SP1-Portfolio: Unterrichtsentwurf

lorem ipsum

Hier bin ich aber etwas unsicher
ZeitPhaseInhaltlich-methodisches EntfaltungU-FormMedienFeinlernziel
5'INTROMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).Indiv.TabletsMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).
15'INTROMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).FrontalPPTMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).
30'WHILEMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).GruppePDF / PadletMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).
15'POSTMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).PlenumPadletMany desktop publishing packages and web page editors now use Lorem Ipsum as their default model text, and a search for 'lorem ipsum' will uncover many web sites still in their infancy. Various versions have evolved over the years, sometimes by accident, sometimes on purpose (injected humour and the like).

Lorem ipsum

SP1 Kommentar

Gelingensbedingungen

Bevor eine ausführliche Analyse und Reflexion der vorliegenden Unterrichtsstunde getätigt werden, sollen an dieser Stelle zunächst einige (Gelingens-)Bedingungen untersucht werden, die das Schulpraktikum 1 an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Halle am Steintor nachhaltig beeinflusst haben.

Bemerkungen/Einschätzungen zu der ausgewählten Klasse

In diesem Zusammenhang zählt die ausgewählte Schulklasse zu einer der wesentlichen Gelingensbedingungen. Dabei handelte es sich um die Klasse 8d, welche aus 25 Schüler<em>innen besteht – 15 Mädchen und 10 Jungen. Die Klasse existiert in dieser Konstellation seit dem Schuljahrgang fünf. Darüber hinaus ist die Klassenlehrerin der 8d, die diese Klasse seit ihrem Eintritt in die IGS betreut, ebenfalls seit Beginn des fünften Schuljahrgangs die Deutschlehrerin der benannten Klasse. Dementsprechend kennen sich Schüler</em>innen und Lehrperson recht gut, was auch während der Hospitation deutlich wurde. Das Lehrer<em>innen-Schüler</em>innen-Verhältnis erschien einerseits vertraut, entspannt und angstfrei. Andererseits ließ die Lehrkraft gegenüber ihrer Klasse große Strenge walten und forderte eine exakte Einhaltung ihrer Regeln ein.

Auf den ersten Blick wirkte die Klasse nicht sonderlich heterogen. Jedoch sind unter den Schüler*innen einige mit Lernschwächen oder Lernbehinderungen. Diese Art der Klassenzusammensetzung ist typisch für die Schulform der integrativen Gesamtschule, worauf jedoch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal genauer eingegangen wird. Die Lehrperson teilte mir zwar mit, dass sich in der Klasse Schüler*innen mit Lernschwächen bzw. -behinderungen finden würden, jedoch wollte sie mir ganz bewusst nicht verraten, um welche Schüler*innen bzw. um welche Lernschwächen etc. es sich dabei handelt. Sie begründete dies einerseits damit, dass ich die Klasse nur für einen kurzen Zeitraum begleite. Andererseits meinte sie, dass das Ziel einer integrativen Gesamtschule sei, alle Schüler*innen gleichermaßen in das Unterrichtsgeschehen einzubinden, was mir, ihrer Meinung nach, besser gelingen würde, wenn ich über vorhandene Leistungsschwächen und -unterschiede nicht Bescheid weiß. Im Verlauf meiner eigenen Unterrichtsstunden habe ich definitiv Leistungsunterschiede bemerkt. Weitergehende Vermutungen oder gar Schlussfolgerungen konnte ich daraus natürlich nicht ziehen.

