{"id":622,"date":"2021-06-02T10:00:00","date_gmt":"2021-06-02T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/?p=622"},"modified":"2021-07-02T13:23:34","modified_gmt":"2021-07-02T11:23:34","slug":"wissenschaftlichkeit-vs-anschaulichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/2021\/06\/wissenschaftlichkeit-vs-anschaulichkeit\/","title":{"rendered":"Wissenschaftlichkeit vs. Anschaulichkeit?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-cover has-background-dim\" style=\"background-image:url(https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/04\/Team-Struktur-1.png)\"><div class=\"wp-block-cover__inner-container\">\n<p class=\"has-text-align-left has-large-font-size\">Eine Herausforderung, die sich auch anderen Disziplinen als der Public History stellt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Kann Geschichte anschaulich und f\u00fcr alle nachvollziehbar vermittelt werden, ohne dass dabei die Wissenschaftlichkeit auf der Strecke bleibt? Judith und Jochen von der <a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/gedenkstaette-andreasstrasse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gedenkst\u00e4tte Andreasstra\u00dfe<\/a> meinten im Workshop, es sei die \u201eK\u00f6nigsdisziplin\u201c, das zu schaffen. Bei ihnen werde die Wissenschaftlichkeit durch eine enge Zusammenarbeit mit Historiker*innen gew\u00e4hrleistet; Zeitzeug*innen spielen au\u00dferdem eine gro\u00dfe Rolle und es werden immer m\u00f6glichst viele unterschiedliche Perspektiven dargestellt (z. B. sowohl H\u00e4ftlinge als auch Aufseher*innen).<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large\"><p>Akademisch ausgebildete Public Historians haben das Ziel, Geschichte fachwissenschaftlich abgesichert und trotzdem f\u00fcr ein wissenschaftlich nicht vorgebildetes Publikum verst\u00e4ndlich und gleichzeitig anschaulich zu erz\u00e4hlen, die subjektiven Erfahrungen Einzelner einzubinden, die r\u00e4umliche Dimension historischer Prozesse zu veranschaulichen, die Bildlichkeit der Geschichte einzubeziehen und schlie\u00dflich insgesamt die \u201eGeschichte als Raum des kulturellen Ged\u00e4chtnisses\u201d neu zu konzipieren.<\/p><cite>Irmgard Z\u00fcndorf, <a href=\"Docupedia-Zeitgeschichte, 6.9.2016\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zeitgeschichte und Public History<\/a>, Version: 2.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 6.9.2016.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Public History ist jedoch nicht das einzige Feld, dem sich die Herausforderung stellt, komplexe Sachverhalte anschaulich, f\u00fcr alle verst\u00e4ndlich und gleichzeitig wissenschaftich korrekt zu vermitteln. Schon beim Lesen von Irmgard Z\u00fcndorfs Text f\u00fchlte ich mich an das erinnert, was ich bisher \u00fcber Wissenschaftsjournalismus und Wissenschaftskommunikation geh\u00f6rt hatte. Diese Bereiche scheinen einige \u00dcberschneidungen mit der Public History aufzuweisen. Gehen wir also auf die Suche nach n\u00fctzlichen Tipps und Methoden, die Wissenschaftsjournalismus und -kommunikation hergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das folgende Video erkl\u00e4rt sehr anschaulich, wie guter Wissenschaftsjournalismus funktioniert. Dabei kommen einige Journalist*innen (Corinna Hennig vom Drosten-Podcast, Mirko Drotschmann alias <em>MrWissen2go<\/em>, die Datenjournalistin Anna Behrend und der Zeit-Wissen-Redakteur Fritz Habeku\u00df) zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen. Hier eine kurze Zusammenfassung der Tipps: sprachliche Bilder zur Veranschaulichung finden und eine Dramaturgie einbauen, zielgruppenorientierte Formate verwenden, nicht nur erkl\u00e4ren und einordnen, sondern ebenso hinterfragen, auch von den Grenzen des Wissens berichten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Wie geht eigentlich guter Wissenschaftsjournalismus?\" width=\"1140\" height=\"641\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/03GqQjXK5Sc?