{"id":86,"date":"2016-04-12T09:00:37","date_gmt":"2016-04-12T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/datenpower\/?page_id=86"},"modified":"2016-07-07T09:58:55","modified_gmt":"2016-07-07T07:58:55","slug":"genderspezifische-aspekte-des-forschungsdatenmanagements","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/datenpower\/genderspezifische-aspekte-des-forschungsdatenmanagements\/","title":{"rendered":"Genderspezifische Aspekte des Forschungsdatenmanagements? Ergebnisse einer Umfrage zum Forschungsdatenmanagement"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\"><strong>Projektbericht: <\/strong>&#8222;Frauen gestalten Zukunft. Gendersensibles Lernen und Lehren, Beraten und Forschen zu digitalem Forschungsdatenmanagement&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">F\u00f6rderung im Programm: Unterst\u00fctzung f\u00fcr Professorinnen, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Studentinnen durch die F\u00f6rderung von fakult\u00e4tsspezifischen Gleichstellungsprojekten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Katrin Moeller und Kerstin V\u00f6lkl<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&lt;1&gt; Das Projekt \u201eFrauen gestalten Zukunft. Gendersensibles Lernen und Lehren, Beraten und Forschen zu digitalem Forschungsdatenmanagement\u201c wurde unter dem Kurztitel \u201eFrauenschlauer Datenpower\u201c zum Wintersemester 2015\/16 aufgenommen. Es richtet sich statusgruppen\u00fcbergreifend an Wissenschaftlerinnen der Philosophischen Fakult\u00e4t I, um Frauen f\u00fcr den Erwerb digitaler Zusatzqualifikationen zu motivieren und zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Politisch-strategisch wird Datenmanagement und Digital Humanities in den letzten Jahren international und europaweit intensiv gef\u00f6rdert. An der Universit\u00e4t Halle-Wittenberg gibt es bisher jedoch keine \u00fcbergreifende Strategie zum Forschungsdatenmanagement oder zu Digital Humanities. So existieren zwar eine Reihe von Forschungsprojekten, die digitale Methoden auch in Kooperation mit naturwissenschaftlichen F\u00e4chern anbieten, eine Konzentration von Kompetenzen in Form institutionalisierter Serviceeinrichtungen wie eines Medienkompetenzzentrum f\u00fcr Geistes- und Sozialwissenschaften oder eines Forschungsdatenrepositoriums fehlen aber bisher. Das Projekt ist daher auch geeignet, solche Strategien weiter voranzutreiben und einen Diskussionsprozess innerhalb der Universit\u00e4t anzusto\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Solche Serviceleistungen wurden bei Befragungen anderer Einrichtungen immer wieder als markante infrastrukturelle Anreize zum Aufbau von Schwerpunktforschungen bewertet. Universit\u00e4ten mit hohem Anreizpotenzial zum Forschungsdatenmanagement und zu digitalen Arbeitstechniken wirken als Katalysator digitaler Kompetenzen. Gerade die Universit\u00e4t Halle besitzt fach\u00fcbergreifend in der Philosophischen Fakult\u00e4t I schwerpunktm\u00e4\u00dfig Kompetenzen der digitalen Forschungsdatenerfassung und -analyse (z. B. \u2013 ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit \u2013 im Studienprogramm festgeschriebene Methodenlehre in Soziologie, Politikwissenschaft, Japanologie, Psychologie und Geschichtswissenschaft), die im Rahmen von Digital Humanities und Forschungsdatenmanagement noch sichtbarer werden k\u00f6nnen, wenn sie auch mit der infrastrukturellen Anreizstruktur (Forschungsdatenmanagementsystem, webbasierte Datenbanken und Angebote, eigene Softwaretools etc.) verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnten. Dies ist