{"id":896,"date":"2021-08-25T17:14:14","date_gmt":"2021-08-25T15:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/?p=896"},"modified":"2021-08-25T17:15:26","modified_gmt":"2021-08-25T15:15:26","slug":"dig-dag-und-digedag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/2021\/08\/dig-dag-und-digedag\/","title":{"rendered":"Dig, Dag und Digedag"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-cover has-background-dim\" style=\"background-image:url(https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/04\/Kontext-Wissenschaft-5.png)\"><div class=\"wp-block-cover__inner-container\">\n<p class=\"has-text-align-left has-large-font-size\">Ein kurzer \u00dcberblick zur Entwicklung der &#8222;Digedags&#8220;.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Im Workshop sprachen wir zu Beginn vermehrt \u00fcber unsere ganz eigenen Erfahrungen mit Comics. Immer wieder kamen dabei die \u201cAbrafaxe\u201d oder \u201cDigedags\u201d auf. Meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit Comics waren und sind alles andere als umfangreich. Doch kann ich mich durchaus an einige MOSAIK-Hefte aus meiner Kindheit erinnern, an denen ich durchaus Gefallen fand. Nicht allen Teilnehmer*innen waren die MOSAIK-Hefte bekannt. Im folgenden Beitrag m\u00f6chte ich daher die Entwicklung der \u201cDigedags\u201d von ihrem Entstehen bis heute kurz skizzieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals ver\u00f6ffentlicht wurden die \u201cDigedags\u201d am 23. Dezember 1955 im Verlag Neues Leben. Bis 1957 erschienen die Hefte vorerst viertelj\u00e4hrlich. Sp\u00e4ter (ab der 7. Ausgabe) auch monatlich. 1960 wurden die Hefte vom Verlag Junge Welt und 1992 schlie\u00dflich durch den Verlag Steinchen f\u00fcr Steinchen \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dig, Dag und Digedag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Digedags_Heft_1_Stiftung_Haus_der-Geschichte_BA-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-897\" width=\"342\" height=\"484\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Digedags_Heft_1_Stiftung_Haus_der-Geschichte_BA-724x1024.jpg 724w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Digedags_Heft_1_Stiftung_Haus_der-Geschichte_BA-212x300.jpg 212w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Digedags_Heft_1_Stiftung_Haus_der-Geschichte_BA-768x1087.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Digedags_Heft_1_Stiftung_Haus_der-Geschichte_BA-1085x1536.jpg 1085w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Digedags_Heft_1_Stiftung_Haus_der-Geschichte_BA.jpg 1236w\" sizes=\"(max-width: 342px) 100vw, 342px\" \/><figcaption>Heft 1 der &#8222;Digedags&#8220; (Bild: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. OZS 346\/1955\/1)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bis 1975 wurden die Digedags in \u00fcber 220 Heften haupts\u00e4chlich durch Hannes Hegen gestaltet. Die drei Hauptfiguren (zwischenzeitlich reduziert auf die zwei Hauptfiguren Dig und Dag) befanden sich stets in verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte. Dabei wurden verschiedene Erz\u00e4hlebenen skizziert. Neben einer extraterrestrischen Ebene (Planet Neos), in der das Erforschen fremder Zivilisationen im Mittelpunkt stand, wurde auch ein retrospektiver Erz\u00e4hlstrang er\u00f6ffnet. In diesem erinnerten sich die Hauptfiguren an Geschichten, die sie auf der Erde (in verschiedenen Zeitaltern) erlebt hatten. Dabei nahmen die Handlungen und Geschichten stets mehrere Hefte ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Mitte der 60er-Jahre entstanden eigene Serien wie die \u201cRitter-Runkel-Serie\u201d, die \u201cAmerika-Serie\u201d oder die \u201cOrient-Serie\u201d. Die drei bzw. zwei kindlichen