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9. Apr 2026

Qualitative Inhaltsanalyse mit KI-Unterstützung (Juni 10-11, 2026 | Präsenzveranstaltung)

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Ein zweitägiges Praxislabor.

Large Language Models und KI-Funktionen halten zunehmend Einzug in die qualitative Forschungspraxis. Doch eine zentrale Frage bleibt für viele Forschende unbeantwortet: Wie lassen sich diese Werkzeuge praktisch und verantwortungsvoll in den eigenen methodischen Workflow integrieren – ohne die Kontrolle über den Interpretationsprozess zu verlieren? 

Diese zweitägige Forschungswerkstatt geht über eine bloße Vorstellung von KI-Tools hinaus: In einem interaktiven Laborformat simulieren wir gemeinsam einen verkürzten Forschungsprozess der Qualitativen Inhaltsanalyse. Wir experimentieren mit verschiedenen KI-Werkzeugen, wenden sie auf ein praxisnahes Datenset an und reflektieren die Ergebnisse im direkten Austausch. Das Ziel: einen persönlichen, methodisch fundierten Workflow für den Einsatz von KI in der eigenen Forschung zu entwickeln. 

Themen im Überblick

  • Grundlagen und Verortung  – Kurze Rekapitulation der Kernprinzipien und Verfahrensschritte der Qualitativen Inhaltsanalyse
  • KI-Grundlagen – Bekannte Probleme von LLMs (Halluzinationen, Intransparenz, Reproduzierbarkeit) und Strategien zu deren Handhabung
  • KI-gestützte Exploration  – Nutzung von KI-Tools für erste Fallzusammenfassungen und Materialerkundung, u. a. durch explorative Prompt-Strategien und strukturierte Abfragen wie Serendipity-Promting oder QCA^AI 
  • Kategorienentwicklung mit KI  – Entwicklung deduktiver und induktiver Kategorien sowie Prüfung und Reflexion von Materialgebundenheit und Belegbarkeit
  • Interpretation und Analyse  – Ansätze zur Einordnung, Deskription und Interpretation codierter Textpassagen, darunter Query-Based Analysis, hybride Interpretation mit mehreren LLMs sowie kommerzielle Tools

Ziel der Veranstaltung

Dieses Praxislabor räumt mit dem Mythos der vollautomatisierten Analyse auf. Die Teilnehmenden erleben, wie sich Forschungsarbeit mit KI-Unterstützung verändert – und wohin sie sich verlagert. Am Ende steht kein Patentrezept, sondern ein realistisches Bild der Möglichkeiten, ein geschärfter Blick für die Grenzen und die gestärkte Kompetenz, eine methodisch saubere Mensch-Maschine-Kollaboration in der eigenen Forschung zu gestalten. 

Zielgruppe

Promovierende

Terminübersicht

  • 10.-11.06.2026 jeweils von 09:00 bis 16:00 Uhr
  • Format: Präsenz
  • Ort: Von-Seckendorff-Platz 1, SR: 5.10 (Dachgeschoss)
  • Gruppengröße: max. 15 Personen
  • Workshopsprache: Deutsch
  • Die Bewerbungen werden in der chronologischen Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Sie werden per E-Mail benachrichtigt.

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    Thorsten Pehl ist Erziehungswissenschaftler mit über 25 Jahren Erfahrung in der qualitativen Forschung. Als geschäftsführender Gesellschafter von audiotranskription entwickelt er Software für qualitative Datenanalyse, Transkriptionssysteme und Verfahren für die KI-unterstützte Analyse qualitativer Daten. Sein aktueller Arbeitsschwerpunkt liegt auf der methodischen Integration von Large Language Models in die qualitative Datenanalyse; gemeinsam mit Kollegen hat er hierfür das Verfahren der „hybriden Interpretation” entwickelt.  Weitere Informationen: https://www.audiotranskription.de/

    Über Lydia Hohlstein

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