{"id":850,"date":"2025-09-19T11:25:35","date_gmt":"2025-09-19T09:25:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/?page_id=850"},"modified":"2025-11-05T17:24:15","modified_gmt":"2025-11-05T16:24:15","slug":"dietrich_loeffler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/1975-2000\/dietrich_loeffler\/","title":{"rendered":"Prof. Dr. Dietrich L\u00f6ffler"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-small-font-size\"><em>von<\/em> <em>Emilie Ulrich und Sophie Stelzer<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Literaturwissenschaftler und Literatursoziologe<br>geboren: 21. Januar 1936 in Dresden<br>gestorben: 22. M\u00e4rz 2021 in Halle<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\">\n<ul><li>Studium der Germanistik und Philosophie an der Universit\u00e4t in Leipzig<\/li><li>1963 Promotion an der Universit\u00e4t in Leipzig<\/li><li>1967 wissenschaftlicher Oberassistent im Wissenschaftsbereich &#8222;Theorie und Soziologie der K\u00fcnste&#8220; der Sektion Germanistik und Kunstwissenschaften an der Universit\u00e4t in Halle <\/li><li>1977 Habilitation in Halle<\/li><li>1977 Hochschuldozent f\u00fcr Literaturtheorie in Halle<\/li><li>1984 Berufung zum au\u00dferordentlichen Professor f\u00fcr Literaturtheorie in Halle<\/li><li>1985\/86 Lehrt\u00e4tigkeit an den Universit\u00e4ten in Szeged und Krakau<\/li><li>1989 Stellvertretender Direktor der Sektion Germanistik und Kunstwissenschaften an der Universit\u00e4t in Halle<\/li><li>1992 K\u00fcndigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses durch die Universit\u00e4t in Halle<\/li><li>Mitarbeiter bei der Stiftung Lesen, Mainz<\/li><li>Ver\u00f6ffentlichungen zur Literatursoziologie und zur Leseforschung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Screenshot-2025-09-08-104612.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-391\" width=\"295\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Screenshot-2025-09-08-104612.png 350w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Screenshot-2025-09-08-104612-233x300.png 233w\" sizes=\"(max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 11, PA 3055<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-Loeffler-alt-PA.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-891\" width=\"295\" height=\"380\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr.3<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<h4><strong>Wendetagebuch:&nbsp;<\/strong><\/h4>\n<p>Dietrich L\u00f6ffler war seit dem 1. Februar 1989 stellvertretender Direktor der Sektion Germanistik und Kunstwissenschaften der Universit\u00e4t in Halle. Zur Zeit der Wende 1989 \u00fcbernahm er in Vertretung die Aufgaben des Institutsdirektors, da sich der Direktor Prof. Dr. Dieter Heinemann auf einer Dienstreise in den USA befand. Seine Gedanken \u00fcber diese Zeit schrieb L\u00f6ffler in einem Tagebuch auf. Nach seinem Tod \u00fcbergab sein Sohn, Andreas L\u00f6ffler, das Tagebuch an das Universit\u00e4tsarchiv Halle (UAHW, Rep. 122, Nr. 2) und gestattete uns die Lekt\u00fcre. Die folgenden Beobachtungen stellen eine erste Auswertung dar.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Das Tagebuch ist ein einzigartiges Dokument \u00fcber die Zeit des Mauerfalls aus der Perspektive von L\u00f6ffler. Wir wissen nicht, ob er dieses Tagebuch ver\u00f6ffentlichen wollte, wir wissen nicht, ob er das Geschriebene noch \u00fcberarbeiten wollte. Vielleicht dienten seine Notizen auch einem Selbstschutz, vielleicht f\u00fcrchtete er Konsequenzen.&nbsp;<\/p>\n<p>L\u00f6ffler hatte wohl kaum den Anspruch ein Tagebuch im literarischen Sinn zu schreiben:<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Ich bin kein Tagebuchschreiber. Diese Notizen zum Tage sind einmalig wie ihr Anla\u00df. Sie sollten mir eine Gedankenst\u00fctze in den rasend schnell ablaufenden Ereignissen der Wende sein, die im August\/ September absehbar war. Unter dem wachsenden Druck und in Zeitnot peinlich salopp geschrieben, um Fixpunkte f\u00fcr eine sp\u00e4tere Aufkl\u00e4rung zu haben. Es h\u00e4tte ja kommen k\u00f6nnen, da\u00df ich mich f\u00fcr diese Zeit w\u00fcrde verantworten m\u00fcssen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/PA-Dietrich-Loeffler-Bild-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-410\" width=\"546\" height=\"727\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/PA-Dietrich-Loeffler-Bild-768x1023.