[/wpdiscuz-feedback]

Insgesamt hat die 8d vier Stunden Deutschunterricht in der Woche. Ein Unterrichtsblock findet direkt Montagmorgen von 7.30 Uhr bis 9.10 Uhr, also in der ersten und zweiten Stunde, statt. Damit bilden diese beiden Unterrichtsstunden Randstunden. Die verbleibenden beiden Unterrichtsstunden sind aufgeteilt auf die sechste Stunde am Donnerstagmittag von 12.35 Uhr bis 13.20 Uhr, ebenfalls eine Randstunde, sowie die fünfte Stunde am Freitagmittag von 11.20 Uhr bis 12.05 Uhr.
Über die Voraussetzungen im Sozial- und Arbeitsverhalten sowie über die fachlichen Voraussetzungen der Schüler*innen kann ich keine Aussagen treffen, außer, dass sie das Thema der Bewerbung in der achten Klasse zum ersten Mal konkret behandeln und sich vor Beginn meines Praktikums bereits seit zwei Wochen damit auseinandergesetzt haben.

Thema der Stunde und Einordnung der Stunde in den grösseren Unterrichtszusammenhang

Die Unterrichtsstunde mit dem Thema „Einen Lebenslauf verfassen. Aufbau und Inhalt eines Bewerbungsschreibens“ gehört der Unterrichtssequenz „Bewerbung“ bzw. „Eine Bewerbung schreiben“ bzw. der Unterrichtseinheit „Theoretische Grundlagen einer Bewerbung“ an. Die gesamte Länge der Unterrichtssequenz ist mir nicht bekannt, da die Deutschlehrerin sowohl vor meinem Praktikum als auch danach gemeinsam mit der Klasse 8d weiter an diesem Thema gearbeitet hat. Die Unterrichtseinheit „Theoretische Grundlagen einer Bewerbung“ umfasste nahezu die gesamte Zeit, in der ich die benannte Klasse unterrichtet hatte, also neun Unterrichtsstunden.
Neben den schulinternen Curricula, die die Berufswahlvorbereitung ab Klasse sieben sowie die Bewerbung ab Klasse acht thematisieren (siehe Anhang 1), spielt dieser Themenbereich natürlich auch in dem Fachlehrplan Sekundarschule des Landes Sachsen-Anhalt eine Rolle – jedoch erst in den Schuljahrgängen neun bzw. zehn. In diesem Zusammenhang kann das benannte Thema dem Kompetenzbereich „Sprechen, Zuhören und Schreiben“ zugeordnet werden. Die Kommunikationsform des Vorstellungsgespräches taucht darin beispielsweise als grundlegender Wissensbestand unter dem Kompetenzbereich „Sachbezogen, situationsangemessen und adressatengerecht sprechen sowie verstehend zuhören“ auf (siehe Anhang 2). Weiterhin finden sich die Textsorten Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Bewerbung als grundlegende Wissensbestände unter dem Kompetenzbereich „Sachbezogen, situationsangemessen und adressatengerecht schreiben“ (siehe Anhang 2).[1]
Diesem konkreten Kompetenzbereich widmet sich auch die angebrachte Unterrichtsstunde. Sie verfolgt allen voran das Ziel, die Schüler*innen in die Lage zu versetzen, eigenständig einen Lebenslauf zu verfassen sowie ihnen Wissen zu vermitteln, wie ein Bewerbungsschreiben aufgebaut ist und welche relevanten Inhalte es enthält. Kurzfristig gesehen fungiert die Unterrichtsstunde damit einerseits als Vorbereitung der Schüler*innen auf eine Leistungserhebung, nämlich des eigenständigen Verfassens eines Lebenslaufs sowie eines Bewerbungsschreibens. Darüber hinaus präpariert die Unterrichtsstunde die Schüler*innen mittelfristig gesehen auf ihre Bewerbung auf einen Praktikumsplatz, bei der sie ebenfalls eigenständig Lebenslauf und Bewerbungsschreiben verfassen müssen. Außerdem nützt die Unterrichtsstunde den Schüler*innen auch auf lange Zeit gesehen etwas, denn sie werden sich immer wieder in ihrem Leben bewerben müssen uns sollten daher nicht nur theoretisch wissen, wie man Lebenslauf oder Bewerbungsschreiben verfasst, sondern darüber hinaus auch über die praktischen Fähigkeiten verfügen, die zum Verfassen von Bewerbungsunterlagen benötigt werden.

