{"id":124,"date":"2013-05-14T12:07:42","date_gmt":"2013-05-14T10:07:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hallischehoellenqualen\/?p=124"},"modified":"2013-05-07T12:08:07","modified_gmt":"2013-05-07T10:08:07","slug":"schwarzer-tod-1681-1683","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hallischehoellenqualen\/2013\/05\/schwarzer-tod-1681-1683\/","title":{"rendered":"Schwarzer Tod 1681-1683"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_124 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_124')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_124').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Dies sagt sich nicht mehr so leicht dahin, wenn man Stunde f\u00fcr Stunde die zahllosen Namen der einzelnen hallischen Frauen, Kinder und M\u00e4nner, ja ganzer Familien,\u00a0eingegeben hat.<\/p>\n<p>Heute werden Epidemien h\u00e4ufig schnell unter Kontrolle gebracht, indem die Ursprungsorte und Verbreitungswege von Krankheitserregern ausfindig gemacht werden. Retrospektiv sind vielleicht auch die Wege der letzten Pest rekonstruierbar. Erstes Pestopfer in Halle war die 34-j\u00e4hrige Margaretha Flemmig, Ehefrau des kurf\u00fcrstlich-brandenburgischen Regimentsschalmeinpfeifers Paul Rottich. Soldaten brachten die Pest offenbar nach Halle. Die Frau starb am 24. Oktober 1681 und wurde umgehend ohne jede kirchliche Zeremonie bestattet. Die Pest griff dennoch sehr schnell um sich. Nur wenige Tage sp\u00e4ter starben die Jungfernmagd des Protonotars Wippermann und dessen gerade geborenen Zwillingsm\u00e4dchen. Wir wissen noch nicht,\u00a0welche Kontakte sie tats\u00e4chlich zu Margaretha Flemmig besa\u00dfen. Die Pest bahnte sich \u00fcber diese ersten Opfer eine breite Schneise durch die gesamte hallische Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Zahlreiche <a title=\"Verordnungen\" href=\"http:\/\/www.kulturfalter.de\/index.php?id=wo_der_drill_erfunden_wurde100\" target=\"_blank\">Verordnungen<\/a> der preu\u00dfischen Regierung reglementierten Reise- und Handlungsverbote sowie den Umgang mit Kranken und Toten. Ausnahmsweise lobte der Stadtrat sogar die Bem\u00fchungen des neuen Landesherrn. Diese und andere Ma\u00dfnahmen der Stadt, wie die Anstellung von speziellen Pest\u00e4rzten und Leichentr\u00e4gern, trugen dazu bei, die Pest schlie\u00dflich wirksam zu bannen. Die Toten wurden erst nachts aus den H\u00e4usern geschafft und auf der Stelle bestattet.<\/p>\n<p>Aus fr\u00fcheren Zeiten \u00fcberliefert die Sage hier noch drastischere Schritte der Pr\u00e4vention. Der\u00a0Stra\u00dfenname &#8222;<a title=\"Graseweg\" href=\"http:\/\/www.halle.de\/de\/Kultur-Tourismus\/Stadtgeschichte\/Die-Sagen-der-Stadt-06831\/Der-Graseweg\/\" target=\"_blank\">Graseweg<\/a>&#8220; leitet sich von\u00a0Geschehnissen in der Pestwelle 1350 ab. Hier sollen die ersten Pestopfer der Stadt in ihren H\u00e4usern eingemauert und ihrem Schicksal \u00fcberlassen worden sein, damit sich die Epidemie nicht in der Stadt ausbreitete. Erst Jahre sp\u00e4ter wurde der nun von Pflanzen \u00fcberwucherte Weg wieder ge\u00f6ffnet und daher &#8222;Graseweg&#8220; genannt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hallischehoellenqualen\/files\/2013\/04\/Pestauschnitt1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-129  \" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hallischehoellenqualen\/files\/2013\/04\/Pestauschnitt1.jpg\" alt=\"letzte Pestopfer\" width=\"955\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hallischehoellenqualen\/files\/2013\/04\/Pestauschnitt1.jpg 2275w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hallischehoellenqualen\/files\/2013\/04\/Pestauschnitt1-300x81.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hallischehoellenqualen\/files\/2013\/04\/Pestauschnitt1-1024x279.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 955px) 100vw, 955px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das letzte Pestopfer im Marienviertel 1683 war der erst einj\u00e4hrige Johann Friedrich Gottwald, der mit seinen Eltern in der Kleinen Ulrichstra\u00dfe lebte. Er starb am 2. M\u00e4rz 1683.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Epidemien sind bis ins 19. Jahrhundert hinein die schreckliche Gei\u00dfel der Menschheit. Keine Seuche jedoch w\u00fctete so schrecklich wie die Pest. In Halle hinterlie\u00df die letzte Pestwelle im Jahr 1682\/83 noch einmal schreckliche\u00a0Spuren. 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