Rund um den Campus: ein gastronomisches Update

Halle (Saale), Studium

Ein leerer Bauch studiert nicht gern. Und seit dem Beginn des laufenden Wintersemesters sind bereits einige Wochen vergangen – höchste Zeit fĂŒr ein gastronomisches Update, denn rund um den Campus hat sich so einiges getan. So bietet etwa die Sandwichkette Subway gegenĂŒber des Hauptcampus ab sofort tĂ€glich von 9:00 bis 21:00 Uhr die Möglichkeit, sich Baguettes frisch belegen zu lassen (die Schlange an den ersten Tagen, die bis auf den Uni-Ring reichte, schien darauf hinzudeuten, dass es dort irgendetwas umsonst geben musste). In der NĂ€he des Steintor-Campus hat seit einigen Wochen direkt neben dem Steintor-VarietĂ© die „Brasserie Lözius“ geöffnet – benannt nach dem PferdehĂ€ndler, dessen Reithalle frĂŒher an dieser Stelle des Steintorplatzes stand (Details hier und hier). Montags bis sonnabends ist von 11:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.
Und hinter dem Audimax an der Ecke BarfĂŒĂŸer- und Schulstraße gibt es seit September das „7 Gramm“ (benannt nach der idealen Menge Kaffeepulver, die man fĂŒr einen perfekten Espresso benötigt). TagsĂŒber gibt es – ich ĂŒbertreibe nicht! – den besten Kaffee Halles (man probiere den Flat White!) sowie belegte Baguettes, Kuchen, Muffins oder Granolajoghurt, abends gibt es dazu ausgewĂ€hlte Craftbiere sowie eine kleine Auswahl an Weiß- und Rotweinen (Mittwoch bis Samstag ist bis 22:00 Uhr geöffnet, sonst bis 18:00 Uhr; morgens geht es um 8:00 Uhr los, Sonntags ist geschlossen). Da es kostenfreies WLAN gibt, ĂŒberrascht es nicht, dass der Laden stets gut besucht ist. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet hier. Apropos Bier: NĂ€he Uni-Ring, Ecke Kleine Ulrichstraße, gibt es neuerdings die „Bierkanzlei“, die 240 verschiedene Biere aus aller Welt anbietet. Bis die Webseite des Lokals endgĂŒltig fertiggestellt ist, gibt es hier Updates und weitere Informationen (die Mitteldeutsche Zeitung berichtet zum Beispiel hier).

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SPD: Sigmar Gabriel im PortrÀt

Innenpolitik, LektĂŒren

Hannelore Kraft, MinisterprĂ€sidentin von Nordrhein-Westfalen, weiß laut eigener Aussage bereits, wer im nĂ€chsten Jahr fĂŒr die SPD als Kanzlerkandidat antritt, will es aber nicht sagen. Sigmar Gabriel hĂ€tte als Parteivorsitzender das „Erstzugriffsrecht“, hatte sich in der Vergangenheit aber auch offen fĂŒr das Instrument einer Vorwahl gezeigt. Mit dem angekĂŒndigten Wechsel des PrĂ€sidenten des Europaparlamentes, Martin Schulz, in den nĂ€chsten Deutschen Bundestag hat die Debatte um die Kanzlerkandidatur eine neue Dynamik bekommen (siehe etwa hier und hier). Der ARD-Journalist Reinhold Beckmann hat Gabriel lĂ€ngere Zeit begleitet und eine Dokumentation ĂŒber ihn und seine politische Arbeit gedreht – die heute abend im Erstzen zu sehen ist. Im Netz kann der Film bereits vorab geschaut werden, und zwar hier. Schon vor einigen Tagen haben die beiden Journalisten Christoph Hickmann (SĂŒddeutsche Zeitung) und Daniel Friedrich Sturm (WELT und WELT am Sonntag) eine Biografie Gabriels vorgelegt. Details zum Buch gibt es hier (einschließlich einer Leseprobe).

„Sigmar Gabriel und die SPD – Niedergang oder Aufbruch?“, Dokumentation von Reinhold Beckmann, Michael Wech und Ulrich Stein, ARD, 29. November 2016, 22:45 Uhr, 45 Minuten.

Christoph Hickmann/Daniel Friedrich Sturm: „Sigmar Gabriel. Patron und Provokateur“, dtv-Verlag MĂŒnchen, 320 Seiten, 24,00 Euro (als Ebook 20,99 Euro).