jedoch h\u00e4ufig von informatischen Kompetenzen abh\u00e4ngig, die den Charakter von Serviceleistungen tragen und daher nicht unbedingt drittmittelfinanziert zu realisieren sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ziel des Projektes war es, sehr bewusst Kompetenzen in einem Forschungsbereich aufzubauen, der f\u00fcr Nachwuchswissenschaftlerinnen gleicherma\u00dfen riskant wie erfolgsversprechend sein k\u00f6nnte. Insgesamt darf f\u00fcr den Bereich der Digital Humanities konstatiert werden, dass es ein relativ gro\u00dfes Auseinanderklaffen zwischen den Anforderungen von Drittmittelgebern mit intensiven Visionen und Anforderungen, den vorhandenen, aber eben fachfremden (informatischen) M\u00f6glichkeiten und den tats\u00e4chlichen methodischen Bed\u00fcrfnissen und Kompetenzen von Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen gibt. Gleichzeitig ist Forschungsdatenmanagement kein gleichrangig zentrales Kernthema in allen von uns angesprochenen Fachdisziplinen. Und dies obwohl bis zu 80 % der Arbeitszeit von Wissenschaftlerinnen der Erzeugung und Analyse von Daten dienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&lt;2&gt; Sowohl f\u00fcr die Studierenden wie auch f\u00fcr Angestellte der Universit\u00e4t Halle-Wittenberg gibt es besonders im Bereich der fachspezifischen digitalen Kompetenzen zurzeit noch limitierte M\u00f6glichkeiten zur Qualifizierung, die \u00fcber die eigene Fachwissenschaft hinausf\u00fchrt. Immerhin deckt das Weiterbildungsangebot der Universit\u00e4t Halle-Wittenberg einige wichtige Basisqualifikationen ab. Spezifisch \u00fcber das LLZ werden Kompetenzen der digitalen Lehre in die Fakult\u00e4ten getragen und mittlerweile auch durch fach\u00fcbergreifende ASQ-Module flankiert. Die Aufgabe der fachspezifischen Kompetenzbildung im Datenmanagement und besonders f\u00fcr die wissenschaftliche Analyse und Ergebnisrepr\u00e4sentation \u00fcbernehmen diese Weiterbildungsangebote jedoch nicht. Das Spektrum von digitalen Tools und Applikationen w\u00e4chst momentan rasant. Genau in diesem Segment fehlen flexible Weiterbildungsangebote, um Digital Humanities und Forschungsdatenmanagement st\u00e4rker in der Wissenschaft \u2013 auch in der Lehre \u2013 zu etablieren. Aus diesen Gr\u00fcnden haben wir uns dazu entschlossen, passf\u00e4hige Workshops anzubieten. Um diesen Bedarf genau zu ermitteln, wurde zun\u00e4chst eine Befragung von Fakult\u00e4tsangeh\u00f6rigen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der wissenschaftlichen Forschung werden die Geschlechterdifferenzen im Umgang mit Forschungsdaten und digitalen Arbeitstechniken durchaus kontrovers diskutiert. Entgegen von g\u00e4ngigen Klischees unterscheidet sich der allt\u00e4gliche Gebrauch von digitalen Werkzeugen zwischen den Geschlechtern nach einigen Studienergebnissen kaum. Sehr viel eher differieren unterschiedliche Kompetenzniveaus zwischen den Alterskohorten. J\u00fcngere Forschende besitzen bis heute mehr technisches Knowhow als \u00e4ltere bzw. die Bereitschaft solche Techniken zu erlernen und Angebote zu nutzen, f\u00e4llt bei den J\u00fcngeren h\u00f6her aus. Geschlechtsspezifische Differenzen machten Studien dagegen f\u00fcr nicht allt\u00e4gliche digitale Kompetenzen sichtbar. Frauen neigen nach diesen Ergebnissen dazu Spezialkompetenzen im digitalen Bereich eher als H\u00fcrden zu betrachten und vor dem Erwerb solcher fachspezifischen Kompetenzen zur\u00fcckzuschrecken. <a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/datenpower\/wp-admin\/post.php?post=86&amp;action=edit#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><u>[1]<\/u><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Diese