{"id":387,"date":"2021-12-25T17:34:13","date_gmt":"2021-12-25T16:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/?p=387"},"modified":"2021-12-25T17:34:15","modified_gmt":"2021-12-25T16:34:15","slug":"sonifikation-wissen-durch-klang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/2021\/12\/sonifikation-wissen-durch-klang\/","title":{"rendered":"Sonifikation &#8211; Wissen durch Klang"},"content":{"rendered":"\n<h2>Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p>An einem normalen Tag bei mir zu Hause bin ich umgeben von zahlreichen Ger\u00e4uschen: unsere Waschmaschine spielt \u201eDie Forelle\u201c, wenn sie fertig ist; ziemlich regelm\u00e4\u00dfig klingelt der:die Postbot:in; der Espressokocher pfeift, sobald der Kaffee gekocht ist und ab und an klingelt mein Smartphone bei einer eingehenden Nachricht. All diese Ger\u00e4usche, die uns tagtglich umgeben, weisen auf ein Ereignis hin oder geben uns Auskunft \u00fcber ein solches. Manche dieser Ger\u00e4usche m\u00f6gen positiv konnotiert sein, andere k\u00f6nnen st\u00f6ren oder ein Unwohlsein hervorrufen. Denn Kl\u00e4nge sprechen uns, noch viel mehr als visuelle Eindr\u00fccke, immer auch auf einer emotionalen Ebene an (Ingwersen 2005, 332). Gemeinsam haben diese Kl\u00e4nge, dass sie uns so vertraut sind, dass wir sie intuitiv verstehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/S.-3-Sonifikation.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Sonifikationen, also Klangereignisse, die Informationen vermitteln, umgeben uns tagtglich. Doch es k\u00f6nnen mehr Aspekte \u00fcber Klang vermittelt werden, als die blo\u00dfe Mitteilung eines Ereignisses. Was genau \u00fcber Sonifikationen vermittelt werden kann, welche Rolle Sonifikation im Alltag spielt und vor allem, wie Sonfikation im Alltag eingesetzt und verwendet wird, sind Themen dieses Aufsatzes. Au\u00dferdem wird behandelt, wie Gerusche Emotionen hervorrufen und wie dies von der Industrie genutzt wird. Dabei entspricht der Aufbau des Aufsatzes etwa der Entwicklung von Sonifikation: Von den Grundlagen der Sonifikationsforschung \u00fcber die Nutzbarmachung von Sounds f\u00fcr die Produktindustrie bis hin zur angestrebten Interaktion mit Sounds. Akustische Interaktion und die Intuition der Benutzer:innen sollen dabei immer wieder Thema sein, genau so wie die Rolle von Sonifikationen im Alltag. Die Hyperlinks f\u00fchren zu Audios, die die Sonifikation etwas anschaulicher untermalen. Dies reicht von Zitaten zu Klangbeispielen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Grundlage der Sonifikation<\/h2>\n\n\n\n<p>Unter den klassischen f\u00fcnf Sinnen, \u00fcber die der Mensch verf\u00fcgt, galt der H\u00f6rsinn dem Sehsinn lange als untergeordnet. Ihm wurde oft die Rolle des Anderen, Emotionalen, Irrationalen und Negativen zugesprochen. Wohingegen der Schrift und dem Bild vermeintliche Objektivit\u00e4t und Rationalit\u00e4t nachgesagt wurde (Volmar\/Schr\u00f6ter 2013, 11). Das Forschungsfeld der Sonifikation stellt eine Kritik zur Auffassung dieser \u201eHierarchie der Sinne in der abendl\u00e4ndischen Denktradition\u201c (Volmar\/Schr\u00f6ter 2013, 14). Denn schlie\u00dflich hat der H\u00f6rsinn Alleinstellungsmerkmale, die ihn von den anderen Sinnen abhebt. So ist das Ohr, anders als unser Seh- oder Tastsinn, geschult, Muster zu erkennen, St\u00f6rger\u00e4usche auszublenden und sich auf bestimmt Kl\u00e4nge zu fokussieren und diese zu interpretieren. Nicht nur Emotionen k\u00f6nnen durch Ger\u00e4usche getriggert werden, sondern auch Informationen \u00fcbermittelt und ausgetauscht werden. Hier kommt die Sonifikation ins Spiel. Was Sonifikation genau ist, welche Formen davon existieren, wo diese angewendet werden, sowie die Vorteile der Sonifikation werde ich in den folgenden Abschnitten beleuchten.<\/p>\n\n\n\n<h3>Begriffsbestimmung<\/h3>\n\n\n\n<p>Sonifikationsforschung ist ein eigenst\u00e4ndiges und interdisziplin\u00e4res Forschungsfeld (Volmar\/Supper 2018, 76). Dabei ist Sonifikation eine fluide Begriffsbezeichnung, die unterschiedliche Definitionen hat. Axel Volmar und Alexandra Supper beschreiben Sonifikation wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default\"><p>Sonifikation bezeichnet die Darstellung von Daten und Signalen in Form von Klangereignissen, um Informationen \u00fcber das Geh\u00f6r zu gewinnen oder zu vermitteln.