Dementsprechend erwerben die Schüler*innen in dieser Unterrichtsstunde nicht nur die Kompetenzen „unter Berücksichtigung der Bedürfnis- und Kenntnislage situationsangemessen und adressatengerecht formulieren“<a href=“https://blogs.urz.uni-halle.de/ddportfolio/wp-admin/post-new.php#_ftn2″>[2]</a> sowie „Gestaltungskriterien für sachorientiertes und problemorientiertes Darstellen kennen“<a href=“https://blogs.urz.uni-halle.de/ddportfolio/wp-admin/post-new.php#_ftn3″>[3]</a> bezogen auf das Verfassen ihres Lebenslaufes, sondern sie orientieren und informieren sich darüber hinaus bezogen auf den Aufbau und Inhalt eines Bewerbungsschreibens sachbezogen.<a href=“https://blogs.urz.uni-halle.de/ddportfolio/wp-admin/post-new.php#_ftn4″>[4]</a>


[1] Vgl. Hausen, Matthias/Dr. Krätzer, Jürgen/Kretschmer, Steffen/Schiefner, Claudia/Schugk, Barbare/Skiera, Martina/Wellenberg. Andrea/Wuttke, Wolfgang: Fachlehrplan Sekundarschule Sachsen-Anhalt Ministerium für Bildung Deutsch. https://lisa.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MK/LISA/Unterricht/Lehrplaene/Sek/Anpassung/lp_sks_deutsch_01_08_2019.pdf (zuletzt geöffnet am 26.10.2020). S. 26.

[2] Zit. Ebd.

[3] Zit. Ebd.

[4] Vgl. Ebd.

Sachanalyse

Die Lehrinhalte Lebenslauf und Bewerbungsschreiben auf wissenschaftlicher Ebene vorzustellen ist, meiner Meinung nach, nicht unbedingt einfach, da die meisten Lehrwerke dazu eher als Ratgeber erscheinen. Als Standardwerk in diesem Bereich gilt „Das große Bewerbungshandbuch“ von Püttjer und Schnierda. Ich habe mich jedoch gegen dieses Werk entschieden, da es sich in keinster Art und Weise an Schüler*innen wendet und somit recht wenig mit dem zu tun hat, was in der aufgeführten Unterrichtsstunde behandelt wurde. Stattdessen wählte ich für die „wissenschaftliche“ Aufarbeitung das Buch „Die ersten Bewerbungen für Schüler und Studierende. Ein persönlicher Ratgeber für Ausbildung, Gap-Jahr, (Duales) Studium und Praktika“ von Tamara Schrammel.

