfragen von halleschen Unternehmen, die gegen die Zahlung einer noch auszuhandelnden Summe die Namensrechte an Hörsälen im Audimax erwerben wollen. Andere Universitäten sind da schon länger dabei. Die Uni Erlangen-Nürnberg hat z. B. schon 2007 für 130.000 Euro einen Hörsaal in „easyCredit-Hörsaal“ umbenannt. Die Uni Jena hat einen Commerzbank-Hörsaal, die Magdeburger Uni einen Volksbank-Hörsaal und die Uni in Augsburg den „Sonntag & Partner Hörsaal“ sowie den „Andreas Schmid Logistik Hörsaal“. Nachdem die Idee unter de Dekanen wohl positiv aufgenommen wurde, hatte sich auch im Senat kaum grundsätzliche Kritik geäußert. Es wurde aber darauf hingewiesen, dass es natürlich auf die konkrete Ausgestaltung ankommt. Riesengroße Werbebanner im Audimax werden ebenso abgelehnt wie Einmischungen in Forschung und Lehre. Zu klären ist auch, was mit dem auf diesem Wege eingenommenen Geldern passieren soll.

 

Hörsaal-Sponsoring nur unter bestimmten Bedingungen

 

In Zeiten knapper Kassen ist so manches Senatsmitglied froh über jede zusätzliche Einnahmequelle. Das ist auch grundsätzlich nicht falsch, doch aus Sicht der OLLi bleibt die Hochschulfinanzierung vordringliche Aufgabe der Politik. Private Sponsorengelder können kein Ersatz für durch unzureichende Finanzierung des Landes entstandene Budgetlücken sein. Ein Namens-Sponsoring ist nur denkbar, wenn die Sponsorenverträge absolut transparent sind, der Senat Mitentscheidungsrechte hat und die Unternehmen außer dem Namen des Hörsaals keine weiteren, besonderen Rechte im Bereich Forschung & Lehre erhalten.

 

Zulassungszahlen in NC-Fächern festgelegt

 

In der Sondersenatssitzung ging es aber eigentlich um die Festsetzung der Zulassungszahlen in den Fächern mit uni-weitem NC. Nach einer lebhaften Diskussion wurde die entsprechende Ordnung mit einer Gegenstimme und acht Enthaltungen beschlossen. So werden zukünftig in den überlaufenen Fächern Psychologie, Soziologie oder Erziehungswissenschaften z. T. deutlich reduzierte Kapazitäten angeboten. Die Überlastbereiche Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaften bleiben weiter NC-frei. Alle bislang mit NC versehenen Studiengänge bleiben zulassungsbeschränkt.

 

Weitere Entscheidungen und Berichte

 

Beschlossen wurden außerdem drei Ordnungen, die die neu eingeführten Eignungsprüfungen in den Lehramtsstudiengänge Grundschule Sport, Musik und Gestalten betreffen. In diesen Fächern soll zukünftig nicht mehr die Abiturnote allein bei der Auswahl der Studienbewerber herangezogen werden, sondern es sollen die fachspezifischen Fähigkeiten der Bewerber vor eigens gegründeten Prüfungskommissionen nachgewiesen werden.

In den laufenden hochschulpolitischen Diskussionen gibt es nicht wesentlich Neues. Die Kommission, die sich mit der Leitungsstruktur der Universität und eventuell neuen Modellen zur Hochschulleitung befassen soll, tagte. Die Meinungen gehen wohl weit auseinander, wobei diejenigen, die sich für das Präsidiumsmodell aussprechen, in der Minderheit sind und es nun eher um eine Optimierung des derzeitigen Rektoratsmodells geht. Die Kommission wird sich noch einmal treffen.

Zur Profil- und Strukturdebatte gibt es auch keine Neuigkeiten. Einzige erwähnenswerte Nachricht ist, dass die nächste Zielvereinbarung doch nicht eine fünfjährige Laufzeit haben wird, sondern nur eine einjährige Fortschreibung der alten Zielvereinbarung sein wird. Wahrscheinlich bleibt damit auch die Zuweisung des Landes für das Budget der MLU auf gleichem Niveau, abgesehen davon, dass die Uni etwa 200.000 Euro Zusatzkosten aus der vor wenigen Tagen beschlossenen Tariflohnerhöhung für die Angestellten der Länder selbst tragen muss.

Einen Bericht zur letzten Senatssitzung findet sich auch hier.

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Ergebnisse der Senatssitzung vom 30.01.