<\/p><cite>Volmar\/Supper 2018, 75.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Welches Ziel bei Sonifikationen verfolgt wird, erkl\u00e4rt S\u00f6ren Ingwersen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Umwandlung numerischer Daten in ein wahrnehmbares akustisches Signal, mit dem Ziel, die numerischen Daten besser verstehen, interpretieren oder kommunizieren zu k\u00f6nnen.<\/p><cite>Ingwersen 2005, 333.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/Zitat-1-u.-2-S.-4.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Thomas Hermann, seines Zeichens Leiter der Ambient Intelligence Group am CITEC in Bielefeld, legt folgende Bedingungen fest, die f\u00fcr eine Sonifikation zutreffen m\u00fcssen (Hermann 2008, 211):<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Der Klang korrespondiert mit Eigenschaften der Daten.<\/li><li>Die Transformation ist vollst\u00e4ndig systematisch. Das bedeutet, dass es eine exakte Definition gibt, wie die Daten (und optionale Interaktionen) zu Kl\u00e4ngen f\u00fchren.<\/li><li>Die Ausf\u00fchrung (Klangerzeugung) ist reproduzierbar: mit gleichen Daten und gleichen Interaktionen m\u00fcssen strukturell gleiche Kl\u00e4nge entstehen.<\/li><li>Das System kann mit unterschiedlichen Daten, aber auch wiederholt mit den gleichen Daten benutzt werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Halten wir also fest, dass es bei der Sonifikation um die akustische Repr\u00e4sentation von Daten geht. Nicht-h\u00f6rbare Daten werden, \u00e4hnlich wie bei der Datenvisualisierung, h\u00f6rbar gemacht, indem sie in Audiodaten umgesetzt werden (Volmar\/Supper 2018, 75). Dadurch werden abstrakte Daten sinnlich erfahrbar ((Volmar\/Supper 2018, 75). Die Datensonifikation geht also davon aus, dass Informationen aus vormals \u201eunsinnlichen\u201c Eingangsdaten durch medientechnische \u00dcbersetzung wahrnehmbar gemacht werden (Schoon\/Volmar 2012, 12). Technische Interfaces, die Sonifikation vermitteln, nennt man akustische oder auditive Displays (Volmar\/Supper 2018, 75).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zweck von Sonifikation ist also Informationsvermittlung (Schoon\/Volmar 2012, 12). Ziel ist es, spezielle Muster oder andere Zusammenh\u00e4nge aus Eingangsdaten durch charakteristische auditive Gestalten erkennbar zu machen (Schoon\/Volmar 2012, 11). Als konkretes Beispiel aus dem Alltag l\u00e4sst sich hier die H\u00f6rbarmachung von Herzfrequenzen, das Studium von Gravitationswellen, Teile von Benutzer:innenoberfl\u00e4chen oder akustische Einparkhilfen nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Voraussetzung daf\u00fcr, dass diese Sonifikationen funktionieren ist, dass H\u00f6rer:innen entsprechend \u201egeschult\u201c sind. Nutze ich beim Autofahren eine akustische Einparkhilfe, muss ich wissen, dass das Piepen schneller aufeinanderfolgend ert\u00f6nt, je n\u00e4her ich an einem Hindernis dran bin. Um solche und \u00e4hnliche Sonifikationen intuitiv zu verstehen, m\u00fcssen Kausalbeziehungen der Daten auch in den Kl\u00e4ngen vorhanden sein (Schoon\/Volmar 2012, 12). So sind beispielsweise beim Computer Interface Kl\u00e4nge dann informativ, wenn sie sich von der Erwartung des:der Nutzer:in unterscheiden und dadurch eine Ver\u00e4nderung des Wissens oder des Verhaltens bewirken (Ingwersen 2005, 336). Kommt eine neue Mail an, erregt dies meine Aufmerksamkeit, auch wenn ich gerade mit anderen Dingen besch\u00e4ftigt bin. Besonders Fehlermeldungen lenken unsere Aufmerksamkeit auf das vorhandene Problem. Durch die verschiedenen Sounds des PCs wissen wir, was sich an einer anderen Stelle des Desktops abspielt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Sonifikationstechniken<\/h3>\n\n\n\n<p>Grob gesagt passiert Sonifikation mittels digitaler Signalverarbeitungs- und Klangsyntheseverfahren (Volmar\/Supper 2018, 75). Die verschiedenen Verfahren zeichnen sich