{"id":50,"date":"2023-10-10T13:33:51","date_gmt":"2023-10-10T11:33:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/?page_id=50"},"modified":"2023-11-01T12:25:54","modified_gmt":"2023-11-01T11:25:54","slug":"tag-3-30-8-23","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/tag-3-30-8-23\/","title":{"rendered":"Tag 3, 30. August"},"content":{"rendered":"\n<h2><em>Meister der Malerei und der Migration &#8211; Mistrzowie malarstwa i migracji<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach &#8211; wie sollte es auch anders sein &#8211; einem weiteren ausgewogenen Fr\u00fchst\u00fcck, brach unsere illustre Gemeinschaft gen polnisches Nationalmuseum auf, wo wir nach schnellem Kennenlernen einheimischer Freunde Frau Doktorin Misevica-Trilitzschs und kurzen technischen Schwierigkeiten beim Ticketkauf in den Genuss einer F\u00fchrung durch Professor Micha\u0142 Haake, einem der oben genannten Freunde sowie Experten f\u00fcr Kunstgeschichte, kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei vollzogen wir eine Reise durch die menschliche Existenz zwischen geistiger und materieller Welt, manifestiert in einer Darstellung Johannes des T\u00e4ufers \u00fcber barocke Interpretationen des S\u00fcndenfalls, hin zu einem, in einem weniger als semifilmreifen Artheist\/Kunstraub, entwendeten Monet. Des Weiteren wurde uns mit einem Werk Jacek Malczewskis der \u201eTeufelskreis\u201c (B\u0142\u0119dne Ko\u0142o) im Sinne des Aufstiegs und Zerfalls menschlicher Zivilisation n\u00e4hergebracht. Den Abschluss machte das Programm mit einer Kostprobe Roman Opa\u0142kas, der die Kunst des Durchhalteverm\u00f6gens wie kaum ein Zweiter verstand zu meistern. Nach der F\u00fchrung bekamen wir Zeit und Aufgaben uns auf eigene Faust den noch nicht vorgestellten Opera mit speziellem Augenmerk auf Darstellungen von Frauen <span class=\"amp\">&amp;<\/span> Weiblichkeit in der Malerei, sowie auf die Werke polnischer Kunstschaffender zu widmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/IMG_20230830_112224-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-89\" width=\"321\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/IMG_20230830_112224-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/IMG_20230830_112224-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/IMG_20230830_112224-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/IMG_20230830_112224-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/IMG_20230830_112224-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 321px) 100vw, 321px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Um 13.55 Uhr fanden wir uns dann f\u00fcr den letzten offiziellen Programmpunkt des Tages zusammen. Wir besuchten den \u201eMigrant Info Point\u201c (MIP) im Herzen des Stadtzentrums, wo wir von Frau Czerniejewska, der Leiterin des Zentrums, eine ausf\u00fchrliche Pr\u00e4sentation \u00fcber die Arbeit des Migrationszentrums und die Situation von Migranten und Fl\u00fcchtlingen in Polen bekamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der MIP ist eine offene Einrichtung in Pozna\u0144, die sich um alle m\u00f6glichen Probleme von Migranten in der Stadt k\u00fcmmert. So werden dort Sprachkurse angeboten, Beh\u00f6rdeng\u00e4nge organisiert, Anerkennung von Bildungs- und&nbsp; Arbeitsabschl\u00fcssen bearbeitet, es gibt Kinderprogramme und auch Unterst\u00fctzung bei der Integration von Fl\u00fcchtlingen und Migranten in den Arbeitsmarkt. Die Beh\u00f6rde besteht dabei aus 10 Festangestellten Mitarbeiter*innen, von denen die meisten selbst eine Migrationsbiografie haben. Auch werden w\u00f6chentlich Hilfspakete an ausgew\u00e4hlte Menschen in das ukrainische Kriegsgebiet versandt.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders relevant f\u00fcr die gegenw\u00e4rtige Arbeit des MIP ist der Krieg in der Ukraine. Polen hat seit der russischen Invasion Millionen Gefl\u00fcchtete aufgenommen, von denen die meisten Frauen, Kinder und \u00e4ltere Menschen sind. Dies hat die Arbeit des MIP allein wegen der gro\u00dfen Anzahl vor neue Herausforderungen gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Frau Czarniejewszka ihren Vortrag beendete, wurde uns die M\u00f6glichkeit gegeben, Fragen zu stellen. Besonders interessiert waren wir daran, ob sich das Verh\u00e4ltnis von Polen zu den ukrainischen Fl\u00fcchtlingen seit Beginn des Krieges ger\u00e4ndert hat, welche Menschen im Allgemeinen nach Polen migrieren und welche Relevanz die staatliche Migrationspolitik f\u00fcr die Arbeit des MIP hat. Wie sich herausstellte, scheint die polnische Bereitschaft Ukrainer\/innen zu unterst\u00fctzen immer noch gro\u00df zu sein, auch wenn die anf\u00e4ngliche Willkommenskultur langsam abzuebben scheint. Ansonsten scheinen alle m\u00f6glichen Menschen nach Polen einwandern zu wollen. Und was die Politik anbelangt, wurde uns geantwortet, dass man sich aus Sicht des MIP nur w\u00fcnscht, dass die Politiker\/innen ihre Arbeit gewissenhaft machen und auf die Expertisen derjenigen, die tagt\u00e4glich mit Fl\u00fcchtlingen arbeiten, vertrauen sollten. Gegenw\u00e4rtig scheint es unz\u00e4hlige Probleme zu geben, die uns Frau Czerniejewska gar nicht alle mitteilen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein sehr interessanter Besuch im MIP. Dessen Arbeit ist, wie wir gemerkt haben unsch\u00e4tzbar wichtig. Sie gibt Menschen Halt und wie uns in der Pr\u00e4sentation versichert wurde, schafft das MIP es auch, Gefl\u00fcchteten wieder neue Hoffnungen und Gl\u00fcck zu geben. Wenn ihr also mal in Poznan sein solltet, schaut gerne mal dort vorbei. Man freut sich auch \u00fcber jede Form der Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss des Tages haben wir uns entschieden, Mittagessen und Abendessen zu einem typisch polnischen <em>Obiadokolacja<\/em> zusammen zu setzen, in einer Pyra Bar einzukehren und eine warme Mahlzeit zu genie\u00dfen, bevor es im Anschluss entweder zur\u00fcck ins Apartment oder ins KontenerART ging \u2013 einem aus bunt bemalten Containern bestehender Hof, auf diesem an dem Abend Techno Musik live gespielt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Verfasst von Luke und Bendix<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meister der Malerei und der Migration &#8211; Mistrzowie malarstwa i migracji Nach &#8211; wie sollte es auch anders sein &#8211; einem weiteren ausgewogenen Fr\u00fchst\u00fcck, brach unsere illustre Gemeinschaft gen polnisches Nationalmuseum auf, wo wir nach schnellem Kennenlernen einheimischer Freunde Frau Doktorin Misevica-Trilitzschs und kurzen technischen Schwierigkeiten beim Ticketkauf in den Genuss einer F\u00fchrung durch Professor [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5907,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/50"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5907"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions\/90"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}