{"id":167,"date":"2017-11-14T09:49:09","date_gmt":"2017-11-14T08:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hitblog\/?page_id=167"},"modified":"2017-11-14T09:49:09","modified_gmt":"2017-11-14T08:49:09","slug":"konzept","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/hitblog\/konzept\/","title":{"rendered":"Konzept"},"content":{"rendered":"<p>Das Marketingkonzept hilf Ihnen den \u201cSinn und Zweck\u201d des Hochschulmarketings und des Hochschulinformationstags (HIT) zu verstehen. Auf dieser Seite finden Sie die Hintergr\u00fcnde zum HIT 2010. Diese sind in den wesentlichen Z\u00fcgen gleich, da sich die Ausgangssituation seit 2009 nicht ver\u00e4ndert hat. Optimierungen, welche auf Grund der Erfahrungen der vergangenen Hochschulinformationstage gesammelt wurden, oder auf Grund von Budgetfragen vorgenommen werden m\u00fcssen, sind nicht im Konzept eingearbeitet. Diese finden Sie detailliert\u00a0in den Abl\u00e4ufen.<\/p>\n<h2>Gliederung<\/h2>\n<p><a title=\"Das Hochschulmarketing\" href=\"#1\">1 DAS HOCHSCHULMARKETING<\/a><br \/>\n<a title=\"1.1 Umfeld- und Rahmenbedingungen\" href=\"#1.1\">1.1 Umfeld- und Rahmenbedingungen<\/a><br \/>\n<a title=\"Ziele im Handlungsfeld \u201eStudierendengewinnung\u201c\" href=\"#1.2\">1.2 Ziele im Handlungsfeld \u201eStudierendengewinnung\u201c<\/a><br \/>\n<a title=\"1.3 Strategische Ans\u00e4tze im Handlungsfeld \u201eStudierendengewinnung\u201c\" href=\"#1.3\">1.3 Strategische Ans\u00e4tze im Handlungsfeld \u201eStudierendengewinnung\u201c<\/a><\/p>\n<p><a title=\"2 DER HOCHSCHULINFORMATIONSTAG (HIT)\" href=\"#2\">2 DER HOCHSCHULINFORMATIONSTAG (HIT)<\/a><br \/>\n<a title=\"2.1 Der Hochschulinformationstag 2010\" href=\"#2.1\">2.1 Der Hochschulinformationstag 2010<\/a><br \/>\n<a title=\"2.2 Ziele HIT 2010\" href=\"#2.2\">2.2 Ziele HIT 2010<\/a><br \/>\n<a title=\"2.3 Merkmale des HIT 2010\" href=\"#2.3\">2.3 Merkmale des HIT 2010<\/a><\/p>\n<h3 id=\"1\">1 DAS HOCHSCHULMARKETING<\/h3>\n<h4 id=\"1.1\">1.1 Umfeld- und Rahmenbedingungen<\/h4>\n<p>Die demographische Krise (heranger\u00fcckte geburtenschwache Jahrg\u00e4nge nach der Wiedervereinigung) f\u00fchrt dazu, dass bis zum Jahr 2012 immer weniger Absolventen die Gymnasien in den neuen Bundesl\u00e4ndern verlassen. Der Tiefpunkt wird bei minus 40% gegen\u00fcber den Zahlen des Jahres 2005 liegen und sich bis mindestens 2020 auf diesem niedrigen Niveau stabilisieren. Unter Ber\u00fccksichtigung einer zunehmenden Abwanderung von Studierberechtigten in die alten Bundesl\u00e4nder ergibt sich die Situa-tion, dass auch die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg die ben\u00f6tigten Studie-renden dauerhaft nicht mehr aus den klassischen Einzugsgebieten im unmittelbaren Umfeld rekrutieren kann.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber zeichnet sich \u2013 bedingt durch geburtenstarke Jahrg\u00e4nge \u2013 in den alten Bundesl\u00e4ndern eine drastische Zunahme Studierberechtigter ab, f\u00fcr deren Auf-nahme die dortigen Kapazit\u00e4ten nicht ausreichen werden. Versch\u00e4rft wird die Situati-on in einigen dieser Bundesl\u00e4nder noch durch doppelte Abiturjahrg\u00e4nge. Die Bundes-regierung hat daher mit den neuen Bundesl\u00e4ndern im Rahmen des Hochschulpakts 2020 vereinbart, dass die hiesigen Studienanf\u00e4ngerzahlen auf dem Stand des Winter-semesters 2005\/2006 (den h\u00f6chsten in der Geschichte der MLU) zu halten sind. Abi-turienten in den alten Bundesl\u00e4ndern soll so die M\u00f6glichkeit zur Aufnahme eines Stu-diums in den neuen Bundesl\u00e4ndern gegeben werden. Der MLU bietet sich damit die M\u00f6glichkeit, Stellenabbau zu vermeiden und sich mit finanzieller Unterst\u00fctzung aus Hochschulpaktmitteln marketingorientiert aufzustellen, die Profilbildung voranzutrei-ben und so f\u00fcr den ab 2020 prognostizierten gesamtdeutschen Wettbewerb um Stu-dierende zu r\u00fcsten (bundesweit insgesamt weniger Abiturienten als Studienplatzka-pazit\u00e4ten!).