durch zwei wesentliche Aspekte aus: zum einen die \u201eTransformation von Unh\u00f6rbaren in h\u00f6rbare Ph\u00e4nomene\u201c (Schoon\/Volmar 2012, 18), wof\u00fcr die Schallspeicherung, -produktion, -reproduktion und -\u00fcbertragung Voraussetzungen sind. Zum anderen die \u201ePraktiken des Hin- und Abh\u00f6rens\u201c (Schoon\/Volmar 2012, 18), hier muss der:die H\u00f6rer:in ausgebildet und diszipliniert sein um zu wissen, was mit bestimmten Klang gemeint ist. Es gibt demnach zum einen die Verk\u00f6rperung beziehungsweise Re-\/Pr\u00e4sentation von Daten, also die akustische Gestaltung. Zum anderen die Extraktion von Informationen aus bereits sonifizierten Kl\u00e4ngen, also die Analyse dieser (Schoon\/Volmar 2012, 18).<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt verschiedene Ans\u00e4tze von Sonifikationsverfahren: Audifikation, Paramater-Mapping- Sonifikation, Modellbasierte Sonifikation, Earcons und Auditory Icons.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/Sonifikationsverfahren-S.-6.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei der Audifikation werden Messwerte umgesetzt in Schallschwingungen (Volmar\/Supper 2018, 76). Ein Beispiel hierf\u00fcr ist der Geigerz\u00e4hler.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Parameter-Mapping-Sonifikation ist f\u00fcr mehrdimensionale Ausgangsdaten, entsprich einer Partitur und besteht aus einem Regelsystem. Zahlenwerte werden in akustischen Parametern, wie Tonh\u00f6he, -l\u00e4nge oder Lautst\u00e4rke dargestellt (Volmar\/Supper 2018, 76). Ein Beispiel w\u00e4re die akustische Einparkhilfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Modellbasierten Sonifikation gibt es keine direkte Umsetzung von Daten in Kl\u00e4nge. Stattdessen werden dynamische, interaktive Prozesse zur Erzeugung von Kl\u00e4ngen entwickelt (Volmar\/Supper 2018, 76). Aus den Daten wird ein virtuelles Instrument abgeleitet. Durch die klangliche Qualit\u00e4t dieses virtuellen Instruments erf\u00e4hrt man den Gesamtzustand des Datensatzes und kann mit ihnen interagieren (Schoon\/Volmar 2012, 12). Die Modellbasierte Sonifikation erlaubt die Auswertung komplexer Datens\u00e4tze in ihrer Gesamtheit (Schoon\/Volmar 2012, 12). Ein Beispiel hierf\u00fcr sind Datensonogramme.<\/p>\n\n\n\n<p>Earcons und Auditory Icons weisen auf Ereignisse hin. Earcons sind kurze Melodiefolgen oder Kl\u00e4nge, zum Beipsiel Klingelt\u00f6ne oder Alarmt\u00f6ne. Auditory Icons arbeiten eher mit gesampelten Ger\u00e4uschen und haben einen Bezug zum Ereignis. Ein Beispiel w\u00e4re das Ger\u00e4usch von gekn\u00fclltem Papier, wenn eine Computerdatei in den virtuellen Papierkorb gezogen wird (Schoon\/Volmar 2012, 12). Hier werden Alltagsger\u00e4usche verwendet, die mit der Interaktion auf dem Computer-Desktop verbunden sind (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, viii).<\/p>\n\n\n\n<h3>Anwendungsbereiche<\/h3>\n\n\n\n<p>Sonifikation im weitesten Sinne hat zahlreiche Anwendungsbereiche, beispielsweise in Wissenschaften wie der Naturwissenschaft oder den K\u00fcnsten. Doch auch in der Prozess\u00fcberwachung, der Datenanalyse, der Datenexploration, bei Alarmen, Nachrichten\u00fcbermittlung, Navigation, der schnellen Zusammenfassung von Daten, der Koordination von Handlungen oder sonifikationsbasierten Spielen kommt die Sonifikation zum Einsatz (Hermann 2008, 212ff).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrderhin sollten bei der Gestaltung von Sounds einige Dinge beachtet werden. So sollten Soundereignisse eine kurze Dauer haben und vor allem kontinuierliche, lange Soundstreams sehr leise sein. Des weiteren sollten Soundereignisse voneinander unterscheidbar, informativ und \u00e4sthetisch ansprechend sein (Ingwersen 2005, 345).<\/p>\n\n\n\n<h3>Vorteile der Sonifikation<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Sonifikation birgt zahlreiche Vorteile. Einige von S\u00f6ren Ingwersen deklinierten Vorteile seien hier Stichpunktartig erl\u00e4utert (Ingwersen 2005, 342f.):<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Da das Ohr besonders empfindlich f\u00fcr Rhythmus- und Tonh\u00f6hen\u00e4nderungen ist, k\u00f6nnen zeitliche Abfolgen durch das Geh\u00f6r am besten wahrgenommen werden. Zudem haben Soundstreams eine hohe temporale Aufl\u00f6sung und k\u00f6nnen daher Messwerte in h\u00f6chster Aufl\u00f6sung darstellen.