Lebenslauf

In dem entsprechenden Abschnitt ihres Buches beschreibt Schrammel den Lebenslauf als „das Herzstück der Bewerbung und […] das wichtigste Dokument in der Bewerbungsmappe“[1]. Demnach dient der Lebenslauf dazu, die wichtigsten Stationen in Leben der jeweiligen Person nachvollziehen zu können und somit eine erste Einschätzung über deren Eignung zu erhalten. Dazu listet der Lebenslauf in tabellarischer Form übersichtlich die bis dato gesammelten Erfahrungen sowie Qualifikationen der Person auf.
Weiterhin soll der Lebenslauf, nach Schrammel, die jeweiligen Stationen stichpunktartig sowie mit entsprechender Zeitangabe darstellen. Die Autorin zeigt dabei zwei Möglichkeiten auf, um die Daten entsprechend aufzulisten: den chronologischen sowie den anti-chronologischen Lebenslauf. Schrammel selbst bevorzugt die chronologische Darstellung, da, ihrer Meinung nach, diese, aufgrund der kaum vorhandenen Berufserfahrung von Schüler*innen, natürlicher wirkt. Ein chronologischer Lebenslauf zeigt nämlich die Stationen in der tatsächlichen zeitlichen Abfolge, also beginnend mit der frühesten Erfahrung und der derzeitigen Position am Ende. Wichtig ist generell, dass der Lebenslauf nicht länger als zwei DIN A4-Seiten ist.
Zu Beginn des Lebenslaufes werden die persönlichen Daten der jeweiligen Person angebracht. Diese Kontaktdaten enthalten, neben dem Vor- und Nachnamen, die aktuelle Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort), Handy- oder Festnetztelefonnummer, eine seriöse E-Mail-Adresse sowie Geburtsdatum und -ort.
Weiterhin werden unter der Überschrift „Schulbildung“ alle besuchten Schulen mit vollständigem Namen, Ort sowie jeweils mit Eintritts- und Austrittsdatum aufgelistet. Dabei empfiehlt es sich, mindestens zwei Schulen anzugeben. Außerdem sollten ein Wahlzweig oder eine eingeschlagene Fachrichtung unter diesen Punkt mit angegebenen werden, ebenso wie persönliche Lieblingsfächer mit der derzeitigen oder voraussichtlichen Note. Diese Ausführungen sollten idealerweise einen Bezug zur angestrebten Stelle haben, so die Autorin. Auch die Abschlussnote kann in Klammern angegeben werden. Wurde der Abschluss jedoch noch nicht erworben, gibt man im Lebenslauf den angestrebten Schulabschluss mit dem geplanten Datum des Erreichens an.
Je nachdem, ob die jeweilige Person nach der Schule eine Ausbildung oder ein Studium anstrebt, trägt der nächste Teil des Lebenslaufes die Überschrift „Berufsausbildung“ oder „Studium“. Bei einer Ausbildung sollte, laut Schrammel, der vollständige Firmenname, inklusive Rechtsform und Ort, die offizielle Bezeichnung der Ausbildung sowie die Abschlussnote, falls bereits vorhanden, angegeben werden. Auch eine knappe Beschreibung der Ausbildungsinhalte und Schwerpunkte bietet sich an dieser Stelle an. Nach einem ähnlichen Schema geht man auch bei einem Studium vor: Hier wird ebenfalls der Name der Universität oder Hochschule vollständig angegeben sowie der Studienschwerpunkt und, falls bekannt, das Thema der Abschlussarbeit.
Unter dem darauffolgenden Punkt „Berufserfahrung“ können für Bewerbungen während oder kurz nach der Schule alle relevanten Tätigkeiten inklusive Dauer sowie Tätigkeitsbereich aufgelistet werden. Dazu zählen Praktika, Aushilfs-, Ferien- oder Nebenjobs. Dabei sollten der vollständige Firmenname inklusive Rechtsform und Ort, Datum und Dauer sowie eine kurze Beschreibung des Tätigkeitsfeldes bzw. der Abteilung angegeben werden.
Der nächste Teil des Lebenslaufes „Zusatzqualifikationen“ oder „Sonstige Aktivitäten“ bietet die die Möglichkeit, Individualität und Persönlichkeit in Form von Computer- und Sprachkenntnissen, aber auch Zertifikate für den Besuch besonderer Lehrgänge miteinzubringen. An dieser Stelle kann man also alles auflisten, was einem einen Vorteil für die angestrebte Stelle bringen kann, so die Autorin. Fähigkeiten, die in der jeweiligen Stellenbeschreibung explizit verlangt werden, sollten dabei an erster Stelle stehen. Darüber hinaus werden Sprachkenntnisse in fünf Levels unterschieden: Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, gute Kenntnisse und Grundkenntnisse. Dabei ist eine realistische Selbsteinschätzung besonders wichtig.