<\/p>\n<p>Die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg arbeitet auf Grundlage eines im Feb-ruar 2008 verabschiedeten ganzheitlichen Marketingkonzeptes an der Etablierung eines professionellen Hochschulmarketings. Dieses umfasst grunds\u00e4tzlich die Hand-lungsfelder\u00a0<strong>\u201eStudium\u201c, \u201eLehre\u201c, \u201eForschung\u201c und \u201eWeiterbildung\u201c<\/strong>. Bedingt durch die politischen Vorgaben, die zweckgebunden zur Verf\u00fcgung gestellten finan-ziellen Mittel, die knappe personelle Ausstattung und die Brisanz der Lage konzentrie-ren sich die Aktivit\u00e4ten momentan \u00fcberwiegend auf die Studierendenwerbung. Aus Hochschulpaktmitteln werden weiterhin Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung des Studien-einstiegsphase, zum Ausgleich in \u00fcberausgelasteten Studieng\u00e4ngen sowie zur Steige-rung der Attraktivit\u00e4t des Studierens an der Martin-Luther-Universit\u00e4t finanziert.<\/p>\n<p>Die erste Kampagne zur Studierendengewinnung realisierte 2007 \/2008 unter dem Slogan \u201eSei klug, studier in Halle!\u201c im Rahmen eines klassischen Marketing-Mix eine Reihe von Werbeaktivit\u00e4ten, die bundesweit wahrgenommen und sowohl von den Zielgruppen als auch den Medien positiv aufgenommen wurden. Obwohl eher mittel- und langfristige Wirkungen zu erwarten sind, konnten im Zusammenwirken mit dem \u201eR\u00fcckbau\u201c von F\u00e4chern mit Uni-NC bereits im Wintersemester 2008\/2009 eine Stei-gerung der Bewerbungen und Einschreibungen von Abiturienten aus den alten Bun-desl\u00e4ndern verzeichnet werden.<\/p>\n<p>Basierend auf den gesammelten Erfahrungen wurde im Mai 2009 die zun\u00e4chst f\u00fcr den Zeitraum von zwei Jahren ausgelegte Kampagne \u201eich will wissen!\u201c gestartet. Aus-gangspunkt ist die Erkenntnis, dass die Entscheidung f\u00fcr ein Studienangebot und ei-nen Studienort nicht vergleichbar ist mit der \u2013 beispielsweise \u2013 f\u00fcr einen Schokorie-gel. Gemeinsamkeiten bestehen vielmehr mit der Entscheidungsfindung, wie sie in der Wirtschaft bei der Anschaffung von Investitionsg\u00fctern \u00fcblich ist. Unsere neue Kampagne setzt daher auf einen komplexen Direktmarketing-Ansatz, der gepr\u00e4gt ist durch eine langfristig angelegte, kontinuierliche, authentische und individuelle Bera-tung und Betreuung von Studieninteressierten und Bewerbern. Hauptakteure sind 18 sog. \u201eStudienbotschafter\u201c, d.h. Studierende der Martin-Luther-Universit\u00e4t, die mit ihrem Gesicht, ihrem Namen und ihrem Engagement in verschiedensten Kontexten (von Anzeigenmotiven, \u00fcber Bildungsmessen, Online-Chats, Telefonhotline bis hin zu Eins\u00e4tzen bei Events) aktiv sind. Die Kampagne integriert sich in den ganzheitlichen Ansatz eines students life cycle, vernetzt bereits vorhandene marketingrelevante An-gebote der Universit\u00e4t mit neu entwickelten und basiert auf einer komplexen IT-Infrastruktur. Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist das Portal unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ich-will-wissen.de\/\">www.ich-will-wissen.de<\/a>. Weitere Informationen zur Kampagne finden sich unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.marketing.uni-halle.de\/\">www.marketing.uni-halle.de<\/a>.