<\/li><li>Werden Kl\u00e4nge eingesetzt, wird der Sehsinn nicht beansprucht. Dadurch k\u00f6nnen visuelle Displays gleichzeitig im Blickfeld bleiben.<\/li><li>Kl\u00e4nge sind unausweichlich und werden in dem Moment, in dem sie entstehen, wahrgenommen.<\/li><li>Kl\u00e4nge erleichtern die Orientierung, indem sie die Blickrichtung des Users lenken. Bei der Datenauswertung k\u00f6nnen so von der Norm abweichende Bereiche besser identifiziert werden. Auch \u00fcbergreifende Beziehungen oder Trends in gro\u00dfen Datenmengen k\u00f6nnen durch Kl\u00e4nge leichter gefunden werden.<\/li><li>Es k\u00f6nnen mehrere Kl\u00e4nge oder kontinuierliche Soundstreams parallel wahrgenommen werden. Dies erm\u00f6glicht es, Prozesse miteinander zu vergleichen oder aufeinander zu beziehen.<\/li><li>Kl\u00e4nge sprechen uns emotional an, erleichtern das Lernen und vermitteln intuitiv erfassbare Informationen. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Trotz all dieser Vorteile bleibt jedoch zu beachten, dass es, genau wie beim Sehen, auch beim H\u00f6ren zu T\u00e4uschungen und Fehlinterpretationen kommen kann (Hermann 2009, 69).<\/p>\n\n\n\n<h2>Product Sound Design<\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Optik eines Produktes kann zum Kauf anregen und eine Markenidentit\u00e4t herstellen. Der auditive Charakter eines Produktes ist mindestens genau so wichtig. Dass dieser angepasst und ge\u00e4ndert wurde hatte zun\u00e4chst allerdings funktionale Gr\u00fcnde. L\u00e4rmreduzierung und akustische Symbole, wie zum Beispiel Notfallsignale, standen zun\u00e4chst im Mittelpunkt (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, viii). Mittlerweile versuchen Unternehmen m\u00f6glichst viele Sinne der Nutzer:innen anzusprechen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und ihre Konsument:innen langfristig an ihre Marke zu binden (Steiner 2018, 267). Dabei gibt es zwei Anwendungsbereiche vom Sound Design: zum einen die Gestaltung von Kl\u00e4ngen f\u00fcr das Marketing, zum anderen die Ger\u00e4usche die w\u00e4hrend der Nutzung eines Produktes entstehen (Steiner 2018, 267).<\/p>\n\n\n\n<p>Welchen emotionalen Wert das Ger\u00e4usch eines Produktes haben kann und wie Sounddesign in der Automobilindustrie eingesetzt wird, werde ich in dem nun folgenden Abschnitten erl\u00e4utern.<\/p>\n\n\n\n<h3>Der emotionale Wert<\/h3>\n\n\n\n<p>Seit den 1950er Jahren bewerten Unternehmen die Ger\u00e4uschpegel ihrer Produkte um die mechanischen Konstruktionen dieser entsprechend zu \u00e4ndern. Anfangs sollte dabei lediglich die L\u00e4rmbel\u00e4stigung f\u00fcr die benutzende Person verringert werden (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, viii). Doch schnell ging es nicht mehr nur um die Beseitigung unerw\u00fcnschter Ger\u00e4usche, sondern auch um ein akustisches Feedback der Produkte (Ingwersen 2005, 332). So kann durch die Verbesserung des Gebrauchsklang eines Produktes eine Produktidentit\u00e4t geschaffen werden, beispielsweise bei der \u00d6ffnung einer Parf\u00fcmflasche oder dem Schlie\u00dfen einer Autot\u00fcr (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, viii).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch abseits der Sonifikation sind wir es gewohnt, dass eine Interaktion mit einem nat\u00fcrlichen Objekt Ger\u00e4usche kreiert. Durch die Art und Weise des Klanges, den eine Interaktion hervorruft, k\u00f6nnen wir zahlreiche Informationen \u00fcber dessen Quelle beziehen (Serafin et al. 2001, 94). Diese Interaktion l\u00e4sst sich auch auf Produkte \u00fcbertragen. Bekommen wir ein akustisches Feedback eines Produkts, kann uns dies zum einen Informationen \u00fcbermitteln, zum anderen werden Emotionen in uns hervorrufen. So kann das Sounddesign die Qualit\u00e4t eines Produktes enorm verbessern. Beispielsweise hat die akustische \u201eKnusprigkeit\u201c von Lebensmitteln wie Cornflakes oder Chips