Zunächst werden unter dem darauffolgenden Punkt „Sonstige Aktivitäten“ Vereinsmitgliedschaften und andere bezahlte oder ehrenamtliche Tätigkeiten inklusive der genauen Bezeichnung, Anfangs- und gegebenenfalls Enddatum sowie dem Ort und einer kurzen Tätigkeitsbeschreibung aufgeführt. Auch persönliche Hobbys kann man abschließend angeben, da sie dem Leser mehr Auskunft über die jeweilige Person geben. Unterstreichen die Hobbys die Eignung für die angestrebte Position, ist deren Angabe besonders sinnvoll.
Abschließend kommen auf den Lebenslauf linksbündig Ort und Datum sowie darunter eine handschriftliche Unterschrift. Diese verleiht dem Dokument zum einen eine persönliche Note und zum anderen bestätigt man damit zugleich die Richtigkeit seiner Angaben.
Heutzutage ist es nicht verpflichtend, ein Bewerbungsfoto mitzuschicken, jedoch empfiehlt es sich, eines zu verwenden. Dieses wird im oberen rechten Bereich der ersten Seite des Lebenslaufes angebracht.
Das Beispiel für einen Lebenslauf im Anhang (siehe Anhang 3) fasst die aufgeführten Punkte noch einmal zusammen.[2]


[1] Zit. Schrammel, Tamara: Die ersten Bewerbungen für Schüler und Studierende. Ein persönlicher Ratgeber für Ausbildung, Gap-Jahr, (Duales) Studium und Praktika. Burgthan: Springer 2019. S. 47.

[2] Vgl. Schrammel: Die erste Bewerbung für Schüler und Studierende. S. 47-58.

Didaktische Analyse

Die didaktische Analyse erfolgt auf Grundlage der fünf didaktischen Grundfragen nach Wolfgang Klafki. Demzufolge müssen sich Lehrer*innen in Vorbereitung auf eine Unterrichtsstunde fragen, ob sich das gewählte Unterrichtsthema überhaupt für die Schüler*innen lohnt, so der Bildungstheoretiker. Schließlich kann der Lerngegenstand nur legitimiert werden, wenn die Begegnung zwischen den Lernenden und eben diesem auch fruchtbar ist. In diesem Zusammenhang erscheint Klafkis Begriff der „Bedeutung“ als zentral: Der Erziehungswissenschaftler bezieht sich auf die Gegenwarts-, Zukunfts- sowie die exemplarische Bedeutung, welche allesamt in den fünf Grundfragen enthalten sind, die für Klafki die didaktische Analyse bzw. Unterrichtsvorbereitung ausmachen.[1]

  1. Erste didaktische Grundfrage – Gegenwartsbedeutung

Da die Berufswahlvorbereitung an der IGS Halle am Steintor in der Sekundarstufe 1 eine große Rolle spielt, konnten die Kinder bereits einige Fähigkeiten sowie Vorwissen in den Unterricht miteinbringen. Demnach haben sie bereits in der siebten Klasse, auf Grundlage von Selbst- und Fremdeinschätzungen, ein persönliches Profil erstellt, welches sie zu Beginn der achten Klasse weiter ausgebaut und erweitert haben. Darüber hinaus setzen die Kinder sich bereits seit der siebten Klasse zunehmenden mit dem Berufswahlpass auseinander (siehe Anhang 1). Unmittelbar vor Beginn der von mir gehaltenen Unterrichtsstunden hielten die Schüler*innen anhand eigens angefertigter Steckbriefe Kurzvorträge über ihren Traumberuf. Auf Grundlage dieser konkreten Orientierung sollten sie dann innerhalb der von mir gehaltenen Unterrichtsstunden zunächst die theoretischen Grundlagen einer Bewerbung erlernen sowie auf dieser Basis eigene Bewerbungsunterlagen anfertigen. Das gewählte Thema schloss also nahtlos an die vorherigen Unterrichtsstunden sowie an die bereits getätigten Vorarbeiten mit Blick auf das Praktikum am Ende der achten Klasse an.
In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass das Thema Bewerbung durchaus im Interesse der Schüler*innen liegt, da sie sich bereits seit geraumer Zeit immer wieder damit beschäftigen und so Stück für Stück nicht nur auf das bevorstehende Praktikum, sondern darüber hinaus auch für ein Leben nach der Schule vorbereitet werden. Somit ist nicht nur der direkte Bezug zur Lebenswelt der Schüler*innen gegeben, sondern ihnen wird darüber hinaus die Bedeutung des Unterrichtsgegenstandes für ihre schulische und außerschulische Laufbahn stets verdeutlich.
Trotz der bereits getroffenen Vorarbeit mit Blick auf das Praktikum ist das Thema Bewerbung für Schüler*innen der achten Klasse meist wenig greifbar. Dies liegt allen voran daran, dass sie mit Bewerbungsunterlagen bzw. dem Bewerbungsverfahren bis dato (außerhalb der Schule) kaum in Kontakt gekommen sind. Dennoch gibt es einige mögliche Anknüpfungspunkte, um das Thema weiter in den Fragehorizont der Schüler*innen zu rücken: Beispielsweise könnten sie Bewerbungsunterlagen bereits einmal bei ihren Eltern oder Großeltern gesehen haben. Möglicherweise haben sich auch einige Schüler*innen bereits selbst beworben, zum Beispiel auf einen Ferienjob. Auf dieser Grundlage könnten sie dann bestenfalls Aussagen über den Inhalt und den Aufbau einer Bewerbungsmappe sowie einzelner Bewerbungsbestandteile treffen.

