zur Dölauer Heide


Blick vom Kolkturm

Gedenkstein

Die Dölauer Heide ist ein rund sieben Quadratkilometer großes Waldgebiet im Nordwesten von Halle (Saale), das zwischen den Stadtteilen Dölau, Heide-Nord, Kröllwitz, Heide-Süd, Nietleben und der Gemeinde Lieskau liegt. Ein etwa 20 Meter hoher Plateaurücken, zu dem auch die Bischofswiese und der Kolkturmberg gehören, durchzieht den Wald. An den Rändern des Plateaus gibt es teilweise steile Abhänge, wie sie beispielsweise in der Wolfsschlucht zu sehen sind. Bei den Bäumen in der Heide handelt es sich hauptsächlich um Kiefern-Eichen-Mischbestände.

Archäologische Untersuchungen haben ergeben, dass die Heide bereits im vierten Jahrtausend v. Chr. besiedelt war. Zum Ende des 16. Jahrhunderts ging der Wald in Staatseigentum über, was erstmals eine planmäßige Nutzung hervorbrachte, nachdem zuvor die Holzgewinnung im Fokus stand. Im 19. Jahrhundert folgte schließlich im westlichen Teil der Kohleabbau, aus dem unter anderem der Heidesee hervorging.

Seitdem die Heide im Besitz der Stadt Halle ist (1929), wird sie vor allem als Erholungsgebiet genutzt. Beliebte Ausflugsziele sind das 1954 eröffnete Bad am Heidesee und der Kolkturm. Mittlerweile durchziehen mehr als 70 Kilometer Wege das Landschaftsschutzgebiet, zu dem mit der Bischofswiese und dem Lindbusch auch zwei Naturschutzgebiete zählen. Im April 2013 wurden zehn Holz-Skulpturen des Künstlers Jewgenij Sidorkin und zehn Holzbänke in der Heide aufgestellt. Sie sind Teil des Projekts „Bäume erleben Geschichte – Bäume erzählen Geschichte“, bei dem Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zusammengearbeitet haben.