einen Einfluss auf unseren Geschmackssinn (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, viii). Um diese oral- somatosensorische Wahrnehmung zu untersuchen, machten Zampini und Spence eine Studie, in der die Teilnehmer:innen die Frische von <em>Pringles <\/em>bewerten mussten. Sie fanden heraus, dass je lauter der Kartoffelchip beim kauen war, desto knuspriger und frischer dieser von den Teilnehmer:innen bewertet wurde (Spence 2016, 86). Hier hat also das Ger\u00e4usch des Chips einen unmittelbaren Einfluss auf den Geschmack. Und so haben Pringles ihre charakteristische Form nicht nur, damit sie sich besser stapeln lassen, sondern auch wegen des besonders \u201ecrunchy\u201c Ger\u00e4usches.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/S.-9-Pringles.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig soll der Klang eines Produktes die Identit\u00e4t einer Marke zum Ausdruck bringen und bestimmte Verbraucher:innen ansprechen (Cleophas\/Bijsterveld 2001). Ein Produkt oder eine Dienstleistung kann immer auch eine Identifikationsfunktion f\u00fcr den:die Konsument:in sein (Steiner 2018,1). Der Erlebniswert eines Produktes \u00fcbertrifft mittlerweile gar den funktionalen Wert: \u201eWie sich ein Ger\u00e4t anf\u00fchlt, riecht oder anh\u00f6rt und wie es zur Identit\u00e4t des K\u00e4ufers passt, ist ebenso wichtig geworden wie sein Aussehen\u201c (Cleophas\/Bijsterveld 2001). Zur Akustischen Markenf\u00fchrung geh\u00f6ren auch <em>Sound Logos<\/em>, welche die popul\u00e4rsten akustischen Markenelement sind. Zu den ber\u00fchmtesten der Welt geh\u00f6ren die <em>Sound Logos <\/em>von der Deutschen Telekom, BMW, Intel und der Lufthanse (Steiner 2018, 112). <em>Sound Logos<\/em> sollen dabei zum einen die Markenidentit\u00e4t pr\u00e4sentieren und die Emotionalit\u00e4t der Marke widerspiegeln ((Steiner 2018, 127).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/S.-10-Sound-Logos.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Um die akustische Bel\u00e4stigung von Produkten wie Staubsaugern oder \u00e4hnlichem zu charakterisieren, werden heutzutage Messungen vorgenommen. Um den richtigen Sound f\u00fcr ein Produkt zu finden k\u00f6nnen entweder Laborversuche oder Marktanalysen unternommen werden (Serafin et al. 2011, 98). Was bei solchen Untersuchungen auch ber\u00fccksichtigt wird, sind emotionale und kognitive Reaktionen auf die Aspekte eines Produktes. Hier greifen Benutzer:innenpr\u00e4ferenztests ein, die eben jene emotionale Reaktionen auf die Ger\u00e4usche von Produkten untersuchen (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, viii).<\/p>\n\n\n\n<h3>Sounddesign in der Automobilindustrie<\/h3>\n\n\n\n<p>Eines der fr\u00fchesten Artefakte, welches der L\u00e4rmregulierung und dem Sounddesign unterworfen wurde, ist das Auto (Bijsterveld\/Krebs 2013, 5). Anfangs war der L\u00e4rm, den Benzinautos machen, noch positiv konnotiert. Nicht f\u00fcr alle erschwinglich, stand der L\u00e4rm eines Verbrennungsmotors f\u00fcr Macht und Wohlstand und erm\u00f6glichte es, Umstehende zu beeindrucken (Cleophas\/Bijsterveld 2001). Erst in den 1920er Jahren begannen Automobilhersteller damit zu werben, dass ihre Autos besonders leise seien. Da die Automobilindustrie zu dieser Zeit stark mitgenommen von der Wirtschaftskrise war, mussten neue Verkaufsargumente her. So warben sie mit besonders leisen Autos, die ihre Benutzer:innen nicht durch Ger\u00e4usche bel\u00e4stigten (Cleophas\/Bijsterveld 2001). Au\u00dferdem betonten Ingenieure, dass Ger\u00e4uschreduzierung eine h\u00f6here Motoreffizienz bedeute und damit eine l\u00e4ngere Lebensdauer des Motors einhergehe (Cleophas\/Bijsterveld 2001).<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte der 1930er Jahre nahmen zudem die Protest gegen den Verkehrsl\u00e4rm zu (Cleophas\/Bijsterveld 2001). Es wurden Vorgaben erlassen, die die Ausstattung der Auspuffrohre mit Schalld\u00e4mpfern vorschrieben. Au\u00dferdem wurde die H\u00f6chstzahl der Dezibel, die Autoger\u00e4usche und Hupen verursachten, reguliert (Cleophas\/Bijsterveld 2001). Mittlerweile ist das Sounddesign in der Automobilherstellung eine richtige Industrie: BMW besch\u00e4ftigt 150 Akustik-Ingenieure, Ford etwa 200 (Cleophas\/Bijsterveld 2001). Welch emotionalen Wert vor allem das Motorenger\u00e4usch f\u00fcr viele Nutzer:innen hat, zeigt sich zum Beispiel daran, dass Porsche versuchte die Motorenger\u00e4usche gleich klingen zu lassen, als sie den Motor wechselten (Cleophas\/Bijsterveld 2001).