  1. Zweite didaktische Grundfrage – Zukunftsbedeutung

Die Zukunftsbedeutung des Themas Bewerbung wurde zuvor bereits kurz angeschnitten und soll in diesem Abschnitt nun weiter ausgeführt werden. Wie bereits angedeutet, hat die Bewerbung im Leben der Schüler*innen in dem Sinne eine lebendige Stellung, da sie sich kontinuierlich seit der siebten Klasse zunehmend damit auseinandersetzen – mit dem Wissen, dass sie sich am Ende der achten Klasse auf einen Praktikumsplatz bewerben- und dementsprechend ein Praktikum absolvieren werden. Außerhalb der Schule besteht kaum bis gar kein Bezug zwischen der Lebenswelt der Schüler*innen und dem Thema Bewerbung. Nichtsdestotrotz ist die Bedeutung des Themas für die Welt, in die sie hineinwachsen und auf die Schule sie vorbereiten soll, immanent. Dementsprechend wird es auch im Leben der Schüler*innen eine immer wiederkehrende und tragende Rolle spielen. Schließlich geht der Eintritt in die Arbeitswelt oder der Wechsel eines Berufes in der Regel immer mit einer Bewerbung einher. Dementsprechend ist das Wissen über den Ablauf einer Bewerbung sowie die Fähigkeit, eigenständig Bewerbungsunterlagen zu erstellen, Voraussetzung für den Erfolg der Schüler*innen in ihrem späteren (Berufs-)Leben.
Diese immense Bedeutung des Themas Bewerbung ist den Schüler*innen zwar durchaus bewusst, jedoch sollten Lehrer*innen beispielsweise durch konkrete Beispiele immer wieder versuchen, das Thema in den Blickpunkt der Schüler*innen zu rücken und einen konkreten Lebensweltbezug herzustellen. Dies wirkt auch motivierend. Schließlich ist es für Schüler*innen der achten Klasse oftmals schwer vorstellbar, sich nach der Schule auf eine Ausbildung, ein Studium oder gar einen Beruf zu bewerben.

Nichtsdestotrotz leistet der Unterrichtsinhalt Bewerbung natürlich einen Beitrag zum Erreichen persönlicher Ziele und damit auch ethischer Ziele der Schüler*innen. Denn damit bekommen sie ein Handwerkszeug, um ihr Leben eigenständig zu gestalten und ihren beruflichen Werdegang selbst in die Hand zu nehmen, was ihnen schließlich zu Mündigkeit und Selbstverantwortung verhilft.