<\/p>\n<p>Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sei erw\u00e4hnt, dass im Mai 2009 die Kampagne \u201eStudieren in Fernost\u201c gestartet ist, mit der unter Leitung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt die Aufmerksamkeit westdeutscher Abiturienten auf den Studien-standort Neue Bundesl\u00e4nder gelenkt werden soll. Mehr Infos unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.studieren-in-fernost.de\/\">www.studieren-in-fernost.de<\/a>. Eine eigene Kampagne des Landes Sachsen-Anhalt ist z.Zt. nicht in Aussicht.<\/p>\n<h4 id=\"1.2\">1.2 Ziele im Handlungsfeld \u201eStudierendengewinnung\u201c<\/h4>\n<p>Zentrale Zielstellung der Studierendengewinnung als Teilbereich des Hochschulmar-ketings ist das Erreichen und ggf. \u00dcbertreffen der Vorgaben aus dem Hochschulpakt, d. h. die Sicherstellung von\u00a0<strong>3.096 Ersteinschreibungen<\/strong>\u00a0(es z\u00e4hlen nur Erstsemester \u2013 keine Wechsler, kein Wiedereinstieg von Studienabbrechern, keine Einschreibungen in h\u00f6here Fachsemester, keine Master!) in der Summe von Sommer- und Winterse-mester. Entscheidend ist dabei die verst\u00e4rkte Aufnahme von Studienbewerbern aus den alten Bundesl\u00e4ndern. An diesem Ziel m\u00fcssen sich alle marketingrelevanten Akti-vit\u00e4ten orientieren, d.h. einen jeweils eigenen Zielerf\u00fcllungsbeitrag leisten.<\/p>\n<h4 id=\"1.3\">1.3 Strategische Ans\u00e4tze im Handlungsfeld \u201eStudierendengewinnung\u201c<\/h4>\n<p>Das Marketing-Konzept der Martin-Luther-Universit\u00e4t definiert f\u00fcr das Handlungsfeld \u201eStudierendengewinnung\u201c folgende strategischen Ans\u00e4tze um og. Zielstellung zu er-reichen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ausbau vorhandener und Realisierung zus\u00e4tzlicher Ma\u00dfnahmen zur Vermitt-lung der Attraktivit\u00e4t eines Hochschulstudiums bei Sch\u00fclern und Abiturienten (Verbesserung der Studierneigung)<\/li>\n<li>Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Studierf\u00e4higkeit im Rahmen von Projekten zur vertieften Berufs- und Studienorientierung<\/li>\n<li>Optimierung und Ausbau des Studienangebotes der Martin-Luther-Universit\u00e4t (Zug\u00e4nglichkeit, Studierbarkeit, Studienerfolg, Transferleistungen bei Be-rufseinstieg bzw. aufbauenden Studienw\u00fcnschen) und studiennaher Mehrwert-leistungen<\/li>\n<li>Ausbau der Serviceorientierung intern und extern mit Blick auf die Bed\u00fcrfnisse der Studieninteressierten und Studierenden<\/li>\n<li>Intensivierung der Marketing-Aktivit\u00e4ten in den bisherigen Einzugsgebieten (Prinzip \u201eHalten\u201c)<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung des allgemeinen Bekanntheitsgrades der MLU und ihrer Leistungen in den alten Bundesl\u00e4ndern<\/li>\n<li>Erweiterung des Einzugsgebietes in Richtung Hessen und Niedersachsen und\u00a0 inself\u00f6rmige Ausdehnung in der Tiefe der alten Bundesl\u00e4nder (Prinzip \u201eHolen\u201c)<\/li>\n<li>Imageverbesserung und langfristige Etablierung der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg als Marke<\/li>\n<li>verbesserte Ansprache und Einbeziehung von Multiplikatoren (Alumni, Freun-de, Eltern, Bekannte, Unternehmen, Politik, Wirtschaft und Medien)<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der positiven Wahrnehmung der Stadt Halle (Saale)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutlich d\u00fcrfte werden, dass Marketing sich nicht in Kommunikation und Werbung ersch\u00f6pft und keinesfalls damit gleichgesetzt werden darf.