<\/p>\n\n\n\n<h2>Sonic Interaction Design<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir sind es gewohnt, mit allen m\u00f6glichen Dingen zu interagieren. Wir interagieren mit unseren technischen Endger\u00e4ten, mit Spielen und Bildern. Nur mit Sounds ist es schwer, in eine Interaktion zu treten und damit vom passiven H\u00f6rer:in zum Akteur:in zu werden. Auf Ger\u00e4usche zu reagieren und dadurch neue und andere Ger\u00e4usche hervorzurufen ist Bestandteil der Interaktiven Sonifikation und des Sonic Interaction Design, kurz SID. Beide Gebiete werden nun kurz beleuchtet.<\/p>\n\n\n\n<h3>Interaktive Sonifikation<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Interaktive Sonifikation ist ein Teilgebiet der Sonifikation, die ihr Hauptaugenmerk darauf legt, wie die Interaktionsschleife zwischen Mensch und Sonifikation geschlossen wird (Hermann 2008, 220). Ziel ist es, Sonifikationstechniken interaktiver zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich wie beim Sehen durch das Zusammensetzen verschiedener Perspektiven ein 3D Bild entsteht, sammeln wir auch beim H\u00f6ren Teilaspekte der gesuchten Information (Hermann 2008, 221). \u201eInteraktion ist der Schl\u00fcssel zum Sammeln sich erg\u00e4nzender Teilbilder des Ganzen, die im Gehirn dann zu einer Gesamtinterpretation zusammengesetzt werden\u201c (Hermann 2008, 221.) Anders als das blo\u00dfe H\u00f6ren bei einer \u201enormalen\u201c Sonifikation ist diese Interaktion vor allem bei der Exploration und Analyse von Daten wichtig (Hermann 2008, 221). Um mit Kl\u00e4ngen interagieren zu k\u00f6nnen, gibt es verschiedene Verfahren. Beispielsweise fungiert der audiohaptische Ball als Interface zur Interaktion mit Sonifikationsmodellen. Er reagiert auf jedes Sch\u00fctteln, dr\u00fccken, anschlagen und quetschen mit einem Klang (Hermann 2008, 221).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"405\" height=\"253\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-25-um-17.24.17.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-393\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-25-um-17.24.17.png 405w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/files\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-25-um-17.24.17-300x187.png 300w\" sizes=\"(max-width: 405px) 100vw, 405px\" \/><figcaption>Abbildung 1: Audiohaptischer Ball<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3>SID<\/h3>\n\n\n\n<p>An der Schnittstelle zwischen <em>auditory displays, ubiquitous computing <\/em>(also der allgegenw\u00e4rtigen Informationverarbeitung), Interaktionsdesign und interaktiver Kunst befindet sich Sonic Interaction Design, kurz SID. Dabei handelt es sich um ein interdisziplin\u00e4res Forschungs- und Praxisfeld, in dem erforscht wird, wie Klang zur Informations- und Bedeutungsvermittlung genutzt werden kann (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, vii). Der Fokus liegt hierbei vor allem auf dem interaktiven Charakter: auch \u00e4sthetische und emotionale Qualit\u00e4ten sollen in einem interaktiven Kontext durch Kl\u00e4nge vermittelt werden (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, vii). Und auch an Mensch \u2013 Maschinen Schnittstellen m\u00fcssen Informationen erfahrbar werden. SID sieht Klang als ein Medium, welches neue ph\u00e4nomenologische und soziale Erfahrungen mit und durch interaktive Technologie erm\u00f6glicht (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, vii). Das Ziel hierbei ist, die bestehende Forschung zu interaktiven Sounds zu erweitern und neue Anwendungsbereiche und Praxisfelder zu f\u00f6rdern (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, vii). Dabei wird Wissen aus verschiedenen Bereichen, wie der interaktiven Kunst, elektronischer Musik, den Kulturwissenschaften, Psychologie, Akustik oder der Kognitionswissenschaft miteinbezogen (Franinovi\u0107\/Serafin 2013, x).