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/PA-Dietrich-Loeffler-Bild-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/PA-Dietrich-Loeffler-Bild-1153x1536.jpg 1153w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/PA-Dietrich-Loeffler-Bild.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 546px) 100vw, 546px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 11, PA 3055<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\">\n<p>Der Inhalt des Tagebuches ist eine individuelle Reflexion. Wir lesen den Text heute mit einem gro\u00dfen zeitlichen Abstand und m\u00f6chten ihn kritisch betrachten. Die Aufzeichnungen geben vielf\u00e4ltige Eindr\u00fccke \u00fcber das Wintersemester 1989\/90, das einen v\u00f6llig ungewohnten und einzigartigen Ablauf bieten sollte. Noch nie haben sich in der Geschichte der Universit\u00e4t politische Ver\u00e4nderung so rasant, so widerspr\u00fcchlich und r\u00fcckblickend so konsequent abgebildet. Wir tragen heute dieses Wissen in uns. L\u00f6ffler konnte die Entwicklungen nicht vorhersehen, er konnte manches erahnen oder bef\u00fcrchten und dar\u00fcber schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>L\u00f6ffler beschrieb, dass die F\u00fchrung regelm\u00e4\u00dfig handlungsunf\u00e4hig war und dementsprechend immer mehr Vertrauen innerhalb der Bev\u00f6lkerung verlor. Ver\u00e4nderung der festgefahrenen Struktur der DDR schien vielen Menschen nun zum ersten Mal m\u00f6glich. Dieses Chaos lies auch die MLU nicht unber\u00fchrt, laut L\u00f6ffler. So schrieb er z.b.: &#8222;Keine Linie. Bezirksleitung h\u00e4lt sich weiterhin bedeckt. Kein Sekret\u00e4r in der Aktivtagung der Uni! F\u00fcr die allgemeine Lage: neben dem Vertrauensverlust der total ist, das andere Denksystem bedenken.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p>Der Direktor hatte vor seiner Abreise in die USA noch eine Rede gehalten, welche diese besondere Lage adressierte. Er beendete die Rede mit den Worten: \u201eViel Gl\u00fcck bei dieser Gratwanderung!\u201c. L\u00f6ffler schrieb, dass gro\u00dfe Erleichterung herrschte, das Schweigen gebrochen zu haben. Er meinte auch, dass die Rede von der Studentenschaft mit tobendem Applaus gutgehei\u00dfen wurde. Helmut Obst hingegen beschreibt in seinem Artikel <em>Der Beginn der &#8222;Wende&#8220; an der Marlin-Luther-Universit\u00e4t im Wintersemester 1989\/90<\/em>, dass diese Rede auch kritisch aufgefasst wurde und nicht nur Zustimmung fand und dass die Universit\u00e4tsparteileitung krampfhaft versuchte, veraltete Strukturen aufrecht zu erhalten.<sup><a href=\"#footnote_0_850\" id=\"identifier_0_850\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Obst, Helmut: Der Beginn der &bdquo;Wende&ldquo; an der Marlin-Luther-Universit&auml;t im Wintersemester 1989\/90. In: Martin-Luther-Universit&auml;t. Von der Gr&uuml;ndung bis zur Neugestaltung von zwei Diktaturen. Hrsg. von Gunnar Berg &amp; Hans-Hermann Hartwich, Leske + Budrich Opladen 1994 (Montagsvortr&auml;ge zur Geschichte der Universit&auml;t in Halle 1), S. 147-166.\">1<\/a><\/sup> Unter diesen Umst\u00e4nden musste L\u00f6ffler nun seine Interimsstelle \u00fcbernehmen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<p>In seinem Tagebuch beschrieb er verschiedene Ziele, welche er in dieser Zeit erreichen wollte. Zun\u00e4chst war es ihm au\u00dferordentlich wichtig, dass Studenten sich innerhalb der Universit\u00e4t frei \u00e4u\u00dfern durften, jedoch der Diskurs innerhalb der Universit\u00e4t blieb und nicht nach au\u00dfen drang (&#8222;Meine Linie: in der Sektion alles zulassen, nicht auf der Stra\u00dfe.