Hochschulpolitik

Eine rekordverdächtig lange Sitzung mussten die Vertreter des Akademischen Senats am vergangenen Mittwoch durchhalten: Erst nach fünfeinhalb Stunden waren die über 24 Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Neben Routineangelegenheiten wie der Ausschreibung von Professuren (darunter auch die dringend benötigte Professur für Bildungssoziologie) und der Bestätigung von Berufungen wurde die zweite Lesung des Haushalts abgehalten, eine Resolution zur Weiterführung der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt verabschiedet und die Ordnungen für das Universitätsarchiv reformiert. Außerdem gab es aktuelle Informationen zur Profilbildung, die nun bis Oktober 2013 abgeschlossen werden soll (siehe unten). Nähere Informationen im Folgenden sind dem Newsletter der MLU entnommen. Die nächste Senatssitzung ist übrigens noch in diesem Wintersemester, denn für den 13. März ist wegen der Bestimmung der neuen Kapazitätsordnung ein Sondersenat angesetzt worden.

Unter dem TOP „Informationen des Rektorats“ wurden folgende Themen angesprochen:

Zielvereinbarungen / Haushalt 2014

Prof. Dr. Udo Sträter informierte darüber, dass der zeitliche Ablauf für die Behandlung der Zielvereinbarungen noch unklar ist. Im Rahmen der Landesrektorenkonferenz verständigt sich zurzeit eine kleine Gruppe – er gehört dieser an – zum weiteren Vorgehen. Außerdem liegen Informationen vor, dass für 2014 kein Doppelhaushalt verabschiedet werden soll.

Er berichtete zudem über Gespräche des Wissenschaftsministeriums mit dem Wissenschaftsrat zum zu erwartenden Abschlussbericht. Der ursprüngliche Gedanke, den Bericht im Zusammenhang mit einem Planungsimpuls des Landes zu verbinden, wird nicht mehr verfolgt.

Strukturanpassungsdiskussion

Mit den Dekanen befindet sich das Rektorat gegenwärtig in der Protokollabstimmung zur Liste der Stellen, die vorläufig gesperrt werden sollen. Außerdem fand am 25.01.2013 die konstituierende Sitzung der „Koordinierungskommission zur Profilbildung“ statt. Mitglieder dieser Kommission sind:

Prof. Dr. Wilfried Grecksch, Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Prof. Dr. Elmar Wahle, Prof. Dr. Winfried Kluth – als Sachverständiger, für die Statusgruppe 2 Frau Dr. Förster, für die Statusgruppe 3 Richard Schmidt und für die Statusgruppe 4 Bertolt Marquardt.

Es erfolgte die Abstimmung zur Arbeitsweise, zu den Aufgaben der Kommission, den zu erstellenden Zahlenmaterialien und zum Zeitplan. Dieser sieht im Ergebnis vor, die Profildiskussion bis Oktober 2013 zu beenden.

Die Fakultäten müssen sich in diesem Zusammenhang  darauf einstellen, im April Fakultätsratssitzungen durchzuführen, die sich mit den Zahlenmaterialien der Kommission entsprechend des Senatsbeschlusses befassen sollen.

Geplant ist außerdem eine Klausursitzung des Senats. Das Datum dafür legte der Senat in der Sitzung im Rahmen der Festlegung der Sitzungstermine für das Sommersemester fest. Die Sitzungen werden wie folgt stattfinden:

Mittwoch, 10. April 2013

Freitag, 31. Mai 2013 / Samstag, 1. Juni 2013 – Klausursitzung zur Profildiskussion

Mittwoch,  8. Mai 2013

Mittwoch, 12. Juni 2013

Mittwoch, 10. Juli 2013

Vertretungsregelung Kanzler

Nach dem Ausscheiden von Dr. Martin Hecht wird ab dem 1. April 2013 die Vertretungsregelung entsprechend der Geschäftsordnung des Rektorats greifen – so der Rektor.

Abschlussbericht zur Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG

Prorektorin Prof. Gesine Foljanty-Jost gab bekannt, dass unter Federführung ihres Prorektorats der Abschlussbericht zur Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG behandelt wurde. Es handelt sich dabei um einen standardisierten Bericht, der im Sinne einer Bestandsaufnahme zu verstehen ist und auf den Seiten des Prorektorats für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs im Netz veröffentlicht wird.

Spendenaufruf

Die aktuellen politischen Bedingungen in Syrien haben die rund 70 Studierenden und DoktorandInnen aus Syrien an unserer Universität in teilweise existentielle Probleme gestürzt, da der Zugang zu den eigenen Konten nicht mehr möglich ist. Eine Rückkehr zum jetzigen Zeitpunkt nach Syrien ist nicht möglich, ein Ende der Kämpfe in Syrien ist nicht absehbar. Da weitere Unterstützungen noch nicht wahrscheinlich sind, möchte die Prorektorin für Forschung und wiss. Nachwuchs, Prof. Dr. Foljanty-Jost, alle Mitglieder der Universität um Unterstützung bitten und ruft zu Spenden auf. Sie kündigte in diesem Zusammenhang eine entsprechende Rundmail an alle Universitätsangehörigen an.

Gedenkveranstaltung am 27. November 2013

Der Rektor gab bekannt, dass in Erinnerung an Mitglieder der Universität, die aus politischen und rassistischen Gründen nach 1933 aus der Universität entfernt wurden, am 27.11.2013 eine Gedenkveranstaltung geplant ist. Organisiert wird dieses Projekt unter der Federführung von PD Dr. Friedemann Stengel und Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg.