<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man am Bereich des SID sehen kann, k\u00f6nnen durch Klang viel mehr Informationen \u00fcbermittelt werden, als die blo\u00dfe Mitteilung eines Ereignisses (Hermann 2008, 214). Die Herausforderung liegt hier in der Schaffung von interaktiven, adaptiv akustischen Interaktionen, die auf die Gesten von einem oder mehreren Benutzer:innen reagieren (Serafin et al. 2011, 87). Das ist in erster Linie eine technische Herausforderung. Daher geht die Forschung erstmal weg von einer rein technischen Reproduktion vorhandener Instrumente und Alltagsger\u00e4usche, wie dies bei der Sonifikation der Fall ist, hin zur Erforschung von Grunds\u00e4tzen und Methoden (Serafin et al. 2011, 88).<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem in der Wahrnehmungs- und Kognitionswissenschaft hat sich der Fokus vom Menschen als Empf\u00e4nger auditiver Reize auf die Wahrnehmungs- und Handlungsschleifen verlagert, die durch akustische Signale vermittelt werden (Serafin et al. 2011, 88). Wie schon bei dem Sounddesign von Produkten erw\u00e4hnt, rufen Ger\u00e4usche Emotionen hervor und beeinflussen somit, ob der:die Nutzer:in das Gef\u00fchl hat, die Kontrolle zu haben. Im Bezug auf SID haben Kl\u00e4nge vor allem einen Einfluss darauf, ob eine Interaktion gelingt und erfolgreich ist oder nicht (Serafin et al. 2011, 88).<\/p>\n\n\n\n<h2>Schlussteil<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie wir also festgestellt haben, kann uns \u00fcber Sonifikation eine Bandbreite an Informationen vermittelt werden: von K\u00f6rperfunktionen, \u00fcber Alarmsignale, bis hin zu Produkteigenschaften. Wenn ich am PC bin und ein Sound ert\u00f6nt, kann ich allein anhand dessen unterscheiden, ob ich eine E-Mail bekommen habe, eine WhatsApp Nachricht oder eine Systemmitteilung. Viele dieser Informationen nehmen wir lediglich passiv wahr, wie an dem Beispiel mit den <em>Pringles <\/em>zu sehen ist. Die vermeintliche Frische eines Produktes anhand des Ger\u00e4usches zu bewerten, passiert unbewusst und hat trotzdem einen gro\u00dfen Einfluss auf unsere Wahrnehmung. Andere Informationen die uns \u00fcber Sonifikationen vermittelt werden, nehmen wir hingegen ganz bewusst wahr. Ob wir sie nun unbewusst oder bewusst h\u00f6ren, Sonifikationen umgeben uns die gesamte Zeit. Da wir durch die Digitalisierung immer mehr von technischen Ger\u00e4ten umgeben sind und einer st\u00e4ndige Informationsflut ausgesetzt sind, die wir vor allem visuell wahrnehmen, k\u00f6nnen wir \u00fcber das Auditive Informationen wahrnehmen, die uns vielleicht ansonsten entgehen w\u00fcrden. Dem H\u00f6ren k\u00f6nnen wir uns nicht entziehen. Gerade deswegen ist es umso wichtiger, sich damit bewusst auseinander zu setzen und zum einen darauf zu achten, welche Ger\u00e4usche uns umgeben und zum anderen welche Emotionen sie in uns hervorrufen.<\/p>\n\n\n\n<p>So oder so bleibt es vor allem spannend, weiter zu beobachten, wie sich das noch junge Forschungsfeld des Sonic Interaction Designs entwickeln wird.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3>Literaturverzeichnis<\/h3>\n\n\n\n<p>Cleophas, Eefje\/Bijsterveld, Karin (2011) Selling Sound: Testing, Designing, and Marketing Sound in the European Car Industry. In: <em>The Oxford Handbook of Sound Studies<\/em>. Hg. v. Trevor Pinch &amp; Karin Bijsterveld. New York: Oxford University Press.<\/p>\n\n\n\n<p>Franinovi\u0107, Karmen\/Serafin, Stefania (2014) Introdution. In: <em>Sonic interaction design. <\/em>Hg. v. Karmen Franinovi\u0107 &amp; Stefania Serafin. Cambridge [u.a.]: The MIT press, S. vii-xiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann, Thomas (2008) Daten H\u00f6ren. Sonifikation zur explorativen Datenanalyse. In: <em>Sound Studies: Tradition &#8211; Methoden &#8211; Desiderate. Eine Einf\u00fchrung<\/em>. Hg. v. Holger Schulze. Bielefeld: transcipt, S. 209-228.