&#8220;) Dies ist ein Thema, welches sich auch im Wendetagebuch konstant wiederholte. L\u00f6ffler vertrat in seinem Tagebuch die Meinung, dass es besonders wichtig sei, einen offenen Dialog zu f\u00f6rdern. Ziel war es damit auch den \u201cKlassenfeinden\u201c entgegenzuwirken und strukturfeindlichen Gruppierungen den N\u00e4hrboden zu nehmen. Zus\u00e4tzlich war er sehr besorgt darum, dass protestierende Studenten durch gewaltsame Auseinandersetzungen in Gefahr geraten k\u00f6nnten. Schlussendlich hatte er auch Angst davor, dass die SED-Bezirksleitung Teile der Studentenschaft als konterrevolution\u00e4r einstufen w\u00fcrde. Generell berichtet L\u00f6ffler, dass ihm die Zukunft der Studierenden sehr am Herzen lag. Inwieweit dies nun zutreffend war, oder doch mehr zum Selbstschutz geschrieben wurde (vor allem da er sich im gleichen Atemzug auch als Gegner der SED-F\u00fchrung inszeniert) bleibt fraglich. Jedoch haben seine Taten definitiv positive Auswirkungen auf das studentische Leben an der MLU gehabt. Erw\u00e4hnenswert bleibt jedoch noch, dass L\u00f6ffler sich immer wieder f\u00fcr den Erhalt des sozialistischen Staates aussprach und eine Reform \u00fcber den Zerfall des Staates bevorzugte (&#8222;Ich war noch sehr den alten Strukturen, nicht ihren Inhalten verhaftet.&#8220;)<\/p>\n<p>Innerhalb des Instituts herrschte Unmut \u00fcber die Entwicklung der Ereignisse. Ein Kollege von L\u00f6ffler f\u00fcrchtete um seine Stelle, die Frau jenes Kollegen im Gegensatz dazu betrachtete die Lage deutlich positiver. Dies zeigt stellvertretend sehr gut das gespaltene Klima innerhalb des Kollegiums, welches L\u00f6ffler beschrieb. Grundlegend war die Stimmung optimistisch, doch vereinzelt wurde die Standhaftigkeit des sozialistischen Staates angezweifelt. Bei einer Rede des Prorektors am 17.Oktober kam es zu einer Meldung einer Medizinerin: &#8222;Alles Unsinn was der Rektor erz\u00e4hlt habe &#8211; die Lage sei anders, n\u00e4mlich katastrophal.&#8220; Infolgedessen wurde die Rede des Rektors zur\u00fcckgewiesen. L\u00f6ffler berichtete weiterhin, dass der Prorektor sich immer und immer wieder in die Ausrede fl\u00fcchtete, er habe doch notwendige Gelder f\u00fcr den Erhalt der Franckeschen Stiftungen erk\u00e4mpft.<\/p>\n<p>In einer Aussprache erkl\u00e4rte der Rektor, dass er nicht die F\u00fchrung der Reformbewegung \u00fcbernehmen k\u00f6nne. Auch werden immer wieder Uneinigkeiten innerhalb der F\u00fchrung der MLU geschildert, L\u00f6ffler vertrat dabei eine sehr kulante Linie gegen\u00fcber den Studenten und hoffte damit mehr demokratische Prozesse anzusto\u00dfen. Eine Hoffnung, die von vielen seiner Kollegen geteilt wurde. So unterst\u00fctzte er nach eigener Aussage die Bem\u00fchungen der Studenten eine eigene Zeitung herauszubringen, doch traf er damit auf Widerstand (&#8222;Diese Zeitung kam nicht zustande: Finanzierung, Papier. Genehmigung beim Rat des Bezirks waren nicht zu bew\u00e4ltigen!&#8220;) Mehrere Rektoren wollten zudem weiterhin nur die UZ als einzige Zeitung an der Universit\u00e4t erlauben. Zumal es auch immer wieder vereinzelte Stimmen gab, die ein h\u00e4rteres Vorgehen gegen Demonstrationen begr\u00fc\u00dften.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-1-1-1024x695.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-425\" width=\"481\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-1-1-1024x695.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-1-1-300x203.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-1-1-768x521.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-1-1.jpg 1088w\" sizes=\"(max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 4<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-2-1024x640.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-426\" width=\"519\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-2-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-2-300x187.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-2-768x480.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-UPL-2.jpg 1063w\" sizes=\"(max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<p>In L\u00f6fflers Beschreibungen sticht vor allem eine Person \u00f6fter hervor: K. Dieser war nach Obst eine ma\u00dfgebende Figur an der Universit\u00e4t<sup><a href=\"#footnote_1_850\" id=\"identifier_1_850\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Ebd. S. 147\">2<\/a><\/sup>, welche versuchte &#8222;das Bild von der gefestigten, stabilen und &#8218;heilen&#8216; DDR [&#8230;] auch an der Universit\u00e4t offiziell krampfhaft aufrecht(zu)erhalten.