Zusätzlich wurden in der Tagesordnung die Punkte „Zentrum für Biokatalyse“ und „Fortgang zu den Diskussionen zur Verfassung der Universität“ behandelt.

Zu Ersterem trug Prof. Dr. Birgit Dräger die Situation vor.  Danach wird das Thema in einer der nächsten Senatssitzungen auf der Tagesordnung stehen. Bedauerlich ist, dass dazu bereits in der Mitteldeutschen Zeitung berichtet wurde, die Darstellungen aber nicht korrekt waren. Die Überlegungen, eine interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung unter dem Dach der Naturwissenschaftlichen Fakultät I zu gründen, bestehen im Zusammenhang mit der Integration der Eingliederung der Max-Planck-Forschungsstelle „Proteinforschung“.  Da es weder eine Satzung noch ein fertiges wissenschaftliches Konzept dafür gibt, sondern lediglich eine Absichtserklärung der Nat. Fak. I, eine solche Einrichtung zu gründen, wurde der Senat bisher nicht einbezogen.

Zum zweiten Punkt – Fortgang der Diskussionen bezüglich der Verfassung der Universität – verständigte sich der Senat dazu, das Thema in der März-Sitzung ausführlich zu behandeln. In Vorbereitung darauf soll festgestellt werden, welche Probleme die gegenwärtige Leitungsstruktur der Universität enthält. Dazu wurden alle Senatoren aufgerufen, sich zu äußern. In einer Kommission unter der Koordinierung von Prof. Dr. Birgit Dräger sollen diese Kritikpunkte aufgearbeitet und analysiert werden, um ggf. entsprechende Änderungen vorzunehmen. Die Kommission setzt sich aus Mitgliedern der vier Statusgruppen im Verhältnis  4 : 2 : 2 : 2 zusammen. Personelle Vorschläge sollen an Prorektorin Dräger übermittelt werden.

Resolution

In den aktuellen Diskussionen über den Haushalt 2014 wurde wiederholt signalisiert, dass die Weiterführung der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt in Frage gestellt wird. Der Senat und die Dekane hatten dazu bereits mehrfach kritisch diskutiert. Auf Initiative von Prorektorin Foljanty-Jost als Senatorin wurde in der Senatssitzung über eine Resolution debattiert, die im Ergebnis vom Senat verabschiedet wurde (http://verwaltung.uni-halle.de/senat_der_verwaltung/beschluesse_2010-2014).

Im Nachgang erhalten Vertreter des Wissenschaftsministeriums und ausgewählte Abgeordnete des Landtags diese Resolution zur Kenntnis.

Haushalt 2013

Breiten Raum nahm in der Sitzung die 2. Lesung des Haushalts 2013 ein. Nachdem Dr. Martin Hecht und Dr. Alexandra Denzel-Trensch das Zahlenwerk erklärten, schloss sich die Erörterung durch den Senat an.

Dr. Hecht bestätigte seine Grundaussage, die er bereits zur 1. Lesung im Dezember 2012 getroffen hatte. Danach ist eine Überziehung des Landeszuschusses in Höhe von 6,8 Mio. Euro zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Universität erforderlich. Dieses Defizit wird aus Hochschulpaktmitteln 2020 gedeckt.

Ordnungen für das Universitätsarchiv

Dr. Michael Ruprecht stellte sich dem Senat als Leiter des Universitätsarchivs vor. Zudem legte er Ordnungen für das Universitätsarchiv vor, die vom Senat zu verabschieden waren. Es handelte sich dabei um die Archivordnung und die Benutzerordnung, denen der Senat zustimmte. Zusätzlich lag die Lesesaalordnung vor, die der Senat zur Kenntnis nahm.

Alle Regelungen sind demnächst im Amtsblatt nachzulesen.

Graduiertenkolleg „Protein Modification: A Key Mechanism for Ageing“

Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Simm (Sprecher, Med. Fak.) stimmte der Senat der Einreichung einer Antragsskizze für ein Graduiertenkolleg „Protein Modification: A Key Mechanism for Ageing“ bei der DFG zu.  Antragstellende Einrichtungen für dieses Graduiertenkolleg sind die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Leibniz-Institut Fritz Lippmann in Jena und die Martin-Luther-Universität. Neben Professoren der Med. Fak. wird auch die Nat. Fak. III beteiligt sein.  Das Graduiertenkolleg fügt sich ein in den Forschungsschwerpunkt der Universität „Biowissenschaften – Makromolekulare Strukturen und biologische Informationsverarbeitung“ und in die Forschungsschwerpunkte der Med. Fak. „Demographieorientierte Medizin“ und „Molekulare Medizin mit Signaltransduktion“.