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Neue APuZ-Ausgabe zum Thema Frankreich

Außenpolitik, LektĂŒren

Seit gestern steht der PrĂ€sidentschaftskandidat der französischen Gaullisten fĂŒr die Wahl 2017 fest: mit Francois Fillon tritt ein frĂŒherer Premierminister an, um in den ÉlysĂ©e-Palast einzuziehen. Als sicher gilt ebenfalls, dass Marine Le Pen fĂŒr den Front National antreten wird, ebenso Emmanuel Macron fĂŒr die neu gegrĂŒndete Bewegung „En marche!“. Der amtierende PrĂ€sident Francois Hollande hat sich noch nicht zu seinen ZukunftsplĂ€nen geĂ€ußert. Sollte er aufgrund miserabler Umfragewerte nicht antreten, stĂŒnde vermutlich der amtierende Premierminister Manuel Valls bereit. Die aktuelle Ausgabe B48/2016 der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ stellt die Wahl in Frankreich in einen grĂ¶ĂŸeren Kontext. So beschreibt unter anderem Claire Demesmay die bisherige Amtszeit Hollandes („PrĂ€sident im Regen“), Jean-Yves Camus beschĂ€ftigt sich mit dem Front National und Susanne Götze beschreibt die Ausgangsposition der Kandidierenden auf Seiten der französischen Linken. Ulrich Pfeil schließlich wirft einen Blick auf den aktuellen Stand der deutsch-französischen Beziehungen. Das Heft kann im Volltext hier heruntergeladen werden.

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LektĂŒretipp: „Helmut Schmidt. Die spĂ€ten Jahre“

LektĂŒren, Politikwissenschaft, Uncategorized

Nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Bundeskanzlers am 1. Oktober 1982 hat Helmut Schmidt weitere 33 Jahre produktiv gearbeitet: publizistisch, politisch und nicht zuletzt als Weltreisender in eigener Sache. Über diese Jahre hinweg entwickelte sich „Schmidt-Schnauze“ zu einem der populĂ€rsten Politiker Deutschlands. In der Einleitung berichtet Thomas Karlauf in seinem neu erschienenen Buch „Helmut Schmidt – die spĂ€ten Jahre“ von einem GesprĂ€ch mit Helmut Schmidt, in dem dieser sich wunderte, dass noch niemand auf die Idee gekommen sei, sich dieser Post-Kanzleramts-Phase zuzuwenden. Genau dies hat Karlauf nun getan. Und er ist der denkbar beste Autor, um sich dieser Aufgabe zu stellen, war er doch als Mitarbeiter des Siedler- und spĂ€ter des Rowohlt-Verlags ĂŒber viele Jahre hinweg in der Funktion des Verlegers und Lektors mit den zahlreichen Publikationen Helmut Schmidts befasst. In drei Teilen (Jahre der ZurĂŒckhaltung: 1982-1990, Jahre der Einmischung: 1991-2003 und Wege des Ruhms: 2003-2015) beschreibt Karlauf detailliert und pointiert die unterschiedlichen Stationen des Altkanzlers: zunĂ€chst die UmstĂ€nde rund um sein Ausscheiden aus dem Amt, dann die Frage, ob Schmidt Memoiren schreiben möchte oder sollte oer lieber nicht, dann der Sprung zum ZEIT-Herausgeber, und immer wieder die großen Themen der Welt (deutsch-deutsche, spĂ€ter dann innerdeutsche Beziehungen, der Aufstieg Chinas, die Zukunft des transatlantischen VerhĂ€ltnisses, und vieles mehr), die er in BĂŒchern kenntnisreich und aktuell beschreibt und diskutiert.
Das Buch ist wahrlich nicht preisgĂŒnstig, aber fĂŒr die 27 Euro bekommt man einen dicken WĂ€lzer von ĂŒber 550 Seiten. Und Weihnachten steht so gut wie vor der TĂŒr, das Buch eignet sich somit perfekt als Weihnachtsgeschenk. Wie in jeder guten Biografie lernt man nicht nur ein Leben, eine Person kennen, sondern unter der Hand weitet sich das Werk zu einer Darstellung einer ganzen Epoche: Wiedervereinigung, die europĂ€ische Einigung, die rot-grĂŒnen Regierungsjahre, die anschließenden Großen Koalitionen ebenso wie die schwarz-gelbe Koalition: alle diese Ereignisse und Entwicklungen finden sich in diesem Buch prominent wieder.
Details zum Buch gibt es hier, dort finden sich auch Links zu mehreren Rezensionen des Buches.