&#8220;<sup><a href=\"#footnote_2_850\" id=\"identifier_2_850\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ebd. S. 147\">3<\/a><\/sup> Nach L\u00f6ffler war er innerhalb des Kollegiums der Universit\u00e4t jedoch nicht sonderlich beliebt, da dieser selbst kein lehrender Professor war, sondern parteipolitisch zum Amt gekommen war. &#8222;Er galt unter den Lehrkr\u00e4ften, auch in der SED als Fehlbesetzung.&#8220; L\u00f6ffler selbst hatte eigentlich keine Probleme mit K., sah sein Verhalten zu dieser Zeit hingegen aber als eher opportunistisch, weil dieser unter anderem \u00fcberraschend gegen alle Erwartungen einer studentischen Zeitung zustimmte. In einem sp\u00e4ter nachgetragenen Kommentar zeigte L\u00f6ffler jedoch sehr gro\u00dfen Respekt f\u00fcr K. Was L\u00f6ffler zur Wendezeit nicht erkannt hatte, jetzt aber vermutete, war, dass K. den bevorstehenden Zerfall der DDR bereits vorausgesehen hatte (&#8222;K. als Opportunist sehe ich heute anders. Er hatte wohl mehr als ich begriffen, da\u00df das alte System am Ende war.&#8220;) Als Folge dessen wollte er sich den Reformbewegungen nicht entschlossen entgegen stellen, vor allem im Angesicht der gel\u00e4hmten Parteif\u00fchrung.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\">\n<p>L\u00f6ffler berichtete sehr h\u00e4ufig von einer studentischen Gruppierung, die vor allem daran interessiert war, die Strukturen des sozialistischen Staates, insbesondere die FDJ, demokratisch zu reformieren. Dabei war es ihm wichtig, dass jeglicher Protest in Halle gewaltfrei blieb. Sie waren es auch, die es anstrebten, eine eigene studentische Zeitung, unabh\u00e4ngig von der UZ herauszubringen. Infolgedessen waren sie \u00f6fter mit L\u00f6ffler im Gespr\u00e4ch, was auch der Grund sein k\u00f6nnte, weshalb er sie in dem Tagebuch so regelm\u00e4\u00dfig erw\u00e4hnte. Doch im Gegensatz dazu, gab es unter den Studenten ebenso Gruppierungen, die notfalls auch nicht vor gewaltt\u00e4tigen Konflikten zur\u00fcckgeschreckt w\u00e4ren. Diese wurden aber wie gesagt von L\u00f6ffler nur randweise erw\u00e4hnt und haben im Wendetagebuch keine gro\u00dfe Rolle gespielt. L\u00f6ffler bef\u00fcrchtete nach er R\u00fcckkehr von seinem langfristigen Aufenthalt in Krakau, dass er von den Studenten als Vertreter des Systems betrachtet wird: &#8222;schlie\u00dflich war ich fast vier Jahre [&#8230;] nicht am Institut gewesen &#8211; ich war f\u00fcr sie Repr\u00e4sentant des Systems: der Sektionsdirektor und davor ein Parteisekret\u00e4r.&#8220; In den Gespr\u00e4chen stellte L\u00f6ffler auch fest, dass viele Studenten nicht unbedingt seine Linie, nichts nach Au\u00dfen zu tragen, geteilt hatten. Er schrieb weiterhin, dass er seinen Kurs jedoch verteidigt habe, um die Studenten zu besch\u00fctzen und die Arbeitsf\u00e4higkeit der Universit\u00e4t aufrecht zu erhalten. Zudem blockte er alle Gespr\u00e4che bez\u00fcglich des Neuen Forums ab, da er es nicht riskieren wollte, dass das Institut als konterrevolution\u00e4r eingestuft wird (&#8222;Ich wollte jeden m\u00f6glichen Angriff begenen, die Studenten wollten die Konterrevolution, das war die \u00fcbliche Auffassung der SED, wenn ihre Poilitik grunds\u00e4tzlich kritisiert wurde.&#8220;) Zu den Forderungen der Studenten erschien in der UZ ein Artikel, welcher jedoch auch von L\u00f6ffler als sehr diffamierend eingestuft wurde (laut UZ h\u00e4tten die Papiere der Germanistikstudenten auff\u00e4llige grammatische und orthografische Fehler aufgewiesen). Durch die immer st\u00e4rkere Abwesenheit der Bezirksparteileitung innerhalb der Gremien der Universit\u00e4t wurde der Einfluss der studentischen Vertretung jedoch immer gr\u00f6\u00dfer und bedeutsamer.