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29. Sep 2010

Auch in der Politik lohnt sich das Plagiieren nicht

Verfasst von

Plagiieren lohnt sich nicht: diese Erfahrung muss derzeit die Republikanische Senatskandidatin Christine O’Donnell aus Delaware machen. Aufmerksame Leser dieses Blogs werden sich an die Frau erinnern – alle anderen können die Details hier nachlesen.

Was ist passiert? Zunächst war Anfang dieser Woche bekannt geworden, dass sie gar nicht an der Oxford University studiert hatte; dies hatte sie aber in ihrem im Internet veröffentlichten Lebenslauf behauptet. Nun hat die Claremont Graduate University in Südkalifornien gegenüber dem Internet-Politikportal Talkingpointsmemo erklärt, dass O’Donnell dort nie eingeschrieben war. Zwar hatte sie wohl ein Fellowship des nicht weiter bekannten und mit der Universität nicht in Verbindung stehenden Claremont Institute erhalten, allerdings behauptet sie dort „graduate work“ absolviert zu haben – und dies deutet auf ein Studium an einer regulären Universität hin. In ihrem Profil gibt sie ebenfalls an, an der Fairleigh Dickinson University studiert zu haben. Hier hat sie ihren Abschluss allerdings erst vor vier Wochen erhalten – siebzehn Jahre nach ihrem Studium dort und praktischerweise zwei Wochen vor ihrer entscheidenden Vorwahl in Delaware Mitte September.

Die genannten Informationen finden sich in O’Donnells LinkedIn-Internetprofil. Seien Sie also in Zukunft vorsichtig, wenn Sie Informationen über sich ins Internet stellen – vor allem, wenn Sie in Zukunft noch politische Karriere machen wollen.:)

Über Michael Kolkmann

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