Ordnungen

Positive Stellungnahmen gab der Senat zu folgenden Änderungsordnungen zu Studien- und Prüfungsordnungen bzw. Auswahlordnungen ab:

Philosophische Fakultät I:

  • Ordnung zur Änderung der Fachspezifischen Bestimmungen für das Studienfach Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien

Philosophische Fakultät II:

  • Ordnung zur Änderung der Ordnung zur Regelung der Auswahlverfahren in den Zwei-Fach-Bachelor-Studienprogrammen Anglistik und Amerikanistik (60, 90 und 120 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelorstudiengang
  • Dritte Ordnung zur Änderung der Fachspezifischen Bestimmungen für das Studienfach Englisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien und im Studiengang Lehramt an Sekundarschulen
  • Ordnung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme Anglistik und Amerikanistik (60 und 90 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang
  • Zweite Ordnung zur Änderung der Fachspezifischen Bestimmungen für das Studienfach Englisch im Studiengang Lehramt an Grundschulen und an Förderschulen

Die Änderungen betreffen insbesondere die Zugangsvoraussetzungen für die o. g. Änderungsordnungen der Philosophischen Fakultät I und der Philosophischen Fakultät II.

Verabschiedet wurde außerdem die Zweite Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung der Medizinischen Fakultät. Hier erfolgte die Erweiterung des Fächerkatalogs um das Fach Medizinische Soziologie.

Ausschreibungen

Zur Ausschreibung frei gegeben wurden folgende W-Stellen:

W2-Prof. „Soziologie der Bildung“ – voraus ging der Freigabeentscheidung die Umwidmung der Stelle von W2 „Soziologie der Bildung und Erziehung“ in W2 „Soziologie der Bildung“.

W3-Prof. „Pädagogische Psychologie“ und

W3-Prof. „Tierphysiologie“.

Die Berufungslisten für die

W3-Prof. „Experimentelle Physik (Optik und zeitaufgelöste Spektroskopie),

W3-Prof. „Physikalische Chemie (Komplexe Selbstorganisierende Systeme) und

W3-Prof. „Proteinbiochemie“ wurden vom Senat bestätigt. Es kann damit die Ruferteilung an die Erstplatzierten erfolgen.

Den Anträgen auf Verleihung von Außerplanmäßigen Professuren der Nat. Fak. III und der Phil. Fak. I wurde ebenfalls entsprochen.

Positiv befürwortet wurden zwei Anträge der Med. Fak. zur Zwischenevaluierung von Juniorprofessuren.

Darüber hinaus lag eine Liste zu den Vertretungsprofessuren für das Sommersemester 2013 vor. Insgesamt wurden 16 Vertretungsprofessuren bestätigt.

Im Sinne der Weiterentwicklung von internationalen strategischen Partnerschaften legte das Prorektorat für Forschung und wiss. Nachwuchs eine Liste mit 6 Kandidaten für internationale Gastprofessuren vor, die der Senat ebenfalls bestätigte.

Zu den o. g. frei gegebenen Professuren zur Ausschreibung lagen den Senatsmitgliedern Vorschläge für die Zusammensetzung von Berufungskommissionen vor. Diesen Vorschlägen folgte der Senat.

Auf der Tagesordnung stand des Weiteren die Bestimmung der Vertreter der Statusgruppe der Studierenden für den Wahlausschuss und die Nominierung eines Vertreters für den Verwaltungsrat des Studentenwerks ab  dem 1. April 2013.

Keine Antworten

Nach der Sondersenatssitzung: Kein Kürzungsbeschluss in diesem Jahr!

Hochschulpolitik

Aus meiner Sicht kann das Aktionsbündnis das Resultat der Sondersenatssitzung am 19.12. zumindest als Teil-Erfolg betrachten. Das Rektorat hat, ohne es explizit auszusprechen, eingestanden, dass ein 3 Mio. Euro großes Einsparpotenzial nicht zu benennen ist, ohne der Profildiskussion vorzugreifen. Erstaunlich dabei war, dass auf den Auftrag des Oktobersenats, bis Dezember eben dieses Einsparpotenzial zu benennen, mit keinem Wort eingegangen wurde, obwohl bislang der Eindruck erweckt wurde, dass die Universität noch dieses Jahr 3 Mio. Euro des strukturellen Defizits einsparen muss, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten bzw. einer Haushaltssperre zu entgehen.

Nun wurde ein verbindliches, nachvollziehbares Verfahren festgelegt, das das Ziel aufweist, die bislang fehlenden Entscheidungsgrundlagen zu liefern und damit eine sinnvolle Profil- und Strukturdiskussion im Senat überhaupt zu ermöglichen. Bis heute gibt es ja keine konkreten Informationen, über welche gefährdeten Bereiche bei den Gesprächen von Rektorat und Dekanen gesprochen wurde. Nun haben die Fakultäten und damit auch die Fakultätsräte die Gelegenheit, ihre Stärken und Schwächen zu benennen und so ihren Anteil an der Profildiskussion zu leisten. Es wäre vielleicht eine Überlegung wert, ob das Bündnis in Zusammenarbeit mit den Fakultäts-, Fachschaftsräten und Institutsgruppen fachbezogene Vollversammlungen an allen Instituten der Universität organisieren sollte, um eine größtmögliche Mitwirkung der Studierenden und MitarbeiterInnen zu erzielen.