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-wichtig-Studenten-538x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-446\" width=\"467\" height=\"888\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-wichtig-Studenten-538x1024.jpg 538w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-wichtig-Studenten-157x300.jpg 157w\" sizes=\"(max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 4<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<p>Interessanterweise erw\u00e4hnte L\u00f6ffler die historischen Ereignisse des 9. Novembers in seinem Wendetagebuch nicht. Allerdings beschrieb er sehr wohl die sich immer weiter zuspitzende Lage in Halle. Durch den zunehmenden Machtverlust und Kontrollverlust der SED wurden die Proteste gr\u00f6\u00dfer und organisierter und der Ruf nach Reform in Halle immer lauter. L\u00f6ffler bef\u00fcrchtete schon vor dem Mauerfall, dass es einen Putschversuch durch Milit\u00e4r,<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-4-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1236\" width=\"614\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-4-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-4-300x212.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-4-768x543.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-4-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-4.jpg 1789w\" sizes=\"(max-width: 614px) 100vw, 614px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 1<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\">\n<p>Innere Sicherheit oder Polizei geben k\u00f6nnte. Dies wurde dadurch best\u00e4rkt, dass er Polizeiautos sah, &#8222;auf deren Nummernschildern das V durchgestrichen war.&#8220; (auf den Autos stand VP, eine Abk\u00fcrzung f\u00fcr Volkspolizei) Dies best\u00e4tigte sich aber nicht. Er schrieb, dass die Strukturen intakt blieben, auch wenn die der Partei immer weiter zerfielen. Von jenen Ereignissen blieb auch die Universit\u00e4t nicht unbetroffen. Durch den immer weiteren R\u00fcckzug der Bezirkszentralverwaltung wurde der Einfluss der Studentenschaft immer gr\u00f6\u00dfer. L\u00f6ffler sprach sogar von einer Doppelherrschaft:&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Da\u00df die Bezirksleitung nicht auf die von der FDJ einberufenen Aktivtagungen auftreten wollte, zeigte mir zweierlei: sie hatte kein Konzept f\u00fcr eine Erneuerung und sie schaffte es nicht mehr, eigene Initiativen zu starten. [\u2026] In den Notizen fehlt, da\u00df mir in diesem Proze\u00df zum ersten Mal ein Begriff durch den Kopf ging, der uns allen aus der ml Revolutionstheorie vertraut war: Doppelherrschaft. [\u2026] An der Universit\u00e4t war dies mit der Vollversammlung vollzogen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n<p>Mit Doppelherrschaft meinte L\u00f6ffler in diesem Kontext, dass Parteifunktion\u00e4re zwar noch auf dem Papier ihre F\u00fchrungsposition innehatten, aber nicht ausf\u00fcllen w\u00fcrden. Die nach Reform strebenden Studenten waren in keiner Machtposition, konnten aber nun praktisch diktieren, was zu tun sei (&#8222;Die FDJ \u00fcbernahm die Parteiarbeit. Im Grunde eine Erscheinung f\u00fcr den Zerfall der SED an der Universit\u00e4t [&#8230;] wie am Institut.&#8220;) Auch bei der Universit\u00e4tsparteileitung kam es zu einem Zerfall der Strukturen. Regelm\u00e4\u00dfig berichtete L\u00f6ffler zu dieser Zeit \u00fcber R\u00fccktritte von F\u00fchrungspersonal, inklusive von K. (&#8222;in weinerlicher Stimme.&#8220;) Es wurde nun oft zu L\u00f6ffler geschaut, F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen, jedoch wollte er diese Verantwortung vermeiden, wie er in seinem Wendetagebuch beschrieb. Vielmehr war sein Anliegen sicherzustellen, dass innerhalb der Universit\u00e4t weiterhin alles friedlich ablief. Zu erw\u00e4hnen sei auch, dass L\u00f6ffler und die meisten anderen Funktion\u00e4re der MLU weiterhin probierten die sozialistischen Strukturen zu wahren. Dies wirkt im Wendetagebuch hingegen wie ein sehr realit\u00e4tsferner Gedanke. L\u00f6ffler schrieb unteranderem: &#8222;Bundespolitiker tummeln sich (bereits) in der DDR wie in ihren Wahlkreisen&#8220;, w\u00e4hrend man an der MLU dar\u00fcber diskutierte, wie man sich vor den Einfl\u00fcssen des Kapitalismus sch\u00fctzen