{"id":8,"date":"2011-02-25T03:33:49","date_gmt":"2011-02-25T02:33:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/alteberufe\/?p=8"},"modified":"2011-02-25T03:35:48","modified_gmt":"2011-02-25T02:35:48","slug":"plumassier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/alteberufe\/2011\/02\/plumassier\/","title":{"rendered":"Plumassier"},"content":{"rendered":"<p>Mit\u00a0der Bezeichnung\u00a0<strong>Plumassier oder auch Panachier, Bouquetiers, Enjoliveurs<\/strong>\u00a0unternehmen wir heute einen kleinen Ausflug in die zun\u00e4chst\u00a0eher\u00a0franz\u00f6sische Berufswelt. Sp\u00e4ter verbreitete sich der Beruf allerdings auch im Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nationen. Als ein wichtiges Zentrum\u00a0dieses Gewerbes galt schlie\u00dflich Sachsen.\u00a0 Johann Georg Kr\u00fcnitz schrieb dazu in seiner zwischen 1773 und 1858 verfassten\u00a0Oeconomischen Encyclop\u00e4die,\u00a0der Plumassier\u00a0verfertige &#8222;die niederliegende Feder oder Pl\u00fcmage auf dem Hute der Mannspersonen, und den aufgestutzten Federbusch oder Federstrau\u00df auf dem Haupte der F\u00fcrsten, Ritter, Cavalleristen, Schauspieler, Frauenzimmer, Pferde, imgleichen auf Baldachinen und Himmelbetten, von Strau\u00df= Reiher= Pfauen= Kranich= und andern Federn&#8220;.\u00a0 Es geht also um den Beruf des Federschm\u00fcckers, Federputzers oder Federputzmachers, eine Branche die vor allem f\u00fcr die Luxusg\u00fcterproduktion t\u00e4tig wurde und in einem nicht unbetr\u00e4chtlichem Ausma\u00df Frauenarbeit verk\u00f6rperte.<\/p>\n<div class=\"mceTemp\">\n<div id=\"attachment_12\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/alteberufe\/files\/2011\/02\/PLUMASSIER1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/alteberufe\/files\/2011\/02\/PLUMASSIER1-204x300.jpg\" alt=\"Plumassier\" width=\"204\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/alteberufe\/files\/2011\/02\/PLUMASSIER1-204x300.jpg 204w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/alteberufe\/files\/2011\/02\/PLUMASSIER1.jpg 368w\" sizes=\"(max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12\" class=\"wp-caption-text\">Plumassier oder Panachier, Kupferstich, Diderot d\u00b4Alembert, L&#039;Encyclop\u00e9die ou Dictionnaire raisonn\u00e9 des sciences, des arts et des m\u00e9tiers, Planches Bd. 7, Livorno 1771.<\/p><\/div>\n<\/div>\n<p>Der Plumassier bzw. die Federputzmacherin unterzog die verschiedenen Federsorten einer gr\u00fcndlichen Reinigung und Spezialbehandlung, die zum F\u00e4rben und zur Halbarmachung diente.\u00a0 Eiwei\u00df, Gummiwasser\u00a0oder eine\u00a0Vitrioll\u00f6sung fand dazu Verwendung. W\u00e4hrend der Federschmuck zun\u00e4chst bevorzugtes Privileg des Adels und des Milit\u00e4rs war, verbreitete sich in der Fr\u00fchen Neuzeit das Tragen von Federn als modisches Assessoire der gehobenen Damen- und Kinderbekleidung.\u00a0 \u00dcberaus selten blieb dagegen die Kunst, Federmosaike zu fertigen.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong> Johann Georg Kr\u00fcnitz, Oekonomische Encyklop\u00e4die oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, 1773-1858, hier Bd. 12 1777, S. 394, <a href=\"http:\/\/www.kruenitz1.uni-trier.de\/xxx\/p\/kp05730.htm\">http:\/\/www.kruenitz1.uni-trier.de\/xxx\/p\/kp05730.htm<\/a>.<\/p>\n<p>Rudi Palla, Verschwundene Arbeit. Von Barometermachern, Drahtziehern, Eichmeistern, Lustfeuerwerkern, Nachtw\u00e4chtern, Planetenverk\u00e4ufern, Ro\u00dft\u00e4uschern, Seifensiedern, Sesseltr\u00e4gern, W\u00e4scherm\u00e4deln und vielen anderen untergegangenen Berufen, Wien; M\u00fcnchen 2010, S. 62-64.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit\u00a0der Bezeichnung\u00a0Plumassier oder auch Panachier, Bouquetiers, Enjoliveurs\u00a0unternehmen wir heute einen kleinen Ausflug in die zun\u00e4chst\u00a0eher\u00a0franz\u00f6sische Berufswelt. Sp\u00e4ter verbreitete sich der Beruf allerdings auch im Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nationen. 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