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7. Nov 2016

Vor der US-Wahl am 8. November 2016

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Inzwischen sind es nur noch wenige Stunden bis zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten am 8. November 2016. In den jüngsten Umfragen scheint Hillary Clinton trotz erneuter FBI-Ermittlungen einen sehr knappen landesweiten Vorsprung behaupten zu können – wichtiger wäre es aber nicht landesweit vorne zu liegen, sondern die „richtigen“ Bundesstaaten zu gewinnen, um am Ende mindestens 270 Wahlmännerstimmen auf sich vereinigen zu können (die aktuellen Prognosen finden sich in epischer Breite und Ausführlichkeit hier). Dass Donald Trump am Ende der neue Mister President-Elect sein könnte, ist also ganz und gar nicht ausgeschlossen. Das Erste zeigt daher heute abend eine Dokumentation unter dem Titel „Der Angstmacher. Warum Trump Clinton schlagen kann“ (Details hier). ARTE dagegen zeigt um 20:15 Uhr den Klassiker „Mr. Smith Goes to Washington“ von Frank Capra aus dem Jahre 1939. In diesem Film spielt Jimmy Stewart einen jungen Senatoren, der nach Washington kommt und – etwas belächelt – nicht aufhört, für seine Überzeugungen zu kämpfen, einschließlich einer dramatischen Filibuster-Rede. Da der Film nur sehr selten im Fernsehen läuft: unbedingte Empfehlung!
Warum Trumps Kandidatur nicht völlig überraschend kommt und was sie mit den politischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu tun hat, fasst Georg Diez in einem sehr lesenswerten Essay hier zusammen. Ein Rückblick auf die wichtigsten Stationen vergangener Präsidentschaftswahlen, insbesondere mit Blick auf Pannen und andere denkwürdige Ereignisse, findet sich in der Neuen Zürcher Zeitung.
Bei allen Aufgeregtheiten rund um die bevorstehende Präsidentschaftswahl sollte die gleichzeitig stattfindende Wahl zum US-Kongress nicht vernachlässigt werden. Während das Repräsentantenhaus fest in Republikanischer Hand zu sein scheint, stehen die Chancen der Demokraten, die Mehrheit im Senat zurückzuerobern, relativ gut. Mit dem Senat (und dem Repräsentantenhaus) wird der Nachfolger oder die Nachfolgerin Barack Obamas (eine Bilanz seiner acht Jahre im Weißen Haus findet sich hier) mehr zu tun haben als ihm oder ihr lieb sein dürfte, schließlich muss der Senat bei Besetzungen des Supreme Courts, bei Ernennungen von Ministern und Botschaftern sowie internationalen Verträgen zustimmen. Hintergründe zu dieser Wahl finden sich hier und hier.
In vielen Bundesstaaten der USA findet parallel zur Wahl eine Vielzahl an Referenden statt. Die FAZ hat hier eine Übersicht zusammengestellt.
Protipp: vom 7. bis zum 9. November 2016 sind alle Artikel und Features auf der Homepage der New York Times anlässlich der Wahl kostenlos abrufbar.
Update, 8. November 2016: das gilt ebenfalls für die Washington Post.

Über Michael Kolkmann

2 Kommentare

  1. Hilmar Brohmer sagt:

    Wurde auch vom MDR gecovert:
    http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/us-wahlnacht-an-der-uni-halle-102.html

    Allerdings ist mir folgender Satz aufgefallen:
    „Dozent Korkmann schließt einen Gleichstand unter den Kandidaten nicht aus.“

  2. Michael Kolkmann sagt:

    Wer kennt ihn nicht, den Dozenten KORKMANN?:)

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