{"id":240,"date":"2019-01-09T14:59:54","date_gmt":"2019-01-09T13:59:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/defakinderfilmtagung\/?page_id=240"},"modified":"2019-01-11T00:38:42","modified_gmt":"2019-01-10T23:38:42","slug":"sebastian-schmideler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/defakinderfilmtagung\/sebastian-schmideler\/","title":{"rendered":"\u201eSpuk im Hochhaus\u201c (1981\/82)"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h5>Der DEFA-Kinderfilm und die Kinderfernsehserie zwischen fantastischem Genre, \u00c4sthetik des Komischen und sozialer Alltagskritik \u2013 Potenziale, Kontexte, Rekurse<\/h5>\n<p>Die Entwicklung der Kinder- und Jugendmedien der DDR der 1980er Jahre ist in einer Reihe herausragender Kindermedienverb\u00fcnde gekennzeichnet durch eine wachsende Hinwendung zum fantastischen Genre (vgl. Roeder mit Bezug zur Kinderliteratur) und zur zunehmenden sozialkritischen Infragestellung der Alltagswirklichkeit; Kinderfiguren erscheinen \u201eals gef\u00e4hrdete Wesen in einer Gemeinschaft, die gegen ihre einstigen Ideale lebt\u201c (Richter 2000, 147). Andererseits musste sich das DDR-Kinderfernsehen mit Blick auf Medien wie Serie und Kinderfilm der wachsenden Konkurrenz und der enormen Attraktivit\u00e4t des Westfernsehens entgegenstellen. Die DEFA reagierte auf diese sowohl spezifisch kinderliterarischen, die Verwertung im Kindermedienverbund von kinderliterarischen Stoffen betreffenden als auch spezifisch fernsehmedialen Ph\u00e4nomene. Die einerseits als zweiteilige DEFA-Filmkom\u00f6die im Kino gezeigte und andererseits in sieben Episoden von je drei\u00dfig Minuten L\u00e4nge auf DDR 1 ausgestrahlte Kinderfernsehserie \u201eSpuk im Hochhaus\u201c (1981\/1982, Regie: G\u00fcnter Meyer), die durch das DEFA-Studio f\u00fcr Spielfilme hergestellt wurde, versucht diesen vielfachen Herausforderungen durchaus subtil und mit einem eigenen \u00e4sthetischen Weg gerecht zu werden. Sie begr\u00fcndet einerseits das Genre der Grusel- und Spukserie als Teil fantastischer Medien f\u00fcr Kinder, greift jedoch andererseits mit ihrer komischen \u00c4sthetik auch die sozialkritischen Alltagsbeobachtungen des Lebens am Beispiel eines DDR-Plattenbau-Hochhauses spannungsvoll und originell auf.<\/p>\n<h4>Kurzvita<\/h4>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-274 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/defakinderfilmtagung\/files\/2019\/01\/Dr.-Sebastian-Schmideler_Portr\u00e4t_Marcus_Prade-e1547070889260-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/defakinderfilmtagung\/files\/2019\/01\/Dr.-Sebastian-Schmideler_Portr\u00e4t_Marcus_Prade-e1547070889260-199x300.jpg 199w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/defakinderfilmtagung\/files\/2019\/01\/Dr.-Sebastian-Schmideler_Portr\u00e4t_Marcus_Prade-e1547070889260-768x1160.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/defakinderfilmtagung\/files\/2019\/01\/Dr.-Sebastian-Schmideler_Portr\u00e4t_Marcus_Prade-e1547070889260-678x1024.jpg 678w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>Dr. phil. Sebastian Schmideler<\/strong> hat Germanistik\/Deutsch und (Mittlere und Neuere) Geschichte im Magisterstudiengang (Abschluss Magister Artium) und f\u00fcr das H\u00f6here Lehramt an Gymnasien (Erstes Staatsexamen) studiert. Danach war er als Editionsphilologe an der Edition s\u00e4mtlicher Briefe Felix Mendelssohn Bartholdys t\u00e4tig. Er arbeitet nach Stationen an der Universit\u00e4t Bielefeld (2012 bis 2014) und der TU Chemnitz (2014 bis 2018) als spezialisierter Kinder- und Jugendliteraturwissenschaftler in der Lehrerbildung der Universit\u00e4t Leipzig, wo er 2011 zu einem Thema der historischen Kinder- und Jugendliteratur promovierte. Er rezensierte Kinder- und Jugendb\u00fccher f\u00fcr das Magazin \u201eBulletin Jugend &amp; Literatur\u201c, ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift kjl&amp;m, war 2018 Mitglied der Sonderpreisjury des Deutschen Jugendliteraturpreises und hat zahlreiche Beitr\u00e4ge zu historischen und aktuellen Fragen der Kinder- und Jugendliteraturforschung ver\u00f6ffentlicht, darunter auch mehrere Beitr\u00e4ge und einen Sammelband zur Kinder- und Jugendliteratur der DDR.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der DEFA-Kinderfilm und die Kinderfernsehserie zwischen fantastischem Genre, \u00c4sthetik des Komischen und sozialer Alltagskritik \u2013 Potenziale, Kontexte, Rekurse Die Entwicklung der Kinder- und Jugendmedien der DDR der 1980er Jahre ist in einer Reihe herausragender Kindermedienverb\u00fcnde gekennzeichnet durch eine wachsende Hinwendung zum fantastischen Genre (vgl. 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