<\/p>\n<h3 id=\"2\">Der Hochschulinformationstag (HIT)<\/h3>\n<h4 id=\"2.1\">2.1 Der Hochschulinformationstag 2010<\/h4>\n<p>Der Hochschulinformationstag 2010 wird auf den bisherigen Erfahrungen aufbauen und stellt einen integralen Bestandteil der Marketing-Aktivit\u00e4ten dar. Ver\u00e4nderungen zum Vorjahr wird es im Wesentlichen bei der internen Kommunikation und Organisa-tion geben. Dringender Verbesserungsbedarf besteht in der Art und Weise der Pr\u00e4-sentation der einzelnen Studienangebote durch die Fakult\u00e4ten und Institute, die sich explizit an den Befindlichkeiten der Zielgruppen orientieren muss. Die bisherigen Ak-tivit\u00e4ten zur Studierendengewinnung erbrachten u.a. folgende Befunde:<\/p>\n<ul>\n<li>sehr hoher Beratungsbedarf \u2013 oft ist bis in hohe Klassenstufen noch die grunds\u00e4tzliche Entscheidung pro \/ contra Studium offen<\/li>\n<li>gro\u00dfe Unsicherheiten, z.B. was \u201eStudieren\u201c \u00fcberhaupt bedeutet und wie sich der Wissenserwerb an einer Universit\u00e4t vom Schulunterricht unterscheidet (die Probleme \/ Hemmnisse \/ Klischees sind dabei viel banaler als man es vermuten w\u00fcrde!)<\/li>\n<li>Sch\u00fcler kennen sehr h\u00e4ufig nur die klassischen Studienangebote (\u201eMedizin\u201c, \u201eJura\u201c, \u201eLehramt\u201c, Geschichte\u201c, \u201eBiologie\u201c, \u201eInformatik\u201c etc.) und gehen dabei oft von Schulf\u00e4chern aus<\/li>\n<li>Studieninteressierte wissen nicht, welche fachlichen Inhalte sich hinter den Studienangeboten konkret verbergen<\/li>\n<li>Sorge, dass man den Studienanforderungen vielleicht doch nicht gewachsen ist<\/li>\n<li>Unkenntnis, was man mit dem Studienabschluss praktisch machen kann<\/li>\n<li>allgemein gro\u00dfe Unkenntnis, was es mit dem Uni-NC auf sich hat; daher oft Verzicht auf eine Bewerbung<\/li>\n<li>gut vorinformierte Interessenten wollen oft wissen, was die Universit\u00e4t beitr\u00e4gt, um an Praktikumsstellen, Studentenjobs und richtige Anstellungen sowie interessante Auslandsaufenthalte herankommen zu k\u00f6nnen<\/li>\n<li>Erststudierende treffen ihre Standortentscheidung auch danach, welche aufbauenden Master vorhanden sind, da sie davon ausgehen, dass ein \u201erichtiges Studium\u201c 5 Jahre umfasst und man \u201etraditionell\u201c sein Studium an einer Hochschule absolviert (auch wenn sich das im Studienverlauf dann \u00e4ndert)<\/li>\n<li>Sch\u00fcler und Eltern m\u00f6chten gern mit Studierenden in Kontakt kommen, sich die konkreten Studienorte (Labore, Versuchseinrichtungen, H\u00f6rs\u00e4le) ansehen und m\u00f6glichst \u201edas Studieren ausprobieren\u201c; interessant sind dabei Angebote, die sich vom schul\u00fcblichen \u201eFrontalunterricht\u201c unterscheiden<\/li>\n<li>eine gro\u00dfe Rolle spielt der \u201eGemeinschafts-Faktor\u201c, d.h. die Qualit\u00e4t des Miteinander, der Betreuung und der Unterst\u00fctzung vor allem in der Studieneingangsphase<\/li>\n<li>M\u00f6glichkeiten der Kontaktaufnahme \u00fcber einen einzigen Tag der offenen T\u00fcr pro Jahr hinaus<\/li>\n<li>Studieninteressierte aus der Region scheinen h\u00e4ufig davon auszugehen, dass die r\u00e4umlich-technische Ausstattung der Hochschulen in den neuen Bundesl\u00e4ndern \u201enormal\u201c ist und die Bedingungen \u201eim Westen\u201c noch besser sind; im Ergebnis bewerben sich immer mehr ausschlie\u00dflich in den alten Bundesl\u00e4ndern und in Unkenntnis der Tatsache der zunehmenden Konkurrenz dort<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die