k\u00f6nne. Es herrschte f\u00e4lschlicherweise der Glaube, die DDR w\u00e4re noch reformierbar. Gleichzeitig wurde auch anderweitig \u00fcber die zuk\u00fcnftigen Strukturen der MLU diskutiert:<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Die FDJ, so meint W., Germanistik-Student im vierten Studienjahr bed\u00fcrfe einer Reorganisierung, bevor sie sicher weiterhin als Podium der Diskussion anbieten darf. Es g\u00e4be zu viele Mitl\u00e4ufer, zu gro\u00df sei die Passivit\u00e4t vieler Mitglieder. A., wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Pharmazie, m\u00f6chte Diskussion von der Basis aus, m\u00f6glichst viele einbeziehen, zugleich ist er dagegen \u201ealles nur \u00fcber die FDJ zu \u00e4ndern.\u201c Debatte also nur neben der FDJ? Sie sei ganz anderer Meinung, stieg S. von der FDJ-Kreisleitung an der MLU in dieser Stelle in den Disput ein.<\/p><\/blockquote>\n\n\n<p>Generell beschrieb L\u00f6ffler ein Klima gro\u00dfer Unsicherheit und Besorgnis dar\u00fcber, was die Zukunft nun bringen w\u00fcrde. Passend dazu beschreibt L\u00f6ffler ein Gespr\u00e4ch w\u00e4hrend einer Zugfahrt, in welchem mehrere Frauen miteinander diskutierten: \u201edie einen f\u00fchlen sich um 40 Jahre ihres Lebens, die Junge um ihre Zukunft betrogen.\u201c L\u00f6ffler erw\u00e4hnte zudem, dass auch bei seinen Vorlesungen und Seminaren die aktuelle Politik immer mehr in den Vordergrund r\u00fcckte und zunehmend Zeit beanspruchte.<\/p>\n<h4><strong>Schlusswort:<\/strong><\/h4>\n<p>L\u00f6ffler beschrieb in seinem Wendetagebuch eine hektische und turbulente Zeit, in der er sich daf\u00fcr einsetzte, einen friedlichen und geregelten Ablauf an der MLU zu gew\u00e4hrleisten. Ein Unterfangen, in dem er nach eigener Aussage teilweise erfolgreich war. Er beschreibt eine MLU, an welcher die politische Lage allgegenw\u00e4rtig war und die F\u00fchrungspersonen sichtlich \u00fcberfordert sowie ohne konkrete Antworten waren. Schlussendlich f\u00fchrte es dazu, dass die Studenten einen gro\u00dfen Anteil am Wandel der MLU hatten und somit unsere heutige Universit\u00e4t mitpr\u00e4gten. L\u00f6ffler portr\u00e4tierte sich als Person die sich sch\u00fctzend vor die Studenten gestellt hat und beteuert im Sinne derer gehandelt zu haben. \u00dcberraschenderweise zeigte er sich auch als ein Verteidiger des alten Systems, was uns dahingehend erstaunt hat, da er das Tagebuch auch zum Selbstschutz verfasst hatte.<\/p>\n<p>Besonderen Dank wollen wir aussprechen an das Archiv der Martin-Luther-Universit\u00e4t f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung. Auch bedanken wir uns bei Frau Dr. Andrea Seidel, die es uns im Rahmen des Seminars erm\u00f6glicht hat, an diesem Projekt zu arbeiten.<\/p>\n<h4>Galerie:&nbsp;<\/h4>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-1-geschwaerzt-717x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1238\" width=\"510\" height=\"727\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-1-geschwaerzt-717x1024.jpg 717w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-1-geschwaerzt-210x300.jpg 210w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-1-geschwaerzt-768x1097.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-1-geschwaerzt-1076x1536.jpg 1076w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-1-geschwaerzt.jpg 1302w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 1    <br> Im Zuge der Wende gab es immer wieder Auseinandersetzungen, wie die zuk\u00fcnftige Leseliste aussehen soll. Lehrkr\u00e4fte und Studenten hatten dabei unterschiedliche Vorstellungen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Aufruf-der-Studenten-geschwaerzt-1024x597.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1240\" width=\"596\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Aufruf-der-Studenten-geschwaerzt-1024x597.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Aufruf-der-Studenten-geschwaerzt-300x175.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Aufruf-der-Studenten-geschwaerzt-768x448.