Erkenntnisse reflektierend, wollten wir durch eine eigene Befragung der Studentinnen und Mitarbeiterinnen genau ermitteln, auf welcher Ebene sich der Bruch zwischen allt\u00e4glichen Kompetenzen und eher barrierewirkenden Spezialf\u00e4higkeiten im digitalen Bereich verorten l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Hinblick auf die im Sommersemester stattfindenden genderspezifischen Workshops wollten wir den allgemeinen Wissensstand der Frauen und ihren soziodemografischen Hintergrund ermitteln. Der von uns entwickelte Fragebogen gliederte sich daher in drei Hauptteile. Zun\u00e4chst wurden der allgemeine Wissensstand und der allgemeine Umgang mit digitalen Materialien und digitalen Arbeitstechniken eruiert. Der zweite Teil konzentrierte sich auf die fachspezifischen Kompetenzen und im dritten Teil des Fragebogens stellten wir dezidierte Fragen zum Forschungsdatenmanagement. Neben gezielter Frage \u00fcber die Kenntnis und Probleme der Nachnutzung von Daten gab es zudem offene Fragen zu Anregungen f\u00fcr die geplanten Workshops. Mittels des elektronischen Systems von Evasys konnte die Befragung der Studierenden und Mittarbeiter relativ einfach erfolgen. Eine Auswertung der Studie liegt mittlerweile vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&lt;3&gt; An der Umfrage im Dezember\/Januar 2015\/16 nahmen insgesamt 274 Personen teil. Einbezogen wurden alle Angeh\u00f6rigen der Philosophischen Fakult\u00e4t I. Davon waren 144 Frauen und 119 M\u00e4nner. Elf Personen gaben ihr Geschlecht nicht an. Das Alter aller Befragten schwankte zwischen 18 und 67 Jahren. Die Befragung bildet die bis heute typische Geschlechterproportion universit\u00e4rer Forschung ab. W\u00e4hrend unter den Studentinnen \u2013 vor allem in den Geisteswissenschaften \u2013 generell ein sehr hoher Anteil an Frauen zu beobachten ist, nimmt dieser Anteil mit fortschreitender Karriere erheblich ab. Von den Befragten waren fast 60\u00a0% der unter drei\u00dfigj\u00e4hrigen Frauen, bei den \u00fcber Vierzigj\u00e4hrigen lag der Anteil nur noch bei 24\u00a0%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gem\u00e4\u00df der Konzeption der Studie nahmen \u00fcberwiegend Studierende 73,7\u00a0%), Doktorandinnen (5,5\u00a0%) und Mitarbeiterinnen (17,9\u00a0%) der Philosophischen Fakult\u00e4t I aus allen Instituten teil, w\u00e4hrend der Anteil der Professoren und Professorinnen (2,6\u00a0%) sehr gering ausfiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Forschungsergebnisse fr\u00fcherer Studien konnten mit unserer Befragung zum Teil bekr\u00e4ftigt werden. Ganz selbstverst\u00e4ndlich werden heute von allen befragten Teilnehmern und Teilnehmerinnen Programme zur digitalen Text- und Bildbearbeitung genutzt. Auch der Gebrauch von Pr\u00e4sentationssoftware ist Alltag ohne geschlechtsspezifische Differenzen. Daneben gibt es eine Gruppe von Programmen, die eher f\u00fcr das wissenschaftliche Personal und nicht so sehr f\u00fcr die Studierenden interessant erscheinen. Dazu z\u00e4hlen bspw. Tabellenkalkulation, die von 23,4 % der Studierenden, aber etwa der H\u00e4lfte der wissenschaftlich Besch\u00e4ftigten h\u00e4ufig genutzt werden. Einige Programme \u2013 etwa zur Bildbearbeitung oder zum Mindmapping \u2013 werden von Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen eher als wenig n\u00fctzlich empfunden. Besonders Studentinnen und Doktorandinnen gaben fast durchg\u00e4ngig h\u00e4ufiger als M\u00e4nner an, die jeweils benannte digitale Arbeitstechnik