Die Zustimmung zu diesem Verfahrensvorschlag von Prof. Kluth (siehe Anhang) ist – aus meiner Sicht – keine vorweggenommene Zustimmung zu einer neuen Kürzungsrunde, sondern zu dem lange eingeforderten Schritt zu mehr Transparenz und demokratischer Beteiligung.

Es besteht dennoch kein Anlass für Euphorie, denn die Kürzungsvorhaben sind noch immer nicht vom Tisch. Mit dem nun beschlossenen Verfahren wird die Entscheidung nur vertagt. Und das Ziel des Rektorats, schlussendlich das Budget zu kürzen, wird sich nicht verändert haben. Aber an der Haltung der Senatoren, die als Teil des Aktionsbündnisses auftreten, hat sich m. E. nichts geändert: Ziel der Profilbildung kann nicht das reine Kürzen von „schwachen“ Fächern bedeuten. Sollte das Profil am Ende nur zu beschließen sein, wenn zugleich einer Budget- bzw. Strukturanpassung nach unten zugestimmt wird, können wir Senatoren uns dem nur verweigern. Angesichts des trotz aller Krisenrhetorik noch immer steigenden Wohlstands der deutschen Volkswirtschaft muss es möglich sein, die Universität entsprechend der real existierenden Studierendenzahlen und der ihr von der Politik übertragenen Aufgaben voll auszufinanzieren. Was ist ein „winziges“ Defizit von knapp 6 Mio. Euro angesichts eines Privatvermögens in Deutschland von knapp 10 Bill. Euro?

Profil- und Strukturdiskussion können nun nicht mehr getrennt voneinander geführt werden. Auch dieser (schizophrene) Versuch des Rektorats, beides voneinander zu trennen, ist gescheitert. Der Kampf gegen die Kürzungen muss fortgeführt werden, trotz des kleinen Teilerfolgs in diesem Jahr. Denn nächstes Jahr werden drei Prozesse parallel verlaufen: Strukturanpassung, Profilbildung und die Verhandlungen der Universität mit der Landesregierung über die neuen Zielvereinbarungen. Hierbei müssen die Studierenden und MitarbeiterInnen klar ihre Position deutlich machen. Herr Sträter will dann ja mit zur Demo kommen – wir nehmen ihn beim Wort.

Keine Antworten

Warum es am 19.12. keine Stellenstreichungen geben darf!

Hochschulpolitik

Das Rektorat beabsichtigt nach einem langen, weitgehend intransparenten Prozess am 19. Dezember in einer Sondersenatssitzung ein Einsparpotenzial von drei Mio. Euro zu benennen, um langfristig das strukturelle Haushaltsdefizit von etwa 6,7 Mio. Euro zu beseitigen. Der Senatsauftrag vom Juli, der auf Initiative der Dekane zustande kam, lautete, sofort ein Konzept für das ganze Defizit vorzulegen. Das Rektorat hat nun sogar selbst festgestellt, dass ein solches Einsparprogramm der Profildiskussion vorgreifen würde. Man will aber nur soweit sparen, wie man keine Struktureinheiten (Institute, Fakultäten) verändern und nicht in das Profil der Universität eingreifen müsse. Das sei mit den drei Mio. Einsparungen möglich. Ob das stimmt, ist mehr als zweifelhaft, aber auch schwer zu beurteilen, wenn man als Senator keine konkreten Informationen bekommt. Bis zum heutigen Tage weiß keiner der Senatoren, welche Professuren am 19.12. auf eine Sperrliste kommen und damit temporär nicht wiederbesetzt werden sollen. Da darf sich das Rektorat eben nicht wundern, wenn das Aktionsbündnis MLU „Perspektive gestalten“ von Hinterzimmeraktionen spricht. Alleine diese Geheimniskrämerei und die damit fehlende demokratische Legitimation macht das Strukturanpassungskonzept nicht zustimmungsfähig.

Die unendliche Geschichte von Stellenkürzungen an der MLU

Aber es gibt weitere Argumente, die gegen einen Beschluss eines solches Konzept sprechen.

