Eisaufgabe 3


Im Hort stellt sich Lennart (9 Jahre) einer kniffligen Aufgabe.


Die Kinder sollten zwölf Kugeln Eis (in Form von runden Pappplättchen) auf fünf Waffeln verteilen (ebenfalls durch Pappplättchen dargestellt), mit der Einschränkung, dass auf jede Waffel mindestens zwei und maximal drei Kugeln verteilt werden sollten.

I:

An eine Eisdiele kommen fünf Kinder. Du kannst hier dann auch draufschreiben, (schiebt Lennart Zettel und Stift hin) fünf Kinder, ja? (..) Und es gibt dort nur zwölf Kugeln Eis.

L:

Mmh (4 sec. Pause). Ich schreib mir nur die Zahlen hin (schreibt auf den Zettel).

I:

Gut, und jedes Kind, also die zwölf Kugeln Eis sollst du auf alle verteilen und jedes Kind kriegt zwei oder drei Kugeln Eis (…), ja?

L:

Mmm, Mist, dann bleibt ja ein Kind üb-übrig.

I:

Na probier mal (..). Äh, wieso bleibt ein Kind übrig?

L:

Also zwölf minus (notiert sich die Zahlen auf dem Zettel) (…) (stockt und schaut die Interviewerin an) zwei oder drei?

I:

Ja, jedes Kind kriegt zwei oder drei Kugeln Eis (5 sec. Pause).

L:

Jetzt schreib ich da drüber einfach drei (schreibt). Mmm (5 sec. Pause), zwölf minus zwei ist zehn.

I:

ja

L:

Aber, und zwölf minus drei ist neun.

I:

Ok, aber du hast ja fünf Kinder. Die wollen ja alle was. Die wollen ja alle Eis, nicht nur ein Kind (..).

L:

Mmh, dann (unverständlich) (7 sec. Pause) fünf mal zwei ist zehn.

I:

Mmh (4 sec. Pause).

L:

(leise) Also kriegt jeder (6 sec. Pause), dann müsstens sechs Kinder sein (unverständlich).

I:

Na, aber wir sind nur fünf Kinder (8 sec. Pause).

L:

Mmm (notiert sich etwas) (8 sec. Pause), das ist fünfzehn. So viele Kugeln gibt’s nicht.

I:

Ja. (..) Mmm, was machen wir denn jetzt (…)?

L:

(zuckt mit den Schultern) (…)

I:

Also dazwischen liegt das ja an (unverständlich). Wir haben mehr als zehn, aber weniger als fünfzehn Kugeln (..). Was können wir denn daraus, was wissen wir denn dann? (..)

L:

Das es (..).

I:

Wie viele Kugeln kriegt jedes Kind mindestens? (..) Weißt du noch?

L:

Zwei.

I:

Mmh und (.) wie viele Kinder kriegen drei Kugeln Eis? (…)

L:

Gar keins, weil ja alles gleich da sein soll.

I:

Ne, müssen nich alle gleich. Ich hab doch gesagt, jedes Kind kriegt zwei oder drei Kugeln Eis (..).

L:

Oh, (…) dann kriegen vier Kinder zwei und eins drei?

I:

Na schreibs mal auf.

L:

Ne, dann wärens ja nur elf Kugeln. Wenn der ein (unverständlich).

I:

Ja.

L:

Also kriegen drei Kinder zwei und zwei Kinder drei Kugeln?

I:

Kommt das hin?

L:

Mmh.


Autorschaft
Anonym |
Erhebungskontext
Erhebungsmethode