nicht zu kennen oder erst erlernen zu wollen. Dieser Trend l\u00e4sst sich f\u00fcr die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Professorinnen nicht mehr in diesem Ausma\u00df zeigen. Hier ist gelegentlich der Wissensvorsprung der Frauen sogar ein wenig h\u00f6her. Dies zeigt auch der Vergleich zu Arbeitstechniken, die h\u00e4ufig genutzt werden. Prozentual gaben mehr Frauen an, Datenbanken, digitale Karten oder Publizieren zu nutzen, w\u00e4hrend M\u00e4nner eher zu Mindmap, Videoanalyse oder virtuelle Forschungsumgebungen griffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auff\u00e4llig ist, dass bei beiden Geschlechtern durchaus Bed\u00fcrfnis besteht, die selten genutzten digitalen Materialien und Programme kennenzulernen. Dieses Interesse f\u00e4llt allerdings sehr differenziert aus, vergleicht man die Erfahrungsstufen oder das Geschlecht der Befragten. Besonders hohe Bedarfe wurden etwa f\u00fcr die Themen \u201eDatenbanken\u201c und die Handhabung des Digitalen Whiteboards ge\u00e4u\u00dfert. Gerade die Professoren \u00e4u\u00dferten Bed\u00fcrfnisse im Bereich der Datenanalyse. Besonders Letzteres d\u00fcrfte ein sch\u00f6ner Beleg f\u00fcr die Sogwirkung von Infrastrukturma\u00dfnahmen darstellen. Im neuen GSZ wurden in mehreren R\u00e4umen ausschlie\u00dflich digitale Whiteboards aufgestellt, die nun entsprechenden Handlungsbedarf nach sich ziehen. Den h\u00f6chsten Wert nahmen hier digitale Kompetenzen der qualitativen und visuellen Datenanalyse ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&lt;4&gt; Insgesamt zeigt sich auch in Halle der gr\u00f6\u00dfte Unterschied zwischen den Geschlechtern bei den spezifischen Formen digitaler Techniken. So waren etwa Annotationsformen und die Textauszeichnungssprache XML\/TEI h\u00e4ufig v\u00f6llig unbekannt. Spezifische Arbeitsformen, die heute von der DFG als selbstverst\u00e4ndliche Grundtechniken der Datenverarbeitung betrachtet werden, kennen 52,1\u00a0% der befragten Teilnehmer und 61,5\u00a0% der Teilnehmerinnen gar nicht. Ganze 8 % aller Befragten \u00fcberhaupt nutzen die Technik wenigstens gelegentlich. Insgesamt zeigten sich die M\u00e4nner bei den spezifischen Arbeitstechniken jeweils aufgeschlossener im Umgang wie in dem Wunsch, solche Arbeitstechniken kennenzulernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein \u00e4hnliches Bild ergeben auch die anschlie\u00dfend abgefragten Verhaltensweisen und Strategien im Umgang mit Forschungsdaten. Die bekannten Probleme des Forschungsdatenmanagements (Dateiformate, langfristige Archivierung, Dokumentation, Softwarekonversion etc.) wurden auch in Halle als einschl\u00e4gig benannt. Welche M\u00f6glichkeiten jedoch zur professionellen Datenspeicherung und Langzeitarchivierung bestehen, dar\u00fcber herrschte \u00fcberwiegend Unklarheit. Hier offenbarten vor allem Frauen fehlende Kenntnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Insgesamt ist der professionelle Umgang und die Bindung an einen Forschungsdatenmanagementplan in der Philosophischen Fakult\u00e4t I noch nicht weit verbreitet. Insgesamt nutzten nur acht Personen eine Managementrichtlinie innerhalb ihres Forschungsvorhabens. Bei weiteren neun Personen reicht dieser Plan zur Langzeitarchivierung auch \u00fcber die Laufzeit des Projektes hinaus. Bei der Frage nach einer verst\u00e4ndlichen und f\u00fcr andere Personen nachvollziehbaren Dokumentation der Daten zeigen sich solche Probleme. Gerade einmal 16 Personen gaben an, die Datenaufnahme separat zu dokumentieren, und weniger als 1 % nutzte bei den Dokumentationen einen Standard wie TEI Guidelines.