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Aufruf-der-Studenten-geschwaerzt.jpg 1064w\" sizes=\"(max-width: 596px) 100vw, 596px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 2  <br>Die Studenten sahen die politische Entwicklung kritisch und leisteten einen entscheidenden Beitrag zur Wende in unserem Institut.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-3-762x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-503\" width=\"453\" height=\"607\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 1    <br>Sozialistische Strukturen wurden kritisch betrachtet und sollten reformiert werden        <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/10\/Bild-2-geschwaerzt-826x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1241\" width=\"492\" height=\"258\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"462\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-Zeitung-1024x462.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-505\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-Zeitung-1024x462.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-Zeitung-300x135.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-Zeitung-768x346.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-Zeitung-1110x500.jpg 1110w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Bild-Zeitung.jpg 1510w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 4<br>Der Einfluss der Bezirkszentralverwaltung der SED wurde zunehmend schw\u00e4cher und die MLU suchte Wege der Selbstbestimmung.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-Erklaerung-des-Parteiaktivs-727x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-506\" width=\"468\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-Erklaerung-des-Parteiaktivs-727x1024.jpg 727w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-Erklaerung-des-Parteiaktivs-213x300.jpg 213w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-Erklaerung-des-Parteiaktivs-768x1081.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/files\/2025\/09\/Zeitung-Erklaerung-des-Parteiaktivs.jpg 860w\" sizes=\"(max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><figcaption>UAHW, Rep. 122, Nr. 4<br>Erkl\u00e4rung der Parteiaktivisten der SED zur politischen Lage am 7.11.1989.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_0_850\" class=\"footnote\">Obst, Helmut: Der Beginn der &#8222;Wende&#8220; an der Marlin-Luther-Universit\u00e4t im Wintersemester 1989\/90. In: Martin-Luther-Universit\u00e4t. Von der Gr\u00fcndung bis zur Neugestaltung von zwei Diktaturen. Hrsg. von Gunnar Berg &amp; Hans-Hermann Hartwich, Leske + Budrich Opladen 1994 (Montagsvortr\u00e4ge zur Geschichte der Universit\u00e4t in Halle 1), S. 147-166. [<a href=\"#identifier_0_850\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/li><li id=\"footnote_1_850\" class=\"footnote\">Vgl. Ebd. S. 147 [<a href=\"#identifier_1_850\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/li><li id=\"footnote_2_850\" class=\"footnote\">Ebd. S. 147 [<a href=\"#identifier_2_850\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Emilie Ulrich und Sophie Stelzer Literaturwissenschaftler und Literatursoziologegeboren: 21. Januar 1936 in Dresdengestorben: 22. M\u00e4rz 2021 in Halle Studium der Germanistik und Philosophie an der Universit\u00e4t in Leipzig 1963 Promotion an der Universit\u00e4t in Leipzig 1967 wissenschaftlicher Oberassistent im Wissenschaftsbereich &#8222;Theorie und Soziologie der K\u00fcnste&#8220; der Sektion Germanistik und Kunstwissenschaften an der Universit\u00e4t in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6137,"featured_media":0,"parent":97,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"coauthors":[5,11],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/850"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6137"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=850"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1348,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/850\/revisions\/1348"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/97"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/institutsgeschichtegermanistik\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}