jungen Leute stehen unter Stress, da eine nicht unwesentliche Lebenswegentscheidung in engem zeitlichen Zusammenhang mit anstrengenden Abiturpr\u00fcfungen ansteht. Der Werbedruck seitens der Hochschulen steigt st\u00e4ndig und f\u00fchrt vermutlich zu einer Informations\u00fcberlastung, zumindest aber zur Verunsicherung angesichts der verwirrenden Vielfalt an Angeboten, Zugangsvoraussetzungen etc.. Dabei besteht die Gefahr, dass das Entscheidungsverhalten irrational wird, d.h. objektive Kriterien zugunsten willk\u00fcrlicher Bauchentscheidungen ignoriert werden. Hilfreich d\u00fcrfte es in dieser Situation sein, wenn Aktivit\u00e4ten und Informationen gut strukturiert und pr\u00e4gnant vermittelt werden. Im Mittelpunkt steht die qualifizierte und m\u00f6glichst individuelle Beratungsleistung, \u00fcber die die jungen Leute Sicherheit bez\u00fcglich ihrer zu treffen-den Entscheidungen gewinnen m\u00fcssen. Zus\u00e4tzliche emotionale Bindung durch \u201etolle Events\u201c und positive Eindr\u00fccke vor Ort kann als Sicherung betrachtet werden, f\u00fcr den Fall, dass das Entscheidungsverhalten (doch) irrational wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Pr\u00e4sentation eines jeden Studienangebotes unter Ber\u00fccksichtigung vorstehender Gegebenheiten Aussagen zu folgenden Themenschwerpunkten treffen sollte:<\/p>\n<ul>\n<li>Studieren<\/li>\n<li>Leben (Studentenleben \/ Leben in der Stadt)<\/li>\n<li>Karriere<\/li>\n<li>Internationales<\/li>\n<\/ul>\n<h4 id=\"2.2\">2.2 Ziele HIT 2010<\/h4>\n<p>Mit Blick auf die \u00fcbergeordnete Zielstellung \u201eEinschreibungszahlen\u201c ergeben sich f\u00fcr den HIT folgende wesentliche Teilziele:<\/p>\n<ul>\n<li>Pr\u00e4sentation der Martin-Luther-Universit\u00e4t als sympathisch, jung, agil<\/li>\n<li>umfassende Information \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Studienangebote mit individuellen Kombinationsm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Positionierung bei Abiturienten aus den neuen Bundesl\u00e4ndern als erste Wahl, bei denen aus den alten Bundesl\u00e4ndern als interessante und gute Alternative<\/li>\n<li>Sammlung von Adressen der Studieninteressierten, die dann im Rahmen der Kampagne \u201eich will wissen!\u201c langfristig aktiv betreut werden k\u00f6nnen (ideal 10. \u2013 12. Klasse)<\/li>\n<li>Erreichen bzw. \u00dcbertreffen der Besucherzahlen aus 2008<\/li>\n<li>mehr Besucher aus den klassischen Einzugsgebieten<\/li>\n<li>mehr Besucher aus \u00fcberregionalen Einzugsgebieten<\/li>\n<li>verst\u00e4rkte Pr\u00e4senz von Eltern zuk\u00fcnftiger Bewerber<\/li>\n<li>h\u00f6here Akzeptanz durch Lehrer<\/li>\n<li>\u00fcberregionale Wahrnehmung im Vorfeld und bei der Berichterstattung<\/li>\n<li>Nachhaltigkeit entwickelter L\u00f6sungen (\u201eSchnupperstudienangebote\u201c k\u00f6nnen z.B. auch nach dem HIT angeboten werden)<\/li>\n<li>hohe inhaltliche, organisatorische und gestalterische Qualit\u00e4t der Veranstaltung<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung der Bereitschaft f\u00fcr ein Studium an der MLU<\/li>\n<li>Steigerung der Bewerber- und Einschreibungszahlen insbesondere in schlecht ausgelasteten Studieng\u00e4ngen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr den HIT 2010 besteht darin \u2013 \u00fcber die reine Ansammlung gut ausgestatteter Informationsst\u00e4nde hinaus \u2013 \u201estudiennahe\u201c Angebote zu realisieren, die:<\/p>\n<ul>\n<li>von den konkreten Problem- und Interessenlagen der Sch\u00fcler her gedacht und konsequent so umgesetzt