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&lt;5&gt; Die Arbeitsversionen ihrer Forschungsarbeit speichern die Fakult\u00e4tsangeh\u00f6rigen indes am h\u00e4ufigsten auf der Festplatte des eignen Computers oder auf einer externen Festplatte ab. Vorwiegend M\u00e4nner nutzen zwar \u00fcber\u00f6rtliche M\u00f6glichkeiten der Datenarchivierung, allerdings w\u00e4hlten die meisten davon kommerzielle Cloud-Dienste. Die M\u00f6glichkeiten der Langzeitarchivierung innerhalb der Universit\u00e4t Halle-Wittenberg nannten nur wenige, offenbar weil diese M\u00f6glichkeiten immer noch zu unbekannt sind. Diese Ergebnisse werden durch die Angaben zur Langzeitarchivierung komplementiert. So gaben zwar fast zwei Drittel an, Forschungsdaten \u00fcber die Projektlaufzeit hinaus zu archivieren. Allerdings folgt diese Datenarchivierung keiner \u00fcbergreifenden Forschungsstrategie, sondern eher einem individuellen Interesse an der Erhaltung der Daten. Ursachen f\u00fcr die unterbleibende Datenarchivierung liegen vor allem in mangelnden Kenntnissen und im gr\u00f6\u00dferen Aufwand der Lizenz- und Rechtekl\u00e4rung. Immerhin \u00e4u\u00dfern viele durchaus eine Bereitschaft zu Datenpublikation und Langzeitarchivierung, wenn sie denn die notwendige Unterst\u00fctzung daf\u00fcr bek\u00e4men.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Fassen wir die Ergebnisse unserer Befragung zusammen, zeigt sich geschlechts\u00fcbergreifend ein hoher Bedarf an digitalen Grund- und Spezialkompetenzen in der Philosophischen Fakult\u00e4t I. Obwohl Frauen ein h\u00f6heres fachspezifisches Wissensbed\u00fcrfnis \u00e4u\u00dfern, l\u00e4sst sich gender\u00fcbergreifend ein wesentlicher Nachholbedarf an Kompetenzen im Bereich digitaler Arbeitsmethoden und des Forschungsdatenmanagements diagnostizieren. Wir hoffen, hiermit die Notwendigkeit gezielter Workshop aufzeigen zu k\u00f6nnen, die auch zur Initiierung von Diskussionsprozessen und Netzwerken dienlich sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zumindest innerhalb der Philosophischen Fakult\u00e4ten gelingt uns dies auch. \u00dcber das Projekt konnten wir nicht nur verschiedene Partnerinnen aus Geistes- und Naturwissenschaften zusammenbringen und Kontakte vermitteln, sondern auch Diskussionsprozesse zu Digital Humanities unterst\u00fctzen (z. B. Workshop Digitalisierung Transkulturell des Zentrum f\u00fcr Interdisziplin\u00e4re Regionalstudien (ZIRS)).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/datenpower\/wp-admin\/post.php?post=86&amp;action=edit#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><u>[1]<\/u><\/a> Bernd Remmele, Degendering von E-Learning. Das Forschungsprojekt &#8222;Das aufwendige Geschlecht&#8220; an der WHL, in: AKAD. Das Hochschulmagazin 23 (2012), S. 10-12, hier S. 12. \u00c4hnliche Schlussfolgerungen zogen auch fr\u00fchere Projekte: Uwe Rutenfranz, Wissenschaft im Informationszeitalter. Zur Bedeutung des Mediums Computer f\u00fcr das Kommunikationssystem Wissenschaft, Opladen 1997, S. 214f.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Projektbericht: &#8222;Frauen gestalten Zukunft. Gendersensibles Lernen und Lehren, Beraten und Forschen zu digitalem Forschungsdatenmanagement&#8220; F\u00f6rderung im Programm: Unterst\u00fctzung f\u00fcr Professorinnen, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Studentinnen durch die F\u00f6rderung von fakult\u00e4tsspezifischen Gleichstellungsprojekten Katrin Moeller und Kerstin V\u00f6lkl &lt;1&gt; Das Projekt \u201eFrauen gestalten Zukunft. 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