Wenn das Aktionsbündnis als Gegenargument bzw. als alternative Strategie das Fordern einer aufgabengerechten Finanzierung der Universität, also mehr Geld von der Landespolitik vorträgt, dann antwortet das Rektorat, dass diese Forderung in Magdeburg nur mehr mitleidiges Lächeln hervorruft. Schon seit Jahren würde Halle über zu wenig Geld jammern, das könne in Magdeburg keiner mehr hören. Alle Hochschulen kämen mit ihrem Geld aus, nur Halle jammert unentwegt. Könnte das daran liegen, dass das Problem der Unterfinanzierung schon seit Jahren nicht gelöst wird und die Forderung nach mehr Geld daher gerechtfertigt ist? Und außerdem: Nicht nur mehr Geld fordern, ist eine altbekannte Strategie. Auch die Strategie des Rektorats, Budgetdefizite mit Selbstbeschneidungen oder, wie es so schön heißt, „Strukturanpassungen“ (kurzfristig) zu beheben, ist auch nicht neu.

Seit 1990 werden Profildiskussionen an der MLU wenn überhaupt unter dem Vorzeichen des Schrumpfens der Mitarbeiterstellen geführt. Wenn in dem Tempo, wie seit 1990 Stellen abgebaut werden, fortgefahren wird, dann kann in acht Jahren der Rektor als letzter Mohikaner die Uni schließen. Wenn in dem Tempo wie seit 1993, als die Bereinigungen von vorgeblich ideologischem DDR-Ballast abgeschlossen waren, Stellen abgebaut werden, dann kann in etwa 14 Jahren die Uni dichtgemacht werden, weil dann keine Stellen mehr da wären. 1990 verfügte die Universität noch über 7001 Stellen, 1993 waren es 4466. 1995 wurde mit Verabschiedung des Landeshaushalts und der Gründung der Fachhochschule Stendal eine Zielmarke von 2542 Stellen geplant. Im Februar 2000 war die Landesregierung dann der Meinung, dass sehr bald die Studierendenzahlen stark sinken werden und 11.050 statt zuvor 14.100 Studienplätze sowie 20 % weniger Personal an der MLU ausreichen würden. So fällte der Senat am 7. Juni 2000 einen Strukturbeschluss und reduzierte die Stellenzahl auf 2042 (bis 2004). Damals versprach das Rektorat, dass damit eine Budgetsicherung bis 2005 verbunden wäre. Dieses Versprechen löste sich aber schon drei Jahre später in Luft auf, weil die Landesregierung mal wieder zehn Prozent der Hochschulfinanzierung kürzen wollte. Damit begann „the same procedure as last year“. Zwar leistete das Rektorat unter Prof. Greksch anfänglich Widerstand gegen die neuen Kürzungspläne, doch dann machte man wieder eine Liste von zu streichenden Instituten, provozierte massive Demonstrationen und unruhige Senatssitzungen. Und dann passierte das Unfassbare: Es gab keine Mehrheit im Senat für das Kürzungspapier. Da die Hochschule aber gar nicht so demokratisch verfasst ist, wie man als Senator vielleicht naiverweise glauben mag, genügt trotzdem die Unterschrift des Rektors unter ein Stück Papier des Ministeriums und so waren die Ingenieurswissenschaften geschlossen und die Stellenzahl auf die jetzt aktuellen 1855 gesenkt wurden. Der Senat ist nur ein beratendes Gremium, letztlich kann der Rektor im Alleingang seine Vorstellungen durchsetzen.

Diese kurze Geschichte des Abbaus der Universität verdeutlicht, dass keine der bislang durchgeführten Stellenkürzungen zu einer nachhaltigen Sicherung der übrig gebliebenen Substanz der MLU geführt hat. Wieso sollen wir Ende 2012 die vierte oder fünfte Kürzungsrunde absolvieren, ohne Aussicht auf Bestandssicherung für mindestens zehn Jahre zu haben? Besonders irrational ist bei der diesjährigen Debatte, dass sie ohne jeglichen Druck von der Landespolitik entfacht wurde. Immer kam der Spardruck von außen, diesmal haben die Dekane einen Brief geschrieben, indem sie zurecht darüber klagten, dass die Fakultäten bald nicht mehr betriebsfähig sind und unter ihrer Unterfinanzierung zusammenbrechen könnten. Doch die Konsequenz daraus kann doch nicht immer wieder lauten, wir schneiden ein Stück der Universität ab und sparen das nächste Institut ein. Diese Logik führt, wie ich oben dargestellt habe, früher oder später dazu, dass der letzte Hausmeister als letzter Mitarbeiter die Universitätstüren für immer abschließen kann.