Hauptfiguren der MOSAIK-Hefte wurden dabei stets als die guten, aber auch recht tollpatschigen Helden der Geschichte dargestellt. Neben dem Abenteuer-Charakter der einzelnen Episoden waren die Erz\u00e4hlungen dadurch stark humoristisch gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>1974 beendete Hannes Hegen seine Zusammenarbeit mit dem Verlag. Die bis dahin erschienen Hefte wurden in zahlreiche Sprachen \u00fcbersetzt und waren auch in der Bundesrepublik, \u00d6sterreich, den Niederlanden, Finnland und Ungarn erh\u00e4ltlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abrax, Brabax und Califax<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Heft_1_Abrafaxe_1976_DDR-Museum.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-903\" width=\"340\" height=\"474\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Heft_1_Abrafaxe_1976_DDR-Museum.jpg 716w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/jugendwiderstand\/files\/2021\/08\/Heft_1_Abrafaxe_1976_DDR-Museum-215x300.jpg 215w\" sizes=\"(max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><figcaption>Heft 1 der &#8222;Abrafaxe&#8220; (Bild: DDR-Museum Berlin)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>1976 folgten den Digedags die Abrafaxe (Abrax, Brabax und Cailfax). Diese \u00e4hnelten bewusst ihren Vorg\u00e4ngern. Ma\u00dfgeblich an deren Gestaltung waren Lothar Dr\u00e4ger und Lona Reitschel (Zeichnerin) beteilig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Geschichten der Abrafaxe spielten stets in unterschiedlichen Epochen der Menschheitsgeschichte. Dabei waren die einzelnen Hauptcharaktere st\u00e4rker individualisiert. Den Charakter der tollpatschigen Helden sollte sie jedoch bis heute behalten.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u00c4hnlich wie bei ihren Vorg\u00e4ngern bildeten die Episoden der Abrafaxe ganze Serien (\u201cAdria-Serie\u201d\/ \u201cHarlekin-Serie\u201d, \u201cAnno 1704\/1705\u201d, \u201cDon-Fernando-Serie\u201d, \u201cAlexander-Papatentos-Serie\u201d, \u201cJapan-China-Serie\u201d). Ab 1992 (bis heute) folgten zahlreiche weitere Serien (bspw. \u201cGriechenland-\u00c4gypten-Serie\u201d, \u201cMittelalter-Serie\u201d, \u201cHanse-Serie\u201d oder die \u201cReformations-Serie\u201d).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2018 sind die MOSAIK-Hefte die meistverkauften Comics Deutschlands.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>2008 entstand mit den Figuren Anna, Bella und Caramella ein weibliches Pendant zu den Abrafaxen. Sowohl in ihrem \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbild als auch in ihren charakterlichen Eigenschaften \u00e4hneln sie ihren m\u00e4nnlichen Vorg\u00e4ngern. Neben den Heften gibt es auch H\u00f6rspiele, Sammelb\u00e4nde und Taschenbuchformate der Abrafaxe. Teilweise erschienen auch Neuauflagen der Abrafaxe bzw. Digedags. F\u00fcr weitere und sehr ausf\u00fchrliche Informationen zu den MOSAIK-Heften und ihren Zeichner*innen kann ich die Seite <a href=\"http:\/\/www.mosapedia.de\/wiki\/index.php\/Hauptseite\">\u201cMosaPedia\u201d<\/a> empfehlen. Hier findet ihr zahlreiche Informationen zu den Heften, Serien und Hauptfiguren sowie zu den Autor*innen und Zeichner*innen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Workshop sprachen wir zu Beginn vermehrt \u00fcber unsere ganz eigenen Erfahrungen mit Comics. Immer wieder kamen dabei die \u201cAbrafaxe\u201d oder \u201cDigedags\u201d auf. Meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit Comics waren und sind alles andere als umfangreich. Doch kann ich mich durchaus an einige MOSAIK-Hefte aus meiner Kindheit erinnern, an denen ich durchaus Gefallen fand. 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