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption>\u201eWie geht eigentlich guter Wissenschaftsjournalismus\u201c, von Studierenden der Deutschen Journalistenschule (DJS). Ver\u00f6ffentlicht am 24.02.2021 auf dem YouTube-Kanal \u201eM Online\u201c.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mirko Drotschmann vom Kanal <em>MrWissen2go<\/em> bietet sich f\u00fcr uns als Experte besonders an, da er nicht \u201enur\u201c Journalist ist, sondern auch Historiker. Einige seiner Videos \u00fcber geschichtliche Ereignisse und Zusammenh\u00e4nge k\u00f6nnen definitiv der Public History zugeordnet werden. Im Interview erkl\u00e4rt er, wie mit Wissenschaftsjournalismus auch junge Menschen erreicht werden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr sei es wichtig, sich an den Interessen des Publikums zu orientieren, die Leute zum Diskurs einzuladen, anstatt Absolutheiten zu vermitteln, die viel verbreitete Angst vor Vereinfachung zu \u00fcberwinden und bei alldem authentisch zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Mirko Drotschmann: Wissenschaftsjournalismus f\u00fcr junge Menschen\" width=\"1140\" height=\"641\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/XnW9STXrgck?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption>\u201eMirko Dortschmann: Wissenschaftsjournalismus f\u00fcr junge Menschen\u201c. Am 12.07.2018 auf dem YouTube-Kanal \u201eStifterverband\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch die Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim vom Kanal <em>maiLab<\/em> d\u00fcrfte den meisten ein Begriff sein. Im Video erkl\u00e4rt sie eine sehr hilfreiche Strategie f\u00fcr Wissenschaftskommunikation und gibt uns somit eine Art Checkliste mit, die wir immer durchgehen k\u00f6nnen \u2013 egal ob wir einen Text schreiben, ein Video produzieren oder einen Vortrag ausarbeiten. Einige Fragen, die wir uns dabei immer stellen sollten, sind: Was ist meine Hauptaussage\/Fragestellung und zieht sich diese durch mein ganzes Werk? Welche Zielgruppe m\u00f6chte ich ansprechen, was sind ihre Interessen und welches Vorwissen kann ich voraussetzen? Mit welcher Sprache kann die Zielgruppe angesprochen werden? Wie kann ich die Geschichte am besten in dem Medium verpacken, das mir zur Verf\u00fcgung steht? Beschr\u00e4nke ich mich in meinen Ausf\u00fchrungen auf das Wesentliche?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Wegweiser der Wissenschaftskommunikation \u2013 der NaWik-Pfeil\" width=\"1140\" height=\"641\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rwAU11V9Sh4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption>\u201eWegweiser der Wissenschaftskommunikation \u2013 der NaWik-Pfeil\u201c. Vom YouTube-Kanal \u201eNaWikDeutschland\u201c am 05.02.2019 hochgeladen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass Anschaulichkeit und Wissenschaftlichkeit definitiv vereinbar sind. Es ist jedoch eine Kunst f\u00fcr sich, dies auch zu schaffen und mit den Endergebnissen zu begeistern.<\/p>\n\n\n\n<p>Was denkt ihr \u00fcber die Vereinbarkeit von Anschaulichkeit und Wissenschaftlichkeit? Kennt ihr noch weitere gute Wissenschaftsjournalist*innen und -kommunikator*innen? Welche Formate der Wissensvermittlung sprechen euch besonders an und welche findet ihr auch f\u00fcr die Public History sinnvoll?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Herausforderung, die sich auch anderen Disziplinen als der Public History stellt.<\/p>\n","protected":false},"author":4319,"featured_media":218,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[8],"tags":[51,32,52],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4319"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=622"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":747,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622\/revisions\/747"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/media\/218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}