Zuerst Profil diskutieren, dann über Struktur

Die Profildiskussion ist im vollen Gange und wird vom Wissenschaftsrat begleitet. Dieser wird voraussichtlich im Herbst 2013 sein Gutachten zur Hochschullandschaft in Sachsen-Anhalt vorstellen. Bis dahin kann und wird die Universität intern über ihr Profil diskutieren. Warum sollte also jetzt eine temporäre Stellensperrung vorgenommen werden? Wo gibt es noch freie Stellen, die – wenn man sie nicht wiederbesetzt – niemandem auffallen würde, also nicht in das Profil eingreift und die Studienbedingungen nicht verschlechtern würde? Weiterhin spricht gegen das erneute Sparen, dass ein jetziges Beschließen von der Schließung eines Instituts oder dem Wegfall von Professuren kurzfristig keine Auswirkungen auf das Budget haben würde. Das Rektorat ist ja so sozial und will Kündigungen unbedingt vermeiden. Es kann nur gespart werden, indem altersbedingt frei werdende Stellen unbesetzt bleiben. Auch Studiengänge können nicht einfach geschlossen werden und die Studierenden nach Leipzig geschickt werden. Allen derzeitigen Studierenden muss ausreichend Zeit gewährt werden, um ihr Studium zu beenden. Wir fordern, erst eine inhaltsbezogene Profildiskussion zu führen und dann eventuell über Strukturveränderungen zu sprechen.

Was tun bei inflationsbedingten Ausgabenzuwächsen?

Das Rektorat meint, wenn wir jetzt sparen, verschaffe uns das eine bessere Ausgangsposition für die Verhandlungen der Zielvereinbarung und des Budgets nächstes Jahr. Das hat auch nie gestimmt, die Uni ist nie gestärkt aus Kürzungsrunden hervorgegangen. Was hindert die Landesregierung nach einer freiwillig erfolgten Strukturanpassung der MLU zu sagen, wenn ihr ohne Zwang noch Einsparpotenziale gefunden habt, könntet ihr auch mit weniger Geld auskommen? Und wenn sie es nicht nächstes Jahr sagt, dann könnte der Vorschlag in vier Jahren kommen, wenn vielleicht die Studierendenzahlen wirklich wieder sinken. Unter den Ursachen, die zu diesem Haushaltdefizit geführt haben, nennt der Kanzler auch Inflationseffekte bei der Bewirtschaftung von Gebäuden (steigende Mieten, Strom- und Energiekosten, Tarifsteigerungen). Das ist auch ganz logisch für unser kapitalistisches System, in dem die Inflation so sicher wie das Amen in der Kirche ist. Wenn die MLU also seit Jahren mit gleichem Budget auskommen muss, die gesamtgesellschaftliche Inflation aber bei zwei bis drei Prozent liegt, ist doch ganz klar, dass irgendwann ein ordentliches Budgetdefizit heranwächst. Und das geht auch dann weiter, wenn wir heute eine Strukturanpassung machen und trotzdem in den nächsten Jahren keinen Inflationsausgleich für das Budget bekommen. Oder glaubt das Rektorat an Wunder und meint, dass der Strom wieder billiger wird oder die Angestellten der Universität nie mehr auf eine kleine Lohnerhöhung bestehen werden?

Anpassung des Budgets an die Struktur fordern

Die Forderung des Aktionsbündnisses ist nicht utopisch: Wir wollen einfach eine Anpassung des Budgets an die Realität, eine Anpassung des Budgets an die Struktur, nicht anders herum. Das Land kann nicht eine MLU für 13.700 Studierenden finanzieren, wenn die MLU in der Realität 20.000 Studierende ausbildet. Ja, es sind über 6000 Langzeitstudierende, doch es ist das gute Recht der Studierenden, solange zu studieren, wie es ihre persönlichen Umstände zulassen. Nebenjobs wegen fehlendem BAföG, eigenes Kind, Behinderung, Prüfung nicht im ersten Versuch bestanden, hochschulpolitisches Engagement – es gibt viele Gründe, warum ein Studium gerade im Bachelor-System nicht in der zwanghaften Regelstudienzeit absolviert ist. Mit welchem Recht finanziert die Landesregierung eigentlich nur Studierende, die sich an die Regelstudienzeit halten?? Das Aktionsbündnis fordert eine Ausfinanzierung des Status quo und dieser ist nicht besonders toll. Wir sprechen gar nicht von der prekären Beschäftigung, durch deren Vorantreiben der laufende Betrieb überhaupt nur aufrechterhalten werden konnte. Befristete Mittelbaustellen sind die Regel, unbefristete Stellen die utopische Ausnahme geworden. Überlastete Studiengänge werden mit für ein Semester befristeten „Lehrbeauftragten“ abgesichert, die keine Rechte für Weiterbildung haben und für das Kontrollieren der Klausuren und Hausarbeiten gar nicht bezahlt werden. Tutoren und wissenschaftliche Hilfskräfte beuten sich selbst aus, arbeiten oft aus idealistischen Gründen weit über die vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten hinaus. Und es wird auch nicht von Seminaren mit 20 Leuten geredet oder von Hausarbeiten, die mit nach der Korrektur noch ausführlich mit dem Dozenten besprechen kann. All dies ist momentan überhaupt nicht möglich, würde aber die Zufriedenheit der Studierenden und die Qualität der Lehre entschieden verbessern.