Thomas Karlauf: „Helmut Schmidt. Die spĂ€ten Jahre“, Siedler-Verlag, MĂŒnchen, 560 Seiten, 26,99 Euro.

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Buchvorstellung: „Finanzwende. Den nĂ€chsten Crash verhindern“ (Giegold/Philipp/Schick)

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft, Uncategorized

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein konservatives Regierungsmitglied ein Buch von drei grĂŒnen Autoren vorstellt. Genau das ist aber am 21. November 2016 in der Heinrich-Böll-Stiftung zu Berlin geschehen: Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der GrĂŒnen im Europaparlament, Udo Philipp, Aufsichtsrat fĂŒr Triodos, Europas fĂŒhrender Nachhaltigkeitsbank, und Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der grĂŒnen Bundestagsfraktion, haben in ihrem im Erscheinen begriffenen Buch „Finanzwende“ grĂŒne Ideen zu einer nachhaltigen Finanzpolitik zusammengetragen. Vorgestellt und kritisch kommentiert wurde das Buch von Bundesfinanzminister Wolfgang SchĂ€uble.

"Finanzwende: Den nÀchsten Crash verhindern"

„Finanzwende: Den nĂ€chsten Crash verhindern“. Foto: Wagenbach-Verlag

Einen Bericht zur Buchvorstellung gibt es hier, der Tagesspiegel war ebenfalls dabei, und das Inforadio berichtet hier. Details zum Buch finden sich hier.

Sven Giegold/Udo Philipp/Gerhard Schick: „Finanzwende. Den nĂ€chsten Crash verhindern“, Klaus Wagenbach Verlag, Berlin, 172 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 978-3-8031-2765-5, das Buch erscheint im Laufe des Monats.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten. Foto: M. Kolkmann.

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VerkĂŒrzte Sprechzeit in dieser Woche

Halle (Saale), Studium

Am Donnerstag, den 24. November 2016, findet am Institut fĂŒr Politikwissenschaft der MLU – wie in jedem Semester – eine Besprechung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des akademischen Mittelbaus statt. Von daher kann die Sprechstunde in dieser Woche leider nur von 8:00 bis 10:30 Uhr stattfinden. In dringenden FĂ€llen bin ich außerhalb dieses Zeitraums per Email erreichbar. Ab der nĂ€chsten Woche findet die Sprechzeit wieder wie gewohnt donnerstags von acht bis zwölf Uhr statt.

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Vorwahlen in Frankreich: au revoir, Nicolas Sarkozy

Außenpolitik

Es ist ein Experiment – und zumindest aus Sicht der WĂ€hler ist es erfolgreich: zum ersten Mal lassen die Gaullisten in Frankreich ihren PrĂ€sidentschaftskandidaten per Vorwahl bestimmen. Insgesamt fast vier Millionen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger haben sich am Sonntag in der ersten Runde der Vorwahl beteiligt – ĂŒbrigens nicht nur Parteimitglieder. Jede Französin, jeder Franzose konnte gegen die Unterzeichnung eines Bekenntnisses zu den „Werten der Republik“ und der Zahlung von zwei Euro an der Vorwahl teilnehmen. Und das Ergebnis ist ĂŒberraschend: der frĂŒhere PrĂ€sident Nicolas Sarkozy, der in der PrĂ€sidentschaftswahl von 2012 nur knapp am Sozialisten Francois Hollande gescheitert war, muss auf seine Revanche verzichten: er wurde mit knapp 21 Prozent der Stimmen nur Dritter und schied damit aus. Konsequenterweise hat er noch vor Bekanntgabe des Endergebnisses seinen RĂŒckzug aus der aktiven Politik angekĂŒndigt. Überraschenderweise hat der frĂŒhere Premierminister Francois Fillon entgegen anderslautender Umfragen mit 44 Prozent die meisten Stimmen bekommen, Alain Juppe, ebenfalls ein frĂŒherer Premierminister, landete mit etwa 28 Prozent auf dem zweiten Platz. Diese beiden Kandidaten treten am kommenden Sonntag in einer Stichwahl gegeneinander an. Ob der amtierende PrĂ€sident Hollande im nĂ€chsten Jahr erneut antritt, ist derzeit noch offen. FĂŒr Furore sorgte zuletzt Emmanuel Macron, der vor wenigen Wochen erst als Wirtschaftsminister zurĂŒckgetreten war, um sich auf die Vorbereitung seiner PrĂ€sidentschaftskandidatur konzentrieren zu können. Michaela Wiegel kommentiert die Vorwahl in der Frankfurter Allgemeinen, Sascha Lehnartz kommentiert in der WELT. Annika Joeres portrĂ€tiert den „neuen Thatcher“ Fillon auf ZEIT Online. Und Barbara Kostolnik fragt sich auf Tagesschau.de, was Angela Merkel von Francois Fillon lernen kann.

