{"id":114,"date":"2021-04-28T14:06:09","date_gmt":"2021-04-28T12:06:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/experimentellemusikaufyoutube\/?page_id=114"},"modified":"2022-07-12T21:44:29","modified_gmt":"2022-07-12T19:44:29","slug":"fazit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/experimentellemusikaufyoutube\/fazit\/","title":{"rendered":"Fazit"},"content":{"rendered":"\n<p>Abschlie\u00dfend sollen nun die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf weitere Forschungen und Untersuchungen gegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt ergaben sich aus der Auswertung der erhobenen Daten drei Thesen, welche sowohl quantitativ, als auch qualitativ untersucht wurden:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-background\" style=\"background-color:#d8c889\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<ol><li> Die meisten Kommentare sind als \u201e<strong>nicht auswertbar<\/strong>\u201c kodiert. Gr\u00fcnde finden sich \u00fcberwiegend in vielseitigen Verst\u00e4ndnisproblemen, welche durch das praktisch unm\u00f6gliche Nachfragen bei den Kommentierenden verst\u00e4rkt wird.\u00a0<\/li><li>Die Vielzahl der auswertbaren Kommentare greifen auf <strong>allt\u00e4gliche und der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglichen Bezugspunkte<\/strong> zur\u00fcck. Spezialisiertes Fachwissen bleibt eher eine Randerscheinung und manifestiert sich vorwiegend in kurzen Erw\u00e4hnungen breit angelegter Auseinandersetzungen.<\/li><li>Angaben von Kommentierenden, welche einen direkten R\u00fcckschluss zur Sense-Making-Theorie zulassen, bilden die <strong>Ausnahme<\/strong>.<\/li><\/ol>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Thesen wurden anschlie\u00dfend mit der der Arbeit zugrunde liegenden Sense-Making-Theorie abgeglichen, um m\u00f6gliche Trends zu definieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt bringen Kommentare als Untersuchungsgegenstand nur ein eingeschr\u00e4nktes Spektrum an Informationen, welches auch nur sehr indeterministisch sind. Eine klare und nicht-interpretative Behandlung der Kommentare ist nahezu unm\u00f6glich. Des Weiteren war das auszuwertende Material recht gering.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem k\u00f6nnten Trends f\u00fcr \u201eSinnstiftungsmethoden\u201c gefunden werden. Die Bewertung der Sinnhaftigkeit von experimenteller Musik wird vorrangig auf Basis von drei verschiedenen Ausgangspunkten begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum einen kann der Sinnhaftigkeit von experimenteller Musik durch die Korrelation zu etwas Bekanntem aufgebaut werden. Dabei kann es sich <strong>um Wissen oder auch um Vergleiche mit Erfahrungen <\/strong>handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein zweiter Ansatz ist die Bewertung von experimenteller Musik mit eigenen, <strong>subjektiven Wahrnehmungen und Meinungen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Letztes ist ein eher <strong>humoristischer Umgang<\/strong> mit der Thematik in den Kommentaren festzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vergleich zur Literatur und den daraus abgeleiteten Charakteristika der jeweiligen St\u00fccke ist nur zu einem geringen Teil m\u00f6glich. An dieser Stelle ist ebenfalls ein reliabler Vergleich schwierig, da daf\u00fcr ein zu gro\u00dfer Interpretationsspielraum vorhanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen auf, dass eine konkrete Anwendbarkeit auf die Sense-Making-Theorie nicht gegeben ist. Zwar k\u00f6nnen die theoretischen Grundlagen angewandt werden, jedoch nicht die eigentliche Sense-Making-Theorie.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Arbeit wurde daher eher das \u201cOutcome\u201d betrachtet und daraus R\u00fcckschl\u00fcsse gezogen, welche anschlie\u00dfend weiter untersucht wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das meiste ist also stark von der eigenen, subjektiven Interpretation abh\u00e4ngig, welche angesichts des gew\u00e4hlten Mittels (kurze Kommentare in Textform) eine objektive Analyse stellenweise unm\u00f6glich macht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz k\u00f6nnen einige wenige Kommentare in die Aspekte der Sense-Making-Theorie eingeordnet werden. Diese enthalten freiwilligen Angaben \u00fcber die Pers\u00f6nlichkeit der Kommentierenden und \u00e4hneln am ehesten den Aussagen, die im Rahmen eines Tiefeninterviews ermittelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p>Besonders hervorzuheben sind allerdings die Vorteile, die der Untersuchungsgegenstand mit sich bringt. Zum einen ist eine gro\u00dfe Grundgesamtheit vorhanden, welche, abh\u00e4ngig von der Forschungsfrage, einen guten ersten \u00dcberblick geben kann. Zum anderen ist der Forschungsgegenstand global.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Musik ist ein universelles Medium, welches von jedem Menschen konsumiert werden kann. Zudem ist der Zugang zur Plattform YouTube f\u00fcr eine Vielzahl an Personen weltweit&nbsp; m\u00f6glich, sodass der Grad der ungewollten Exklusion von der Forschung weiter reduziert wird.&nbsp; Mit dieser Form des Zuganges treffen wom\u00f6glich Menschen mit ganz unterschiedlicher musikalischer Sozialisation aufeinander, woraus eine potenziell heterogene und lebhafte Rezeptionskultur aufbl\u00fchen k\u00f6nnte. Dies ist hier jedoch nicht das Hauptaugenmerk der Studie gewesen, bildet aber einen spannenden Gegenstand f\u00fcr zuk\u00fcnftige Auseinandersetzungen.&nbsp; Letztlich bleibt zu sagen, dass die G\u00fctekriterien Reliabilit\u00e4t, Validit\u00e4t und Objektivit\u00e4t nicht zur G\u00e4nze gegeben sind, sodass vor allem ein Fokus auf qualitativen Auswertungen f\u00fcr weitere Forschungen zu empfehlen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Arbeit stellt ein erstes Vordringen in ein weitestgehend wissenschaftlich unerschlossenes Forschungsgebiet dar, sodass diese Untersuchung eher von explorativer Natur ist. Um tiefgreifender mit diesem Untersuchungsgegenstand zu arbeiten, muss zun\u00e4chst eine umfassende methodische Auseinandersetzung gef\u00fchrt werden, welche durchaus aus den hier gewonnenen Erfahrungen profitieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine interdisziplin\u00e4re Methodik dieses Forschungsschwerpunktes ist essenziell und sollte f\u00fcr weitere Untersuchungen methodisch in Betracht gezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Musikwissenschaft bieten sich durch die Erweiterung des Blickes auf die Kommentare von YouTube und YouTube als solches interessante und zukunftsorientierte M\u00f6glichkeiten das eigene Forschungsfeld progressiv zu erweitern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschlie\u00dfend sollen nun die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf weitere Forschungen und Untersuchungen gegeben werden. 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