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann, Thomas (2009) Sonifikation hochdimensionaler Daten. In: <em>Funktionale Kl\u00e4nge. H\u00f6rbare Daten, klingende Ger\u00e4te und gestaltete H\u00f6rerfahrungen. <\/em>Hg. v. Georg Spehr. Bielefeld: transcipt, S. 65-86.<\/p>\n\n\n\n<p>Ingwersen, S\u00f6ren (2005) Sonifikation. Zwischen Information und Rauschen. In: <em>Sound. Zur Technologie und \u00c4sthetik des Akustischen in den Medien<\/em>. Hg. v. Harro Segeberg &amp; Frank Sch\u00e4tzlein. Marburg: Sch\u00fcren, S. 332-346.<\/p>\n\n\n\n<p>Rocchesso, Davide et al. (2008) Sonic Interaction Design: Sound, Information and Experience. [https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/43901646_Sonic_Interaction_Design_Sound_Infor mation_and_Experience (letzter Zugriff am 19.09.2021)].<\/p>\n\n\n\n<p>Schoon, Andi\/Volmar, Axel (2012) Informierte Klnge und geschulte Ohren. Zur Kulturgeschichte der Sonifikation. In: <em>Das geschulte Ohr. Eine Kulturgeschichte der Sonifikation<\/em>. Hg. v. Andi Schoon &amp; Axel Volmar. Bielefeld: trancript, S. 9-26.<\/p>\n\n\n\n<p>Serafin, Stefania et al. (2011) Sonic Interaction Design. In: <em>The Sonification Handbook. <\/em>Hg. v. Thomas Hermann, Andy Hunt &amp; John G. Neuhoff. Berlin: Logos Publishing House, S. 87- 110.<\/p>\n\n\n\n<p>Spence, Charles (2016) Sound: The Forgotten Flavor Sense. In: Multisensory Flavor Perception. From Fundamental Neuroscience Through to the Marketplace. Hg. v. Betina Piqueras-Fiszman &amp; Charles Spence. Amsterdam: Elsevier, S. 81-105.<\/p>\n\n\n\n<p>Steiner, Paul (2018) <em>Sound Branding. Grundlagen akustischer Markenf\u00fchrung<\/em>. Wiesbaden: Springer Fachmedien Gabler.<\/p>\n\n\n\n<p>Volmar, Axel\/Schr\u00f6ter, Jens (2013) Einleitung: Auditive Medienkulturen. In: <em>Auditive Medienkulturen. Techniken des H\u00f6rens und Praktiken der Klanggestaltung. <\/em>Hg. v. Axel Volmar &amp; Jens Schr\u00f6ter. Bielefeld: transcript, S. 9-34.<\/p>\n\n\n\n<p>Volmar, Axel\/Supper, Alexandra (2018) Sonifikation. In: <em>Handbuch Sound. Geschichte &#8211; Begriffe &#8211; Ans\u00e4tze. <\/em>Hg. v. Daniel Morat &amp; Hansjakob Ziemer. Stuttgart: J. B. Metzler Verlag, S. 75-79.<\/p>\n\n\n\n<h3>Abbildungsverzeichnis<\/h3>\n\n\n\n<p>Hermann, Thomas (2008) Daten H\u00f6ren. Sonifikation zur explorativen Datenanalyse. In: <em>Sound Studies: Tradition &#8211; Methoden &#8211; Desiderate. Eine Einf\u00fchrung<\/em>. Hg. v. Holger Schulze. Bielefeld: transcipt, S. 222.<\/p>\n\n\n\n<h3>Soundverzeichnis<\/h3>\n\n\n\n<p>Sound Datensonogramm: https:\/\/pub.uni-bielefeld.de\/download\/2703564\/2703566 (letzter Zugriff am 29.09.2021)<\/p>\n\n\n\n<p>Sound Pringles Werbung: Werbung Pringles 2011 [https:\/\/www.youtube.com\/watch? v=vaz9gSI0ABw&amp;t=8s (letzter Zugriff am 29.09.2021)]<\/p>\n\n\n\n<p>Sound Logo Telekom: &#8222;Telekom Ohrwurm-Macher feiern 20 Jahre Sound-Logo\u201c 2019 [https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DDqdk_h2Pvo (letzter Zugriff am 29.09.2021)]<\/p>\n\n\n\n<p>Sound Geigerz\u00e4hler: 3 HOURS of Geiger Counter Sounds \u2013 Radiation Detector Chernobyl \u2013 Immersive Soundscape [https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VMsjlEft0K0&amp;t=50s (letzter Zugriff am 29.09.2021)]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung An einem normalen Tag bei mir zu Hause bin ich umgeben von zahlreichen Ger\u00e4uschen: unsere Waschmaschine spielt \u201eDie Forelle\u201c, wenn sie fertig ist; ziemlich regelm\u00e4\u00dfig klingelt der:die Postbot:in; der Espressokocher pfeift, sobald der Kaffee gekocht ist und ab und &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/2021\/12\/sonifikation-wissen-durch-klang\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2769,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/387"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2769"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=387"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/387\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":395,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/387\/revisions\/395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/acousticresearch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}