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Neue Studie zur WĂ€hlerschaft der AfD

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Nicht erst seit dem knappen Scheitern der Alternative fĂŒr Deutschland (AfD) an der 5%-HĂŒrde bei der Bundestagswahl 2013 ist die im Februar 2013 gegrĂŒndete Partei zum Untersuchungsgegenstand der Politikwissenschaft geworden. Inzwischen ist die AfD in zehn Landtagen vertreten. Aufschluss ĂŒber die AnhĂ€ngerschaft der Partei sowie deren VerĂ€nderungen in den letzten Jahren gibt jetzt eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Das Ergebnis der Studie lautet Ralf Melzer von der FES zusammengefasst: „Die AnhĂ€ngerschaft der rechtspopulistischen AfD ist seit unserer letzten Studie nicht nur gewachsen, sondern hat sich – parallel zur Ausrichtung der Partei – auch radikalisiert“. Melzer gibt die alle zwei Jahre erscheinende sogenannte Mitte-Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland heraus, und die aktuellen Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: In nahezu allen Dimensionen rechtsextremer und menschenfeindlicher Einstellungen zeigen AfD-AnhĂ€nger die mit Abstand höchsten Zustimmungswerte. Unter WĂ€hlern etablierter Parteien waren die Tendenzen ebenfalls noch vorhanden, allerdings in geringerem Maße und rĂŒcklĂ€ufig.
Die Studie ist hier nachzulesen. Zusammenfassungen gibt es zum Beispiel hier und hier.

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Nach der US-Wahl: Donald Trump ante portas

LektĂŒren, Uncategorized, US-Politik, US-Wahl 2016

Inzwischen ist seit der Wahl von Donald Trump zum neuen amerikanischen PrĂ€sidenten einige Zeit vergangen, da empfiehlt es sich, ĂŒber die tagesaktuelle Berichterstattung (zum Beispiel hier, hier und hier) hinaus die Frage nach den Konsequenzen zu stellen und die Wahl in einen grĂ¶ĂŸeren Kontext zu stellen. Auf diesen Seiten ist bereits auf das Buch Trumpland von Walter Niederberger hingewiesen worden.
Ein anderes, ebenfalls sehr lesenswertes Buch hat der Politikwissenschaftler Torben LĂŒtjen kĂŒrzlich veröffentlicht. Unter dem Titel „Partei der Extreme: Die Republikaner. Über die Implosion des amerikanischen Konservativismus“ skizziert er die Geschichte der Republikanischen Partei bis in das Wahljahr 2016 hinein (Details zum Buch hier). In einem Gastbeitrag fĂŒr Spiegel Online hat LĂŒtjen kurz vor der Wahl am 8. November 2016 das VerhĂ€ltnis von Trump und der Republikanischen Partei kommentiert.
Den Abstieg der amerikanischen Wirtschaft ĂŒber die vergangenen vierzig Jahre hat in einem umfangreichen Buch George Packer beschrieben. Dabei verwebt er diese Entwicklungen geschickt mit den Biografien bekannter wie unbekannter Amerikaner und Amerikanerinnen. Das Buch hat 2013 den National Book Award gewonnen. Rezensionen des Buches finden sich in der ZEIT und in der SĂŒddeutschen Zeitung. Details (und eine Leseprobe) gibt es hier.
Der Direktor der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, formuliert schließlich hier fĂŒnf Thesen, mit denen sich Forschung und Politik nun befassen mĂŒssen.

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TV-Tipp: „Whistleblower – Die Einsamkeit der Mutigen“

Innenpolitik, TV-Tipps

In der ARD lĂ€uft heute abend um 22:45 Uhr eine Dokumentation ĂŒber Whistleblower. Edward Snowden mag der derzeit bekannteste Whistleblower der Welt sein – aber es gibt sie in ganz verschiedenen Kontexten, und angetrieben werden sie in der Regel von ganz unterschiedlichen Motiven. Sebastian Bellwinkel hat drei Whistleblower begleitet und darĂŒber einen Film gedreht. Bereits jetzt ist die Dokumentation in der Mediathek der ARD zu sehen und kann noch bis zum 21. November 2017 abgerufen werden. Alle Details zum Film gibt es hier.

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