  1. Dritte didaktische Grundfrage – Exemplarische Bedeutung

Im Umgang mit dem Thema Bewerbung bzw. mit dem Verfassen eines Lebenslaufes sowie eines Bewerbungsschreibens werden die Schüler*innen mit unterschiedlichsten Techniken und Methoden konfrontiert. Im Vorfeld des Schreibprozesses müssen sie sich natürlich zunächst gemeinsam mit der Lehrperson über den Aufbau sowie den Inhalt der jeweiligen Textsorte informieren. Dabei lernen die Schüler*innen mithilfe von Merkblättern, was die jeweilige Textsorte ausmacht und welche Punkte beim Schreibprozess besonders zu beachten sind. Dieses gemeinsam theoretisch-erarbeitete Wissen müssen sie später im Schreibprozess entsprechend selbstständig umsetzen können. Dazu zählt auch, dass die Schüler*innen die benötigten Informationen wie Daten zur eigenen Person oder zum jeweiligen Unternehmen zunächst sammeln und ordnen. Auf dieser Grundlage formulieren sie anschließend, adressatengerecht sowie entsprechend geltender Gestaltungskriterien, ihren Lebenslauf bzw. ihr Bewerbungsschreiben. Hinzukommt, dass die Schüler*innen verschiedenste Überarbeitungsstrategien auf ihre Texte anwenden und während des Schreibprozesses auch digitale Werkzeuge nutzen. Es lässt sich festhalten, dass die Schülerinnen im Umgang mit dem Thema Bewerbung lernen, auf theoretischer Grundlage sowie selbstständig gesammelter Informationen, einen adressatengerechten Text, der sich durch bestimmte Gestaltungskriterien auszeichnet, zu verfassen sowie (digital) zu überarbeiten.
In diesem Zusammen ist es für die Schüler*innen von essenzieller Bedeutung, zunehmend selbstständig zu arbeiten, den Umgang mit digitalen Tools zu erlernen sowie den enormen Stellenwert der Thematik in ihrem Leben (nach der Schule) zu erfassen. Auf diese Punkte sollten Lehrer*innen beim Behandeln der Thematik Bewerbung entsprechend besonders achten.

