{"id":56,"date":"2023-10-10T13:36:24","date_gmt":"2023-10-10T11:36:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/?page_id=56"},"modified":"2023-11-01T13:31:16","modified_gmt":"2023-11-01T12:31:16","slug":"tag-4-31-8-23","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/tag-4-31-8-23\/","title":{"rendered":"Tag 4, 31. August"},"content":{"rendered":"\n<h2><em>Posen in Posen<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p>Der heutige Exkursionstag stand g\u00e4nzlich im Zeichen der literarischen Frau. Das gewohnt reichhaltige Fr\u00fchst\u00fcck wurde durch geistige Nahrung in Form der Biografie von Kazimiera I\u0142\u0142akowicz\u00f3wna (1892 &#8211; 1983) &#8211; nat\u00fcrlich auf polnisch &#8211; komplettiert. Als Dichterin, \u00dcbersetzerin, Intellektuelle, Reisende und Sekret\u00e4rin von J\u00f3zef Pi\u0142sudski war Kazimiera zwar vielf\u00e4ltig talentiert, scheint jedoch \u00fcber Pozna\u0144 hinaus in Vergessenheit geraten zu sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/20230831_1326381-1024x577.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-94\" width=\"429\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/20230831_1326381-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/20230831_1326381-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/20230831_1326381-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/20230831_1326381-1536x865.jpg 1536w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/einewochepoznan\/files\/2023\/11\/20230831_1326381-2048x1153.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 429px) 100vw, 429px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg zu ihrer letzten Wohnst\u00e4tte in der ulica Gajowa 4 pr\u00e4sentierte sich Pozna\u0144 nochmals als Stadt der Baustellen, sodass wir froh sein k\u00f6nnen, dass unser Gruppenbild nur Optik und keine Akustik f\u00fcr die Betrachtenden \u00fcbertr\u00e4gt. Erstaunlicherweise bewohnte Kazimiera keine Boh\u00e8me-Mehrzimmerwohnung, sondern begn\u00fcgte sich mit einem untervermieteten Zimmer in einem Altbau im Stadtteil Je\u017cyce. Eine sachkundige Historikerin f\u00fchrte uns in das Leben und Wirken des literarischen Multitalents ein und verwob dabei ihre Biografie mit den vielen authentischen Gegenst\u00e4nden im uns umgebenden Museum. Zuletzt erhielten wir den Eindruck, als ob Kazimiera nur kurz ausgegangen w\u00e4re, um sich mit ihrer feministischen Aktionsgruppe zu treffen, der sie sich als politisch stark versierte Pers\u00f6nlichkeit in unserer heutigen Zeit sicherlich angeschlossen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Mittag besuchten wir das Restaurant \u201eWypas\u201c, ein vegetarisches Restaurant, welches sich selbst traut, altbekannte Klassiker der polnischen K\u00fcche mit Verzicht auf Fleisch neu zu interpretieren. Bis zum sp\u00e4teren Literaturzirkel mit Frau Drosihn gab es ein wenig Freizeit, um den Verlockungen links und rechts des relativ weiten R\u00fcckweges nachzugehen. Zur besten Kaffeezeit trafen wir uns schlie\u00dflich in der K\u00fcche unserer Unterkunft, um \u00fcber die Textausz\u00fcge von Ewa Kujawskas \u201eDas Haus der Ma\u0142gorzata\u201c (pln. Dom Ma\u0142gorzaty, 2007) zu sprechen. Dabei interpretierten wir nicht nur das dargestellte Frauenbild der Hauptfigur Hildegard, sondern unternahmen auch den Versuch einer Einordnung des Romans zwischen den Polen \u201eErinnerungskultur und Vers\u00f6hnungskitsch\u201c, die dem 2008 vom Herder-Institut herausgegebenen 26. Band zur Tagung zur Ostmitteleuropa-Forschung entnommen wurden. Der Literaturzirkel endete in einer anregenden Diskussion zur Rolle der Frau in der zeitgen\u00f6ssischen polnischen Literatur. Abgerundet wurde der facettenreiche Tag durch ein Orgelkonzert in der Kirche des Hl. Stanislaus oder wahlweise bei raz, dwa, trzy polnischen Bieren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Verfasst von Tim<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Posen in Posen Der heutige Exkursionstag stand g\u00e4nzlich im Zeichen der literarischen Frau. Das gewohnt reichhaltige Fr\u00fchst\u00fcck wurde durch geistige Nahrung in Form der Biografie von Kazimiera I\u0142\u0142akowicz\u00f3wna (1892 &#8211; 1983) &#8211; nat\u00fcrlich auf polnisch &#8211; komplettiert. 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