Für eine Aktionseinheit von Rektorat, Mitarbeitern und Studierende

Unsere Überzeugung ist, dass eine nachhaltige, aufgabengerechte Finanzierung der MLU und ein Ende der Mangelverwaltung nur dann erreicht werden kann, wenn Rektorat, Mitarbeiter und Studierende zusammen handeln und der Politik den unmissverständlichen Standpunkt verdeutlichen, dass die MLU momentan unter der Ausbildung von hoch qualifizierten Fach- und Führungskräften unwürdigen Bedingungen betrieben wird. Das Rektorat schickt das Aktionsbündnis zur Politik und lässt uns bei den Politikern austoben, während es selbst irgendwelche Drohszenarien (das kann sich die Uni nicht mehr leisten, wenn das Budget so bleibt, wie es ist) entwickelt, die die Politik beeindrucken sollen und deren Ernsthaftigkeit man nicht wirklich nachvollziehen kann. Niemand weiß genau, was das Rektorat vorhat – das macht die Sache so intransparent und ungewiss. Die Sportwissenschaftler haben gezeigt, wie man für seine Sache kämpfen muss. Wenn die Politiker argumentativ nicht überzeugt werden können, muss eine härtere Gangart angelegt werden. Dann darf das Wort Bildungsstreik kein Tabu mehr sein, lieber RCDS. Nur mit netten Wortwechseln in freundlicher Gesprächsatmosphäre erreicht man selten seine Ziele.

 

Siehe auch:

Bertolt Marquardt (2012): Personalabbau an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und kein Ende, in: Personalratszeitung 2/2012, online unter http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=26919&elem=2623978, S. 7-12.

http://www.stura.uni-halle.de/aktionsbuendnis/

https://www.facebook.com/AktionsbuendnisMLU

http://www.magazin.uni-halle.de/category/rubriken/hochschulpolitik/

Die Senatssitzung am 19.12. beginnt übrigens erst 15 Uhr mit dem öffentlichen Teil.

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StuRa bildet Arbeitsgruppe zur Haushaltsdiskussion

Hochschulpolitik

Das erste Treffen dieser Arbeitsgruppe, an dem sich die Offene Linke Liste (OLLi) aktiv beteiligen wird, fand diesen Montag statt. Einen Bericht dazu findet ihr auf dem OLLi-Blog.

Zuvor hatte der StuRa folgende Stellungnahme zum Thema veröffentlicht:

„Der Studierendenrat der Martin-Luther-Universität fordert das Rektorat und den Senat auf, sich öffentlich aktiv für eine aufgabengerechte Finanzierung der MLU einzusetzen. Der aktuelle Diskussionsprozess und die deshalb zu befürchtende Streichung bestehender Arbeitsplätze und Studiengänge werden maßgeblich von unzureichenden Haushaltszuweisungen der Ministerien an die MLU verursacht. Mit über 6,5 Millionen Euro Defizit im Haushalt stehen mehr als 100 Stellen auf dem Spiel. Der aktuelle Betrieb wird nur mit den variablen Mitteln aus dem Hochschulpakt gewährleistet – Mittel, die vermutlich ab 2015 wegfallen werden.

Die aktuellen Zustände in vielen Instituten und Fachbereichen wie beispielsweise der Soziologie sind schon heute unzumutbar. Überbuchungen von Seminaren und Übungen führen zu langen Wartelisten und erschweren es den Studierenden ihr Studium in Regelstudienzeit abzuschließen. Dank Zielvereinbarung, Hochschulpakt und der “Leistungsorientierten Mittelvergabe” (LOM) entsteht eine Abwärtsspirale. Die Universität wird durch den Hochschulpakt genötigt, jedes Jahr unfassbar viele Studierende in ohnehin schon überfüllte Studiengänge zu zwängen, um dringend notwendige Mittel zu bekommen. Geld gibt es nur für Erst-Immatrikulierte. Die LOM ist nun ein mathematisches Modell, welches, durch verschiedene Indikatoren, u.a. die Absolventen und die Studierenden in Regelstudienzeit, die Universitäten und Fachhochschulen des Landes bewertet und dieses Jahr 10% und nächstes Jahr 15% des Haushaltes als sogenanntes Leistungsbudget an die Universitäten verteilt. Die MLU schnitt in diesem Modell letztes Jahr schlecht ab, was dazu führte, dass Gelder in den Topf zurückgezahlt werden mussten – ein Bonus ist auch dieses Jahr nicht zu erwarten.

Die Diskussion, die jetzt in eine heiße Phase tritt, wird dazu führen, dass sich die Universität freiwillig beschneidet und es weitere finanzielle Einbußen in den Landeszuschüssen geben wird.
Wir fordern das Rektorat auf, politischen Druck aufzubauen und zusammen mit den Studierenden, MitarbeiterInnen, Gewerkschaften, Hochschulgruppen, sowie ProfessorInnen für eine aufgabengerechte Finanzierung der Universität zu kämpfen. “ (Quelle: http://www.stura.uni-halle.de/blog/stellungnahme-fuer-eine-ausfinanzierte-mlu-gegen-stellenabbau/)

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