  1. Die vierte didaktische Grundfrage – Thematische Strukturierung

Die vierte didaktische Grundfrage der thematischen Strukturierung zielt darauf ab, die Einbettung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtseinheit zu hinterfragen. In diesem Zusammenhang lässt sich grundsätzlich festhalten, dass die gewählte Unterrichtsstunde sich inmitten der dazugehörigen Unterrichtseinheit „Theoretische Grundlagen einer Bewerbung“ befindet. Ihr vorausgegangen sind zwei Einzelstunden. In der ersten Unterrichtsstunde der benannten Einheit ging es allen voran darum, einen Einstieg in die Thematik zu finden und eventuell bestehendes Vorwissen zu aktivieren sowie daran anzuknüpfen. Anschließend sollten die Schüler*innen sich zunächst einen Überblick über die Thematik der Bewerbung verschaffen, indem sie sich allgemein mit den einzelnen Inhalten einer Bewerbungsmappe sowie deren Aufbau und Funktion auseinandersetzten (siehe Anhang 5). Daran wurde in Form einer Wiederholung zu Beginn der darauffolgenden Unterrichtsstunde direkt angeknüpft. Weiterhin zogen die Schüler*innen in der Stunde anhand eines Beispiels Rückschlüsse auf den Inhalt sowie den Aufbau eines Lebenslaufes (siehe Anhang 6). Dieses Wissen festigten sie anschließend gemeinsam mit der Lehrperson mithilfe eines Merkblattes. Die ausgewählte Unterrichtsstunde knüpft daran nahtlos an, indem die Schüler*innen auf der zuvor erstellten theoretischen Grundlage selbstständig einen eigenen Lebenslauf erstellen und bereits damit beginnen, sich Wissen über die Textsorte Bewerbungsschreiben anzueignen bzw. einen entsprechenden Schreibprozess vorzubereiten.
An dieser Stelle schließt wiederrum die darauffolgende Unterrichtsstunde an, da die Schüler*innen die gesamte Stunde Zeit haben, mithilfe des zuvor erarbeiteten Wissens ein eigenes Bewerbungsschreiben zu verfassen. Dementsprechend werden die zuvor angeeigneten theoretischen Grundlagen zum Bewerbungsschreiben aufgegriffen, ergänzt sowie von den Schüler*innen selbst praktisch angewendet.
Anhand der zuvor getätigten Ausführungen wird bereits deutlich, dass die Unterrichtseinheit einer ganz bestimmten Struktur folgt. Zu Beginn haben die Schüler*innen zunächst einen Überblick über die gesamte Thematik bekommen, indem sie sich mit dem Aufbau sowie den Inhalten einer Bewerbungsmappe vertraut gemacht haben. Dies ermöglicht ihnen eine Orientierung innerhalb des Themas sowie für die darauffolgenden Unterrichtsstunden. Diese sind stets so aufgebaut, dass die Schüler*innen sich zunächst über unterschiedlichste Methoden selbst mit dem Aufbau und Inhalten der jeweiligen Textsorte beschäftigen, anschließend gemeinsam mit der Lehrperson das gesammelte Wissen mithilfe von Merkblättern festigen und auf diese Weise schließlich selbstständig ein Bewerbungsschreiben bzw. einen Lebenslauf verfassen. Dabei wird zuerst das Lebenslauf behandelt, da diese Textsorte, im Vergleich zu Bewerbungsschreiben, für die Schüler*innen einfacher und zugänglicher erscheint. Zudem bildet der Lebenslauf die Grundlage für das Bewerbungsschreiben, da darin persönliche Informationen mit den Anforderungen des Unternehmens verbunden werden sollen. Am Ende der Unterrichtseinheit folgt eine Vorbereitung der Schüler*innen auf anstehende Bewerbungsgespräche (siehe Anhang 7 und Anhang 8). Aus den Teilnoten Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräch ergibt sich letztlich eine Gesamtnote, die eine Klassenarbeit ersetzt. Aus diesem Grund wurden weitere Bestandteile einer Bewerbung wie Deckblatt, Motivationsschreiben und Anlagen nur kurz aufgegriffen.

Mediendidaktik

Auftaktreflexion zum Fachdidaktikstudium

Sed ut perspiciatis unde omnis iste natus error sit voluptatem accusantium doloremque laudantium, totam rem aperiam, eaque ipsa quae ab illo inventore veritatis et quasi architecto beatae vitae dicta sunt explicabo. Nemo enim ipsam voluptatem quia voluptas sit aspernatur aut odit aut fugit, sed quia consequuntur magni dolores eos qui ratione voluptatem sequi nesciunt. Neque porro quisquam est, qui dolorem ipsum quia dolor sit amet, consectetur, adipisci velit, sed quia non numquam eius modi tempora incidunt ut labore et dolore magnam aliquam quaerat voluptatem. Ut enim ad minima veniam, quis nostrum exercitationem ullam corporis suscipit laboriosam, nisi ut aliquid ex ea commodi consequatur? Quis autem vel eum iure reprehenderit qui in ea voluptate velit esse quam nihil molestiae consequatur, vel illum qui dolorem eum fugiat quo voluptas nulla pariatur?

Vortrag in FDI Mediendidaktik: E-Portfolio

Sed ut perspiciatis unde omnis iste natus error sit voluptatem accusantium doloremque laudantium, totam rem aperiam, eaque ipsa quae ab illo inventore veritatis et quasi architecto beatae vitae dicta sunt explicabo. Nemo enim ipsam voluptatem quia voluptas sit aspernatur aut odit aut fugit, sed quia consequuntur magni dolores eos qui ratione voluptatem sequi nesciunt. Neque porro quisquam est, qui dolorem ipsum quia dolor sit amet.