werden,<\/li>\n<li>wenig bekannte und \/ oder bisher schlecht ausgelastete Studieng\u00e4nge gezielt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit r\u00fccken,<\/li>\n<li>Fehlentscheidungen f\u00fcr \u201eTrend-Studienrichtungen\u201c durch \u201eAufkl\u00e4rung\u201c vermeiden und<\/li>\n<li>\u201edas Studieren\u201c erlebbar machen, so dass sich die Interessenten \u201eim Studium sehen\u201c k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hintergrundinformation: im Wintersemester 2009 haben letztlich einige wenige Studienangebote durch eine weit \u00fcberdurchschnittliche Aufnahme von Studenten hinaus dazu beigetragen, dass die Vereinbarungen des Hochschulpakts erf\u00fcllt werden konnten. F\u00fcr den Fall, dass die entsprechenden F\u00e4cher im n\u00e4chsten Jahr durch Uni-NC \u201egesch\u00fctzt\u201c werden, k\u00f6nnen hier keine Defizite in anderen Bereichen mehr ausgeglichen werden. Die Konsequenzen einer evtl. Nichterf\u00fcllung der Vereinbarungen mit Bund und Land f\u00fcr die Universit\u00e4t sind erheblich. Eine engagierte Beteiligung am HIT liegt daher im ureigensten Interesse.<\/p>\n<h4 id=\"2.3\">2.3 Merkmale HIT 2010<\/h4>\n<p>Der Hochschulinformationstag 2010 wird im Wesentlichen gekennzeichnet sein durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Durchf\u00fchrung an einem Sonnabend (mehr Besucher \u00fcber den ganzen Tag verteilt, deutlich mehr Eltern pr\u00e4sent)<\/li>\n<li>Verk\u00fcrzung \/ Verdichtung des zeitlichen Ablaufs auf die Zeit von 09:00 bis 17:00 Uhr<\/li>\n<li>ganzt\u00e4gige Pr\u00e4senz aller Aussteller<\/li>\n<li>Konzentration auf die Geb\u00e4ude im Umfeld des Universit\u00e4tsplatzes und den Uniplatz selbst<\/li>\n<li>attraktive dezentrale Angebote in den Instituten (F\u00fchrungen \/ Besichtigungen, aber auch \u201eSchnupperstudium\u201c, mit dem nicht nur Vorlesungen<\/li>\n<li>Verkn\u00fcpfung von Information und Emotion<\/li>\n<li>Stundenplan-System<\/li>\n<li>Live-\u00dcbertragung aller Vortr\u00e4ge im Internet, Archivierung<\/li>\n<li>Live-Video-Chats mit Rektor, Allgemeiner Studienberatung, Fachstudienberatern und G\u00e4sten<\/li>\n<li>Live-Chats (Skype, ICQ) mit Vertretern ausgew\u00e4hlter Studienangebote<\/li>\n<li>Individuelle Beratung an den jeweiligen St\u00e4nden der Einrichtungen<\/li>\n<li>Vielzahl an Infost\u00e4nden und Fachvortr\u00e4gen<\/li>\n<li>Stadtf\u00fchrungen\/ -rundg\u00e4nge sowie Stadtrundfahrten<\/li>\n<li>Bus-Shuttles zu Angeboten in Instituten<\/li>\n<li>Auftaktveranstaltung<\/li>\n<li>Gespr\u00e4chskreis(e) f\u00fcr Eltern (\u201eHilfe, mein Kind will studieren\u2026\u201c<\/li>\n<li>Kulturelles Rahmenprogramm und gastronomische Angebote<\/li>\n<li>Pr\u00e4sentation interner Akteure (Uni-Sport, studentische Initiativen und Interessenvertretungen)\u00a0 und \u00a0externer Partner der Stadt und Region<\/li>\n<li>professionelles Erscheinungsbild Online, Print und beim Standbau \/ Best\u00fcckung der St\u00e4nde mit Informationsmaterialien<\/li>\n<li>mehr Service f\u00fcr Aussteller durch das Veranstaltungsmanagement<\/li>\n<li>professionelle interne Kommunikation bei Vorbereitung und Durchf\u00fchrung des HIT (<a href=\"http:\/\/141.48.68.26\/hitblog\">http:\/\/141.48.68.26\/hitblog<\/a>)<\/li>\n<li>intensivere regionale und \u00fcberregionale Werbung f\u00fcr den HIT<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Marketingkonzept hilf Ihnen den \u201cSinn und Zweck\u201d des Hochschulmarketings und des Hochschulinformationstags (HIT) zu verstehen. 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